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Alt 26.01.2004, 18:43     #12
Hermann   Hermann ist offline
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Cruiser

Mit der R 1200 C Classic ist BMW Motorrad im September 1997 erstmals in das Segment der Cruiser-Motorräder eingestiegen und hat damit einen Meilenstein in der Geschichte der BMW Motorräder gesetzt. Die Cruiser, in Deutschland und einigen anderen Ländern teilweise auch Chopper genannt, sind prädestiniert für einen ruhigen Fahrstil: Sie ermöglichen entspanntes Dahingleiten und sind besonders in Amerika beliebt.

Im Jahr seiner Vorstellung (1997) hatte der Cruiser von BMW Motorrad dann auch gleich einen spektakulären Auftritt mit Geheimagent James Bond im 007-Thriller „Der Morgen stirbt nie“ und wurde von Stuntman Jean-Pierre Goy in ungeahnte Höhen befördert.

Hochkarätige Design-Auszeichnungen und der Gewinn vieler Wahlen unter anderem zum „Cruiser des Jahres“ haben dieses Segment im BMW Motorrad Modellprogramm untermauert. Mittlerweile besteht die Cruiserfamilie aus vier unterschiedlichen Modellen und zielt besonders auf den amerikanischen Markt.


Die R 1200 C Classic.

Die R 1200 C Classic ist mit großer Konsequenz als Cruiser konzipiert und bietet dem Fahrer das Erlebnis des gelassenen Cruisings mit hoher Kraftreserve. Ihr flacher Gabelwinkel, der hohe Lenker, ein langer Radstand sowie der Fahrersitz in traditioneller Sattelform mit einer niedrigen Sitzhöhe von 740 mm sind typische Cruisermerkmale.

Der Motor.

Vor die Aufgabe gestellt, einen Cruiser stilgerecht zu motorisieren, wählten die Techniker den Zweizylinder-Boxer von BMW als Basis. Denn hier sind die Voraussetzungen zum Bau eines Cruiser-Triebwerks besonders günstig: die ener_gische Kraftentfaltung für ein entspanntes Cruisen, der akzentuierte Klang des Zweizylinders als akustische Botschaft souveräner Stärke und der ideale Massenausgleich des Boxers zum Wohle bester Laufkultur. Zudem sorgt schon allein der Boxermotor für den BMW typischen und unverwechselbaren optischen Auftritt.

Aber zugleich war den Motorenbauern auch klar, dass der Boxer in seiner bisherigen Form zwar sportlich bestens durchtrainiert ist, aber von der idealen Cruiser-Maschine im Wortsinn um einige tausend Touren entfernt ist.

Also beschlossen die Techniker, den Boxer einer tiefen inneren Wandlung zu unterziehen, um aus dem flinken Sprinter einen gelassenen Kraftsportler zu machen.

Vergrößerung des Hubraums.

Der erste und wichtigste Kraftakt auf dem Weg zum artgerechten Powerplay war die Vergrößerung des Hubraums, von dem ein rech_ter Cruiser ohnehin kaum genug haben kann. Durch eine Erweite_rung der Bohrung von 99 auf 101 mm und die Verlängerung des Hubs von 70,5 auf 73 mm wurden aus ursprünglich 1085 cm³ für die BMW R 1200 C erstmals 1170 cm³.

Drehmomentkurve wie das Rückenprofil eines Büffels.

So kommt die Kraft aus dem Vollen, aber das allein genügte den Motoren_spezialisten bei ihrer Definition der best_möglichen Cruiser-Charakteristik nicht. Sie wollten dem wahrhaft durchzugsstarken Motor mit einer Drehmoment_kurve, die beispielhaft dem Rückenprofil eines Büffels folgt, ein angemesse_nes Denkmal setzen. Und das Ergebnis ihrer Mühen ist eine Maschine, die auf hohe Drehzahlen so konsequent verzichtet, dass hier ein Dreh_zahl_messer zur überflüssigsten Nebensache der Welt wird.

Ein Boxer von der milden Sorte.

