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Alt 26.01.2004, 18:04     #13
Hermann   Hermann ist offline
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Der BMW Motorrad BoxerCup 2004

Rennsport und Rennerfolge begleiten die BMW Motorräder vom ersten Tag an, haben sie weltberühmt gemacht und wesentlich zu dem Ruf von Überlegenheit und Zuverlässigkeit der Marke beigetragen.

Seit über 80 Jahren schreiben Motorräder mit dem weiß-blauen Marken_emblem Renngeschichte mit unzähligen, unvergessenen Siegen und Weltrekorden. Angefangen beim Triumph des legendären Georg („Schorsch“) Meier, der 1938 auf der Isle of Man als erster Nicht-Engländer die TT gewann, über die Geschwindigkeitsweltrekorde von Ernst Henne (1937 mit 279,5 km/h), oder die insgesamt 19 Gewinne der Markenweltmeisterschaft in der Gespannklasse mit dem BMW Königswellen-Boxermotor, bis hin zum sechsmaligen Gewinn der Rallye Paris–Dakar in den Jahren 1981, 1983, 1984, 1985, sowie 1999 und 2000; der Name BMW ist untrennbar mit Rennerfolgen verbunden.

1999 kehrte der Boxersound auf die Rennstrecke zurück und erstmals seit Jahrzehnten konnte man Rennboxer beim BMW Motorrad BoxerCup, wie der neu gegründete Markenpokal offiziell heißt, wieder auf Straßenkursen bewundern. Die Idee war und ist, mit seriennahen Motorrädern auf Basis der R 1100 S den Rennsportbegeisterten zu zeigen, welches Potenzial der Sportboxer auf der Rennstrecke entfalten kann. Zuerst national ausgetragen, wurde diese Rennserie international weiterentwickelt und hat seit 2002 den offiziellen Status des europäischen Motorsportverbandes UEM (Union Européenne de Motocyclisme).

Eingebettet in das Programm von Weltmeisterschaftsläufen des MotoGP beziehungsweise internationalen Endurance- und Superbike-Meisterschaften finden die Rennen europaweit hohe Beachtung. Besonders bei den Klassikern unter den Grand Prix Rennen, wie zum Beispiel der legendären Dutch TT in Assen/Niederlande, werden die Rennen vor einer imposanten Kulisse bis zu 100 000 Zuschauern ausgetragen. Auch der deutsche Grand Prix am Sachsenring, einer traditionell besonders motorradbegeisterten Region, lockt die Zuschauermassen. 2003 gelang schließlich der Sprung „über den großen Teich“. Der BoxerCup wurde erstmals in Amerika gefahren, im Rahmenprogramm der berühmten 200 Meilen von Daytona und knüpfte damit an ruhmreiche Traditionen der siebziger Jahre an (1976 gelang BMW ein Doppelsieg in Daytona mit Rennmaschinen auf Basis der R 90 S).

2004 geht der BMW Motorrad BoxerCup in sein viertes internationales Jahr.

Ausgestattet mit hohen Preisgeldern und attraktiven Preisen für die ersten drei Plätze im Gesamtklassement (hochwertige Fahrzeuge aus dem Programm der BMW Group) ist der BMW Motorrad BoxerCup der höchstdotierte Motorrad Markenpokal der Welt.

Die besondere Attraktivität der BoxerCup Rennen liegt darin, dass mit absolut gleichem Maschinenmaterial gefahren wird. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Motorräder vom Typ BMW R 1100 S, die nach einem strikten Reglement ohne individuelle Freiheiten für den Rennbetrieb präpariert werden müssen. Die Motorräder müssen bis auf wenige, genau vorgeschriebene Umfänge der Serie entsprechen, und grundsätzlich dürfen nur Originalteile verwendet werden. Alle relevanten Maße müssen innerhalb üblicher Serientoleranzen liegen. Jegliche Maßnahmen zur Leistungssteigerung sind verboten. Damit bewegen alle Fahrer leistungs- und fahrwerksmäßig das gleiche Motorrad und es gehen Rennmaschinen an den Start, die sich ganz nah an die Serienmaschinen anlehnen und in den wesentlichen Daten der Serie entsprechen.

Die wesentlichen Modifikationen für den Rennbetrieb sind:

• Demontage von Gläsern, Frontscheinwerfer, Spiegeln, Hupe, Ständer und Soziusfußrasten.

• Sicherung wichtiger Schrauben mit Draht.

• Einsatz eines Sportpakets, im Wesentlichen bestehend aus einem höher gelegten Fahrwerk für mehr Bodenfreiheit in Schräglage

• Montage des von BMW Motorrad gelieferten Racing Kits (leichtere Frontverkleidung, Motorspoiler, Carbonabdeckungen für die Zylinderkopfhauben, Sportschalldämpfer, Schaltung mit umgedrehtem Schaltschema)

Es entscheiden also allein das fahrerische Können, der Mut und das taktische Geschick beim Rennen über die Platzierung. Das sichert ein faszinierendes Renngeschehen, packende Überholmanöver und harte Kämpfe um die Positionen bis zur letzten Sekunde. In der Saison 2003 stand der Gesamtgewinner erst nach dem letzten, unglaublich spannenden Rennen fest.

Für die Zuschauer und Fans der Marke ist besonders die Identifikation mit den Motorrädern reizvoll. Vor ihnen gehen R 1100 S auf die Rennstrecke, die im Kern der Serie entsprechen, aber mit Profis im Sattel ein Leistungs_potenzial entfalten, das geradezu unglaublich erscheint.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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