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Alt 09.12.2017, 06:54     #71
Iltis530d   Iltis530d ist offline
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Da es beim Bitcoin mittlerweile ja um richtig viel Geld geht, rückt schön langsam wohl auch die Problematik der vermeintlichen Unknackbarkeit in den Fokus. Da Bitcoin als Peer-to-Peer System ja über keine zentralisierten Server verfügt, basiert das gesamt Sicherheitskonzept auf Vertrauen. Konkret auf dem Vertrauen, dass mehr als 50 % der Teilnehmer an diesem Peer-to-Peer Netzwerk das Richtige tun.

Nun muss man aber wissen, dass sich die meisten Miner zu Gruppen, sogenannten Pools, zusammenschliessen. Und dass ca. 80 % der Miner die Server in China stehen haben. Und alleine 4 der größten Mining-Pools über 50 % der Blöcke der Blockchain generieren. Wenn man nun 1 und 1 zusammen zählt, dann ist das Szenario wohl nicht so unrealistisch, dass sich ein paar dieser Mining-Pools zusammen tun und damit mehr oder weniger volle Kontrolle über die Blockchain erlangen und somit nach Herzenslust Transaktionen zum eigenen Vorteil generieren. Wie gesagt, bei einer rechnerischen Kapitalisierung von mittlerweile 250 Mrd. USD kann da der eine oder andere sicher schwach werden, zumal man ja gar nicht so genau weiß, wer hinter diesen Mining-Pools eigentlich steht.

Ein anderes denkbares Szenario wäre auch, dass jemand im Hintergrund heimlich enorme Kapazitäten an Mining-Hardware hochrüstet und diese dann abrupt in Betrieb nimmt, um die 50-% Hürde zu knacken und die Kontrolle über die Blockchain zu erlangen. Bei den Summen die hier mittlerweile zu holen sind, könnte sich ein Investment von einigen hundert Millionen mitunter mehr als lohnen.
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Alt 09.12.2017, 11:25     #72
scam2000   scam2000 ist offline
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Frage an die technisch Versierten: mich erinnert die Blockchain-Idee (habe bisher nur rudimentäres Wissen....) sehr an die PKI (Publik key infrastructure):

dort werden die Öffentlichen Schlüssel in ein Zertifikat gepackt, ein Hash gebildet und das ganze getrustet in dem es signiert ist mit einem privaten Schlüssel, die Gültigkeit dieses Elementes kann per Öffentlichem Schlüssel geprüft werden, der sich wiederum trusted in einem Zertifikat befindet... so hangelt man sich bis zum Root Key

Diese Zertifikate, die den Öffentlichen Schlüssel schützen per Signatur erinnern mich sehr an die Elemente der Blockchain, wo dann die Verknüpfung auch per Key gemacht wird, ist das so?

Bei Blockchain wäre eben dann der Inhalt des Elements zB eine Transaktion, die durch Hash und Signatur getrusted wird und dann verknüpft wird zum nächsten Element
__________________

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Alt 11.12.2017, 09:13     #73
Iltis530d   Iltis530d ist offline
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Zitat:
Zitat von scam2000 Beitrag anzeigen
... der sich wiederum trusted in einem Zertifikat befindet... so hangelt man sich bis zum Root Key
Bei Bitcoin werden grundsätzlich keine Zertifikate verwendet, da niemandem per se vertraut wird. Der private Schlüssel dient hier also nur als Besitznachweis der einzelnen Bitcoins. Das bedeutet im Umkehrschluss -> ist der private Schlüssel weg, sind auch die Bitcoins weg. Also die Bitcoins sind zwar schon noch da, aber man hat keinen Zugriff mehr darauf. Und es gibt auch keine Möglichkeit mehr, jemals wieder Zugriff darauf zu erlangen, da es wie gesagt keine übergeordnete Instanz gibt "die es wieder richten wird".

Da sich der Wert eines Bitcoins bis vor wenigen Jahren noch im Bereich von deutlich unter einem Euro bewegt hat, haben viele Leute ihren privaten Schlüsseln irgendwann keine Bedeutung mehr geschenkt und diese verloren. Da man zu dieser oft über hunderte oder gar tausende Bitcoins verfügte (waren ja nur ein paar Euro wert), ist hier ein nicht unerheblicher Teil der verfügbaren Bitcoins bereits auf ewig verloren gegangen.

