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Alt 12.12.2002, 17:26     #1
Hermann   Hermann ist offline
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ORACLE BMW Racing nach hartem Kampf geschlagen

Alinghi Challenge gewinnt auch den zweiten Halbfinallauf

An einem nebligen und regnerischen Tag im Hauraki Golf vor Auckland musste das US-Team ORACLE BMW Racing seine zweite Halbfinal-Niederlage gegen die Schweizer Alinghi Challenge hinnehmen. In Winddrehern von bis zu 30 Grad gelang es ORACLE BMW Racing zunächst, die angestrebte rechte Startposition zu verteidigen und die Startlinie in Wunschposition zu kreuzen. Kurz danach wendete die USA-76 zwar vor der Schweizer Yacht, doch Alinghi konnte aufgrund guter Bootsgeschwindigkeit an der ersten Wendemarke einen Vorsprung von 22 Sekunden heraussegeln.

Die erfahrene Afterguard an Bord SUI-64 nahm ORACLE BMW Racing anschließend in enge Deckung und ließ den Verfolgern in den unsteten Windbedingungen keine Überholmöglichkeiten. An der fünften Wendemarke hatten die Schweizer ihren Vorsprung auf eine Minute und fünf Sekunden ausgebaut. Anschließend gelang der USA-76 im Verlauf der beiden abschließenden Teilabschnitte des Kurses ein eindrucksvolles Comeback. Das Team von Skipper Chris Dickson nahm der Konkurrenz 36 Sekunden ab, doch die Aufholjagd reichte nicht mehr, um das Ergebnis noch einmal umzudrehen. Im Ziel hatte ORACLE BMW Racing 29 Sekunden Rückstand auf Alinghi.

Beide Crews überzeugten am Mittwoch mit sauberen Manövern und guten taktischen Entscheidungen, doch der frühe Vorteil, den sich Alinghi gleich zu Beginn des Rennens gesichert hatte, war im Verlauf des Rennens für ORACLE BMW Racing nicht mehr aufzuholen.

Für ORACLE BMW Racing war es die zweite Halbfinal-Niederlage gegen Alinghi. Entsprechend realistisch schätzt das Team seine Möglichkeiten im Rahmen dieser Herausforderung ein. Die Halbfinal-Begegnung wird am Mittwoch fortgesetzt. Der ursprünglich als rennfrei geplante Tag wird genutzt, weil das Halbfinale aufgrund von zu starken Winden erst mit einem Tag Verspätung beginnen konnte. Der Gewinner des Duells zwischen ORACLE BMW Racing und der Alinghi Challenge, das im Modus „Best of seven“ ausgetragen wird, segelt direkt in das Finale um den Louis Vuitton Cup. Der Verlierer trifft im Halbfinal-Hoffnungslauf auf den Sieger der Begegnung zwischen dem US-Team OneWorld Challenge und den italienischen Titelverteidigern der Prada Challenge.

Nach dem Rennen drückte Chris Dickson, Team Skipper ORACLE BMW Racing, beiden Teams für das spannende Duell sein Anerkennung aus: „Da draußen herrschten heute sehr drehende und unterschiedlich starke Winde. Wir waren recht zufrieden mit unserer Leistung, doch Alinghi war in diesen Bedingungen einfach schneller. Russell Coutts und Brad Butterworth haben ein sehr gutes Rennen gesegelt und wir freuen uns darauf, morgen erneut gegen sie anzutreten.“
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Viele Grüße Hermann

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