Die Zähmung machte aus dem sportlichen Boxer fürs coole Cruisen einen von der milden Sorte. Denn für das stressfreie Gleiten auf dem Highway – wo immer der auch sein mag – sind die satten 45 kW/61 PS bei moderaten 5 000 Kurbelwellen-Umdrehungen pro Minute ein fabelhaftes Angebot, wenn sie so vital beisammen sind wie im Boxermotor der BMW R 1200 C. Denn was zählt beim echten Cruising, wo man die Kraft aus dem rechten Handgelenk schüttelt, ist reichlich Drehmoment bei wenig Drehzahl: Den Spitzen_wert von 98 Nm gibt es hier schon bei 3 000 min–1. Zwischen 2 500 und 4 500 Touren liegen ständig mehr als 90 Nm an.

Ein deutlich weiterer Bereich mit reichlich Drehmoment und viel nutzbarem Leistungsüberschuss erstreckt sich beim Cruiser von BMW zwischen 1500 min–1 und – wenn es wirklich sein muss – 6 500 min–1. Im fünften und höchsten Gang der BMW R 1200 C reicht diese Spanne vom Stadttempo 50 km/h bis zur Höchstgeschwindig_keit von über 160 km/h. Die Kultur des Cruising liegt bei dieser BMW darin, dass man unterwegs auf das Schalten verzichten kann... aber nicht muss.

Satter und sonorer Boxer-Sound.

Klassischen Stil und zeitgemäße Technik vereint die Auspuffanlage, die natürlich durch eine entsprechende Abstimmung ebenfalls ihren Part zum gewünschten Drehmomentverlauf beiträgt. Hinter dem kernigen Auftritt mit den zwei kurzen Endrohren im strahlenden Chromglanz steckt eine in zweifacher Hinsicht umweltbewusste Konstruktion. Die Kombination des zentralen Vorschalldämpfers und der beiden kompakten seitlichen

Endschalldämpfer senkt das Fahr_geräusch auf die strengen Werte der aktuellen Europa-Norm von 80 dB (A). Dennoch ist der Sound BMW typisch und Cruiser-spezifisch, also satt und sonor.

Hydraulische Kupplung und ein hochverzahntes Fünfganggetriebe.

Die Kraftübertragung der BMW R 1200 C erfolgt über eine hydrau_lisch betätigte Einscheiben-Trockenkupplung und ein Fünfganggetriebe. Dieses wurde zum Herbst 2003 überarbeitet und erhält die Verbesserungen, die seit Mitte 2002 schrittweise bei allen Boxer-Motorrädern eingeführt wurden. Kennzeichen sind eine geänderte Schaltkinematik, eine Optimierung der Schaltbetätigung und eine Hochverzahnung für die Getrieberäder. Resultat der Überarbeitung ist eine verbesserte Schaltbarkeit, eine höhere Schaltpräzision und ein spürbar geringeres Laufgeräusch.

Die Abstufung des Getriebes bedeutete Maßarbeit, um die Anforderungen an einen Cruiser zu erfüllen. Die unteren Gänge sind für den flinken Sprint auf kurvenreichen Nebenstraßen kurz übersetzt und eng abgestuft. Der letzte Gang hält dazu mit längerer Übersetzung Abstand. Das ideale Cruisen zwischen 80 und 120 km/h findet in dieser höchsten Stufe im Bereich des höchsten Drehmoments mit optimaler Kraftreserve statt.

Der Antrieb zum Hinterrad erfolgt natürlich wie bei allen BMW Boxern über eine Kardanwelle, die hier im hohlen Schwingarm des Monolever läuft und über einen Torsionsdämpfer verfügt.

Langer Radstand für die Cruiser-typische Fahrposition.

Für einen Cruiser ist ein langer Radstand die ideale Voraussetzung, um die typischen Qualitäten dieses Motorradtyps zu entfalten. Denn Cruising bedeutet gelassenes und entspanntes Fahren sowohl auf geraden als auch auf kurvenreichen Strecken. Unbeirrbare Spurtreue ist hier mehr gefragt als der spontane Wechsel von der einen kühnen Schräglage zur anderen.

Ein langer Radstand schafft ferner Platz auf dem Motorrad für eine angenehme Sitzposition des Fahrers. Dazu rückten die Ingenieure auf der zum Cruiser gestreckten BMW außerdem die sattelförmige Sitzbank des Fahrers weiter nach hinten, die Fußrasten aber ein ganzes Stück nach vorn. Sie schufen damit zwischen den zwei Rädern einen bequemen Sitzplatz, der lange Touren zum Genuss macht.

Der Radstand wuchs vom kurzen Maß der sportlich ausgelegten R 1100 RS mit 1473 mm um fast 200 mm auf die 1650 mm der R 1200 C. Mit dem Radstand vergrößerte sich natürlich auch die Gesamtlänge des Fahrzeugs von den 2 175 mm der R 1100 RS auf die 2 340 mm der R 1200 C.

