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Alt 12.06.2004, 14:10     #2
Hermann   Hermann ist offline
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Eröffnungsrennen in den USA – Daytona Beach am 6. März.

Im vierten internationalen Jahr des BMW Motorrad BoxerCup findet der Auftakt zum zweiten Mal in den USA, in Daytona Beach, Florida, statt. Der BMW Motorrad BoxerCup ist der erste Motorrad-Markencup, der auch außerhalb Europas und damit auf zwei Kontinenten durchgeführt wird. Im Rahmen der Daytona International Speedway Rennen während der Daytona Bikeweek startet das Rennen am 6. März unmittelbar vor den berühmten „200 Miles of Daytona“, einem Langstreckenrennen der „American Superbike Championship“.

Der Rennkurs in Daytona.

Der Rennkurs wurde Ende der 50er-Jahre gebaut. Es handelt sich um ein Trioval mit einer Streckenlänge von rund vier Kilometern mit überhöhten Kurven. Der gesamte, stadionähnliche Komplex fasst über 160 000 Zuschauer und bildet eine ganz besondere Kulisse für die Rennen mit einer einzigartigen Atmosphäre. Als Hochgeschwindigkeitskurs stellt die Strecke allerhöchste Anforderungen an die Maschinen und die Konzentration der Fahrer.

Geschichte der Motorradrennen in Daytona.

Bereits seit 1904 kommen Motorradfahrer nach Daytona, richtig bekannt wurde die Stadt aber erst ab 1937 mit den 200 Meilen-Rennen und der ersten Bikeweek. Das Rennen wurde zunächst auf dem Strand und auf einer öffentlichen Straße abgehalten. Entlang des 4,1 Meilen-Kurses gab es keine Zäune zwischen der Rennstrecke und den Zuschauern, so dass die Rennfahrer manchmal um die Zuschauer herumfahren mussten. Die Rennen waren so spektakulär, dass sich Daytona Beach zunehmend zum Mekka der amerikanischen Biker entwickelte.

Durch die Stadtentwicklung wurde es immer schwieriger, die Strandrennen durchzuführen und ab 1961 wurden die Rennen schließlich vom Strand weg auf den neu errichteten Daytona International Speedway verlegt, wo sie bis heute stattfinden.

Seit den achtziger Jahren drängen während der Bikeweek Massen von Motorradfahrern und solche, die es sein wollen, nach Daytona. Bis zu 500 000 Besucher aus aller Herren Länder wurden schon gezählt, die das Stadtleben in eine große Party verwandeln. Die Bikeweek und das Rennen bekommen Volksfestcharakter.

BMW Renngeschichte – Doppelsieg 1976 in Daytona mit der BMW R 90 S.

Es war 1976, als der damalige Importeur für BMW Motorräder in den USA, die Firma Butler & Smith, für eine echte Sensation in Daytona sorgte: Der Juniorchef Dr. Peter Adams hatte für das Produktionsmaschinen-Rennen der AMA (American Motorcycle Association) Motorräder vorbereitet und brachte drei Rennmaschinen auf Basis der BMW R 90 S in Daytona an den Start. Als Fahrer hatte Butler & Smith die amerikanischen Top-PilotenSteve McLaughlin, Reg Pridmore und Gary Fisher verpflichtet.

Competition-Manager Udo Geibel hatte durch raffinierte Auslegung des Reglements (Rahmen und Schwingenarm mussten der Serie entsprechen, die Anordnung der Federbeine war freigestellt) die BMW auf Cantilever-Federung umgestellt. Zur weiteren Verbesserung der Straßenlage war der Motor um 40 mm nach vorn geschoben und durch Versetzen der Kolbenbolzenlagerung und kürzere Pleuel beidseitig um 28 mm schmaler gehalten. Der auf 1000 ccm aufgebohrte R 90 S-Motor leistete durch sorgfältige Einlass- und Auslassabstimmung etwa 98 PS (SAE) bei 8 500 min–1.

Das Rennen am 5. März gewann Steve Mc Laughlin in einem atemberaubenden Fotofinish vor seinem Teamkameraden Reg Pridmore, dem er noch auf den letzten Metern seinen schon sicher geglaubten Sieg abnahm. Doppelsieg für BMW. Ein Getriebeschaden an der Maschine von Gary Fisher, der das Rennen vorher mehrere Runden angeführt hatte, vereitelte den Dreifachsieg für BMW.
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Viele Grüße Hermann

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."Albert Einstein
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