BMW-Treff   der Treffpunkt fuer alle BMW-Fans- und -Fahrer
 
BMW-Treff Forum   Bei Amazon bestellen und den BMW-Treff unterstützen Alle Werbepartner anzeigen - hier klicken




Home Hilfe Features Regeln Impressum Registrieren
Zurück   BMW-Treff Forum > Rund um BMW und den BMW-Treff > Motorsport > BMW Motorsport News
Kalender Alle Foren als gelesen markieren

 
Gehe zu  

Antwort
 
Themen-Optionen
Alt 15.09.2005, 22:03     #71
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Belgien - Qualifikation (10.09.2005)

Wetter: Sonne und Wolken, 24-25°C Luft, 28-33°C Asphalt

Spa-Francorchamps (BEL). In den morgendlichen freien Trainings konnte das Team die Abstimmungsarbeit nachholen, die am Freitag buchstäblich ins Wasser gefallen war. Im Qualifying kam Webber, der bereits als Siebter antrat, auf Position zehn. Pizzonia belegte Rang 15.

Mark Webber:
Chassis: FW27 04 (T-Car FW27 06) / BMW P84/5 Motor: 2. GP
10. Platz (1.48,071 min)
Ich bin recht zufrieden mit meiner Qualifying-Runde, obwohl ich in der Bus-Stop-Schikane im letzten Sektor etwas Zeit verloren habe. Wir haben eine ziemlich gute Rennabstimmung, aber das ist hier natürlich auch ein bisschen Poker, weil alles vom Wetter abhängt. Mit einer Regenabstimmung im Trockenen starten zu müssen, ist jedenfalls die größere Strafe als umgekehrt. Diese Strecke hier ist definitiv eine der größten Herausforderungen für die Fahrzeug-Ingenieure. Ich hoffe, wir schaffen es, hier wie in der vergangenen Woche in Monza in die Punkte zu fahren.

Antonio Pizzonia:
Chassis: FW27 03 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
15. Platz (1.48,898 min)
Das Qualifying lief nicht so gut für mich, ich hatte überraschend wenig Grip. Nach dem freien Training heute morgen hatten wir einige Veränderungen am Auto vorgenommen, aber die hätten die Balance des Autos eigentlich nicht so beeinträchtigen dürfen. Vergangenes Wochenende in Monza fand ich es hart, mich so schnell in alles einfinden zu müssen. Jetzt bin ich mehr gefahren und in einer besseren Situation. Mit dem verrückten Wetter hier in Spa kann im Rennen alles passieren. Zum Geburtstag wünsche ich mir morgen ein paar Punkte.

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
Nach den verregneten Trainings gestern war das Wetter heute gut. Das Vormittagstraining haben wir genutzt, um die Flügel zu justieren und eine Reifenmischung auszuwählen. Es gab bisher keinerlei mechanische Probleme. Marks Qualifying-Runde war gut. Morgen werden wir sehen, wer sich für welche Rennstrategie entschieden hat. Wir hoffen auf ein starkes Rennen morgen. Laut Wetterbericht könnte es im Rennen regnen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Nach dem verregneten Freitag waren die Streckenbedingungen heute sowohl im freien Training als auch im Qualifying gut. Die besondere Aufgabe für alle Fahrer war es, am Vormittag die Abstimmarbeit von gestern nachzuholen. Mark ist das gut gelungen, Antonio hingegen war mit seiner Qualifying-Runde nicht zufrieden. Was die Startplätze wert sind, werden wir im Rennen sehen. Technische Probleme gab es nicht.
Mit Zitat antworten

Zu viel Werbung? Registriere Dich / Melde Dich an. Kostenfrei!




Alt 15.09.2005, 22:04     #72
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Belgien - Rennen (11.09.2005)

Wetter: feuchte Strecke, 17-18°C Luft, 17-22°C Asphalt

Spa-Francorchamps (BEL). Nach einem turbulenten Rennen auf nur langsam abtrocknender Strecke kam Mark Webber in Spa-Francorchamps als Vierter ins Ziel und holte fünf Punkte für das BMW WilliamsF1 Team. Antonio Pizzonia schied beim letzten Europarennen der Saison in der 40. von 44 Runden durch Unfall aus.

Mark Webber: 4. Platz
Chassis: FW27 04 (T-Car FW27 06) / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Schnellste Runde: 1.52,287 min in Rd. 44 (zweitschnellste insg.)
Das Rennen war schwierig und stand im Zeichen der vielen Reifenwechsel. Es war schade, dass wir in der Safety-Car-Phase viel Zeit verloren haben, weil wir erst auf Trockenreifen, dann aber wieder zurück auf Intermediates gewechselt haben. Wir haben gepokert, wie jeder heute. Wir hätten heute ein noch besseres Ergebnis erzielen können, aber es war auch sehr leicht, rauszufliegen. Ein „normales“ Rennen war bei mir längst mal wieder fällig. Das Ergebnis gehört dem Team. Die bisherige Saison war hart, und das Team hat großen Einsatz gezeigt. Das ist zwar noch immer nicht das Ergebnis, was wir wollen. Aber wir haben doch gute Entscheidungen getroffen. Auch BMW hat gute Arbeit geleistet, die Motoren haben zwei harte Grand Prix absolviert.