Telelever auch wichtiges Design-Element.

Das Rahmenvorderteil trägt an seinem Kopf auch die obere Lagerung des Telelevers. Von Beginn an war klar, dass die R 1200 C – wie alle Modelle der aktuellen Boxergeneration – diese innovative und exklusive Art der Vorderradführung besitzen sollte. Und weil der Längs_lenker – hier vollständig sichtbar – auch ein besonders wichtiges Design-Element darstellt, ist er bei der R 1200 C sogar erstmals aus geschliffenem Aluminium.

Im gleichen Schliff strahlen auch die Tauchrohre der Telelever-Gabel, die einen für Cruiser typischen flachen Lenkwinkel (60,5°) hat. Der Nachlauf des Vorderrades ist in Anbetracht der spurstabilen Bauweise mit langem Radstand und im Interesse einer guten Hand_lichkeit kurz bemessen (86 mm). Die Federung übernimmt ein zentrales Federbein mit Schraubenfedern und Einrohr-Gasdruck_dämpfer, der Federweg beträgt 144 mm.

Verlängerter Monolever anstelle des Paralevers.

Neben dem flacheren Winkel der Telelever-Gabel hat auch eine um 90 mm verlängerte Hinterradschwinge ihren Anteil am deutlich gewachsenen Radstand der BMW R 1200 C. Da sich mit einer lan_gen Schwinge die Reaktionen des Kardanantriebs ähnlich gut aus_gleichen lassen wie mit der kürzeren, aber aufwendigeren Doppel_gelenk-Einarmschwinge, dem BMW Paralever, wählten die Tech_niker für die BMW R 1200 C aus Gründen der Funktion und des Designs eine längere Variante der urspünglichen Einarmschwinge, dem BMW Monolever. Auch hier obliegt die Federung einem zen_tralen, an der Schwinge gelagerten Federbein mit Einrohr-Gasdruck_dämpfer. Die Vorspannung der Schraubenfeder kann der Belastung mechanisch angepasst werden. Der Federweg beträgt 100 mm.

Stilvoll und stabil: die BMW Kreuzspeichenräder.

Da die Räder grundsätzlich zu den Bauelementen zählen, die den Charakter eines Motorrades besonders stark prägen, suchten Designer und Fahrwerks_experten nach einem möglichst ausdrucks_vollen Radtyp. Die gefundene Lösung ist eine gelungene Kombina_tion aus traditioneller Optik und moderner Technik. Denn als stilisti_sches Grundmotiv haben die Räder der BMW R 1200 C das klassi_sche Drahtspeichen-Design. Dies kommt hier in der modernen, hochglanzverchromten Variante des BMW Kreuzspeichenrades zum Ausdruck.

Hocheffiziente Bremsanlage – auf Wunsch mit BMW Motorrad Integral ABS in der Vollintegralversion.

Obwohl in dieser Fahrzeugkategorie üblicherweise die fahr_dynamischen Ansprüche nicht so im Vordergrund stehen, fühlt sich ein BMW Motorrad auch als Cruiser-Modell für optimale Brems_verzögerung verantwortlich. Entsprechend großzügig sind die Stopper dimensioniert. Die beiden gelochten Edelstahl-Scheiben am Vorderrad haben einen Durchmesser von 305 mm. Vierkolben-Festsättel von Brembo nehmen die Scheiben machtvoll

in die Zange. Hinten wird mit einer Scheibe (285 mm Durchmesser) und einem Zweikolben-Schwimmsattel verzögert. Selbstverständlich wird auch die R 1200 C auf Wunsch mit dem BMW Motorrad Integral ABS in der Vollintegralversion geliefert.

Fazit: Mit der R 1200 C kann man nicht nur gemütlich und souverän durch die Landschaft gleiten, sondern auch durchaus eine dynamische Fahrweise auf kurvenreichen Strecken genie_ßen. Oder noch kürzer gesagt – die BMW R 1200 C ist ein Cruiser, mit dem man richtig Motorradfahren kann...

Design und Ausstattung.

