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Alt 01.10.2003, 19:29     #61
Hermann   Hermann ist offline
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Großer Preis der USA – Rennen 28. September 2003

Wetter: unbeständig, zeitweise Regen, 11-13°Luft, 15-20°C Asphalt

Indianapolis (USA). Bei schwierigen Wetterbedingungen erlebte das BMW WilliamsF1 Team einen problematischen Großen Preis der USA. Juan Pablo Montoya kam beim vorletzten WM-Lauf der Saison als Sechster ins Ziel, Ralf Schumacher drehte sich auf nasser Strecke ins Aus. Das BMW WilliamsF1 Team hat vor dem Finale am 12. Oktober im japanischen Suzuka drei Punkte Rückstand auf Ferrari und damit noch Chancen auf die Konstrukteurs-WM. Montoya hat indes keine Möglichkeit mehr, den Fahrertitel 2003 zu erringen.

Juan Pablo Montoya: 6.

Chassis: FW25 06 (Ersatzchassis FW25 04)

Schnellste Runde: 1.11,595 min in Rd. 9 (drittschnellste insg.)


Ich bin sehr enttäuscht von diesem Rennen. Aus meiner Sicht wurde es maßgeblich durch die Strafe entschieden, mit der ich nach dem Unfall mit Rubens belegt wurde, und durch den Zeitpunkt, zu dem ich sie antreten musste. Es hatte gerade begonnen, heftiger zu regnen, als meine „Drive-Through-Penalty“ fällig wurde. Aber wegen der Strafe konnte ich in dieser Runde nicht auf Regenreifen wechseln. Es ist traurig, auf diese Art die Chancen auf die Fahrer-WM zu verlieren. Ich hätte heute nur Fünfter werden müssen, und der Kampf wäre offen geblieben.

Ralf Schumacher: Ausfall in Runde 22

Chassis: FW25 07 (Ersatzchassis FW25 02)

Schnellste Runde: 1.11,655 min in Rd. 13 (fünftschnellste insg.)


Als der Regen um Runde 20 heftig wurde, bin ich wegen eines Missverständnisses mit den Ingenieuren an der Boxenmauer eine Runde zu lang auf Trockenreifen draußen geblieben. Das war eindeutig ein Fehler. Es war zu nass, ich habe mich gedreht und bin angeschlagen. Das war es für mich. Die Bedingungen waren heute sehr schwierig und sehr unbeständig. Natürlich bin ich enttäuscht, immerhin lag ich an zweiter Position.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Es war ein schwarzer Tag für unseren Kampf um die beiden WM-Titel. Wir haben als Team heute viele Fehler gemacht, die wir für das Finale in Japan unbedingt aussortieren müssen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Unser Rennen wurde durch die Wetterverhältnisse entschieden. Bei einsetzendem Regen wurde das Feld komplett durcheinander gewirbelt. Mit abtrocknender Strecke kehrte sich die Reihenfolge wieder um. Ralf rutschte auf nasser Strecke aus und beschädigte sich eine Hinterradaufhängung. Juan Pablo wurde durch die Strafe und ein Problem mit der Tankanlage weit zurück geworfen. Das Ergebnis ist enttäuschend, vor allen Dingen für Juan Pablo, der aus dem Kampf um die Fahrer-WM damit leider ausgeschieden ist. Die Konstrukteurs-WM ist weiterhin offen und wir hoffen, dass nicht auch in Suzuka das Wetter die Entscheidung herbeiführt. Glückwunsch an Michael Schumacher und Ferrari, die mit den widrigen Verhältnissen am besten zurecht kamen.

Test in Jerez, 1.-4. Oktober: Marc Gené and Ralf Schumacher
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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