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Alt 18.03.2004, 13:02     #11
Hermann   Hermann ist offline
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Mike Cooper über den MINI: „Hottest coolest car in town.“

Mike Cooper setzt fort, was sein Vater als einer der weltweit namhaftesten Motorsportkonstrukteure begonnen hatte. Der 49-jährige Familienvater, der nur beim Gitarrespielen nicht ans Auto denkt, entwickelt und testet ständig neue Tuningkomponenten für das „hottest, coolest car in town“, wie er den MINI nennt. „In diesem Jahr habe ich in Goodwood mit einem erleichterten 200 PS-MINI Cooper exakt dieselbe Zeit gefahren wie 1960 der Formel 1 Cooper meines Vaters.“ Der Chef der berühmten Power-Schmiede in Surbiton hat 2003 mit über 3000 Tuningkits für den MINI deutlich mehr verkauft als je erwartet: „Ein phantastisches Feedback, vor allem aus den USA, Deutschland und England.“

Schon als er und sein 2000 verstorbener Vater John Cooper einen ersten MINI Prototypen sehen und erleben konnten, war diese Zukunft freilich abzusehen: „Als mein Vater den neuen MINI zum ersten Mal sah, sagte sein Gesichtsausdruck nur eines: Es ist ein Mini. Das sagt alles. Er war auch sehr beeindruckt von der Straßenlage. Das Auto ist so handlich wie der klassische Mini, fährt sich aber so komfortabel wie ein großer Wagen.“

Mike Cooper sagt über...

...den klassischen Mini: „Das Original war ein brillantes Designkonzept, das über 40 Jahre lang jung blieb. Man erwarb mit dem Mini das beste Auto in dieser Klasse, das jede Menge Fahrspaß bot. Es war die erste Limousine mit dem Handling eines Sportwagens.“

...den klassischen Mini gegenüber dem neuen MINI: „Den frühen Mini dem heutigen MINI gegenüber zu stellen ist wie ein Vergleich Fangio gegen Schumacher. Es sind jeweils die Besten ihrer Zeit.“

...den MINI im Motorsport: „Für mich stand von Anfang an fest, dass der neue MINI auch ein Rennauto werden sollte. Als wir die Rennserie der John Cooper Challenge ins Leben riefen, wurde ein Traum für mich wahr. Ein Engagement bei den großen Rallyes steht aber derzeit nicht zur Debatte. Der Aufwand, den wir dafür treiben müssten, ist heute um ein Vielfaches höher als vor 40 Jahren. Aber mir schwebt vor, Ende 2004 eine World Driver Competition auszutragen, in der die besten Fahrer der nationalen John Cooper Challenge gegeneinander antreten. MINI Cooper sucht den Superstar.“

...seine Hobbies: „Ich spiele sehr gern Gitarre. Aber grauenhaft schlecht. Kommen Sie nie zu einem meiner Auftritte.“

...seine Karriere im Motorsport: „Mit 17 ließ mich mein Vater zum ersten Mal mit einem Monoposto fahren. Er sagte nur: „Du bist nicht gut genug.“ Meinen größten Erfolg habe ich deshalb auch erst 2002 gefeiert: „Bei der Celebrity Challenge, einem historischen Rennen in Australien, belegte ich den dritten Platz. Aber wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich gerne so etwas wie die klassische Rallye Monte Carlo einmal mitfahren.“

...das Leben als Sohn der Rennlegende John Cooper: „20 Jahre lang war ich mit meinem Vater bei jedem britischen Grand Prix. Er liebte das über alles. Und jedes Mal, wenn ein Cooper gewann, machte er in der Boxengasse vor Freude eine Rolle vorwärts. Mein Vater war sehr beliebt und gab für sein Leben gern Parties. Wir hatten oft prominente Gäste. Für mich war das aber nicht immer so toll. Als ich sieben Jahre alt war, musste ich einmal mein Bett für jemanden hergeben, der gleich bei uns übernachten wollte. Dieser Gast war Steve McQueen.“

...den individuellen MINI: „Viele bekannte Leute lieben den MINI. Madonna hat zum Beispiel ein Auto von uns, oder Kate Moss. Ihr Cooper hat eine ganz besondere Innenausstattung aus einem Stoff, auf dem die Abdrücke von Tigertatzen abgebildet sind. Nach oben ist da praktisch keine Grenze. Ein anderes Auto wurde von uns auf Wunsch des Besitzers innen und außen mit sehr aufwändigen Airbrush-Malereien lackiert, das kostete zum Schluss 65 000 Euro.“
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Viele Grüße Hermann

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."Albert Einstein
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