Ein wesentliches Merkmal ist auch für einen Cruiser von BMW die dahinter stehende Design-Philosophie. Das Design muss die Grundwerte der Marke widerspiegeln und dem Motorrad seine eigene Identität verleihen. Das Design der R 1200 C interpretiert die traditionellen Werte von BMW, wie Innovation, Klarheit in Inhalt und Gestaltung, sinnvolle und zweckmäßige Funktion sowie Zuver_lässigkeit. Als wichtigste Zutat kommt noch ein kräftiger Schuss Emotion dazu.

Beifahrersitz dient auch als Rückenlehne für den Fahrer.

Für kürzere Ausfahrten gibt es hinter dem Fahrersitz ein kleines, leder_bezogenes Sitzkissen für Beifahrerin oder Beifahrer. Bei Solofahrten kann das Sitzkissen vertikal aufgestellt werden und dem Fahrer als Rücklehne dienen, wobei die Neigung per Hand dreifach einstellbar ist. Bei hochgeklapptem Sitzkissen kommt ein perlglanz-verchromtes Aluminiumgussteil zum Vorschein, das als Gepäckbrücke fungiert.

Hochwertige Materialien und Oberflächen.

Die vornehm lässige Eleganz der BMW R 1200 C wird auch durch den gezielten Einsatz von hochwertigen Materialien und Oberflächen unterstrichen, die perfekt zum Stil des Cruisers passen.

Die konsequente Verwendung von verzinktem Stahlblech für Tank, Radabdeckungen und Seitenverkleidungen ist mehr als die Rück_kehr zu alten Traditionen. Stahlblech ist im täglichen Gebrauch un_empfindlich und solide sowie ein idealer Untergrund für hoch_wertige Lackierungen, die hier langfristig ihren perfekten Glanz behalten.

Viel Chrom und geschliffenes Aluminium.

Im typischen Cruiser-Stil zeigt die BMW R 1200 C selbstbewusst viel Chrom. Diese hochglänzende Metalloberfläche wird nach den höchsten Qualitätsnormen in drei Lagen aus Nickel, Kupfer und Chrom aufgebracht. In dieser Form stellt Chrom eine enorm strapazierfähige Oberfläche dar.

Geschliffenes Aluminium findet sich beispielsweise am Längslenker des Telelever. Das gibt der Cruiser-Optik zusätzlichen Glanz und edles Aussehen.

Sonderausstattung und Sonderzubehör für die R 1200 C.

Weit mehr noch als andere Motorradfahrer legen Cruiser-Freunde Wert auf eine besonders individuelle Maschine. Aus diesem Grund bietet BMW Motorrad für die Cruiser eine umfangreiche Sonderausstattung sowie Sonderzubehör an.

Das Cruiser-Gepäcksystem:von Satteltaschen bis zur Tanktasche.

Die hohe Reisetauglichkeit wird durch ein Gepäckset in stilechtem Design passend zur Maschine unterstrichen. Statt fester Kunststoff-Koffer gibt es für die R 1200 C Satteltaschen aus wasserabweisen_dem, imprägnierten Leder, die ihren Platz in üblicher Weise an integrierten Haltern neben dem Hinterrad finden. Ein stabiler Rücken aus Kunststoff ermöglicht rüttelfesten Halt und bietet in Verbindung mit dem Leder eine funktionale und attraktive Stauraum_lösung. Für Ordnung und bequeme Nutzung der abschließbaren Satteltaschen sorgen dazu erhältliche, wasserdichte Innentaschen aus strapazier_fähigem Material mit Canvas-Optik-Oberfläche.



R 1200 C Independent: noch mehr funkelnde Chromteile.

Noch mehr funkelnde Chromteile, exklusive Aluminiumräder, Einzel_sitz, ovale Spiegel, Zusatzscheinwerfer, Speedster-Scheibe und zwei unterschiedliche, extravagante Zweifarbenlackierungen zeich_nen die R 1200 C Independent aus. Mit diesem Modell erfüllt BMW Motorrad entsprechende Kundenwünsche zum Thema Individuali_sierung.

Die im Herbst 2000 eingeführte, elegante und auch optisch besonders hochwertig wirkende R 1200 C Independent, technisch mit ihren Schwester_modellen fast identisch, gibt es wahlweise in der Zweifarben_lackierung piemontrot-metallic/titansilber oder orientblau-metallic/elfenbein. Der eigenständige Charakter dieser Zweifarbenlackierung wird durch die getönte Speedster-Scheibe, zwei zusätzliche kleine Linsen-Nebelschein_werfer und die neuen Räder unterstrichen. Anstelle der Kreuzspeichenräder kommen bei diesem Modell zweiteilige Aluminiumräder mit Dreispeichen-Innenstern zum Einsatz; Felgenkranz und Innenstern sind durch Titan_schrauben miteinander verbunden.

