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Alt 14.09.2003, 19:16     #54
Albert   Albert ist offline
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CE-
Großer Preis von Italien - 1. Qualifikation (12.09.2003)

Wetter: sonnig, trocken, 26°Luft, 43°C Asphalt
Monza (ITA). Das BMW WilliamsF1 Team sieht das erste Qualifying zum Großen Preis von Italien mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Juan Pablo Montoya fuhr Bestzeit, Ralf Schumacher indes wurde seine Rundenzeit aberkannt, nachdem er in der Schikane geradeaus gerutscht war. Damit wird er im Qualifying am Samstag gleich zu Beginn auf die Strecke gehen müssen, während Montoya den Vorteil des letzten Starters genießt.

Juan Pablo Montoya: 1.
Chassis: FW25 06
Schnellste Runde: 1.20,656 min


Im freien Training am Vormittag war ich recht unzufrieden mit der Balance meines Autos. Aber nach ein paar Änderungen sind wir nun wieder auf dem richtigen Weg und sollten konkurrenzfähig sein. Vor dem Qualifying war ich noch etwas unsicher, aber das Auto verhielt sich exakt so, wie es sollte. Das war gute Arbeit. Wir waren hier vergangene Woche beim Testen auch schnell unterwegs und sind zuversichtlich für das verbleibende Wochenende. Zudem werden wir morgen von der dann saubereren Strecke profitieren. Es ist natürlich immer gut, vor Michael und Kimi zu sein, aber heute ist das nicht wirklich etwas wert. Das Ergebnis morgen zählt.

Ralf Schumacher: Ohne Zeit
Chassis: FW25 07 (Ersatzchassis FW25 04)
Schnellste Runde: 1.21,965 min


Mein Qualifying ging leider schief, mein Fehler. Ich habe vor der Schikane einfach zu spät gebremst und musste geradeaus fahren. Das Handling meines Autos war sehr gut, und das ist viel versprechend für das Abschlussqualifying und das Rennen am Sonntag. Ich bin heute erstmals mit den neuen, veränderten Michelin-Reifen gefahren und muss sagen, sie bedeuten einen weiteren Fortschritt für uns. Erwartungsgemäß ist Ferrari hier sehr stark, wir müssen hart arbeiten.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Es freut uns, wie schnell unser Auto auf dieser Strecke ist. Die Reifen funktionieren gut und werden im Rennen sicher eine entscheidende Rolle spielen. Juan ist eine gute Runde gelungen, Ralf ist in der Schikane leider ein Fehler unterlaufen. Das müssen wir im morgigen Qualifying wieder gerade rücken.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Im ersten Qualifying haben wir den erwarteten engen Kampf zwischen unserem Team und Ferrari gesehen. Es gab keine technischen Probleme. Monza ist als letzter echter Power-Kurs der Formel 1 die größte Herausforderung für BMW als Motorenhersteller. Deshalb ist dieses Streckenprofil auch die Referenz für unsere Prüfstandsläufe. Diese Prüfung hat der Motor für 2004, der P84, bereits im Juli in der Münchner Fabrik bestanden. Am 4. September beim Monza-Test haben wir den P84 in seiner Spezifikation für die Saison 2004 auch erstmals im Fahrbetrieb erprobt. Wir sind somit unserem Zeitplan voraus und mit den Test-Ergebnissen sehr zufrieden.
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