Antonio Pizzonia: Unfall in Runde 40
Chassis: FW27 03 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Schnellste Runde: 1.57,541 min in Rd. 32 (15.-schnellste insg.)
Durch die Streckenbedingungen und die Reifenwechsel war das Rennen sehr hektisch. Wir haben etwas Zeit durch Boxenstopps verloren, aber das gehörte heute dazu. Zu dem Unfall mit Montoya: Ich war auf Trockenreifen und schneller als er. Er war ziemlich langsam, weil seine Reifen nicht mehr gut waren. Vielleicht auch, weil er nur noch zu Ende fahren wollte. Ich dachte, er hätte mich gesehen. Er hat sehr früh gebremst, und ich dachte, er wolle mich vorbeilassen. Ich bin neben ihn gefahren. Aber er hatte mich offenbar doch nicht gesehen, denn er hat ganz normal eingelenkt. Ich konnte den Unfall nicht mehr verhindern. Es tut mir leid für ihn. Ich wollte niemandes Rennen ruinieren. Meines habe ich damit auch verschenkt.

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
Das war für alle ein sehr spannendes Rennen, und wir haben mit Mark gut gepunktet. Es war eine gute Entscheidung, für die letzten Rennrunden Trockenreifen zu nehmen. Wie einige andere Teams auch, hatten wir schon zu einem früheren Zeitpunkt im Rennen probiert, auf Slicks umzurüsten. Aber das hat nicht funktioniert. Beide Fahrer mussten sich wieder Intermediates holen. Die Kommissare untersuchen gerade, wie es zu der Kollision von Antonio und Juan Pablo Montoya kam.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein äußerst ereignisreiches Rennen. Wie bereits das ganze Wochenende wurde es durch das Wetter geprägt. Eine Reihe von Unfällen war die Folge. Heute kam es auf die richtige Rennstrategie an. Kritisch war insbesondere der Zeitpunkt des Wechsels von Intermediates auf Slicks. Viele Fahrer haben diesen Versuch zu früh unternommen. Funktioniert haben die Slicks erst in der Endphase. Dadurch hat sich Mark noch auf Platz vier vorgeschoben. Das ist, gemessen an Startplatz neun, ein sehr gutes Ergebnis.

Test: Silverstone, Antonio Pizzonia und Nico Rosberg, beide am 14. und 15. 09. .
Mit Zitat antworten
Alt 19.09.2005, 07:22     #73
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Brasilien - Vorschau

Antonio Pizzonia startet auch bei seinem Heimrennen für das BMW WilliamsF1 Team. Er wird beim Großen Preis von Brasilien in Interlagos am 25. September erneut den zweiten FW27 neben Mark Webber steuern. Pizzonia vertritt den verletzten Nick Heidfeld, der bei den zurückliegenden beiden GP wegen der Folgen eines Testunfalls nicht hatte starten können und sich anschließend bei einem Fahrradsturz einen Riss im Schulterblatt zuzog.
Nach einer schwierigen Saison zeichnete sich in den vergangenen vier Rennen ein Aufwärtstrend ab. Das Team geht mit frischer Zuversicht in die verbleibenden drei Grands Prix der Saison 2005.


Mark Webber:
„Ich genieße es immer, zum Großen Preis von Brasilien anzutreten. Die Fans sind sehr leidenschaftlich und fachkundig. Ich erinnere mich an einige großartige Rennen aus der Senna-McLaren-Ära, die ich im Fernsehen verfolgt habe. Das waren prägende Kindheitserlebnisse.

Wie in Spa kann das Wetter auch in Interlagos sehr unbeständig sein. Heftige Regenschauer am späten Nachmittag sind typisch und könnten das Wochenende sehr interessant machen. Der Kurs ist unter anderem berühmt dafür, dass entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren wird. Außerdem hat er Höhenunterschiede und viele Bodenwellen, was mich nicht stört, denn das bedeutet fahrerische Herausforderung. Nach dem vierten Platz in Spa hoffe ich, dass wir daran anknüpfen können und in Interlagos weitere Punkte holen.“

Antonio Pizzonia:
„Ich freue mich natürlich sehr, dass ich wieder die Möglichkeit bekomme, ein Rennen zu fahren, noch dazu in Brasilien. Vor meinen Landsleuten anzutreten, wird ein ganz besonderes Erlebnis für mich. Ich kann es kaum abwarten. Interlagos ist eine großartige Rennstrecke. Ich fahre dort sehr gerne und hoffe auf ein gutes Wochenende. Die Bodenwellen machen den Kurs tückisch und stellen einzigartige Ansprüche an die Fahrzeugabstimmung. Das Wetter kann in São Paulo unberechenbar sein. Es würde mich nicht wundern, wenn wir dieses Jahr Regen bekämen. Es war gut für mich, in der zurückliegenden Woche zwei Tage in Silverstone zu testen. Ich fühle mich jetzt besser auf das Rennen vorbereitet.“

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
„Interlagos ist eine großartige Rennstrecke mit vielen Überholmöglichkeiten, die vor allem durch die beiden Geraden und die hügelige Landschaft entstehen. Langsame bis mittelschnelle Kurven sowie Geraden prägen den Kurs. Man braucht vor allem in den Kurven vor diesen Geraden eine gute Fahrzeugbalance.

Die lange Boxengasse und relativ geringe Nachteile durch höheres Gesamtgewicht sind entscheidend für die strategischen Entscheidungen und die Wahl der Reifenmischung. Wir haben mit Michelin zwei Mischungen erarbeitet, die unterschiedlichen Asphalttemperaturen gerecht werden sollten.