Serienmäßig verfügt die R 1200 C Independent über einen Einzel_sitz, der die Fahrerin oder den Fahrer in den optischen Mittelpunkt rückt. Wer indes nicht ganz so unabhängig ist wie dies die Modell_bezeichnung verspricht, für den gibt es wie bei den anderen Cruiser-Modellen einen kleinen oder großen Beifahrersitz und Fußrasten. Anstelle des serienmäßigen Tourenlenkers ist auch bei der Indepen_dent wahlweise der hohe oder niedrige Lenker des Classic-Modells erhältlich.

Die Fahrtrichtungsanzeiger besitzen weiße Gläser mit gelben Birnen, die Rückspiegelgehäuse sind nicht rund, sondern oval und ver_chromt. Dank eines noch größeren Chromanteils als bei ihrer Classic-Schwester hat die Independent einen noch glanz_volleren Auftritt: Sogar die Abdeckung der Lichtmaschine am vorderen Teil des Motorgehäuses, die neu gestalteten Lufteinlass_gitter vor den Ölkühlern, Kupplungs- und Handbremshebel und die Deckel der Flüssigkeitsausgleichsbehälter für Bremse und Kupplung sind hier hochglanzverchromt. Gewissermaßen als i-Tüpfelchen zieren zwei zusätzliche BMW Markenembleme die Abdeckung der Lichtmaschine vorn und die Radschrauben_abdeckung hinten.



R 1200 CL: der Luxuscruiser zum genussvollen Touren.

Zur Angebotserweiterung und zur Erschließung zusätzlicher Potenziale hat BMW Motorrad seit Herbst 2002 den Luxus-Cruiser R 1200 CL als weiteres Mitglied der Cruiserfamilie im Programm.

Der Grundgedanke war, Elemente von Tourenmotorrädern auf einen Cruiser zu übertragen und ein Motorrad zu entwickeln, das Eigenschaften aus beiden Fahrzeuggattungen aufweist. So entstand ein eigenständiges Modell, ein Cruiser zum genussvollen Touren, bei dem in Komfort und Ausstattung keine Wünsche offen bleiben.

Als technische Basis diente die R 1200 C Classic, von der aber im Wesentlichen nur der Motor, der Hinterradantrieb, der Vorderrahmen, der Tank und einige Ausstattungsumfänge übernommen wurden. Ansonsten ist das Motorrad ein völlig eigenständiger Entwurf und in weiten Teilen eine Neuentwicklung.

Karosserie und Design: einzigartiges Gesicht, optische Präsenz und Koffer integriert.

Präsenz, kraftvoller Auftritt und luxuriöser Charakter – mit diesen Worten lässt sich die Wirkung der BMW R 1200 CL kurz und treffend beschreiben. Geprägt wird dieses Motorrad von der lenkerfesten Tourenverkleidung, deren Linienführung sich in den separaten seitlichen Verkleidungsteilen am Tank fortsetzt, so dass in der Seitenansicht fast der Eindruck einer integrierten Verkleidung entsteht. Sie bietet dem Fahrer ein hohes Maß an Komfort durch guten Wind- und Wetterschutz.

Insgesamt vier in die Verkleidung integrierte Scheinwerfer, zwei für das Abblendlicht und zwei für das Fernlicht, geben dem Motorrad ein unverwechselbares, einzigartiges Gesicht und eine beeindruckende optische Wirkung, die es so bisher noch bei keinem Motorrad gab. Natürlich sorgen die vier Scheinwerfer auch für eine hervorragende Fahrbahnausleuchtung.

Besonders einfallsreich ist die aerodynamische Gestaltung der Verkleidungs_scheibe mit ihrem wellenartig ausgeschnittenen oberen Rand. Sie leitet die Strömung so, dass der Fahrer wirkungsvoll geschützt wird. Gleichzeitig kann man aber wegen des Einzugs in der Mitte ungehindert über die Scheibe hinwegschauen und hat somit unabhängig von Nässe und Verschmutzung der Scheibe ein ungestörtes Sichtfeld auf die Straße.

