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Alt 25.01.2004, 19:09     #10
Hermann   Hermann ist offline
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Sporttourer und Sportler

Die Sporttourer von BMW Motorrad verbinden große Tourentauglichkeit mit der hohen Agilität eines Sportlers. Vielseitiger Komfort, ausgezeichnetes Handling und ein Extra an Sicherheit machen diese Gattung zu einem wichtigen Bestandteil der BMW Motorrad Modellpalette. Bei den Sportlern hingegen steht die Dynamik mehr im Vordergrund.

In der Tradition des Buchstabens S: die R 1100 S.

Mit der R 1100 S ließ BMW im Herbst 1998 eine Tradition wieder aufleben: So stand der Buchstabe S in der Typenbezeichnung bei BMW Motorrad schon in den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren für das Wort Sport.

Als Träger dieses Buchstabens muss sich die R 1100 S folglich an diesem Anspruch messen lassen. Zwar erfüllt sie in Sachen Sitzkomfort für Fahrer und Beifahrer und ihrer Möglichkeit, Koffer zu tragen auch die Forderung an Tourentauglichkeit, doch dominiert bei ihr eindeutig die Bezeichnung Sport.

Das stärkste, leichteste und agilste Boxermodell.

Schon ihr stark emotional anmutender optischer Auftritt mit der Halbschalenverkleidung, der Sitzbank im Einzelsitz-Look und den unter das Heckteil hochgelegten Endschalldämpfern signalisiert, dass die sportlichen Gene bei der R 1100 S überwiegen. Der äußere Schein trügt nicht, denn sie besitzt ein Sportler-Herz, das noch kräftiger und schneller schlägt als die Herzen ihrer Boxer-Schwestern. Der Antrieb der R 1100 S ist ein Zweizylinder-Vierventil-Motor mit einem Hubraum von 1085 cm³ mit einer Leistung von 72 kW/98 PS bei 7 500 min–1 und einem maximalen Drehmoment von 97 Nm bei 5 750 min–1.

Zum sportlichen Charakter passend:hochverzahntes Sechsganggetriebe.

Die Kraftübertragung erfolgt über eine hydraulisch betätigte Einscheiben-Trocken_kupplung. Ihrem sportlichen Charakter angemessen besitzt die R 1100 S ein hochverzahntes Sechsganggetriebe. Dieses zeichnet sich durch verbesserten Schaltkomfort und hohe Präzision aus. Weil die Paralever-Hinterradschwinge hier nicht am Getriebegehäuse, son_dern an einem neu entwickelten Hauptrahmen gelagert ist, konnte das Getriebegehäuse kompakter gestaltet werden; dadurch verrin_gerte sich auch die geräusch_abstrahlende Fläche.

Sport-Boxer noch handlicher und stabiler.

Einer sportlichen Fahrweise angepasst ist die Fahrwerks_geometrie der R 1100 S. Sie weist einen Radstand von 1478 mm (R 1100 RS: 1473 mm) und einen Nachlauf von 100 mm (111 mm) auf. Ihr Lenkkopfwinkel beträgt 65,0° (64,5°) und ihre Schräglagen_grenze liegt bei einem 85 kg schweren Fahrer bei 50° (49°).

Telelever in leichterer Version.

Wie bei allen Boxermodellen findet sich auch bei der R 1100 S der BMW Telelever. Dieses einmalige Vorderrad_führungssystem wurde 1993 in der R 1100 RS eingeführt und ist im Motorradbau nach wie vor einzigartig.

Bei der R 1100 S kam erstmals eine verbesserte, leichtere Ausführung, der Telelever „light“ zum Einsatz. Durch ein spezielles Fertigungsverfahren mit aus Einzelteilen gebauten Gleitrohren der Telegabel konnte etwa ein Kilogramm Gewicht eingespart werden. Diese deutliche Reduzierung der ungefederten Massen am Vorder_rad trägt zum hervorragenden Fahrverhalten der R 1100 S bei.

Vorderes Federbein erstmals aus der Fahrersitzposition einstellbar.

Das vordere Federbein der R 1100 S besitzt einen Einrohr-Gas_druckdämpfer und ermöglicht einen Federweg von 110 mm. Über ein Handrad zwischen der Vorderkante des Tanks und der oberen Gabelbrücke kann die Dämpfung des Federbeins in der Zugstufe stufenlos eingestellt werden. Bei der R 1100 RS erfolgt diese Ein_stellung über eine Schlitzschraube am Federbein.

Leichte Räder im filigranen Fünf-Doppelspeichen-Design.

Passend zum sportlichen Auftritt der R 1100 S fährt sie auf leichten 17 Zoll-Aluminiumgussrädern im filigranen Fünf-Doppelspeichen-Design. Die Räder haben die Dimension 3,50 x 17 (vorn) und 5,00 x 17 (hinten), die Reifen haben die Größe 120/70 ZR 17 (vorn) und 170/60 ZR 17 (hinten).

