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Alt 09.04.2004, 14:07     #5
Hermann   Hermann ist offline
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Aktuelles Fahrzeug:
F45 AT 216d, E36 318i Cabrio
Zahlen und Fakten.

Team:

• An einem Grand-Prix-Wochenende ist das Einsatzteam rund 100 Personen stark – 70 gehören zu WilliamsF1, 20 zu BMW und etwa zehn weitere sind mit Aufgaben wie dem Catering befasst.

• Das Testteam ist beim Einsatz von zwei Autos durchschnittlich 60 Personen stark (40 von WilliamsF1, bis zu 15 BMW Mitarbeiter, fünf Personen für das Catering).

• 22 Mann sind an einem Boxenstopp im Rennen beteiligt:
  • Zwölf Mechaniker (drei pro Rad) wechseln die Räder,
  • einer betätigt den Wagenheber vorn,
  • einer betätigt den Wagenheber hinten,
  • einer steht mit einem speziellen Heber bereit, falls das Auto mit beschädigter Fahrzeugnase an die Box kommt,
  • zwei kontrollieren die Pressluft für die pneumatische Ventilsteuerung und füllen ggf. nach,
  • drei betanken das Fahrzeug,
  • einer steht mit dem Feuerlöscher bereit,
  • einer, der sogenannte Lollipop-Man, gibt dem Fahrer per Signalschild die Kommandos „Bremse halten“, „Gang einlegen“, „Losfahren“
• WilliamsF1 reist zu jedem Grand Prix mit rund 25 Tonnen Material; dazu gehören u.a. Ersatzteile, Werkzeug, Räder und Boxenausstattung. Hinzukommen mindestens drei Chassis, in Ausnahmefällen ist das Team sogar für den Aufbau eines vierten Rennwagens gerüstet. Die Fracht verteilt sich bei den Europa-Rennen auf zwei Transport-Lkw und zwei Trucks, die im Fahrerlager bleiben, sowie ein Motorhome.

• BMW packt rund sechs Tonnen Gepäck für einen Grand Prix. Dazu gehören 2004 sechs Motoren bei Überseerennen und fünf bei Europarennen sowie Werkzeug und Ersatzteile. BMW verfügt über einen Transport-Lkw, einen Truck für die Techniker und ein Motorhome.

• Das Team benutzt an der Rennstrecke 16 große HP Rechner und 26 HP Notebooks sowie 100 Funkgeräte samt Kopfhörer.

• 500 Meter Datenleitung und 300 Meter Stromkabel stehen für das BMW WilliamsF1 Team beim Rennen unter Spannung.

• Pro GP-Wochenende verbraucht ein Team bis zu 1200 Liter Benzin, zwischen 60 und 80 Liter Motoröl sowie bis zu 30 Liter Getriebeöl.

• Bei einem Hitzerennen verbraucht das Team bis zu 3 300 Liter Mineralwasser und Soft Drinks.

• 40 Trockenreifen und 28 Schlechtwetterreifen stehen pro Fahrzeug und Wochenende zur Verfügung. Der Einsatz von Reifen für extreme Witterungsbedingungen muss von der Rennleitung explizit zugelassen werden.

Chassis:

• Vom Entwurf bis zum fertigen Auto vergehen 250 000 Arbeitsstunden.

• Für den FW26 entstanden im Konstruktionsbüro von WilliamsF1 rund 4 000 Zeichnungen.

• WilliamsF1 produziert rund 200 000 Einzelteile pro Jahr.

• Zwischen zwei Rennen werden die Fahrzeuge komplett zerlegt und über 200 Diagnose-Checks unterzogen.

Motor:

• Je rund 200 Motoren verließen die BMW Formel-1-Fabrik in den Jahren 2000, 2001, 2002 und 2003.

• Der BMW Motor besteht aus rund 5 000 Einzelteilen, davon sind 1000 verschieden.

• Der Zusammenbau des BMW Motors erfordert rund 80 Arbeitsstunden.

