Thema: 3er E36 Nur 15W40 Öl für E36?
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Alt 17.01.2004, 14:42     #48
zzz_fan   zzz_fan ist offline
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0W30 Öl

Zitat:
Original geschrieben von Caine
kann ja jeder selber entscheiden,ich für meinen Teil bleibe bei 0W40,da hab uch nach 10000 km immer noch die gleiche Ölmenge drin,und danach wechsel ich eh immer.
Hi Caine , ich zitiere mal einen Fachmann aus einem betriebsinternem Auditest :

...denn so einfach ist das Thema nicht . Denn es kommt nicht alleine auf die Viskosität sondern sehr auf das einzelne Öl an .
"Man kann übrigens auch nicht grundsätzlich sagen, dass dünne Öle keine hohen Temperaturen aushalten. Diese Aussagen stammen noch aus der Zeit, als es nur mineralische Öle gab. Es ist gerade der Sinn die Öle synthtisch so zu entwickeln, dass sie dünnflüssig und dadurch leichtläufig sind und trotzdem auch bei sehr hohen Temperaturen noch einen stabilen Schmierfilm zu liefern. Bei den Tests waren einige 10w 60 Öle dabei, die bei hohen Temperaturen früher versagt haben als manche 0w X"
Und die meisten Belastungen des Durchschnittsfahrermotors sind die Kaltstarts und nicht die überhitzten Hochdrehzahlen !!!

Ich zitiere mich bzw. den FACHMANN (!!) nochmals :

Geschrieben von zzz_fan am 31. Juli 2003 14:36:17:

Als Antwort auf: Re: Zuviel Öl tödlich für den Motor? geschrieben von Brit am 31. Juli 2003 11:38:25:

>Eignet sich das SLX 0-W30 von Castrol auch für den 1.9i Bj. 02/2002?