Es ist großartig, dass Antonio eine weitere Gelegenheit zum Renneinsatz bekommt. Vor allem in Brasilien, wo er vor heimischem Publikum fahren wird. Zusammen mit Marks guter Ausgangsposition für das Qualifying sollten wir in der Lage sein, auf der Rennstrecke, auf der wir 2004 gewonnen haben, ein gutes Ergebnis einzufahren.“

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Mit den drei Überseerennen steht jetzt ein auch logistisch noch einmal anstrengender Schlussspurt der Formel-1-WM 2005 auf dem Programm. Im vergangenen Jahr war das Finale in São Paulo durch den Sieg ein krönender Abschluss für uns. Daran erinnern wir uns natürlich sehr gern. Auch in diesem Jahr haben wir eine ähnlich schwierige Saison und hoffen natürlich, in den letzten Rennen noch ordentlich Punkte zu holen.

Hauptaufgabe für den BMW P84/5-Motor ist in Interlagos die Start-Ziel-Gerade. Sie führt bergauf, und dort wird 1203 Meter lang am Stück Vollgas gefahren. Auch der Volllastanteil der gesamten Runde ist mit 60 Prozent überdurchschnittlich. Ein Hitzerennen ist um diese Jahreszeit in São Paulo weniger zu erwarten, unbeständiges Wetter schon eher.

Nachdem sich die letzte Ausbaustufe des 2005er BMW Motors in Monza und in Spa bewährt hat, sind wir auch für Interlagos gut gerüstet. Beide Fahrzeuge werden in Brasilien planmäßig zum vorletzten Mal mit frischen V10-Triebwerken ausgerüstet.“


Zahlen und Fakten:

Strecke: Autodromo José Carlos Pace, São Paulo
Datum: 25. September 2005
Startzeit (lokal/GMT): 14:00 Uhr/17:00 Uhr
Runde/Renndistanz: 4,309 km/305,909 km (71 Runden)
Sieger 2004: Juan Pablo Montoya (BMW WilliamsF1 Team)

Pole 2004:
Rubens Barrichello (Scuderia Ferrari Marlboro),1.10,646 min

Rundenrekord:
Juan Pablo Montoya (BMW WilliamsF1 Team),1.11,473 min (2004)

F1-Statistik:
BMW WilliamsF1 Team: 101 Starts, 10 Siege, 17 Polepositions
WilliamsF1 vor 2000: 356 Starts, 103 Siege, 108 Polepositions
BMW vor 2000: 97 Starts, 9 Siege, 15 Polepositions



Historie und Hintergrund:

Die 1554 gegründete Stadt São Paulo ist Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates im Süden Brasiliens, der am höchsten industrialisierten Region des Landes. São Paulo ist Finanz- und Handelszentrum und riesig in seiner Ausdehnung. Die schwankenden Flächen- und Bevölkerungsangaben zeugen von der Unübersichtlichkeit. Die Stadt erstreckt sich auf mindestens 3.200 Quadratkilometer und hat inzwischen wohl über 15 Millionen Einwohner. Ein Teil von ihnen erfreut sich der Tatsache, dass die Einkommen in São Paulo meist doppelt so hoch sind wie im Rest Brasiliens, der andere Teil lebt in Armut.

22,5 Prozent aller Brasilianer leben im Staat São Paulo, der etwa 40 Prozent der gesamten Steuereinkünfte einbringt, 30 Prozent des elektrischen Stroms verbraucht und in dem knapp 40 Prozent der 13 Millionen in Brasilien registrierten Fahrzeuge unterwegs sind.

Die Stadt liegt 750 Meter über dem Meeresspiegel, die Rennstrecke etwas außerhalb sogar rund 800 Meter über NN. Die deswegen geringere Luftdichte kostet alle Formel-1-Motoren zirka acht Prozent ihrer möglichen Leistung. Laut Klimatabelle beträgt die durchschnittliche Lufttemperatur im September in São Paulo 17,8 Grad.

2005 wird der 33. Große Preis von Brasilien ausgetragen. 1973 hatte die Formel 1 ihr Debüt in dem südamerikanischen Land gegeben. Damals war der Kurs von Interlagos bei São Paulo noch 7,96 Kilometer lang und lag malerisch zwischen zwei Seen.

1978 startete die Formel 1 erstmals auf der Rennstrecke Jacarepagua in der Nähe von Rio de Janeiro, wo insgesamt zehn Grands Prix stattfanden. Seit 1990 wird der GP Brasilien auf einer stark verkürzten Rennstrecke in Interlagos ausgetragen, 2005 zum 23. Mal.

Vor dem GP 2003 wurden Modernisierungsmaßnahmen an der Strecke sowie an den Räumlichkeiten für die Teams durchgeführt.

Auf dem Autodromo José Carlos Pace wird, wie in Imola und in der Türkei, entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren.
Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2005, 12:46     #74
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Brasilien - Training (23.09.2005)

Wetter: trocken, Sonne und Wolken, 24-27°C Luft, 32-39°C Asphalt

Interlagos (BRA). Am ersten Trainingstag zum Großen Preis von Brasilien in Interlagos lief beim BMW WilliamsF1 Team alles nach Plan. Die Rennvorbereitungen von Antonio Pizzonia und Mark Webber auf dem anspruchsvollen Kurs blieben störungsfrei.

