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Alt 05.09.2003, 07:50     #169
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Luca di Montezemolo (M.) feierte mit Ferrari bisher drei Fahrer- und vier Konstrukteurs-Weltmeisterschaften
München - Der Reifenkrieg in der Formel 1 spitzt sich immer weiter zu.

Ferrari hat am Donnerstag angekündigt, möglicherweise nachträglich Protest gegen die Wertung zahlreicher Rennen in dieser Saison einzulegen.

Streitpunkt sind die angeblich nicht regelkonformen Michelin-Reifen der Teams von Michael Schumachers WM-Konkurrenten Juan Montoya (BMW-Williams) und Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes).

"Messungen nach dem Großen Preis von Ungarn haben eindeutig gezeigt, dass die Michelin-Reifen nicht regelkonform waren - und wir wissen nicht, wie lange das schon so geht. Wir dürfen es nicht erlauben, wenn ein Fahrer in einem Auto Weltmeister wird, das nicht den Regularien entspricht", sagte Ferrari-Technikchef Ross Brawn der Zeitschrift "Autosport".

Eine Formel 1 ohne Ferrari?

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat wegen des Reifenkonflikts sogar unverhohlen mit einem Rückzug des italienischen Teams aus der Formel 1 gedroht.

"Wir denken nicht daran, die Formel 1 zu verlassen. Aber wir sind auch nicht gezwungen, dabei zu bleiben", sagte di Montezemolo der italienischen Zeitung "Gazzetta dello Sport". "Das hängt von der Zukunft ab."

Er wolle sich zu diesem technischen Problem nicht detailliert äußern, da dies bereits Ferraris Technischer Direktor Ross Brawn getan habe. (Sport1 berichtete)

"Ich möchte nicht, dass dies zu einer politischen Frage wird", sagte di Montezemolo. (Wird Ferrari der F 1 den Rückken kehren? Diskutieren Sie mit anderen Usern im Motorsport-Forum!)

Michelin-Pneus 16 Millimeter zu breit

Nach dem Großen Preis von Ungarn hatte Ferrari die Laufflächen-Breite der Michelin-Reifen bemängelt, mit denen unter anderem BMW-Williams und McLaren-Mercedes, seine schärfsten Konkurrenten im Titelrennen, fahren. (Wird ein Michelin- oder ein Bridgestone-Pilot Weltmeister? Jetzt wetten bei betandwin!)

Laut Reglement des Internationalen Automobilweltverbandes FIA sind 270 Millimeter zulässig.

Bridgestone, das Ferrari mit Pneus austattet, liegen jedoch Beweise vor, wonach die Lauffläche der zuletzt in Budapest eingesetzten Michelin-Gummis 286 Millimeter beträgt. Dies gab der Motorsportdirektor der Japaner, Hiroshi Yasukawa, jetzt bekannt.

Die FIA reagierte bereits, indem sie den F-1-Teams mitteilte, dass die Laufflächenbreite der Reifen ab sofort auch nach einem Rennen überprüft wird. Das bedeutet wiederum für Michelin, dass die Erfolgsreifen der letzten Grands Prix nicht mehr eingesetzt werden können.

Michelin wusste seit dem Ungarn-GP Bescheid

Im Lager der Franzosen, die direkt nach dem Rennen in Ungarn vom Technischen Deligierten der FIA, Charlie Whiting, über die neue Regelauslegung informiert wurden, herrscht seitdem hektische Betriebsamkeit.

"Unsere Leute haben seit Mittwoch vergangener Woche rund um die Uhr gearbeitet, so dass neue Reifen bereits jetzt in Monza getestet werden", erklärte Michelins Motorsportdirektor Pierre Dupasquier.

Sollten sich die Walzen bei den Testfahrten bewähren, werden sie wohl auch beim Großen Preis von Italien am 14. September zum Einsatz kommen.
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