Hallo Brit , nach den nachfolgenden Anmerkungen ja -
maßgebend ist aber ob es von BMW zugelassen ist und
die Einsatzbedingungen .:
Da in den Foren 0-30 als Wasseröl und 10-60 als das richtige Öl bezeichnet wird habe ich mal einen Fachmann zu Wort kommen lassen und ihn so verstanden : Es kommt auf die Firma an . Das Castrol SLX hatte in Normalmotoren in Tests am besten abgeschnitten ( !!!!!! ) und das 10-60 ist für Problemmotoren mit hohem Ölverbrauch und insgesamt eher schlechter !!!!!
Aus Motortalk Zuschriften :
..ich hab 2 Jahre bei Audi in der technischen Entwicklung, Abteilung Motormechanik mitgearbeitet. Dadurch hatte ich direkten Kontakt mit den Öltests und deren Ergebnissen. Nicht nur freigegeben oder nicht! In wirklich allen Punkten am besten abgeschnitten hat dabei das Öl "Castrol SLX 0w30". Es läuft am leichtesten, bindet am besten Rückstände, ist am temperaturfeststesten,...! Dieses Öl wird auch von Dea auch, in anderer Verpackung natürlich, als Dea Ultec "0w30" verkauft(so war es zumindest bis vor einem Jahr). Grundsätzlich waren die Castrolöle ganz vorn dabei. Die Tests wurden zwar bei Audi gemacht, aber die mechanische Technik ist ja dieselbe, und ich hatte damals einen 328i, bei dem ich daraufhin ab ca. 30000km dieses Öl verwendet habe. Den BMW hab ich hauptsächlich nachts auf freien Autobahnen mit absoluter Höchstgeschwindigkeit über lange Strecken gefahren. Auch im Ort(Beschleunigung) und auf Landstraßen hab ich immer das maximale rausgeholt(natürlich sobald der Motor warm war). Ich hab den 328er vor einem halben Jahr mit 206000 km verkauft und der Motor hat keinen mit dem Stab meßbaren Ölverbrauch und läuft so ruhig wie ein neuer, obwohl er wirklich ordentlich was mitgemacht hat in den 4 Jahren. Darum kann ich dieses Öl nur empfehlen, wenn man seinem Motor etwas gutes tun will (Alpina tut dies übrigens auch) . Man kriegt es allerdings, soweit ich weiß, nicht im Handel, sondern nur über Werkstätten. Zur Not kann ichs auch kostengünstig besorgen. Bei den neuen M-Modellen haben meines Wissens nach einige Lagerstellen sehr hohe Fächenpressungen, so dass sicherheitshalber ernorm dünnflüssige Öle nicht freigegeben wurden.
nur damit keine Missverständnisse auftreten:
Ich habe nicht von 0w X und 10w X gesprochen, sondern von einem bestimmten Öl. Es gab auch einige 0w X, die zwar die Freigaben bekommen haben, von denen man aber, insbesondere bei scharfer Fahrweise, eher abraten kann. Namen möchte ich in diesem Forum aber keine nennen. Aber wie gesagt: Castrolöle haben insgesamt am besten abgeschnitten. Das soll auch keine Werbung sein! Es sind nur Testergebnisse. Bei meinem jetzigen 330ci steht auch auf dem Öleinfülldeckel und im Serviceheft, dass Castrol empfohlen wird. Bei Alpina hab ich in einem Prospektfoto von einem 3,3 -Motorraum den Aufleber gesehen: "Alpina empfiehlt Castrol Slx".
Man kann übrigens auch nicht grundsätzlich sagen, dass dünne Öle keine hohen Temperaturen aushalten. Diese Aussagen stammen noch aus der Zeit, als es nur mineralische Öle gab. Es ist gerade der Sinn die Öle synthtisch so zu entwickeln, dass sie dünnflüssig und dadurch leichtläufig sind und trotzdem auch bei sehr hohen Temperaturen noch einen stabilen Schmierfilm zu liefern. Bei den Tests waren einige 10w 60 Öle dabei, die bei hohen Temperaturen früher versagt haben als manche 0w X. Für die neuen M Modelle war übrigens bisher auch !nur! Casrol TWS 10W 60 freigegeben und nicht einfach nur "10W 60". ( !!!!!!!! )
Das Problem bei den M-Modellen sind nicht Motorschäden sondern der hohe Ölverbrauch durch die größeren Spiele. Dünnere Öle hauen natürlich leichter ab. Die M5 Motoren haben seit 3/2000 bessere Kolbenspiele und -Ringgarnituren. Dadurch gilt für diese Motoren ab diesem Baudatum auch die Longlife-Freigabe. Es werden 0w Öle empfohlen und ab Werk wird 0w30(Castrol Slx) verwendet. Im M3 muß weiterhin Castrol TWS verwendet werden. Was man so hört haben die Motoren selbst mit dem dicken Honig jede Menge Ölverbrauch. Und jede Menge Motorschäden. - Leider
mfg