Antonio Pizzonia:
Chassis: FW27 03 / BMW P84/5 Motor: 1. GP
1. Training: 8. (1.13,427 min)
2. Training: 13. (1.13,828 min)
Positiv ist, dass wir heute unser komplettes Programm abgearbeitet haben. Das gilt vor allem für den Reifenvergleich. Aber das Auto ist momentan noch sehr schwierig zu fahren, wobei ich denke, dass die meisten Fahrer hier am ersten Tag ähnliche Schwierigkeiten haben.

Mark Webber:
Chassis: FW27 04 (T-Car FW27 06) / BMW P84/5 Motor: 1. GP
1. Training: 9. (1.13,509 min)
2. Training: 12. (1.13,650 min)
Der Trainingstag war anstrengend. Durch die Bodenwellen stellt Interlagos immer besondere Anforderungen an die Autos. Wir haben noch einiges an Arbeit vor uns, um die Balance zu verbessern, damit wir über die Distanz schneller werden.

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
Das Training lief problemlos, wir haben unser geplantes Programm bezüglich der Bremsen, der Reifen und der Kühlung abgespult. Wir haben mit beiden zur Verfügung stehenden Reifenmischungen Daten gesammelt, um heute Abend die Auswahl zu treffen. Interlagos unterscheidet sich vor allem durch die geringere Luftdichte aufgrund der Höhenlage von allen anderen Kursen. Dadurch wird eine ganze Reihe von Faktoren beeinflusst. Zudem besteht ein Regenrisiko, was erheblichen Einfluss auf die Abstimmung hätte. Sollte es hier tatsächlich ein Regenrennen geben, würden alle Teams von den jüngsten Erfahrungen aus Spa profitieren. Wir hatten heute keine mechanischen Probleme.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Unsere Fahrer haben das vorgesehene Programm absolviert, sind jedoch mit der Performance ihrer Autos noch nicht zufrieden. Auf Basis der gesammelten Daten wird jetzt die Abstimmung für morgen überarbeitet und die Reifenauswahl getroffen. Motorenseitig gab es keine Störungen.
Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2005, 12:48     #75
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Brasilien - Qualifikation (24.09.2005)

Wetter: trocken, bedeckt, 26-29°C Luft, 36-38°C Asphalt

Interlagos (BRA). Antonio Pizzonia wird morgen zum zweiten Mal in seiner Karriere bei seinem Heim-Grand-Prix antreten. Der Brasilianer belegte im Qualifying allerdings nur Platz 15 und startet damit eine Reihe hinter seinem BMW WilliamsF1 Team Kollegen Mark Webber, der im Einzelzeitfahren in Interlagos 14. wurde.

Mark Webber:
Chassis: FW27 04 (T-Car FW27 06) / BMW P84/5 Motor: 1. GP
14. Platz (1.13,538 min)
Wir haben hier ein schwieriges Wochenende und morgen ein hartes Rennen vor uns. Wir werden sehen, ob unsere Strategie funktioniert. Allerdings denke ich, dass hier alle mit einer ähnlichen Strategie antreten. Wir können jetzt nichts mehr am Auto verändern, wir können nur noch eine solide Leistung im Rennen bringen.

Antonio Pizzonia:
Chassis: FW27 03 / BMW P84/5 Motor: 1. GP
15. Platz (1.13,581 min)
Meine Qualifyingrunde hätte besser sein können. Ich habe im mittleren Sektor einen kleinen Fehler gemacht, der zwei bis drei Zehntelsekunden gekostet hat. Hier in Interlagos liegen die Zeiten meist dicht beisammen. Ein paar Zehntel bedeuten einige Positionen. Auf jeden Fall haben wir für das Rennen ein gutes Auto und eine gute Strategie. Ich bin sehr glücklich, vor meinen Landsleuten antreten zu können. Das ist ein ganz besonderer Kick für mich.

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
Nach dem Training heute morgen dachten wir, wir könnten beide Autos in der Startaufstellung weiter nach vorn bringen. Wir werden alles daran setzen, das Beste aus unseren Möglichkeiten zu machen. Es ist unser Ziel, in die Punkte zu fahren. Wir werden sehen, wer mit welcher Rennstrategie antritt. Das Wetter dürfte so bleiben wie heute, und unsere Reifenwahl passt.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das Ergebnis des Qualifyings ist mehr als enttäuschend. Wir haben im Gegensatz zur Konkurrenz nicht annähernd unsere Leistung aus dem freien Training wiederholen können. Bei normalem Rennverlauf wird es sehr schwer, von diesen Startpositionen in die Punkte zu fahren. Die Motoren liefen einwandfrei.
Mit Zitat antworten
Alt 26.09.2005, 07:47     #76
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Brasilien - Rennen (25.09.2005)

Wetter: stark bewölkt, trocken, 24°C Luft, 22-23°C Asphalt
Interlagos (BRA). Das BMW WilliamsF1 Team erlebte beim Großen Preis von Brasilien schon nach wenigen Metern eine Enttäuschung. Beide Fahrzeuge waren direkt nach dem Start in einen Unfall verwickelt. Für Antonio Pizzonia bedeutete die Kollision das Aus, Webbers FW27 wurde repariert und fuhr zur 27. Rennrunde wieder auf die Strecke.