Zur kraftvollen Erscheinung des Motorrades passt der Vorderradkotflügel, der seitlich bis tief zur Felge heruntergezogen ist. Er bietet guten Spritzschutz und unterstreicht zusammen mit dem voluminösen Vorderreifen die Dominanz der Frontpartie, die aber dennoch Gelassenheit und Eleganz ausstrahlt. Der gegenüber den anderen Modellen flacher gestellte Telelever hebt den Cruisercharakter noch mehr hervor.

Der Heckbereich wird bestimmt durch die integrierten, fest mit dem Fahrzeug verbundenen Hartschalenkoffer und das abnehmbare Topcase auf der geschwungenen Gepäckbrücke, die zugleich als Soziushaltegriff dient. Koffer und Topcase sind jeweils in Fahrzeugfarbe lackiert und bilden somit ein harmonisches Ganzes mit dem Fahrzeug.

Akzente setzen auch die stufenförmig angeordneten breiten Komfortsitze für Fahrer und Beifahrer mit der charakteristischen hinteren Abstützung.

Luxus durch exklusive Farben, edle Oberflächen und Materialien.

Die R 1200 CL wird in drei exklusiven Farben angeboten: perlsilber-metallic und saphirschwarz-metallic mit jeweils schwarzen Sitzen und mojavebraun-metallic mit braunem Sitzbezug (wahlweise auch in schwarz). Die Eleganz der Farben wird unterstützt durch sorgfältige Material_auswahl und perfektes Finish von Oberflächen und Fugen. So ist zum Beispiel die Gepäckbrücke aus Aluminium-Druckguß gefertigt und in weiss_aluminium lackiert, der Lenker verchromt und die obere Instrumenten_abdeckung ebenfalls weissaluminiumfarben lackiert. Die Frontverkleidung ist vollständig mit einer Innenabdeckung versehen, und die Kniepads der seitlichen Verkleidungsteile sind mit dem gleichen Material wie die Sitze überzogen. All dies unterstreicht den Anspruch auf Luxus und Perfektion.

Antrieb jetzt mit neuem, leiserem Sechsganggetriebe – Boxermotor unverändert.

Während der Boxermotor mit 1170 cm³ dem aller Cruiser entspricht – auch die Leistungsdaten sind mit 45 kW (61 PS) und 98 Nm Drehmoment bei 3 000 min–1 gleich geblieben -, weicht das Getriebe ab. Es hat sechs Gänge, und es war das erste Getriebe, das mit einer Hochverzahnung ausgerüstet wurde, die danach für alle anderen Boxer-Getriebe übernommen wurde. Die verbesserte Schaltkinematik und deren Überarbeitung finden sich mittler_weile ebenfalls in allen anderen Boxer-Getrieben.

Der lang übersetzte, als Overdrive ausgelegte sechste Gang erlaubt drehzahlschonendes Fahren auf langen Etappen in der Ebene und senkt dort Verbrauch und Geräusch. Statt eines Schalthebels gibt es eine Schaltwippe für Gangwechsel durch einen lässigen Kick. Schaltkomfort, Geräuscharmut, niedrige Drehzahlen und dennoch genügend Kraft – Eigenschaften, die zum Genusscharakter des Fahrzeugs hervorragend passen.

Dass auch die R 1200 CL, wie jedes seit 1997 neu eingeführte BMW Motorrad weltweit, serienmäßig über die jeweils modernste Abgasreinigungs_technologie mit geregeltem Drei-Wege-Katalysator verfügt, muss fast nicht mehr erwähnt werden. Es ist bei BMW zur Selbstverständlichkeit geworden.

Fahrwerkselemente für noch mehr Komfort – Telelever neu und hinteres Federbein mit wegabhängiger Dämpfung.

Ein cruisertypisches Merkmal ist die nach vorn gestreckte Vorderradführung mit flachem Winkel zur Fahrbahn und großem Nachlauf. Dazu wurde für die R 1200 CL der nach wie vor einzigartige BMW Telelever neu ausgelegt. Die Gabelholme stehen weiter auseinander, um dem bulligen, 150 mm breiten Vorderradreifen Platz zu bieten.

Für die Hinterradfederung kommt ein Federbein mit wegabhängiger Dämpfung zum Einsatz, das sich durch hervorragende Komforteigenschaften auszeichnet. Der Gesamtfederweg wuchs um 20 mm gegenüber den anderen Cruisermodellen auf jetzt 120 mm. Die Federbasisverstellung zur Anpassung an den Beladungszustand erfolgt hydraulisch über ein bequem zugängliches Handrad.