Wie schon geschrieben haben/hatten die die aktuellen M-Maschinen S54 und S62 (Deiner ist aber noch ein S52)sehr große Sicherheitstoleranzen bei den Kolbenspielen. Dadurch wurde der zulässige Ölverbrauch, der speziell für diese Maschinen von 0,7l/1000km auf 1,5l/1000km freigegeben wurde, dennoch überschritten. Daher wurde ein (bei hohen Temperaturen) dickflüssiges Öl - RS 10w60 angepasst auf den heutigen Standard (ich kann da nicht näher drauf eingehen - zu umfangreich für diesen Beitrag) und als Castrol TWS und Veedol Synthetik Z für die M3 und M5 Maschinen ausschließlich freigegeben und vorgeschrieben. Das ganze ging sogar über eine Rückrufaktion. Der Ölverbrauch konnte somit eingehalten werden.( !!!! ) Das Öl hat allerdings den Nachteil, dass der Wirkungsgrad des Motors durch den hohen Widerstand des Öls deutlich schlechter ist. Außerdem ist das Öl auch im kalten Zustand dickflüssiger als die normalen 0w und 5w Öle und wird bei einem Kaltstart nicht so schnell an die Lagerstellen gepumpt. Hier findet normalerweise der größte Verschleiß des Motors statt, da sich in diesem Zustand die Metallflächen der Lager berühren können - so lange bis das Öl hochgepumpt wird(halbtrockene Reibung). Motoren mit vielen Kaltstarts sind daher, insbesondere bei Verwendung von 15w und 20w -Ölen, oft an den Pleuellagern stark verschlissen. Man merkt dies an einem leicht schüttelnden Motorlauf
10w60 ist bei Deinem Motor nicht nötig. Es macht nur Sinn, wenn die Zylinder des Motors stark verschlissen sind und dadurch sehr oft teures Öl nachgekippt werden muß. Wenn, dann würde ich aber das TWS nehmen.
Hallo nochmal,
ihr macht beide einen gewaltigen Fehler: Ihr redet beide von betriebswarmen Motoren und ratet von 0W Ölen ab. Ihr müßtet aber korrekterweise von Xw40er Ölen abraten so wie Ihr das meint. Bei 100 Grad Öltemperatur haben alle Öle, ob 0w40, 5w40, 10w40, 15w40 oder Sae 40 die exakt gleiche Viskosität. Man kann sogar aus der Spanne zwischen den Zahlen ableiten wie sich das Öl bei noch höheren Temperaturen verhält. Das 0w40 steigt dabei am flachsten an und ist bei Temperaturen über 100Grad dicker als die anderen. Am dünnsten wird dabei das 15w40. Bei 150 Grad wird es so dünn, dass die mindestens vorgeschriebene Viskosität von mindestens 2,9mpas unterschritten wird somit der Ölfilm durchgeschlagen werden kann(natürlich haben die Öle auch Qualitätsunterschiede, z.B: durch spezielle Zusätze. Das war allgemein). Ihr müßtet also von 15w40, 10w40 Ölen abraten wenn es um gefährlich hohe Temperaturen geht. Aber auch damit fahren viele Leute gut.
Bevor jetzt irgendwelche Kritiken kommen - bitte erst in entsprechener Fachliteratur nachlesen!!!
Bei den M-Modelle gilt das was ich oben schon geschrieben habe. Ich habe mit den entsprechenden Leuten auch zu tun.
Es liegt an dem Ölverbrauch. Die Motoren sind für normale Öle konstruiert worden. Motorschäden werden durch 10w60 nicht weniger. Dass ein Werkstattmeister oder eine Telefonauskunft irgendeine Antwort geben muß ist klar, und da nimmt man natürlich die plausibelste. Man kann auch von den Leuten nicht erwarten, das am Telefon Probleme und Fehler direkt (an jeden x-Beliebigen) zugegeben werden. Das mit der Befüllung von 10w60 bei BMW generell ist dementsprechend weiterer Quark.
Wer es nicht glaubt - man kann sich im M5 Forum(www.M5-forum.de) original M5 Betriebsanleitungen runterladen. Und zwar vor 3/2000 und danach. Da stehts schwarz auf weiß nochmal von der BMW AG. Wer ein TIS hat: da ist nicht mal mehr ein Haken (Freigabe) für das TWS beim S62 ab o.g Datum.
@Edgar: Wenn nur durch den Einbau eines Ölkühlers der Öldruck so stark abfällt, dann ist eindeutig was falsch gemacht worden. Ein Ölkühler hat mit dem Öldruck nichts zu tun. Nur indirekt, indem er das Öl kälter hält. Dann ist der Druck aber höher. Durch die Verwendung eines dickeren Öles (Xw60)kriegt man natürlich einen höheren Druck, aber das vertuscht den Fehler nur. Ich würde Dir wirklich raten das mal zu überprüfen.
BMW:
Bisher beruhte die Mindest- Qualitätsanforderung auf einem ACEA A3/B3-Profil. Damit war allerdings eine Einschränkung im Temperatureinsatz verbunden. Nur Produkte mit einer BMW-Spezialöl-Freigabe waren uneingeschränkt für alle Temperaturbereiche freigegeben.
Für den 3er BMW (E46), für den 5er BMW (E39 ab Modelljahr 1999) und den 7er BMW (E38 ab Modelljahr 1999) gibt es eine neue Longlife-Öl-Liste. Ausschließlich Produkte, die in dieser Liste namentlich geführt sind, dürfen in den genannten Fahrzeugen verwendet werden. Die Anforderung der Longlife-Öl-Liste beruht auf einem dokumentierten ACEA A3/B3 Profil zuzüglich eines unter BMW-Regie durchgeführten M44-Freigabelaufes.
Gruß zzz_fan
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