Mark Webber: nicht gewertet
Chassis: FW27 04 (T-Car FW27 06) / BMW P84/5 Motor: 1. GP
Schnellste Runde: 1.13,590 min in Rd. 45 (achtschnellste insg.)
Mein Start war ganz gut, aber dann war David Coulthard zwischen mir und Antonio. Ich habe David bis zum letzten Moment nicht gesehen. Es war sehr, sehr eng. Ich habe zugesehen, dass ich den feuchten Stellen in Kurve eins fernbleibe. Als David versuchte, aus dieser Position herauszufahren, traf er leider das Heck von Antonios Auto, und der wiederum drehte sich in meines. Ich habe gesehen, dass die Karosserie beschädigt war, wusste aber nicht, wie stark und bin zur Box gefahren, damit repariert werden kann. Dann ging es nur noch um die Chance, meinen Startplatz für das Qualifying in Japan zu verbessern und für die Zukunft zu lernen.

Antonio Pizzonia: Unfall nach dem Start
Chassis: FW27 03 / BMW P84/5 Motor: 1. GP
Ich bin tief enttäuscht, dass mein Heimrennen schon vor der ersten Kurve vorbei war. Ich habe geradeaus voll beschleunigt, hatte also noch nicht begonnen, die Kurve anzubremsen, als ich plötzlich von hinten getroffen wurde. In der Wiederholung habe ich gesehen, dass es Coulthard war, der mir ins Heck gefahren ist. Das hat mich überrascht. Er hat so viel Rennerfahrung und ist eigentlich ein Fahrer, dem solche Fehler nicht passieren.

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
Das ist ein enttäuschendes Ergebnis. Nach dem Startunfall haben wir viel Zeit mit Reparaturarbeiten an Marks Auto verloren. Auch wenn wir nicht alles reparieren konnten, hat es doch gereicht, um das Auto wieder fahrbereit zu machen. Das haben wir getan, um Marks Ausgangsposition für das Qualifying beim nächsten Rennen verbessern zu können, was uns gelungen ist. Mark war in der Tat schnell unterwegs. Vor allem, wenn man bedenkt, dass er mit gedrosselter Drehzahl fuhr, damit der Motor für den nächsten Einsatz frisch bleibt. Die Schäden an Antonios Auto waren zu groß, er konnte die Box nicht mehr erreichen. Unser Tempo hat gestimmt, heute waren definitiv Punkte möglich für uns. Eine starke Leistung von Renault und Fernando Alonso, heute die Fahrer-WM zu entscheiden.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Herzlichen Glückwunsch an Renault und Fernando Alonso, der als jüngster Formel-1-Weltmeister heute Geschichte geschrieben und verdient den Titel geholt hat. Zu unserem Rennverlauf gibt es nicht viel zu sagen. Beide Fahrer wurden noch vor der ersten Kurve in eine Kollision verwickelt. Antonios Auto war danach nicht mehr fahrbar, Mark konnte zur Box fahren. Dort wurden in Rekordzeit Unterboden, Kühler, Radaufhängung und Bodywork getauscht. Anschließend hat er das Rennen zu Ende gefahren. Wir müssen nun überprüfen, ob die Motoren bei dem Unfall Schaden genommen haben, oder ob wir sie ohne Risiko in Suzuka einsetzen können. In Asien hoffen wir auf einen versöhnlichen Saisonausklang.
Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2005, 16:42     #77
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Japan - Vorschau

Als vorletztes Rennen der Saison 2005 steht am 9. Oktober der Große Preis von Japan auf dem Programm. Die Rennstrecke von Suzuka gilt als eine der anspruchsvollsten überhaupt und ist der Lieblingskurs vieler Fahrer. Wer dort gut abschneiden will, braucht die perfekte Mischung aus Tempo, Präzision und Technik.

Zur Vorbereitung hat das BMW WilliamsF1 Team in der vergangenen Woche zwei Tage in Jerez getestet. Das Programm war straff und beinhaltete auch die Erprobung neuer Aerodynamik-Komponenten, die in Japan zum Einsatz kommen.
Antonio Pizzonia wird die beiden verbleibenden Grands Prix des Jahres an der Seite von Mark Webber bestreiten.


Mark Webber:
„Ich hatte nach dem Rennen in Brasilien eine anstrengende Woche. Ich bin direkt zum Testen nach Spanien geflogen, die zwei Tage dort waren sehr erfolgreich. Wir sind sehr viel gefahren und haben einige elektronische und mechanische Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen. Außerdem haben wir umfangreiche Reifentests absolviert. Nachdem wir im kommenden Jahr zu Bridgestone wechseln, war dies mein letzter Testeinsatz für Michelin.

Suzuka ist eine einzigartige Rennstrecke. Sie ist in Form der Ziffer acht angelegt, hat extrem viele schnelle Kurven, aber auch einige langsame, technische Kurven. Es ist großartig, dass wir so spät in der Saison noch auf solch einer Strecke fahren, weil die V10-Motoren auf so einem schnellen und flüssigen Kurs ihr volles Potenzial noch einmal richtig in Szene setzen können. Realistischerweise denke ich, unser Ziel kann nur sein, Punkte zu holen, um unseren Vorsprung gegenüber BAR in der Konstrukteurs-WM zu sichern.“

Antonio Pizzonia:
„Ich freue mich sehr auf das Rennen in Japan. Ich kenne die Strecke noch überhaupt nicht, es wird also eine große Herausforderung für mich. Eine neue Strecke ist immer eine sehr spannende Sache, und ich habe viel Positives über Suzuka gehört, vor allem von anderen Fahrern, deshalb kann ich meinen Einsatz kaum noch abwarten. Ich werde im Simulator des Teams trainieren. Das ist, abgesehen vom freien Training, die beste Möglichkeit, sich mit einer fremden Strecke vertraut zu machen.

