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Alt 03.04.2004, 20:34     #5
Hermann   Hermann ist offline
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Aktuelles Fahrzeug:
E63 645Ci, E36 318i Cabrio, E39 523i Touring
Regeln und Ablauf

Die ETCC 2004 besteht aus zehn Rennveranstaltungen. Diese LG Super Racing Weekends werden gemeinsam mit der FIA GT Meisterschaft in acht Ländern ausgetragen: Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien und im Arabischen Emirat Dubai.

Alle Rennwochenenden unterliegen demselben Schema:
  • Am ersten Tag finden zwei freie Trainings à 30 Minuten und das30-minütige Qualifying statt, in dem die Startaufstellung für Rennen 1 ermittelt wird.
  • Der zweite Tag beginnt mit dem Warm-up (15 Minuten).
  • Rennen 1 geht über eine Distanz von mindestens 50 km.
  • In der anschließenden Pause haben die Teams 15 Minuten Zeit, die Fahrzeuge für das zweite Rennen vorzubereiten.
  • Die Startaufstellung für Rennen 2 erfolgt entsprechend dem Ergebnis aus Rennen 1. Allerdings starten die Top-Acht in umgekehrter Reihenfolge (der Sieger von Position acht, der Zweite von Position sieben usw.). Fahrer, die Rennen 1 nicht beendet haben, werden am Ende der Startaufstellung platziert.
  • Rennen 2 hat erneut eine Länge von mindestens 50 km.
In beiden Rennen erhalten die acht Bestplatzierten Meisterschaftspunkte nach folgendem Schlüssel:

1. - 10
2. - 8
3. - 6
4. - 5
5. - 4
6. - 3
7. - 2
8. - 1

In der ETCC werden eine Fahrer- und eine Markenmeisterschaft ausgefahren. In der Markenwertung werden jeweils die zwei bestplatzierten Fahrer eines in die Meisterschaft eingeschriebenen Herstellers berücksichtigt.

Die in der Kombination beider Rennen eines Wochenendes drei Bestplatzierten erhalten für die nächste Veranstaltung Platzierungsgewichte nach dem Schlüssel:

1. - 30 kg

2. - 20 kg

3. - 10 kg

Nach demselben Schema erhalten die jeweils ersten Drei der Meisterschaftstabelle weitere Zusatzgewichte. Die Zusatzgewichte aus beiden Kategorien werden addiert, das maximale Zusatzgewicht beträgt allerdings 40 kg. Das Zusatzgewicht wird vor jedem Rennwochenende neu berechnet. Das Einsatzgewicht eines Fahrzeuges errechnet sich aus dem vorgeschriebenen Mindestgewicht plus Platzierungsgewicht des Fahrers.

In der ETCC 2004 sind drei Fahrzeugkategorien zugelassen:
  • Tourenwagen mit Benzin-Saugmotoren gemäß dem Super-2000-Reglement der FIA (z. B. der BMW 320i)
  • Tourenwagen mit Turbodiesel-Triebwerken gemäß dem Diesel-2000-Reglement der FIA (neu in 2004)
  • Tourenwagen mit Benzin-Saugmotoren gemäß dem Super-Production-Reglement der FIA
Super-2000-Klasse.

In der Super-2000-Klasse, in welcher der BMW 320i startet, sind als Basisfahrzeuge mindestens viersitzige, viertürige Limousinen mit mindestens 4,2 m Länge vorgeschrieben. Ihr Serienpendant muss innerhalb von zwölf Monaten mindestens 2 500 Mal produziert worden sein und aus einer Fahrzeugfamilie mit mindestens 25 000 Stück pro Jahr stammen. Sie müssen als seriennahes Gruppe-N-Auto für den Motorsport homologiert und mit einem – ebenfalls von der FIA genehmigten – Umbau-Kit (z. B. spezielle Teile für Motor und Karosserie) für die ETCC präpariert sein.

Der Hubraum ist auf 2 000 ccm beschränkt. Je nach Motortyp sind unterschiedliche Höchstdrehzahlen erlaubt. Sechszylinder dürfen bis 9 000 Touren pro Minute drehen (Vierzylinder 8 500/min., Fünfzylinder 8 750/min.).

Jeder Motor muss mindestens an zwei aufeinander folgenden Rennwochenenden eingesetzt werden. Wird der Motor vorher gewechselt, muss der betroffene Fahrer vom Ende der Startaufstellung aus ins Rennen gehen. Ersatzfahrzeuge (T-Cars) sind nicht erlaubt.

Zwei Getriebe-Varianten sind zugelassen: konventionelle H-Schaltung auf Basis der Gruppe-N-Reglement-Homologation (maximal fünf Gänge) oder sequenziell geschaltet (sechs Gänge).

Unterschiedliche Antriebskonzepte werden mittels individueller Fahrzeugmindestgewichte (jeweils inklusive Fahrer) einander angeglichen:
  • Heckantrieb, H-Schaltung: 1140 kg
  • Heckantrieb, sequenzielles Getriebe: 1170 kg
  • Frontantrieb, H-Schaltung: 1110 kg
  • Frontantrieb, sequenzielles Getriebe: 1140 kg
Es ist erlaubt, konstruktionsbedingt untergewichtige Fahrzeuge mittels Ballast auf das vorgeschriebene Mindestgewicht zu bringen. Ballast muss auf dem Fahrzeugboden entweder im Kofferraum oder im Cockpit befestigt werden. Die Bodenfreiheit des Fahrzeuges muss mindestens 80 mm betragen.

Elektronische Fahrhilfen jeder Art (z. B. ABS, Traktionskontrolle) sind verboten. Ein Sperrdifferenzial ist erlaubt, die Wirkungsweise muss allerdings rein mechanisch sein.

Die Felgen sind auf die Maße 9 x 17 Zoll beschränkt. Reifen – verwendet werden Einheitsreifen der Marke Michelin – dürfen nicht höher als 610 mm und nicht breiter als 223 mm sein. Die Anzahl der neuen Trockenreifen (Slicks), die jeder Fahrer pro Veranstaltung verwenden darf, ist begrenzt auf 16. Ausnahmen sind die Rennen in Spa-Francorchamps und Monza, wo jeweils 20 neue Slicks benutzt werden dürfen. Die Anzahl der Regenreifen ist nicht limitiert.

Ein von der FIA homologierter Sicherheitskäfig aus Stahl ist vorgeschrieben, ebenso ein Schalensitz und Hosenträgergurte mit mindestens fünf Befestigungspunkten.

Jede Form der drahtlosen Datenübertragung (Telemetrie) zwischen dem fahrenden Auto und dem Team ist verboten. Sprechfunk ist erlaubt.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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