Die Tatsache dass bei Bitcoin keine Zertifikate von vertrauenswürdigen Stellen verwendet werden, ist auch der Hauptgrund für den enormen Energieverbrauch, da das Vertrauen in die Blockchain über die Proof-of-Work Technik erreicht wird -> dabei wird das Errechnen der Hash-Werte der Blockchain kontinuierlich so schwierig gestaltet, dass im Schnitt ein Rechenaufwand von ca. 10 min erforderlich ist, um den Hash eines Blocks zu berechnen. Und um das Errechnen dieses Hashwertes konkurrieren alle Miner weltweit. Das Errechnen des Hash-Wertes an sich ist überhaupt keine Schwierigkeit; da aber nur alle 10 Minuten ein neuer Block für die Blockchain generiert werden soll, werden die Bedingungen für das Errechnen der Hash-Werte laufend verschärft. Bitcoin wird also mit jedem Rechner der dem Netzwerk neu betrifft nicht effizienter, sondern (aus ökologischer und ökonomischer Sicht) immer uneffizienter.

Die Proof-of-Work Technik ist hier meiner Meinung nach eine Sackgasse. Proof-of-Stake oder gerichtete azyklische Graphen (wie sie beispielsweise von IOTA verwendet werden) sind hier sicher ein wesentlich besserer (weil energieeffizienterer) Ansatz.
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Alt 11.12.2017, 13:37     #74
Westfale   Westfale ist offline
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Beiträge: 9.058
Dazu passend heute auf n-tv zu lesen: 40% aller Bitcoins werden von insgesamt nur 1000 Personen kontrolliert, weitere 20% gelten als verloren...
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Alt 11.12.2017, 17:13     #75
Mathias386   Mathias386 ist offline
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RA-MM
Zitat:
Zitat von scam2000 Beitrag anzeigen
Frage an die technisch Versierten: mich erinnert die Blockchain-Idee (habe bisher nur rudimentäres Wissen....) sehr an die PKI (Publik key infrastructure):

dort werden die Öffentlichen Schlüssel in ein Zertifikat gepackt, ein Hash gebildet und das ganze getrustet in dem es signiert ist mit einem privaten Schlüssel, die Gültigkeit dieses Elementes kann per Öffentlichem Schlüssel geprüft werden, der sich wiederum trusted in einem Zertifikat befindet... so hangelt man sich bis zum Root Key

Diese Zertifikate, die den Öffentlichen Schlüssel schützen per Signatur erinnern mich sehr an die Elemente der Blockchain, wo dann die Verknüpfung auch per Key gemacht wird, ist das so?

Bei Blockchain wäre eben dann der Inhalt des Elements zB eine Transaktion, die durch Hash und Signatur getrusted wird und dann verknüpft wird zum nächsten Element
Interessanter Vergleich, war mir so noch gar nicht aufgefallen -- aber stimmt, ist eigentlich ein vergleichbares Prinzip. Beim PKI um die Keys aufeinander aufbauend zu signieren, bei der Blockchain um die Blöcke vom Inhalt und zeitlicher Abfolge her zu signieren...


Insgesamt erinnert mich das ganze gerade ziemlich an ein riesiges Schneeballsystem, wo die die am Anfang dabei waren mit dickem Plus rausgehen, was letztlich von denen bezahlt wird die zu spät aussteigen...

Allerdings ist das gerade nur ein Gefühl, die stetige Reduzierung neuer Bitcoins und die definierte Gesamtzahl Bitcoins müsste eigentlich eher das Gegenteil bewirken. Soweit habe ich das ganze bisher noch nicht verstanden um es wirklich einschätzen zu können...
__________________
Gruß Mathias

Für einen Fahrzeugtyp, wie ihn der BMW 7er und seine nationalen wie internationalen Wettbewerber darstellen, sind rund 135 kW (gut 185 PS) angemessen und selbst bei sportlichsten Ansprüchen mehr als ca. 185 kW (rund 250 PS) nicht erforderlich. (aus einem BMW-Prospekt von 1980, gefunden bei www.7-forum.com)
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Alt Gestern, 10:12     #76
scam2000   scam2000 ist offline
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NKoreas Hacker...

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...a-1183702.html

klingt für einen Laien wie als könnte man auch in übliche Börsen einbrechen hier in Frankfurt zB und Aktien klauen

eine Frage an die Spezialisten: in der Blockchain werden alle Infos zu den Bitcoins gespeichert, d.h., sowohl die Transaktionen als auch die Coins? Oder kann man das gar nicht trennen? Meine zwar das 'Trusted-Prinzip' grob verstanden zu haben (also wie die Blöcke gehashed und signiert werden....), aber wie das Zusammenwirken von Transaktionen, Coins und Wallets (lokal) läuft, ist mir noch nicht klar...

zB die verlorenen Coins sind dann quasi die privaten Schlüssel, mittels denen ich 'an was?' drankäme (innerhalb der Chain?)
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