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Alt 15.06.2003, 22:13     #33
Hermann   Hermann ist offline
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Großer Preis von Kanada – RENNEN 15. Juni 2003

Wetter: trocken, 20-21°Luft, 28-32°C Asphalt

Montreal (CDN). Erfolgreiches Wochenende für das BMW WilliamsF1 Team beim Großen Preis von Kanada in Montreal: Zum vierten Mal in der Karriere der deutsch-englischen Partnerschaft waren beide Piloten gemeinsam aus der ersten Reihe gestartet, und zum ersten Mal seit dem Großen Preis von Deutschland 2002 standen sie wieder gemeinsam auf dem Podium. Ralf Schumacher belegte im Rennen am Sonntag Platz zwei hinter seinem Bruder Michael, der die WM-Führung von Kimi Räikkonen übernahm. Juan Pablo Montoya wurde Dritter. In der Fahrer-WM hat sich Ralf Schumacher auf Platz vier verbessert, Montoya ist Fünfter. Das BMW WilliamsF1 Team festigte Platz drei in der WM der Konstrukteure und verkürzte den Rückstand zu Tabellenführer Ferrari auf 21 Punkte.

Ralf Schumacher: 2.

Chassis: FW25 05

Schnellste Runde: 1.16,599 min in Rd. 48 (fünftschnellste insg.)


Acht Punkte für mich und sechs für Juan – diese zwei Podestplätze sind super für unser Team. Natürlich ist es etwas enttäuschend, dass ich zwar erneut die Poleposition geschafft habe, sie aber nicht in einen Sieg verwandeln konnte. Ich hatte leider keine Chance, Michael zu überholen, obwohl ich förmlich an seinem Heck geklebt habe. Nervig war, dass der linke Spiegel brach und in einigen Kurven gegen meinen Helm schlug. Ich habe während des gesamten Rennens keine neuen Vorderreifen aufziehen lassen, weil der erste Satz in der Anfangsphase heftiges Graining hatte, es klebte jede Menge abgeriebener Gummi an der Lauffläche. Das wollte ich nicht noch einmal durchmachen. Dieses Ergebnis hier zeigt eindeutig, welch große Fortschritte wir gemacht haben. Nach einem schwierigen Saisonstart sind wir auf dem richtigen Weg.

Juan Pablo Montoya: 3.

Chassis: FW25 06

Schnellste Runde: 1.16,349 min in Rd. 39 (zweitschnellste insg.)


Wir haben heute zwar eine gute Leistung gebracht, hatten uns aber ein noch besseres Ergebnis gewünscht. Ich habe in der zweiten Runde einen Fehler gemacht und ein paar Positionen verloren, die ich mir dann wieder zurückerkämpfen musste. Mein Rennen war hart. Ich hatte Probleme beim Bremsen, weshalb ich mehrere Male die Schikane verpasst habe. Außerdem musste ich die Gänge manuell runterschalten, was ich nicht gewohnt bin. Ich hatte das gleiche Problem wie Ralf mit einem Außenspiegel. Zum Schluss konnte ich zu Michael und Ralf aufschließen, aber ich hatte keine Chance, sie zu überholen. Wir haben in Kanada erneut gezeigt, dass wir uns stark verbessert haben.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Das ist ein gutes Resultat für das Team, auch wenn es uns nicht gelungen ist, Michael Schumacher von Position eins zu verdrängen. Er war während seines ersten Renndrittels sehr schnell unterwegs, musste dann aber bis zum Rennende Tempo rausnehmen – warum auch immer. Es ist offensichtlich, dass die Leistung unserer Autos sich immer mehr verbessert. Das ganze Team hat hier in Montreal einen erstklassigen Job gemacht. Nun freuen wir uns auf das kommende Rennen am Nürburgring.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war von der ersten bis zur letzten Runde ein sehr spannendes Rennen. Michael Schumacher war der erwartet schwere Gegner. Dass erstmals seit Hockenheim 2002 wieder beide Fahrer auf dem Podium standen, ist für unser Team ein Riesenerfolg. Die erste Startreihe und die Plätze zwei und drei im Rennen haben nach dem Erfolg in Monaco bestätigt, dass wir auch auf einer völlig anders gearteten Strecke ganz vorn sein können.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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