Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 05.07.2004, 10:04     #42
Hermann   Hermann ist offline
Senior Guru
  Benutzerbild von Hermann

Threadersteller
 
Registriert seit: 03/2001
Beiträge: 8.180

Aktuelles Fahrzeug:
F45 AT 216d, E36 318i Cabrio, E39 523i Touring
GP Frankreich – RENNEN 4. Juli 2004

Wetter: trocken, sonnig; 27-30°C Luft, 32-43°C Asphalt, 29-31% Luftfeuchtigkeit

Magny-Cours (FRA). Ein WM-Punkt war die Ausbeute für das BMW WilliamsF1 Team beim Großen Preis von Frankreich. In dem vergleichsweise unspektakulären Rennen in Magny-Cours kam Juan Pablo Montoya als Achter ins Ziel. Marc Gené belegte Rang zehn.

Juan Pablo Montoya: 8.

Chassis: FW26 06

Schnellste Runde: 1.16,140 in Rd. 48 (achtschnellste insg.)


Es war ein sehr schwieriges Rennen für mich. Vor allem, weil ich heftige Nackenschmerzen hatte, ich konnte meinen Kopf kaum noch oben halten. Nach dem Unfall am Freitag hat mir der Nacken wehgetan, aber ich dachte nicht, dass es im Rennen so schlimm werden würde. Ich konnte zwar beim Start meine Position halten, aber in etwa der 20. Runde bin ich zu hart über die Randsteine gefahren, habe mich gedreht und drei Plätze verloren. Später konnte ich Kimi Räikkönen zwar nahe kommen, war aber nicht schnell genug, um ihn zu überholen. Die Balance meines Autos war vor allem im ersten Teil des Rennens nicht perfekt, so habe ich ein paar Fehler gemacht. Ich hatte sehr gehofft, heute mehr als einen Punkt einzufahren.

Marc Gené: 10.

Chassis: FW26 05

Schnellste Runde: 1.16,070 in Rd. 56 (siebtschnellste insg.)


Platz zehn ist nicht das, was ich mir erhofft hatte. Ich hatte beim Start Schwierigkeiten mit der Kupplung. Und um einen Frühstart unbedingt zu vermeiden, habe ich sie zu langsam kommen lassen und so drei Plätze verloren. Damit hatte ich schon den Großteil meiner Chancen auf ein gutes Ergebnis eingebüßt. Dann haben Mark Webber und ich uns in Kurve drei berührt, und ich hätte mich fast gedreht. Zwei meiner Reifensätze haben sehr gut funktioniert, zwei andere weniger. Ich konnte Boden auf Webber und auch auf Juan gutmachen. Ich habe mein Bestes gegeben, konnte sie aber doch nicht einholen. Heute hätten sowohl mein Auto als auch ich schneller sein müssen.

Sam Michael (Technical Director, WilliamsF1):

Unser Tempo im Rennen war enttäuschend. Ohne Juans Dreher hätten wir etwas besser abgeschnitten, er hat einen, vielleicht sogar zwei Plätze gekostet. Aber auch ohne diesen Zwischenfall hätte das Ergebnis nicht unserer Zielsetzung entsprochen. Die Strategie war in Ordnung, die Reifen und die Boxenstopps waren es auch. Also ist es ganz offensichtlich, dass wir weiter alles daran setzen müssen, unser Auto schneller zu machen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Juan hat durch seinen Dreher Plätze eingebüßt, Marc hat im Startgetümmel drei Positionen verloren und ist danach ein sehr ordentliches Rennen gefahren. Die Plätze fünf und sieben wären möglich gewesen. Und das hätte unserer Leistungsfähigkeit an diesem Wochenende entsprochen. Beide Fahrer waren mit dem Handling des stark veränderten Autos noch nicht zufrieden. Es gab keine Chance, die neuen Komponenten vor diesem ersten Einsatz zu testen. Erschwerend kam hinzu, dass wir im Freitagstraining wegen Juans Unfall und Regenunterbrechungen nicht wie gewohnt an der Abstimmung arbeiten konnten. Jetzt geht es darum, das Potenzial des neuen Pakets in den nächsten Rennen umzusetzen. Motorenseitig gab es am gesamten Wochenende keinerlei Probleme.
__________________
Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
Mit Zitat antworten