Hinterradschwinge optimiert und Heckrahmen neu.

Die Hinterradschwinge mit Hinterachsgehäuse, der BMW Monolever, wurde verstärkt und zur Aufnahme einer größeren Hinterradbremse angepasst. Der verstärkte Heckrahmen ist vollständig neu, um Trittbretter, Kofferhalter, Gepäckbrücke und die neuen Sitze sowie die modifizierte Seitenstütze aufnehmen zu können. Der Vorderrahmen aus Aluminiumguss wurde mit geringfügigen Modifikationen von der bisherigen R 1200 C übernommen.

Räder aus Aluminiumguss, Sitze, Trittbretter und Lenker.

Der optische Eindruck eines Motorrades wird ganz wesentlich auch von den Rädern bestimmt. Die R 1200 CL hat avantgardistisch gestaltete Gussräder aus Aluminium mit 16 Zoll Felgendurchmesser vorne beziehungs_weise 15 Zoll hinten, die voluminöse Reifen im Format 150/80 vorne und 170/80 hinten aufnehmen.

Die Sitze sind für Fahrer und Beifahrer getrennt ausgeführt, um den unter_schiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. So ist der breite Komfortsattel für den Fahrer mit einer integrierten Beckenabstützung versehen und bietet einen hervorragenden Halt. Die Sitzhöhe beträgt 745 mm. Der Sitz für den Passagier ist ebenfalls ganz auf Bequemlichkeit ausgelegt und etwas höher als der Fahrersitz angeordnet. Dadurch hat der Beifahrer einen besseren Blick am Fahrer vorbei und kann beim Cruisen die Landschaft ungestört genießen.

Großzügige cruisertypische Trittbretter für den Fahrer tragen zum entspannten Sitzen bei. Die Soziusfußrasten bieten ebenfalls sehr guten Halt und ermöglichen zusammen mit dem güns_tigen Kniebeugewinkel auch dem Beifahrer ein ermüdungsfreies Touren.

Der breite, verchromte Lenker vermittelt nicht nur Cruiser-Feeling; Höhe und Kröpfungswinkel sind so ausgelegt, dass auch auf langen Fahrten keine Verspannungen auftreten. Handhebel und Schalter mit der bewährten und eigenständigen BMW Bedienlogik wurden unverändert von den anderen Modellen übernommen.

HighTech bei den Bremsen – BMW EVO-Bremse und als Sonderausstattung Integral ABS.

Sicherheit hat bei BMW traditionell höchste Priorität. Deshalb kommt bei der R 1200 CL die schon in anderen BMW Motorrädern bewährte EVO-Bremse am Vorderrad zum Einsatz, die sich durch eine verbesserte Bremsleistung auszeichnet. Auf Wunsch gibt es das einzigartige BMW Motorrad Integral ABS, dem Charakter des Motorrades entsprechend in der Vollintegralversion. Das heißt, unabhängig davon ob der Hand- oder Fußbremshebel betätigt wird, wirkt die Bremskraft immer optimal auf beide Räder. Im Vorderrad verzögert eine Doppelscheibenbremse mit 305 mm Scheibendurchmesser und im Hinterrad die von der K 1200 LT übernommene Einscheiben-Brems_anlage mit einem Scheibendurchmesser von 285 mm.

Umfangreiche Sonderausstattung für Sicherheit, Komfort und individuellen Luxus.

Die Sonderausstattung der R 1200 CL ist sehr umfangreich und reicht vom BMW Motorrad Integral ABS für sicheres Bremsen über Komfortaus_stattungen wie Temporegelung, heizbare Lenkergriffe und Sitzheizung bis hin zu luxuriöser Individualisierung mit Softtouchsitzen, Chrompaket und fernbedientem Radio mit CD-Laufwerk. Hinzu kommen Ausstattungen wie ein hohes Wind_schild und eine Diebstahlwarnanlage, sowie die Option, die in Verbindung mit der Farbe mojavebraun-metallic braunen Sitze mit einem klassisch schwarzen Bezug zu bekommen.

Sonderzubehör – Individualisierung auch nachträglich.

Zusätzliche Individualisierung bietet das Sonderzubehör, das beim BMW Motorradhändler angeboten und montiert wird und damit auch nachrüstbar ist.

