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Alt 30.11.2002, 21:18     #1
Hermann   Hermann ist offline
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Sicherheit bei Massen- und Nebelunfällen - 28.11.2002

Sicherheit bei Massen- und Nebelunfällen : Italienische Autobahngesellschaft setzt auf COMPANION

Die italienische Autobahngesellschaft „Autostrada Brescia-Verona-Vicenza-Padova“ rüstet zusätzlich zu einer bestehenden Teststrecke zwei verkehrlich besonders belastete Teilstrecken in Oberitalien mit dem von der BMW Group und dem Entwicklungspartner RUETZ Traffic Systems entwickelten Warnsystem COMPANION aus. Damit geht das System, das durch blinkende Warnpfosten vor Gefahrensituationen warnt und somit Unfälle vermeiden hilft, zum ersten Mal als Serienprodukt in den Alltagsbetrieb.

Carlo Lepore, Generaldirektor der italienischen Autobahngesellschaft: “Mit der COMPANION-Teststrecke Montebello-Soave haben wir so positive Betriebserfahrungen gesammelt, dass wir das System jetzt auch auf anderen neuralgischen Strecken einsetzen werden. Die Tests haben die Wirksamkeit des Konzepts der vorsorglichen, zeit- und ortsgenauen Warnung klar bewiesen.“ Mehr als 50 Mal seit Inbetriebnahme vor 3 Jahren löste das in COMPANION integrierte, vollautomatische Überwachungssystem aus und sorgte durch die blinkenden COMPANION Warnpfosten für eine effektive Warnung der Autofahrer vor tückischen Nebelbänken, Unfällen oder Stauenden. Das ergibt gerade in dem herbsttypischen Übergangswetter eine deutliche Verringerung der Gefahren für den Autofahrer. Ebenso wirksam ist das System bei Massenunfällen. Schließlich wurden alleine in der Bundesrepublik Deutschland nach Angaben des statistischen Bundesamtes im letzten Jahr fast 6.000 Menschen bei Massen- und Nebelunfällen verletzt, 136 starben.

COMPANION wird zwei je 20 Kilometer lange Autobahn-Teilstücke entschärfen.

Die zwei neu zu installierenden COMPANION Abschnitte werden von RUETZ Traffic Systems als Serienprodukt geliefert und in Betrieb genommen.

Auf einem 20 Kilometer langen Teilstück der Autobahn A4 unterhalb des Gardasees zwischen Sirmione und Sommacampagna überwachen dann 156 in die COMPANION Warnpfosten integrierte Radarsensoren den Verkehrsfluss und 18 Nebelsensoren die Sichtweite. Diese Strecke ist wegen ihrer Unfallhäufigkeit besonders gefürchtet. Wird ein Gefahrenmoment erkannt, beginnen die Warnpfosten zu blinken. Wie weit vor der eigentlichen Gefahrensituation die COMPANION-Pfosten aktiviert werden, richtet sich jeweils nach der aktuellen Verkehrssituation und der Streckenführung. Dieses Prinzip gilt auch für die zweite Strecke, ein ebenfalls 20 Kilometer langes Teilstück der Autobahn A4 zwischen Grisignano und Padova Est. Auch dort erfassen 19 Nebel- und 156 Radarsensoren Umwelt- und Verkehrsbedingungen. Dieser Bereich ist besonders durch Nebel gefährdet.

Die COMPANION Warnsysteme werden in umfangreiche Anlagen zur Verkehrsbeeinflussung integriert, die unter anderem auch Schilderbrücken und Videokameras mit Bilderkennung beinhalten.

Zusätzlich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird durch eine Harmonisierung des Verkehrsflusses und damit des Verkehrsdurchsatzes auch die Wirtschaftlichkeit des Autobahnbetriebs erhöht.

COMPANION: Erfolgreiche Entwicklung von BMW Group und RUETZ Traffic Systems aus dem PROMETHEUS Programm.

COMPANION ist in partnerschaftlicher Entwicklung von BMW Group und RUETZ Traffic Systems im Rahmen des paneuropäischen Forschungsprogramms PROMETHEUS entstanden. Bei diesem Warn- und Informationssystem ersetzen Warnpfosten mit eingebauten, elektronisch gesteuerten Leuchteinheiten die herkömmlichen Straßenbegrenzungspfosten.

Über Lichtwellenleiter stehen sie direkt mit dem COMPANION Control-Computer in der Verkehrsleitzentrale in Verbindung. Programme zur automatischen Störfallerkennung aktivieren selbstständig bei Bedarf die Leuchteinheiten und warnen die betroffenen Verkehrsteilnehmer ortsgenau und ohne Zeitverzögerung.

Die erste prototypische Teststrecke mit COMPANION-Warnpfosten wurde in München an der Autobahn A92 Fahrtrichtung München zwischen der Flughafeneinfahrt und dem Kreuz München-Nord im Februar 1996 fertiggestellt und halbautomatisch betrieben. Zur Erfassung des Verkehrszustandes an der A92 wurden später in der Fahrbahn integrierte Doppelinduktionsschleifen genutzt und Einzelfahrzeugdaten erhoben. Auf der Basis dieser Daten wurden geeignete Verfahren zur Störungserkennung und –Lokalisierung mit Hilfe eines integrierten Filterschätzverfahrens entwickelt und 2001 erfolgreich im vollautomatischen Betrieb eingesetzt.

Parallel dazu wurden auf einer weiteren Teststrecke in Schottland Radarsensoren in COMPANION integriert, um eine noch höherwertige Verkehrserfassung zu erreichen.

Die Erfahrungen aus allen drei Teststrecken sind von RUETZ Traffic Systems in die Entwicklung der Serienversion von COMPANION wie sie nun in Italien geliefert wird, eingeflossen..
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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