Als Sonderausstattung ist auch ein Hinterrad in der Dimension 5,50 x 17 mit einem Reifen in der Größe 180/55 ZR 17 erhältlich.

Bremsanlage auf Wunsch mit BMW Motorrad Integral ABS.

Selbstverständlich ist die R 1100 S auf Wunsch auch als Sonderausstattung mit dem BMW Motorrad Integral ABS lieferbar. Bei dem Sporttourer-Modell wird es in der Teilintegralversion geliefert, das heißt, der Hand_bremshebel wirkt gleichzeitig auf die Vorder- und Hinterradbremse, der Fußbremshebel nur auf die Hinterradbremse.

Das Erscheinungsbild der R 1100 S:sportlich, emotional, dynamisch und unverwechselbar.

Zielsetzung des Designs der R 1100 S war es, ein emotionales und dynamisches Erscheinungsbild zu schaffen, das die unverwechsel_baren BMW Eigenschaften mit einem für BMW neuen Niveau an Sportlichkeit vereint.

Halbschalen-Verkleidung und Ellipsoid-Scheinwerfer.

Die im Windkanal entwickelte, vierteilige, sportliche Halbschalen_verkleidung mit integrierten Fahrtrichtungsanzeigern und Hand_schutzfunktion besitzt eine transparente Scheibe und bietet einen vergleichsweise guten Wind- und Wetterschutz.

Im Mittelpunkt der Verkleidungsfront steht – über den beiden Öffnungen für den Ölkühler im typischen BMW Nierenlook – der asymmetrische Doppel-Scheinwerfer. Der größere der beiden Scheinwerfer ist ein Ellipsoid-Scheinwerfer mit H7-Birne, der die Funktion des Abblendlichts übernimmt. Dieser Scheinwerfer sorgt für eine noch bessere Ausleuchtung der Fahrbahn. Das Fernlicht wird von einem Freiformflächen-Scheinwerfer und H1-Birne ausgestrahlt. Diese Scheinwerfereinheit trägt zugleich zum eigenständigen Erscheinungsbild der R 1100 S bei.

Höherer Lenker und höhere Verkleidungsscheibeals Sonderausstattung.

Der Lenker ist als sogenannter Stummellenker ausgeführt. Zwei voneinander getrennte Lenkerhälften aus geschmiedetem Aluminium sind direkt unterhalb der Gabelbrücke an die Standrohre geklemmt. Die Griffbreite des Lenkers beträgt 680 mm (mit Lenkergewichten 760 mm). Als Sonderausstattung ist in Verbindung mit einer höheren Verkleidungsscheibe auch ein etwas höherer Komfortlenker erhält_lich. Der Handbremshebel und der Handhebel für die hydraulische Kupplung sind in vier verschiedenen Positionen einstellbar.

In sportlicher Optik präsentiert sich auch das in schwarz gehaltene Cockpit. Es wird von zwei Instrumenten dominiert, dem Tachometer und dem Drehzahlmesser, beide mit gelben Ziffern und Zeigern vor schwarzem Hintergrund. Im linken Bereich des Cockpits befinden sich die Kontroll_leuchten, in der Mitte unten eine Digitaluhr.

Der Sport-Boxer bringt nur 229 kg auf die Waage.

Fahrfertig bringt der Sport-Boxer 229 kg auf die Waage.

Sportliche, aber dennoch bequeme Sitzposition.

Die R 1100 S besitzt einen Schlüssel für Zünd- und Lenkschloss, Tankdeckel und Sitzbank. Unter der Sitzbank befinden sich zwei Haken, an denen zwei Helme angeschlossen werden können.

Die Fahrerfußrasten sind der sportlicheren Auslegung entsprechend etwas nach hinten und nach oben ver_setzt. An der Unterseite der Fahrerfußrasten sind austauschbare Dorne einge_schraubt, die eine Rückmeldung geben, wenn die Schräglagengrenze erreicht ist. Sie liegt bei einem 85 kg schweren Fahrer bei maximal 50°. Die Anordnung der Fußrasten und der Lenkergriffe ergibt zusammen mit der Sitzbank eine sportliche, aber dennoch bequeme Sitzposition.



Neue BMW R 1100 S BoxerCup Replika für die Saison 2004.

Auf der Rennstrecke lassen die R 1100 S Rennmaschinen beim internationalen BMW Motorrad BoxerCup die Herzen der Zweizylinder-Fans höher schlagen. Und seit Ende 2002 gibt es einen Ableger dieser Rennmaschine auch für die Straße, die R 1100 S BoxerCup Replika. Sie fand so großen Zuspruch bei den sportlichen Boxer-Liebhabern, dass die Produktion bereits im Spätsommer diesen Jahres praktisch ausverkauft war.

