Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 09.06.2003, 11:31     #1
Hermann   Hermann ist offline
Senior Guru
  Benutzerbild von Hermann

Threadersteller
 
Registriert seit: 03/2001
Beiträge: 8.181

Aktuelles Fahrzeug:
F45 AT 216d, E36 318i Cabrio
LOS für Kinder – für ein Leben ohne Sucht und Gewalt

Informationsveranstaltung bei der BMW Group

München. Im Rahmen des Projektes „LOS für Kinder – für ein Leben ohne Sucht und Gewalt“ fand gestern eine Informationsveranstaltung in der Zentrale der BMW Group statt. Vertreter der Rotary-Clubs, des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz, von betapharm Arzneimittel, des beta Instituts Augsburg, der Universität Bremen und der BMW Group trafen sich zu einem gemeinsamen Informations- und Erfah-rungsaustausch. Das LOS-Projekt, das 1999 von Rotary initiiert wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Suchtverhalten und Gewalt bereits im frühen Kindesalter primärpräventiv zu begegnen. Die BMW Group unterstützt das Projekt gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz und betapharm Arzneimittel als Kooperationspartner.

Prävention im frühen Kindesalter
Kinder und Jugendliche werden in unserer heutigen Gesellschaft immer früher mit Suchterscheinungen und Gewaltbereitschaft konfrontiert. Das Einstiegsalter für Nikotin und Alkohol liegt mittlerweile bei ca. zehn Jahren, Aggressionen und Gewalttaten in Kindergärten und Schulen nehmen stetig zu.

Das Projekt „LOS für Kinder – für ein Leben ohne Sucht und Gewalt“ will diesen Erkenntnissen Rechnung tragen. Durch konstruktive Sucht- und Gewaltprävention versucht LOS, Sucht und Gewalt bereits im Kindergartenalter im Ansatz zu bekämpfen. Um bereits sehr früh in der kindlichen Entwicklung den Risiken entgegenzuwirken, die zu Sucht- und Gewaltentstehung führen können, werden drei- bis sechsjährige Kinder beim Aneignen kognitiver und sozialer Fertigkeiten (z.B. prosoziales Verhalten, gewaltfreies Lösen von Problemen) unterstützt.

Dazu wurde gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universitäten Bremen und Augsburg eine Reihe wiederkehrender pädagogischer Maßnahmen entwickelt, welche die Erzieherinnen in den Kindergartenalltag integrieren können. Zusätzlich werden die Eltern einbezogen und durch verschiedene Veranstaltungen und Beratung zum Thema Sucht und Gewaltprävention bei ihrer erzieherischen Aufgabe unterstützt.

Um die Qualität und Nachhaltigkeit dieser pädagogischen Maßnahmen zu gewährleisten, werden diese durch eine dreijährige wissenschaftliche Studie auf ihre Wirksamkeit und Effektivität in der Praxis geprüft. Die Studie, welche über 50 Kindergärten in der Region Augsburg umfasst, analysiert u.a., ob sich die Implementierung der LOS-Maßnahmen auf verschiedene Orte und Einrichtungen übertragen lässt.

Zusammenarbeit von Industrie, privater und öffentlicher Hand
Initiator des LOS-Projektes ist Rotary International, Distrikt 1840 (Bayern Süd). Das beta Institut leitet die Einführung in der Modellregion Augsburg sowie die wissenschaftliche Begleitstudie. Dabei kooperiert das Institut mit dem Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen unter Leitung von Prof. Dr. Franz Petermann und der Philosophischen Fakultät I der Universität Augsburg. Die Projektarbeit in den Kindergärten vor Ort wird von den regionalen Rotary-Clubs gefördert, sie kümmern sich um den Einsatz von Sozialpädagoginnen, die auf Sucht- und Gewaltprävention spezialisiert sind. Diese sollen mehrere Kindergärten im jeweiligen regionalen Umfeld der Rotary-Clubs betreuen und die dort tätigen Erzieherinnen für sucht- und gewaltpräventive Maßnahmen schulen. Inzwischen sind mehrere tausend Kinder in das LOS-Projekt involviert.

Die BMW Group, die eine langeTradition eigener Projekte gegen Gewalt und Drogenmissbrauch verfolgt, unterstützt das Projekt LOS gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz und betapharm Arzneimittel als Kooperationspartner. „Kinder sind die Gestalter unserer Zukunft. Wir müssen alles tun, um ihnen den Weg in eine Gesellschaft zu ebnen, in der Sucht und Gewalt nicht als Lösung ihrer Probleme geeignet erscheinen“, so Michael Kirsch, Leiter Public Relations der BMW Group. „Von so einem Engagement profitieren alle Teile der Gesellschaft.“

Konkrete Präventionsarbeit
Die LOS-Maßnahmen sind bewusst so gestaltet, dass sie den Kindergartenalltag nicht zusätzlich belasten. So steht beispielsweise einmal wöchentlich ein „Spielzeug macht Ferien“-Tag auf dem Programm. Die Kinder lernen ohne Spielzeug auszukommen, um sich so bewusster mit anderen Kindern zu beschäftigen, den Umgang miteinander zu erproben und auf Wünsche und Bedürfnisse einzugehen. Ähnliche Ziele verfolgt das „Gespensterschloss“, bei dem es um Emotionen geht oder das „Belohnungsspiel“, welches soziales Verhalten fördert. Bei all diesen Programmen werden auch die Eltern einbezogen und tragen wesentlich zum Erfolg bei.

Das Engagement der BMW Group
Das Engagement der BMW Group im Rahmen von „LOS für Kinder – für ein Leben ohne Sucht und Gewalt“ schließt nahtlos an eine traditionsreiche Reihe sozialpolitischer Projekte an. Das Unternehmen konzentriert sich dabei insbesondere auf Kinder und Jugendliche, wobei Projekten gegen Sucht und Gewalt von je her ein besonderer Stellenwert zukommt. So wurden beispielsweise für weiterführende Schulen die Unterrichtsmaterialien „Drogen, Alkohol und Medikamente“ entwickelt und in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik (AGFP) und dem Stadtjugendamt München entstanden die CD-ROM und das Internetportal „Fass mich nicht an!“. Nachdem sich diese Projekte vornehmlich an Jugendliche richten und auf Reflexion der eigenen Verhaltensweisen aufbauen, möchte sich die BMW Group mit der Unterstüt-zung des LOS-Projektes für die frühzeitige Stärkung der kindlichen Persönlichkeit und deren Selbstbewusstseins einsetzten, um Gewalt und Sucht erst gar nicht entstehen zu lassen.
__________________
Viele Grüße Hermann

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."Albert Einstein
Mit Zitat antworten