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Alt 22.07.2004, 10:58     #6
Albert   Albert ist offline
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CE-
5. Karosserie und Design

Spannung aus jeder Perspektive


Der designerische Gesamtentwurf der K 1200 S vereinigt Kraft mit Eleganz und Sportlichkeit mit Perfektion. Deutlich konturierte, ineinander laufende Flächen mit fließenden Linien unterstreichen die Dynamik und erzeugen immer neue Spannung. Sie spiegeln den muskulösen, athletischen Charakter und die Agilität dieses Sportmotorrades wider. Die optische Betonung von Transparenz und Leichtigkeit in der sichtbaren Technik bei Rahmen, Radführungen und Rädern untermauert den technologischen Führungsanspruch von BMW Motorrad.

Das Design der K 1200 S ist unverwechselbar und orientiert sich nicht an Vorbildern. Es macht sofort klar, dass dieses Motorrad keinen Vorgänger in der BMW Modellpalette hat und etwas vollständig Neues ist. Dennoch ist dieser Sportler in der Harmonie seiner Linienführung und in seinem Ausdruck auf den ersten Blick als BMW und Mitglied der K-Familie erkennbar.

Nahezu jedes sichtbare Teil am Motorrad ist auch ein Element des Designs. Wesentlich bestimmend für die Designlinie sind die Verkleidung mit Scheinwerfer, der Tank mit seiner Abdeckung und der Heckbereich mit der Sitzbank. Diese Umfänge werden im Sprachgebrauch von BMW Motorrad unter dem Begriff „Karosserie“ zusammengefasst.

Das Farbkonzept unterstreicht den unverwechselbaren Charakter des neuen BMW Sportlers. Edel wirken die Uni-Farben, das sportliche Indigoblau-Metallic und das elegante Granitgrau-Metallic. Zur Auswahl stehen auch zwei Mehrfarbkombinationen, die hochwertig als Flächenlackierung ausgeführt sind. Die sportlich-elegante Zweifarblackierung Indigoblau-Metallic/Alpinweiß bringt die Linienführung der Karosserie besonders gut zur Geltung. Aufmerksamkeit garantiert die extrovertierte Kombination Sonnengelb uni/ Weißaluminium-Metallic/Darkgraphit-Metallic. Rahmen und Fahrwerkteile sind bei den Uni-Farben silbern, bei den Mehrfarblackierungen schwarz lackiert.


Schmale, modular aufgebaute Verkleidung mit hervorragender Aerodynamik

Ihre sportlich schmale Silhouette verdankt die K 1200 S der geringen Baubreite ihres Motors. Dadurch konnte die gesamte Verkleidung knapp geschnitten werden. In der Seitenansicht werden die Eleganz und Wirkung der Flächen nicht von den sonst üblichen Luftauslässen gestört. Die Kühlerabluft fließt innerhalb der Verkleidung über eine Öffnung an der Unterseite des Motorspoilers ins Freie ab. Der Spoiler ist in Schwarz gehalten und lässt die Maschine in der Seitenansicht noch schlanker wirken.

Die Frontansicht betont das dynamische Erscheinungsbild durch den V-förmigen Übergang des Verkleidungsoberteils in die Scheibe. Diese markante V-Form mit einer klaren Zweiteilung der Flächen setzt sich im Scheinwerferglas und im vorderen Kotflügel fort und prägt das einzigartige „Gesicht“ der K 1200 S. Die Blinker sind BMW typisch in die Rückspiegel integriert. Die Spiegel selbst bieten ein ungewöhnlich gutes Sichtfeld.

Auf der Straße offenbart die Verkleidung der K 1200 S ihre aerodynamischen Qualitäten als Ergebnis umfangreicher Windkanaluntersuchungen. Ziel war der klassenbeste Wind- und Wetterschutz. Auch hier stand entspanntes Motorradfahren im Vordergrund und nicht das Erreichen theoretischer Bestwerte wie eines minimalen Luftwiderstands. Die Luftströmung wird an der Verkleidung durch die Abrisskanten und die konvexe „Schaufelform“ an den Seiten des Windschildes so gelenkt, dass der Winddruck auf den Fahreroberkörper gering bleibt und Regenwasser an den Schultern des Fahrers vorbeigelenkt wird. Kiemenförmige Öffnungen an den Spitzen der Verkleidung im Seitenbereich nutzen Druckluftdifferenzen, um Regenwasser an den Fahrerfüßen vorbei nach innen und unten abfließen zu lassen. Ein ausgeklügelter zusätzlicher Spritzschutz hält die Verschmutzung im Seiten- und Heckbereich gering.

