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Alt 07.06.2004, 19:33     #1
Hermann   Hermann ist offline
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BMW bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring - VORSCHAU

München, 7. Juni 2004. Der Countdown ist weit heruntergezählt: Am kommenden Wochenende tritt das Team BMW Motorsport zu einem der härtesten Langstreckenrennen an, zu den 24 Stunden auf dem Nürburgring. Am Samstag, dem 12. Juni, um 15 Uhr heißt es in der Eifel ‚Start frei’ für die beiden 500 PS starken BMW M3 GTR mit den drei deutschen Fahrern Dirk Müller, Jörg Müller und Hans-Joachim Stuck (Startnummer 42) sowie Duncan Huisman (NLD), Pedro Lamy (PRT) und Boris Said (USA) mit der Startnummer 43.

„Ein solcher Marathon ist eine ungeheure sportliche und technische Herausforderung“, sagt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. „Es geht um Tempo, Teamwork, Strategie und Standfestigkeit. Wir sind fahrerisch gut aufgestellt, und die Mannschaft aus Technikern von BMW Motorsport und Schnitzer Motorsport hat die beiden GT-Coupés akribisch vorbereitet. Die Zielvorgabe lautet nun: das maximal Mögliche zu erreichen. Was in 24 Stunden auf der wohl schwierigsten Rennstrecke der Welt passieren kann, ist aber letztlich nicht voll kalkulierbar.“

Mit 16 Gesamtsiegen und 86 Klassensiegen ist BMW die mit Abstand erfolgreichste Marke bei dem seit 1970 ausgetragenen Rennen. Sieger der Debütveranstaltung war Hans-Joachim Stuck auf einem BMW 2002 ti, und er saß auch beim bis dato jüngsten BMW Gesamtsieg am Steuer: 1998 schrieb der BMW 320d als erster Diesel betriebener Gewinner eines solchen Marathons Geschichte.

Wie Stuck hat auch Lamy das 24-Stunden-Rennen in der Eifel schon zwei Mal gewonnen, der Portugiese gehörte 2001 und 2002 zum Siegerteam. „Langstrecken-, GT- und Nordschleifenerfahrung“, betont Theissen, „war bei den Verpflichtungen von allen sechs Fahrern Voraussetzung.“

Vertieft wurden alle drei Kriterien mit Testeinsätzen im Rennbetrieb. Am 4. April hatte das Team BMW Motorsport mit zwei BMW M3 GTR an einem dreieinhalbstündigen Langstreckenrennen auf der Nordschleife teilgenommen. Dirk Müller gewann an der Seite von Stuck. Das Trio Huisman, Lamy und Said belegte Rang zwei. Ein weiteres Vorbereitungsrennen auf der Nordschleife hatten Stuck/Said/Huisman in einem BMW M3 GTR von der Poleposition aus am 15. Mai gewonnen.

Zahlen und Fakten:
  • 24, 427 Kilometer - so lang ist eine einzige Runde auf dem Parcours, bestehend aus der Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses und der legendären Nordschleife des Nürburgrings. 38 Links- und 45 Rechtskurven wollen pro Runde bewältigt werden.
  • 220 Fahrzeuge unterschiedlichster Leistungsklassen ist die Starterliste lang. Folglich geht es in den Boxen hoch her. Die beiden BMW M3 GTR werden sich die Garage mit sechs weiteren Fahrzeugen teilen, mit zwei BMW und vier MINI.
  • Im Vorjahr wurden 194 000 Zuschauer an dem Wochenende in der Eifel gezählt.
  • Am Mittwoch, dem 9. Juni, zeigen sich die Fahrer den Fans erstmals auf der Strecke und geben auch Autogramme. Am Donnerstag, dem 10. Juni, findet der „Racing Day“ in Adenau statt, am Freitag die Zeittrainings. Samstag um 15 Uhr erfolgt der Start.

    Neuigkeiten vor dem Start:
  • Dateneinsicht rund um die Nordschleife. Das Team BMW Motorsport nutzt 2004 erstmals die mobile Datenübertragung GPRS (General Packet Radio Service), um aus den beiden BMW M3 GTR laufend Kontrolldaten zu empfangen. Mit der bisherigen Funktechnik zur Datenübertragung mussten die BMW Renningenieure bei Einsätzen auf der weitläufigen und hügeligen Nordschleife mit einer Flächendeckung von knapp zehn Prozent leben, tappten quasi minutenlang im Dunkeln. Am Wochenende sollen die Betriebszustände und GPS-Ortungsdaten nun praktisch in Echtzeit und lückenlos verfügbar sein. Und das nicht nur in der Box am Nürburgring. BMW Motorsport Direktor Mario Theissen kann sich beispielsweise live vom Großen Preis in Kanada aus in das System einloggen.
  • Die MITS-Lösung wurde von der Kölner infoware GmbH in enger Zusammenarbeit mit T-Mobile und BMW entwickelt und realisiert. Kernstück ist die Black Box im Fahrzeug mit GPS-Empfänger, GPRS-Funkmodem und Schnittstelle zum CAN (Controller Area Network) Bus, der die Messwerte aus dem Fahrzeug bereitstellt. Spezielle Server verknüpfen alle Informationen und fügen sie für die Ingenieure zu nutzergerechten Darstellungen zusammen.
  • Auch Fans behalten den Überblick bei BMW Motorsport. Die Website www.bmw-motorsport.com bietet eine Menge Information und Unterhaltung. Live-Timing und Live-Webcams halten rund um die Uhr auf dem Laufenden. Außerdem werden Hintergrundberichte zum Team BMW Motorsport, dem BMW M3 GTR und den Fahrern sowie aktuelle Interviews und News im Zweistundentakt geboten.
  • Durchblick für die Fahrer in der Eifelnacht. Die Qualität der Lichtanlage ist ein K.o.-Kriterium beim 24-Stunden-Rennen. Die BMW M3 GTR verfügen zusätzlich über einen zweiten Xenon-Scheinwerfer pro Seite. Die Extra-Lichtquelle wird in Handarbeit hergestellt und eingepasst. Das Gehäuse stammt aus der 3er-Reihe und wird mit Komponenten aus der aktuellen 7er-Serie angereichert. Die Scheinwerfer wurden genau wie Prototypen von Serienscheinwerfern getestet – auf dem Rüttelprüfstand und im Lichtkanal des BMW Forschungs- und Innovationszentrums. Der enge Schulterschluss von BMW Motorsport und den Serien-Ingenieuren machte die Entwicklung möglich.
  • Die endgültige Einstellung des Lichtes wird zusammen mit den Fahrern festgelegt. Acht Sätze dieser Scheinwerfer wurden gefertigt, in einem einzigen Exemplar stecken rund 18 Stunden Handarbeit. Zusätzlich befinden sich kleinere Xenon-Strahler in der Frontschürze, sie leuchten die Bereiche links und rechts unmittelbar vor dem Fahrzeug aus.
  • Fernsicht für Daheimgebliebene. Das DSF berichtet live in insgesamt acht Sendeblöcken von Zeittraining und Rennen.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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