Weil ich beim Brasilien-GP kaum gefahren bin, hat mein Motor bisher nur eine geringe Laufleistung. Das erlaubt uns, im freien Training etwas mehr zu fahren als sonst, was mir sicher hilft. 2001 war ich als Zuschauer in Suzuka. Ich bin glücklich, jetzt als Fahrer wiederzukommen.“

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
„Suzuka ist eine der fahrerisch anspruchsvollsten Rennstrecken. Besondere Aufmerksamkeit brauchen die Esses. Wenn man in diesem Abschnitt die erste Kurve nicht richtig erwischt, wird man über den ganzen Sektor hinweg bestraft. Mit einer Hochgeschwindigkeitspassage, einer Haarnadel und einer Schikane hat Suzuka einfach alles. Vor der Schikane sind die Bremsen besonders gefordert, anspruchsvoll ist diesbezüglich auch der Bereich vor der Haarnadel. Das Wichtigste aber ist Fahrstabilität bei hoher Geschwindigkeit, damit der Fahrer das Vertrauen hat, um am Limit durch die Esses zu fahren. Strategisch ist Suzuka sehr interessant, weil sich ein zu hohes Gewicht durch den Kraftstoff an Bord in den schnellen Kurven rächen kann.

Wir haben einige Aerodynamik-Veränderungen vorgenommen, die den FW27 hoffentlich für die beiden letzten Rennen verbessern. Unser Testprogramm in Jerez war sehr intensiv. Mark, Antonio und Nico Rosberg haben dabei auch umfangreiche Reifentests für Michelin gefahren sowie Bremsbelüftungen und Abstimmungen für Suzuka erprobt.“

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Der Suzuka Circuit ist nicht nur fahrerisch extrem anspruchsvoll, er hält auch für den Ölkreislauf des BMW P84/5 Motors eine besondere Belastung bereit: In der schnellen 130R-Kurve muss er einer enormen Querbeschleunigung gerecht werden. Im vergangenen Jahr haben wir dort 6 g gemessen.

Wir wünschen uns bei den beiden verbleibenden Rennen in Asien einen versöhnlichen Abschluss für eine über weite Strecken enttäuschende Saison. Die Rennen in Japan und in China bedeuten für BMW auch Auftritte in wichtigen Märkten. In Japan hat die BMW Group bereits 1981 als erster europäischer Automobilhersteller eine hundertprozentige Tochtergesellschaft gegründet. 2004 wurden in Japan über 50.000 BMW und MINI verkauft, 2005 belegt BMW dort erstmals den ersten Platz unter den Importmarken.“

Zahlen und Fakten:
Strecke: Suzuka Circuit
Datum: 9. Oktober 2005
Startzeit (lokal/GMT): 14:30 Uhr/05.30 Uhr
Runde/Renndistanz: 5,807 km/307,573 km (53 Runden)

Sieger 2004: Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro)
Pole 2004: Michael Schumacher, 1.33,542 min
Rundenrekord:
Rubens Barrichello (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.32,730 min (2004)

F1-Statistik:
BMW WilliamsF1 Team: 102 Starts, 10 Siege, 17 Polepositions
WilliamsF1 vor 2000: 356 Starts, 103 Siege, 108 Polepositions
BMW vor 2000: 97 Starts, 9 Siege, 15 Polepositions

Historie und Hintergrund:

Der Große Preis von Japan 2004 wird den Teams unvergesslich bleiben: Am Samstag wurde die Rennstrecke komplett gesperrt, weil ein Taifun im Anmarsch war, der dann allerdings andernorts auf Land traf. Die Teams hatten am Freitag bei schweren Regenfällen zusammengepackt und ihr Equipment gesichert. Am Samstagnachmittag gab es Entwarnung, das Qualifying wurde am Sonntagmorgen nachgeholt. Bereits im Jahr 2000 hatte die Formel 1 in Suzuka Naturgewalten zu spüren bekommen: Damals waren es schwache Ausläufer eines Erdbebens während des freien Trainings.

Die Rennstrecke von Suzuka ist der einzige F1-Kurs in Form einer Acht und bietet alle Varianten von Kurven – von der engen Spoon-Kurve bis zur ultraschnellen 130R.

Der Kurs liegt inmitten von Suzuka-Land, einem Freizeitpark, der für die Familien der Honda-Mitarbeiter errichtet wurde.

2005 wird der Große Preis von Japan zum 19. Mal in Suzuka gestartet. Ehe die Formel 1 im Jahr 1987 ihr Debüt in Suzuka gegeben hatte, wurden 1976 und 1977 zwei Große Preise von Japan auf der Rennstrecke am Fuße des Mount Fuji ausgetragen. 1994 und 1995 fand je ein GP Pazifik in Japan statt, Austragungsort war Aida.