Das Sonderzubehör umfasst:Soziusrückenlehne, Trittbretter für Sozius, Zylinderschutzbügel, Schutzbügel hinten, Kofferinnentaschen, Getränkedosenhalter, Bordkommunikation (V.O.I.C.E.) und Antenne für CB-Funk.



R 1200 C Montauk: maskuliner Auftritt und markantes Erscheinungsbild.

Als weiteres eigenständiges Modell kam im Herbst 2003 die R 1200 C Montauk auf den Markt, ein puristischer Cruiser im klassischem Design, mit innovativer Technik und souveränem Fahrverhalten.

Die R 1200 C Montauk ergänzt das Programm zwischen dem Luxuscruiser R 1200 CL und den Basis-Cruisern. Es ist ein unverkleidetes Motorrad, nur mit einem Windschild versehen und mit maskulinem Erscheinungsbild. Geprägt wird es von der Vorderfront mit übereinander angeordnetem Doppelscheinwerfer und dem verbreiterten Telelever, der von der R 1200 CL übernommen wurde. Die Räder und die breiten Reifen der Dimension 150/80 16 vorn und 170/80 15 hinten stammen ebenfalls von der R 1200 CL. Das übrige Fahrwerk kommt von der R 1200 C Classic, ergänzt um das Federbein mit wegabhängiger Dämpfung (WAD) für das Hinterrad. Neu sind die Seitencover und der etwas schmalere, dafür aber höhere Beifahrersitz; beides verleiht dem Fahrzeug auch in der Seitenansicht einen kraftvoll markanten Auftritt.

Bei den Bremsen kommt bei der R 1200 C Montauk die mittlerweile in allen Boxer- und K-Modellen eingeführte EVO-Bremse am Vorderrad zum Einsatz, die sich durch hervorragende Bremsleistung auszeichnet. Die Ausführung mit zwei 305 mm großen Bremsscheiben und Vierkolbenfestsätteln im Vorderrad und einer Doppelkolben-Schwimmsattelanlage mit 285 mm Bremsscheiben_durchmesser im Hinterrad ist aus der R 1200 CL bekannt. Die Bremsschläuche sind stahlummantelt.

Auf Wunsch gibt es das einzigartige BMW Motorrad Integral ABS, dem Charakter des Motorrades entsprechend in der Vollintegralversion. Das heißt, unabhängig ob der Hand- oder Fußbremshebel betätigt wird, immer wirkt die Bremskraft optimal auf beide Räder.

Der Antriebsstrang entspricht dem der anderen Cruiser-Modelle. Die Doppelzündung wurde mit diesem Modell generell für den 1200er Boxermotor eingeführt. Die Vorteile hinsichtlich Schadstoffemission, Verbrauch und Laufverhalten kommen damit ab dem Modelljahr 2004 allen Cruisern zugute. Die Leistungs- und Drehmomentdaten bleiben gleich und betragen einheitlich 45 KW (61 PS) und 98 Nm bei 3 000 min–1.

Die Fahrleistungen der R 1200 C Montauk entsprechen denen der R 1200 C Classic.


Cruiser-Modellpflegemaßnahmen im Modelljahr 2004.

Neben der R 1200 C Montauk werden auch alle weiteren Modellvarianten der R 1200 C (Ausnahme R 1200 CL, dort Sechsgang-Getriebe) zum Modelljahr 2004 mit dem überarbeiteten Fünfgang-Getriebe und der EVO-Bremsanlage ausgerüstet. Das fortschrittliche BMW Motorrad Integral ABS (Vollintegral-Version) ist als Sonderausstattung gegen Aufpreis erhältlich. Motorseitig wird die Doppelzündung für alle Cruiser eingeführt. Eine attraktive Neuerung stellt das hintere Federbein mit wegabhängiger Dämpfung (WAD-Federbein) dar, mit dem jetzt auch die Cruisermodelle Classic und Independent ausgerüstet sind und das für noch mehr Federungskomfort sorgt.

Außerdem bekommen alle Cruiser an der seitlichen Anlasserhalterung einen Kontaktpunkt für den Fremdstart. Als Sonderausstattung gibt es ein erweitertes Chrompaket.

Die Schalldämpfer aller Cruiser bekommen den modifizierten Innenaufbau, der mit der R 1200 C Montauk eingesetzt hat. Durch Optimierungen wird ein verbessertes, noch cruisertypischeres Klangbild erreicht, ohne die Lautstärke zu erhöhen.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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