Im Frontbereich unterstützt die Form des Vorderradkotflügels die Anströmung des Wasserkühlers. Die Luftströmung zum Öl- und zum Wasserkühler wurde so weit optimiert, dass die K 1200 S trotz ihrer hohen Leistung mit vergleichsweise kleinen Kühlerflächen auskommt.

Aufgrund des modularen Aufbaus der Verkleidung erfordert die Teildemontage für Servicearbeiten keinen größeren Aufwand. Der Vorderbau („Front-end“) aus zwei Kunststoffschalen ist selbsttragend und übernimmt vielfältige Halte- und Befestigungsfunktionen für Kabel und Verkleidungsteile. Der Scheinwerfer ist ein mittragendes Element des Vorderbaus. Die Gesamtkonstruktion ist gewichtsgünstig und montagefreundlich.


Scheinwerfer in Klarglasoptik und Freiformflächentechnik – markant und sicher

Im markanten Scheinwerfer der K 1200 S sind drei Leuchteneinheiten (1x Abblend-, 2x Fernlicht) mit H7-Glühlampen integriert. Die Abdeckung in „Klarglasoptik“ besteht aus schlag- und kratzfestem, leichtem Polycarbonat. Die Reflektoren sind in Freiformflächentechnik geometrisch exakt nach den Lichtbedürfnissen gestaltet und sorgen für eine hervorragende Lichtausbeute und Fahrbahnausleuchtung. Für einen Lampenwechsel ist der Scheinwerfer von hinten beziehungsweise von unten gut zugänglich.


Tank und Sitzbank – Formen für perfekte Funktion

Der Tank der K 1200 S besteht aus leichtem, schlagzähem Kunststoff und hat ein Nutzvolumen von 19 Litern (inklusive 4 Liter Reserve). Er sitzt schwerpunktgünstig fast in der Mitte des Motorrades hinter der Airbox. Das Gesamtpackage erlaubt es, den Tank im Fahrerbereich für optimalen Knieschluss schmal zu halten. Die weitere Formgebung orientiert sich an funktionalen Gesichtpunkten und am Bauraum: Die kompakte Bauweise bewirkt ein Maximum an Inhalt bei geringem Materialeinsatz.

Die Fertigung im Rotationsverfahren erlaubt größte Freiheit in der äußeren Gestaltung. Diese wurde genutzt für eine starke Konturierung der Tankverkleidung, die abwechslungsreiche Licht- und Schattenwirkungen hervorruft. Dadurch erscheinen die Flächen in jeder Perspektive neu.

Auch die Sitzbank folgt dieser interessanten Formensprache, die sich in den Blenden im Heckbereich fortsetzt. Bei der Gestaltung der Doppelsitzbank wurde als bestimmende Größe die so genannte Schrittbogenlänge zugrunde gelegt (1810 mm). Diese berücksichtigt die gesamte Weglänge zwischen beiden Fußaufstandspunkten, über die Innenlänge der Beine gemessen, und neben der absoluten, geometrischen Höhe auch die Form und die Breite der Fahrersitzbank im relevanten vorderen Bereich. Die Sitzbank ist nicht verstellbar. Dennoch ergibt sich aufgrund ihrer zum Tank hin ausgeprägt taillierten Form eine sehr gute Bodenerreichbarkeit und zugleich ein ungewöhnlich komfortabler Kniebeugewinkel. Hinzu kommt viel Bewegungsfreiheit bei sportlicher Fahrweise.

Die geometrische Sitzhöhe der Seriensitzbank beträgt 820 Millimeter. Kleinere Fahrer können eine im Fahrerbereich niedrigere Sitzbank mit einer Schrittbogenlänge von 1780 Millimetern und einer geometrischen Sitzhöhe von 790 Millimetern als Sonderausstattung (ohne Mehrkosten) bestellen oder als Sonderzubehör gegen Aufpreis nachrüsten lassen. Bei den Sitzflächen für Fahrer und Sozius wurde, obwohl die Sitzbank sportlich schlank wirkt, besondere Sorgfalt auf genügend breite Auflageflächen und Stützwirkung verwandt. Insgesamt ergibt sich ein in der Klasse der Sportmotorräder überlegener Sitzkomfort, gerade auch für Beifahrer oder Beifahrerin. Die K 1200 S ist trotz aller Sportlichkeit genauso langstrecken-, touren- und soziustauglich wie jedes andere Motorrad von BMW. Zur Reisetauglichkeit tragen auch unter der Sitzbank integrierte Haltebänder zur Gepäckbefestigung bei.
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