1987, beim ersten in Suzuka ausgetragenen Grand Prix, sicherte sich Nelson Piquet mit WilliamsF1 seinen dritten WM-Titel. Rennsieger wurde Gerhard Berger auf Ferrari. Das Suzuka-Rennen von 1994 ist bei WilliamsF1 ebenfalls besonders gut in Erinnerung geblieben: Damals gewann Damon Hill gegen Michael Schumacher in einem durch starken Regen unterbrochenen Rennen, zog dadurch in den Punkten gleich mit Schumacher und hielt den Titelkampf bis zum Finale in Adelaide offen. 1996 erzielte Damon Hill den dritten Suzuka-Sieg von WilliamsF1.

Die Stadt Suzuka liegt an der Süd-Ost-Küste der japanischen Hauptinsel Honshu und gehört zur Mie Präfektur. Die ortsansässige Industrie stellt vor allem Nahrungsmittel und Textilien her, außerdem hat Honda große Fertigungsstätten in Suzuka. Die Stadt wurde im Jahr 645 erstmals urkundlich erwähnt und hat nahezu 200.000 Einwohner. In Suzuka gibt es eine medizinische Universität. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören buddhistische Tempel sowie Shinto Schreine.
Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2005, 19:22     #78
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Japan - Training (07.10.2005)

Wetter: erst trocken, später Regen, 23-24°C Luft, 24-26°C Asphalt

Suzuka (JPN). Es war ein ungewöhnlich betriebsames erstes freies Training am Freitagmorgen in Suzuka. Alle Teams waren bemüht, ihre Abstimmungsarbeiten und die Reifenvergleiche zu erledigen, ehe der erwartete Regen am Nachmittag einsetzte. Die beiden BMW WilliamsF1 Team Piloten, Mark Webber und Antonio Pizzonia, komplettierten ihr Programm wie geplant.

Mark Webber:
Chassis: FW27 04 (T-Car FW27 06) / BMW P84/5 Motor: 2. GP
1. Training: 9. (1.33,098 min)
2. Training: 10. (1.33,520 min)
Unser Tag lief gut. Ich denke, jeder hat mit dem Regen gerechnet und von daher den Reifenvergleich vorher erledigt. Das war für die Rennvorbereitung sehr wichtig. Wir rechnen mit einem Rennen auf trockener Strecke, sind uns aber nicht so sicher, wie das Wetter morgen wird. Insgesamt haben wir eine recht gute Fahrzeugbalance gefunden. Gegen Ende des ersten Trainings gab es an meinem Auto ein Getriebeproblem, aber die Mechaniker haben schnell gearbeitet. Zum zweiten Training war alles erledigt, so habe ich kaum Fahrzeit verloren.

Antonio Pizzonia:
Chassis: FW27 03 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
1. Training: 14. (1.33,528 min)
2. Training: 12. (1.33,679 min)
Mein erster Eindruck von dieser für mich neuen Strecke ist gut. Ich mag den Kurs, weil er ziemlich anspruchsvoll und schwierig ist. Mir haben Fahrer gesagt, dass sie erst nach drei Jahren das Gefühl hatten, den Kurs perfekt zu kennen. Ich lerne also noch. Auf jeden Fall haben wir heute unser Programm wie geplant absolviert. Bei mir gibt es noch viel Verbesserungspotenzial, beim Auto auch noch etwas. Ich sehe dem Wochenende positiv entgegen.

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
Wir haben unser Programm komplett erledigt. Am Morgen haben wir vor allem Reifen verglichen, dann haben wir die üblichen Checks für die Bremsen und die Kühlung gemacht. Anscheinend hatte jeder eine ähnliche Wettervorhersage. Die meisten Teams sind im ersten Training viel mehr gefahren als sonst. Der Regen kam erwartungsgemäß spät im zweiten Training am Nachmittag. Wir haben ausreichend Daten für die Rennabstimmung gesammelt. An Marks Auto gab es am Vormittag ein Getriebeproblem, das die Mechaniker zum zweiten Training behoben haben.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Antonio fährt hier zum ersten Mal. Er hat ein besonders umfangreiches Programm von 36 Runden absolviert, um sich mit diesem anspruchsvollen Kurs vertraut zu machen. Auch Mark hat die für ihn vorgesehenen Abstimmungsarbeiten durchführen können. Gegen Ende des zweiten Trainings haben wir einen Vorgeschmack auf das wechselhafte Wetter hier in Suzuka bekommen. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Rennstrategie am Sonntag eine entscheidende Rolle spielen wird.
Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2005, 08:38     #79
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Japan - Qualifikation (08.10.2005)

Wetter: erst abtrocknend, dann wieder Regen, 24°C Luft, 23-24°C Asphalt

Suzuka (JPN). Wetterkapriolen prägten das Qualifying in Suzuka. Anfangs trocknete die Strecke vom morgendlichen Regen ab, dann raubte ein heftiger Schauer den letzten fünf Qualifikanten jede Chance auf einen guten Startplatz. Mark Webber und Antonio Pizzonia gehörten zu den ersten Startern und belegten die Plätze sieben und zwölf.

Mark Webber:
Chassis: FW27 04 (T-Car FW27 06) / BMW P84/5 Motor: 2. GP
7. Platz (1.47,233 min)
Wegen des starken Aquaplanings sind wir den ganzen Vormittag mit Regenreifen gefahren. Der Wechsel auf Intermediates zum Qualifying hat die Balance des Autos stark verändert, es war schwer zu beherrschen. Es war frustrierend, kein besseres Auto zu haben. Vor allem im zweiten Sektor war es wirklich hart für mich. Das Wetter hat uns schließlich noch geholfen.