• Der BMW P83 Motor erfuhr während seiner Dienstzeit 1388 Maßnahmen zur Weiterentwicklung.

• 1950 CAD-Zeichnungen wurden für den BMW P83 Motor angefertigt. Ausgedruckt und aneinander gereiht ergäben sie eine Strecke von 1,3 Kilometern.

• Der BMW P83 Motor wog weniger als 90 Kilogramm.

• Der BMW P83 Motor, das bislang stärkste Triebwerk aus der Münchner F1-Fabrik, leistete 2003 über 900 PS und drehte in der Spitze 19 200 Umdrehungen pro Minute. Im Rennen wurde die Drehzahl auf 19 000 U/min begrenzt. Die Leerlaufdrehzahl betrug 4 000 U/min.

• Bisher lag das Revisionsintervall für die BMW F1-Motoren bei 500 Kilometern.

• Beim P83 betrug die maximale Kolbenbeschleunigung 10 000 g. Die Kolbengeschwindigkeit lag in der Spitze bei 40 Metern pro Sekunde.

• Bei 19 000 U/min des BMW Motors ereignen sich binnen einer einzigen Sekunde 316,7 Umdrehungen und 1583,3 Zündungen. Es erfolgen 9 500 Drehzahlerfassungen, die Kolben legen 25 Meter zurück, und es werden 550 Liter Luft angesaugt.

• Bis zu 950 Grad Hitze werden am Auspuff erreicht, im Pneumatiksystem steigt die maximale Lufttemperatur auf 250 Grad.

• Bei einer durchschnittlichen Renndistanz von 300 Kilometern erfährt der BMW Motor pro Grand Prix rund acht Millionen Zündungen (800 000 Zündvorgänge pro Zylinder).

• Im Schnitt wird pro Grand Prix 2 600 Mal geschaltet, in Monaco 3 100 Mal.

• Wenn das Auto im Training oder Qualifying zur Box zurückkehrt, werden Ölproben entnommen und in der Box geröngt sowie einer Spektrometeruntersuchung unterzogen. Die metallischen Spuren im Öl liefern wichtige Informationen über den Motorzustand.

• Die ultraschnelle 130R-Kurve in Suzuka stellt mit einer Querbeschleunigung von 4 g die höchsten Anforderungen an den Ölkreislauf.

• Den höchsten Volllastanteil müssen die Motoren mit 73 Prozent pro Runde in Monza aushalten.

Fahrer:

• Ein Formel-1-Fahrer verbrennt pro Grand Prix ca. 600 Kilokalorien und verliert durchschnittlich zwei Kilogramm Gewicht.

• Bei einem Hitzerennen verliert ein Fahrer leicht 1,5 Liter Körperflüssigkeit.

• Die Cockpittemperatur beträgt durchschnittlich 50 °C.

• Die Herzfrequenzen der Piloten erreichen im Rennen Spitzen von 190 Schlägen pro Minute.

Fahrzeug:

• Ein Formel-1-Fahrzeug kann in weniger als sieben Sekunden von null auf 200 km/h beschleunigen und wieder zum Stillstand kommen.

• Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft ein Formel-1-Fahrzeug in rund 2,5 Sekunden.

• Die Beschleunigung von 0 auf 200 km/h dauert mit einem F1-Auto weniger als fünf Sekunden, das entspricht 140 Metern.

• Bei einer Vollbremsung aus 200 km/h kommt ein F1 auf 55 Metern zum Stehen, dieser Vorgang dauert 1,9 Sekunden. Dabei entstehen Verzögerungswerte von bis zu 5 g. Bei einem Körpergewicht von 75 Kilogramm wird der Fahrer so mit 375 Kilogramm in die Gurte gepresst.

• Die Karbon-Bremsscheiben erhitzen sich beim Bremsvorgang binnen einer Sekunde auf 600 °C.

• Die Formel-1-Reifen werden rund 100 °C heiß.
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Viele Grüße Hermann

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."Albert Einstein
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