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Alt 20.05.2017, 12:57     #10551
McLane   McLane ist offline
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Zitat:
Zitat von Rene320i Beitrag anzeigen
Stellt sich halt die Frage in wie weit die Missachtung des Rechtsfahrgebotes beteiligt wird.
Gar nicht. Sogar jemand, der falsch herum aus eine Einbahnstraße kommt, hat Vorrang. Insofern greift StVO §8(2) "(...)Kann das nicht übersehen werden, weil die Straßenstelle unübersichtlich ist, so darf sich vorsichtig in die Kreuzung oder Einmündung hineingetastet werden, bis die Übersicht gegeben ist. (...)".

Entgegen der ersten Schilderung, wo noch von Überholen die Rede war, ist dem Unfallgegner allenfalls ein Verstoß gegen StVO §2(2) vorzuwerfen, aber die Vorrangverletzung ist schwerwiegender. Nun ja, daher ist man halt versichert.
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Die vorrangige Funktion einer Regierung ist es, die Minderheit der Reichen vor der Mehrheit der Armen zu schützen.
- James Madison
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Alt 21.05.2017, 10:11     #10552
Rene320i   Rene320i ist offline
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  Benutzerbild von Rene320i
 
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E91 320iA 05/12; E84 X1 18dA 05/15

PF
Bilder hab ich keine, da wie gesagt nicht persönlich am Unfall beteiligt. Aber ich hab Bilder gesehen und kenne auch die Stelle.

Es ist so, das es wenn man nach rechts abbiegt es auf der rechten Seite keinen bzw. sehr schmalen Fußweg gibt. Das heißt, ich komme direkt auf die Straße. Wäre das von rechts kommende Fahrzeug in einem normalen Abstand an den parkenden Autos vorbeigefahren hätte der rechtsabbiegende die chance gehabt ihn zu sehen. Das parkende Fahrzeug stand gute 3 - 4 Fahrzeuglängen von der Kreuzung weg. Und das nächste geparkte Auto war auch noch gute 30 - 40m entfernt. Wie gesagt ist die Straße an der Stelle auch sehr breit. Er hätte gute 1,5 - 2m weiter rechts fahren können.

Der Kollege hat sich aufgrund der schlechten Sicht langsam nach vorne getastet. Aber aufgrund der langen Schnauze muss er halt auch weit in die Straße rein.

Der Streifschaden am Auto ist vorne links.

Man darf gespannt sein. Anwalt hat er sich noch keinen genommen. Versicherungsagent meinte, das die Versicherung selbst sich darum kümmert wenn die Sachlage unklar ist.

Gruß René
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Alt 21.05.2017, 10:26     #10553
Ernst   Ernst ist offline
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  Benutzerbild von Ernst
 
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Beiträge: 3.141

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KK-
Zitat:
Zitat von McLane Beitrag anzeigen
Gar nicht. Sogar jemand, der falsch herum aus eine Einbahnstraße kommt, hat Vorrang.

M.E. stimmt das so nicht. Das war hier im Forum schon einmal ein Thema. Dazu gibt es ein BGH-Urteil, das ich seinerzeit zitiert habe. Ich bin jetzt zu faul zum suchen.

Viele Grüße
Klaus Ernst

Edit: Jetzt habe ich zwei Urteile gefunden:

Wer in einer Einbahnstraße in die falsche Richtung fährt, hat keine Vorfahrt, da es schon an einem Recht zum Fahren mangelt (BGH (Z) VRS 62, 93).




Wer [...] verbotswidrig eine Str in falscher Richtung befährt (EinbahnStr, falsche Richtungsfahrbahn), hat niemals ein Vorfahrtsrecht, weil das fehlende Recht, die Str in dieser Richtung zu befahren, begrifflich ein Vorfahrtsrecht ausschließt
(BGH NJW 82 334)

Geändert von Ernst (21.05.2017 um 10:53 Uhr)
Userpage von Ernst
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Alt 21.05.2017, 13:26     #10554
McLane   McLane ist offline
Junior Guru
 
 
Registriert seit: 07/2003
Beiträge: 3.724

Aktuelles Fahrzeug:
E46 320Ci Cabrio
"Die Vorfahrtsregeln gelten auch, wenn sich ein Verkehrsteilnehmer auf einer Straße bewegt, deren Benutzung ihm verboten ist" (OLG Karlsruhe U 90/54).

Der Wartepflichtige darf aber nicht darauf vertrauen, dass aus der verbotenen Richtung überhaupt kein Fahrzeug komme (Saarbrücken VM 70 58, Hamburg VRS 47 453 und andere); eine solche Annahme könnte allenfalls bei einer völlig abgesperrten oder unbefahrbaren Straße vertretbar sein (Bay VRS 65 154, Kö VRS 66 51). Somit muss schon mit Rücksicht auf etwaige Anlieger oder Vorrechts-Fahrzeuge (§ 35/I StVO) in beiden Richtungen beobachtet werden.

Bouska, StVO mit Erläuterungen (17. Auflage) Erläuterung 1 zu § 8 StVO: "Vorschrift gilt auch gegenüber Verkehrsteilnehmern, die aus für sie gesperrte Straßen kommen (BGH DAR 63, 193 = VRS 24,175 = VM 63, 49)"

Insofern sollte man immer auf Straßen achten, die von rechts kommen und es keine Beschilderung zur Vorfahrt gibt - auch wenn es Einbahnstraßen sind. Letztlich kann da jederzeit ein Fahrzeug mit Sonderrechten oder ein Radfahrer rausfahren. Aber das ist ja ein anderes Thema als hier diskutiert wird.

Wenn die Kreuzung so unübersichtlich ist, dass man aufgrund der Länge des Fahrzeugs nicht durch hineintasten sicher einfahren kann, dann muss man sich einweisen lassen. Macht halt keiner. Für die Zukunft wäre es sinnvoll, bei der zuständigen Behörde die bestehende Sichtbehinderung an der Ecke anzuzeigen. Wäre nicht das erste Mal, dass die Mauer oder die Hecke nicht so stehen dürfen.
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