Antonio Pizzonia:
Chassis: FW27 03 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
12. Platz (1.48,898 min)
Die Streckenbedingungen waren ganz andere als heute Vormittag, als wir mit Regenreifen unterwegs waren. Für das Qualifying haben wir auf Intermediates gewechselt. Auf meiner Einführungsrunde habe ich probiert, wie viel Grip da ist und mich gleich gedreht. Ich war im freien Training ganz zufrieden mit der Balance meines Autos. Aber zum Qualifying wurde etwas geändert, und das hat nicht wirklich geholfen. Das Auto war sehr schwierig zu fahren. Trotzdem mag ich diese Strecke hier. Egal, ob im Nassen oder im Trockenen und ungeachtet der Tatsache, dass ich hier zum ersten Mal antrete. Momentan sieht es so aus, als würde es morgen trocken sein. Wir werden sehen, was passiert.

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
Aufgrund des Wetters ist die Startaufstellung nicht repräsentativ und verspricht für alle ein sehr aufregendes Rennen morgen. Die Wettervorhersage kündigt für Sonntag trockene Bedingungen an. Wir haben am Freitag mit Trockenreifen die nötigen Informationen für die Rennabstimmung gesammelt. Wir haben für diesen GP einige Verbesserungen am FW 27 vorgenommen, die gut funktionieren.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das heutige Qualifying war eine reine Wetterlotterie, durch die die Startaufstellung für morgen bestimmt wurde. Mark hat aus diesen Bedingungen das Beste gemacht und den siebten Startplatz eingefahren. Antonio fährt zum ersten Mal auf dieser schon im Trockenen äußerst anspruchsvollen Strecke und kann unter diesen Umständen mit seinem zwölften Startplatz ebenfalls zufrieden sein. Die Favoriten stehen aufgrund des einsetzenden Regens am Ende des Feldes, was für das Rennen eine Menge Spannung verspricht.
Mit Zitat antworten
Alt 09.10.2005, 13:22     #80
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Japan - Rennen (09.10.2005)

Wetter: trocken und sonnig, 27°C Luft, 34-36°C Asphalt

Suzuka (JPN). In einem packenden Großen Preis von Japan war Mark Webber im FW27 konstant stark in der Spitzengruppe unterwegs und kam schließlich als Vierter ins Ziel. Er war von Platz sieben gestartet. Ihm halfen eine gute Rennstrategie und schnelle Boxenstopps des BMW WilliamsF1 Teams. Teamkollege Antonio Pizzonia rutschte in der zehnten Runde von der Strecke und blieb im Kiesbett stecken.

Mark Webber: 4. Platz
Chassis: FW27 04 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Schnellste Runde: 1.33,022 min in Rd. 21 (siebtschnellste insg.)
Wir waren heute ziemlich gut, aber hundertprozentig zufrieden bin ich nicht. Wir haben nicht ganz das erreicht, was wir wollten. Das Beste heute war die Arbeit der Boxencrew bei beiden Stopps, als wir erst an Coulthard und dann an Button vorbeikamen. Aber in den letzten Runden konnte ich Alonso nicht hinter mir halten. Das Auto ist klar besser geworden, weil die Jungs in der Aerodynamik-Abteilung mächtig Gas geben und BMW uns einen starken Motor gibt. Aber wir konnten heute auf der Geraden nicht mithalten.

Antonio Pizzonia: Unfall Runde 10
Chassis: FW27 03 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Schnellste Runde: 1.36,711 min in Rd. 9 (18.-schnellste insg.)
Ich habe mein Rennen durch einen Fahrfehler ruiniert. Ich kam innen auf einen Randstein und habe die Kontrolle über mein Auto verloren. Das war das Aus. Alles, was ich von hier mitnehmen kann, ist, dass ich nun die Strecke kennen gelernt und an einem weiteren Grand Prix teilgenommen habe. Leider ist das Ergebnis nicht das, was ich wollte.

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
Das war eine starke Leistung von Mark, er ist gut gefahren. Außerdem hatten wir eine gute Rennstrategie, und die Boxencrew hat ebenfalls gute Arbeit geleistet, sie hat Mark erst an David Coulthard im Red Bull und später an Jenson Buttons BAR Honda vorbeigebracht. Unser Auto ist schneller geworden. Aber wir wollen ein Siegerteam sein und werden weiter hart arbeiten, um da wieder hinzukommen. Leider war Antonio früh aus dem Rennen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein toller Grand Prix mit vielen Zweikämpfen und Überholmanövern. Mark ist ein sauberes Rennen gefahren und musste sich letztlich nur dem Druck von Kimi Räikkönen und Fernando Alonso beugen. Die Mannschaft hat hervorragend gearbeitet. Sie hat Mark bei beiden Boxenstopps jeweils um einen Platz nach vorn gebracht und ihm damit Rang vier ermöglicht. Leider ist Antonio frühzeitig ausgeschieden. Kompliment an Kimi: Dass ein Fahrer von Platz 17 ein Rennen gewinnt, sieht man nicht alle Tage.
Mit Zitat antworten
Antwort Zurück BMW-Treff Forum > Rund um BMW und den BMW-Treff > Motorsport > BMW Motorsport News

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist an.

Gehe zu








Alle Partner anzeigen - hier klicken

Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 05:40 Uhr.