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Alt 21.03.2004, 10:45     #9
Hermann   Hermann ist offline
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Großer Preis von Malaysia – RENNEN 21. März 2004

Wetter: trocken, bewölkt; 34-35°C Luft, 40-42°C Asphalt, 58-62% Luftfeuchtigkeit

Sepang (MYS). Erster Podiumsplatz der Saison für das BMW WilliamsF1 Team: Juan Pablo Montoya belegte beim GP Malaysia Rang zwei hinter Michael Schumacher und fuhr die schnellste Rennrunde. Ralf Schumacher hingegen hatte Pech, er fiel in der 28. Runde an vierter Position fahrend aus. Grund dafür war ein Motorschaden, der erste seit 17 Rennen.

Juan Pablo Montoya: 2.

Chassis: FW26 05

Schnellste Runde: 1.34,223 min in Rd. 28 (Rundenrekord)


Meine ersten Runden waren gut, und ich konnte Barrichello überholen. Danach habe ich versucht, Michael Schumacher einzuholen. Mein Auto wurde im Rennen immer besser und besser. Nach meinem dritten und letzten Boxenstopp kam ich leider direkt hinter Rubens wieder auf die Strecke. Ich habe versucht, ihn zu überholen, wollte aber meinen guten zweiten Platz nicht riskieren. Am Ende des Tages zählt, wie viele Punkte man holt.

Ralf Schumacher: Ausfall

Chassis: FW26 03

Schnellste Runde: 1.35,607 min in Rd. 10 (siebtschnellste insg.)


Mein Start war ganz okay, aber dann blieb ich gleich im Verkehr stecken und bin auf Platz neun zurückgefallen. In der dritten Runde gab es eine Berührung mit Mark Webber. Dabei habe ich mir den Frontflügel beschädigt, und das Auto hat danach massiv untersteuert, besonders im zweiten Sektor, was man ja deutlich an meinen Zeiten dort sehen konnte. Ich wollte Mark überholen, sah dann aber, dass nicht genug Platz ist und zog zurück, um eine Kollision zu vermeiden. Aber Mark hat mir nicht genug Raum gelassen. Schließlich bin ich mit einem Motorschaden ausgefallen, damit war das Rennen für mich früh zu Ende.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Das Team hat heute gute Arbeit geleistet, die Boxenstopps waren exzellent. Wir waren im Rennen stärker als im Qualifying. Aber wir müssen uns noch erheblich verbessern – das Chassis, den Motor, die Reifen, das gesamte Paket braucht Verbesserung. Wir müssen hart arbeiten, um den Rückstand in der WM aufzuholen. Juan hatte einen guten Start und fuhr ein kämpferisches Rennen mit kühlem Kopf. Ralf dagegen hatte gleich nach dem Start Probleme und schließlich einen Motorschaden.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Gegenüber dem Auftaktrennen in Melbourne war dies trotz des Motorschadens von Ralf eine deutliche Steigerung. Juan Pablo war über die komplette Renndistanz in der Lage, das Tempo von Michael Schumacher mitzugehen. Das ist für die kommenden Rennen sehr ermutigend. Nachdem Juan Pablo gegen Ende hinter Rubens Barrichello den Anschluss zu Michael verloren hatte und keine Chance mehr bestand, Michael noch anzugreifen, haben wir die Motordrehzahl etwas zurückgenommen. Der Motorschaden bei Ralf kam schlagartig. Das hatte nichts mit den hohen Temperaturen zu tun. Wir sind auch kein höheres Risiko gegangen. Offensichtlich liegt ein Bauteilfehler vor. Wir werden jetzt in München das Puzzle zusammensetzen, um das fehlerhafte Bauteil zu identifizieren. Nach einer Berührung mit Mark Webber in der Frühphase des Rennens war Ralf ohnehin nicht in der Lage, das Tempo an der Spitze mitzugehen.

Test in Le Castellet: Gené 24.03., Pizzonia 24./25.03., Schumacher 25./26.03., Scott Dixon 26.03.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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