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Alt 25.01.2004, 19:40     #7
Hermann   Hermann ist offline
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Die Geschichte der GS

Alle GS-Modelle seit 1980 in der Übersicht als pdf 46kb

Ausgangspunkt der Entwicklung der „GS“ war Ende der 70er Jahre das werksunterstützte Engagement bei Geländesport-Veranstaltungen wie z. B. den berühmten „Six-Days“. Diese Geländesportaktivitäten haben eine lange Tradition bei BMW. Sie reichen zurück bis in die 30er Jahre. Seit dieser Zeit wurden immer wieder BMW Boxermotorräder bei anspruchsvollen Geländesport-Wettbewerben erfolgreich eingesetzt.

Den letzten Anstoß gab der Gewinn der deutschen Geländemeisterschaft durch BMW im Jahre 1979. Einige Enthusiasten bei der BMW Motorrad GmbH, wie der Motorradbereich seinerzeit offiziell hieß, schlugen der Geschäftsleitung vor, auf Basis und mit den Erfahrungen der Wettbewerbs_maschinen eine zulassungsfähige Serienvariante zu entwickeln. Fahrversuche mit ersten Prototypen waren auf Anhieb so überzeugend, dass sich BMW Motorrad zu einer Serienentwicklung entschloss.

Die weltweit erste zweizylindrige Großenduro kam 1980 auf einen Markt, der bis dahin ausschließlich aus Einzylindermotorrädern bestand. Die R 80 GS mit 800 cm³ Hubraum, Kardanantrieb und Einarmschwinge war damals eine Sensation. Sie begründete ein völlig neues, bis dato nicht existierendes Segment – das der großvolumigen universell einsetzbaren Reiseenduros.

Die R 80 G/S entwickelte sich in kurzer Zeit zu dem Motorrad für Globetrotter. Fernreisende in aller Welt lernten schnell die Leistungsreserven, den Langstreckenkomfort und die oft überraschende Geländetauglichkeit dieser Reiseenduro schätzen. Für den Fahrspaß auf der Straße sorgten eine vergleichsweise hohe Leistung, die überlegene Kraft aus dem „Drehzahl_keller“, das stabile Fahrverhalten und die hervorragende Handlichkeit.

Bei der Langstrecken-Rallye von Paris nach Dakar im westafrikanischen Senegal waren BMW Geländemaschinen von Anfang an dabei. Im dritten Anlauf 1981 setzte sich der Boxer mit der sicheren Fahrtwindkühlung, dem tiefliegenden Schwerpunkt und seiner Wartungs_freundlichkeit mit dem Kardanantrieb endgültig durch. Der französische Wüstenspezialist Hubert Auriol gewann die Motorradwertung und konnte seinen Erfolg 1983 wiederholen. Die weiterhin auf Serienmodellen basierenden 1000 cm³-Zwei_zylinder siegten auch 1984 und 1985, der ehemalige Moto Cross-Weltmeister Gaston Rahier aus Belgien fuhr der Konkurrenz auf und davon.

Mit der 1988 erschienenen R 100 GS erfuhren die positiven Eigenschaften eine nochmalige Steigerung. Sie war zur damaligen Zeit die hubraumstärkste Enduro der Welt. Insgesamt wurden von den R 80/R 100 GS-Modellen weltweit 69 000 Einheiten abgesetzt, was einen überwältigenden Markterfolg darstellte.

Ein noch größerer Erfolg sind die seit 1994 auf dem Markt befindlichen GS-Modelle mit dem damals ganz neuen Vierventilmotor. Die R 1150 GS steht seit ihrer Markt_einführung im Herbst 1999 (seit Herbst 2002 inklusive der R 1150 GS Adventure) in Deutschland und vielen anderen Märkten ganz vorne in der Zulassungsstatistik. Sie war auch in 2003, wie in den Vorjahren, das mit Abstand meistverkaufte Motorrad in Deutschland.

Weltweit wurden im gesamten GS-Segment seit 1980 rund 170 000 Modelle an Kunden ausgeliefert.

Das neue Modell R 1200 GS ist wie der Vorgänger mit seiner Auslegung als „GS“ (Gelände/Straße) ein Motorrad mit einem großen Einsatzbereich. Es lässt sich auch im Gelände unproblematisch und sicher fahren. Versierte Motorradfahrer meistern auch sehr schwieriges Off-Road-Terrain. Auf der Straße besticht die GS durch überragendes Handling, ein äußerst spurstabiles und komfortables Fahrwerk und große Kraftreserven. Dies prädestiniert sie zum Räubern auf kurvenreichen Land- und Alpen_straßen. Mit ihrem ausreichenden Windschutz werden selbst lange Autobahnetappen nicht zur Strapaze. So wird die R 1200 GS auch als Fernreisemotorrad auf der Straße eingesetzt.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist

Geändert von Hermann (25.01.2004 um 19:49 Uhr)
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