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Alt 06.01.2003, 23:36     #2
Wolfhart   Wolfhart ist offline
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AC-
Grundsätzlich tritt wohl bei Fahrzeugen mit Automatik bei eingelegter Fahrstufe (vor allem beim Rückwärtsfahren) und Tempi unterhalb der Leerlaufdrehzahl dieser unangenehme Effekt auf, sobald es sehr glatt wird.
Aber man gewöhnt sich daran, nur vorsichtig anzurollen und dann wieder auf N zu schalten.

Mir ging das bei meinem 540er heute Früh auch kaum anders. Nur daß ich beim Zurücksetzen aus der Ausfahrt (geht das letzte Stück steil bergab) sofort auf N geschaltet habe. Ich bin es ja mittlerweile gewohnt.
Ansonsten zieht allein die Leerlaufdrehzahl schon zu sehr an den Antriebsrädern und ich muß nicht nur dafür sorgen, daß der Wagen langsam zurückrollt, sondern auch noch mit der Bremse gegen den Antrieb gegenhalten. In dem Moment wird im Bezug auf den glatten Untergrund die Bremswirkung zu stark und die Vorderräder rutschen nur noch und finden keinen Halt. ABS greift bei dieser Fortbewegung unterhalb von Schrittgeschwindigkeit noch nicht ein und damit wird der Wagen unkontrollierbar, wenn nicht auf N geschaltet wird.

Sicherlich macht sich dieser Effekt besonders bei leistungsstärkeren Fahrzeugen bemerkbar (also wie bei deinem 330er oder bei meinem 540er, etc.) und vor allem dann, wenn entweder die Bereifung nicht stimmt oder, wie bei mir, wo der Effekt trotz Winterreifen auftritt, weil ein starkes Gefälle dazu kommt.
Dennoch sind - wie man an meinem Beispiel sieht - Winterreifen nicht unbedingt eine Gewähr dafür, daß alles problemlos läuft.
Und daß Schalter (auch mit Sommerreifen) da weniger Probleme haben, liegt einfach daran, daß deren Fahrer die Möglichkeit haben, mit der Kupplung zu "spielen", sodaß darüber die Kraft, die durch die Leerlaufdrehzahl wirkt, nicht auf die Antriebsräder gelangt.

Schwächer motorisierte Automatikfahrzeuge haben da übrigens geringere Probleme, wie ich jedesmal an unseren Dienstfahrzeugen mit 115 u. 125 PS feststellen kann. Wobei ein Fronttriebler hier auch wieder anders reagiert, weil die angetriebene Vorderachse durch die Bremswirkung erst gar nicht richtig dazu kommt, die Kraft an die Räder weiter zu geben.

Beim Heckantrieb besteht einfach das Problem, daß die erheblich schwächer abgebremste Hinterachse die Kraft versucht auf die Straße zu bringen. Um dies über die Bremse zu verhindern, muß diese wiederum derart "stark" betätigt werden, daß die Vorderräder in der oben beschriebenen Weise hilflos zu rutschen beginnen.

Mit einigem Gefühl kann man versuchen die Kraft, die beim Hecktriebler mit Automatik an die Antriebsachse über die Leerlaufdrehzahl weitergegeben wird, mit der Handbremse ein wenig zu reduzieren. Aber das sollte man vorher mal irgendwo ausprobieren, wenn man es noch nie getestet hat. Am Besten dort, wo nichts im Weg steht, damit man gefahrlos die Reaktion des Wagens spürt, je nachdem wieviel Kraft man aufwendet.

Und wie gesagt, daß Ganze bezieht sich auf Bereiche weit unterhalb der Schrittgeschwindigkeit.
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