Für die Saison 2004 wurde jetzt die Neuauflage der Replika beschlossen. Die neue R 1100 S BoxerCup Replika wurde auf der Tokyo Motor Show 2003 der internationalen Presse und dem Publikum erstmalig vorgestellt.

Eine Dreifarben-Lackierung mit einem komplett neuen Design, das auch die Rennmaschinen des Jahrgangs 2004 tragen, Doppelzündung und eine noch größere technische Nähe zu den bei den Rennen eingesetzten Motorrädern sind die Hauptmerkmale dieses sportlichsten aller Boxer. Die Replika 2004 hat unter anderem das höher gelegte Fahrwerk der Rennmotorräder, deren Motor_spoiler, die Zylinderkopfhauben-Cover aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) und einen soundoptimierten Sport-Endschalldämpfer, der für diese Straßen__version selbstverständlich den gesetzlichen Geräuschbestimmungen Rechnung trägt. Die Motorleistung hat sich nicht geändert, sie entspricht dem Serienstand der R 1100 S.

Weitere Neuerungen sind die weißen Ziffernblätter der Instrumente, die hohe Sitzbank und die Spiegel der R 1150 GS, die sich für einen Einsatz auf abgesperrten Kursen einfacher demontieren lassen als die verkleidungsfesten Spiegel.

Das Fahrzeug ist wie schon das Vorgängermodell mit Metzeler-Reifen ausgestattet. Dem Charakter einer Sportmaschine entsprechend werden keinerlei Sonderausstattungen mehr angeboten, auch kein ABS.


Ein Sporttourer, wie er im Buche steht: die R 1150 RS.

Seit Herbst 2001 gibt es die R 1150 RS, die nach achtjähriger Bauzeit ihre Vorgängerin R 1100 RS abgelöst hat. Ausgestattet mit einem 1130 cm³ Motor mit geregeltem Katalysator und einem hochverzahnten Sechsgang_getriebe bietet dieses Modell weitere Extras. So verfügt es über die EVO-Bremse am Vorderrad und ist auf Wunsch mit dem BMW Motorrad Integral ABS erhältlich – ihrem sportlichen Charakter angemessen in der Teilintegralversion.

Die R 1150 RS ist ein dynamisches und agiles, komfortables und sicheres Motorrad – der ideale Sporttourer mit der Betonung auf Tourer.

Hubraum, Leistung und Drehmoment.

Die maximale Leistung des Motors beträgt 70 kW (95 PS) bei 7 250 min–1, das maximale Drehmoment 100 Nm bei 5 500 min–1. Ein fülliger Dreh_momentverlauf über den gesamten Drehzahlbereich bedeutet viel Schub und gute Durchzugswerte. So stehen zwischen 3 000 und 6 500 min–1 ständig über 90 Nm zur Verfügung.

Getriebe mit sechstem Gang als Overdrive.

Bei der R 1150 RS erfolgt die Kraftübertragung über eine hydraulisch betätigte Kupplung, mit dreifach verstellbarem Handhebel.

Das hochverzahnte Sechsganggetriebe wurde auf komfortables Touren abgestimmt. So ist hier der sechste Gang länger, das heißt, als Overdrive ausgelegt; dies reduziert die Drehzahlen und dadurch Geräusche, Vibrationen und Kraftstoffverbrauch.

Das Fahrwerk: handlich und sicher.

Für Fahrsicherheit und ausgezeichneten Fahrkomfort sorgen bei der R 1150 RS der BMW Telelever, die exklusive Art der Vorderradführung und der BMW Paralever, die bewährte Doppelgelenkschwinge am kardanangetriebenen Hinterrad.

Der Federweg der R 1150 RS beträgt 120 mm, das Federbein ist über eine Schlitzschraube in der Zugstufe stufenlos verstellbar. Das hintere Federbein hat einen Federweg von135 mm. Das Federbein ist in der Federvorspannung über ein Handrad hydraulisch und in der Zugstufendämpfung über eine Einstellschraube verstellbar.

Hervorragendes Handling durch Aluminiumgussräder.

Die R 1150 RS rollt auf filigranen, leichten Aluminiumgussrädern mit fünf Doppelspeichen. Während die Größe des Vorderrads 3,50 x 17 Zoll beträgt, kommt hinten ein kleineres und breiteres Rad mit den Dimensionen 5,00 x 17 (bisher 4,50 x 18) zum Einsatz. Hohe Fahrstabilität und ein ausgezeichnetes Handling sind die Folge.


Sportler und Sporttourer-Modellpflegemaßnahmen Modelljahr 2004.

Ab dem Modelljahr 2004 ist für die R 1100 S eine hohe Sitzbank (820 mm) als Sonderausstattung ohne Aufpreis erhältlich, eine Steckdose hat das Modell serienmäßig.

Wie einige andere Modelle auch werden die R 1100 S und die R 1150 RS mit einem Stützpunkt für den Fremdstart an der seitlichen Anlasserhaltung angeboten.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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