Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 30.11.2002, 20:12     #1
Hermann   Hermann ist offline
Senior Guru
  Benutzerbild von Hermann

Threadersteller
 
Registriert seit: 03/2001
Beiträge: 8.181

Aktuelles Fahrzeug:
F45 AT 216d, E36 318i Cabrio
Ein Gespinst aus Licht - 22.11.2002

Keith Sonnier hüllt mit seiner Installation „Ba-O-Ba Berlin“ den Mies van der Rohe-Bau in farbiges Licht

Eine völlig neue Sicht auf den weltberühmten Bau der Neuen Nationalgalerie Berlin wird den Besuchern im Winter 2002/2003 durch die Lichtinstallation „Ba-O-Ba Berlin“ des amerikanischen Künstlers Keith Sonnier geboten. Diese faszinierende Verbindung aus klassisch-moderner Architektur und dem Werk eines der bedeutendsten Licht-Künstler wurde mit Unterstützung der BMW Group realisiert. Die einmalige Installation ist vom 21. November 2002 bis 16. Februar zu sehen.

Blaue, rote und gelbe Neonlinien hüllen, vor allem bei einbrechender Dunkelheit und nachts, das Gebäude in einen ungewohnten Lichtschimmer. Auch in das Innere des Baus scheint das sphärische Neonlicht. Die Linien der Neonröhren folgen einerseits dem strengen Raster der klaren Architektur von Ludwig Mies van der Rohe. Auf der anderen Seite stehen die intensiven Farben in deutlichem Kontrast zum dunklen Stahlgerüst. Der Besucher wird in dem geometrischen Lichtgitter mit seinen Spiegelungen in den großen Fensterflächen eingespannt. Licht wird zur sinnlichen Materie, die das Gebäude gleichzeitig umspannt und ausfüllt. Der Titel „Ba-O-Ba Berlin“ bezieht sich auf einen haitianischen Ausdruck, der „Mondschein über dem Meer“ bedeutet.

Fluoreszierendes und Neon-Licht gehören als wichtige Bestandteile seit 30 Jahren zu den Werken von Keith Sonnier. In Europa ist seine Arbeit vor allem durch den „Lichtweg“ am Münchner Flughafen bekannt. Keith Sonnier nimmt in seinen Arbeiten Bezug auf die Umgebung der jeweiligen Installation, um sie gleichzeitig durch diese zu verfremden. Seit Ende der 60er Jahre prägte er gemeinsam mit amerikanischen Künstlern wie Eva Hesse, Bruce Nauman und Richard Serra eine neuartige Auffassung von Skulptur. Diese „New Sculpture“ zeichnet sich durch die Verwendung von Materialien wie Latex, Fiberglas, Neonröhren, Aluminium und Glas, die in der Kunst bis dahin unbeachtet waren, sowie durch den offenen, prozesshaften Charakter der Arbeiten aus.

Seit rund drei Jahrzehnten engagiert sich die BMW Group auf kulturellem Gebiet. Für die BMW Group ist die Förderung zeitgenössischer Kunst ein fester Bestandteil der gesellschaftlichen Verantwortung, die ein weltweit tätiges Unternehmen über die Produktion und seine Produkte hinaus übernimmt. In der Hauptstadt fanden 2002 bereits zwei Projekte in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen zu Berlin statt. Als Auftakt der Lichtwerke-Reihe, zu der auch die Installation von Keith Sonnier zählt, erlebten zwei Werke der amerikanischen Künstlerin Jenny Holzer eine ganz neue Performance: Das BMW Art Car von Jenny Holzer war erstmals zusammen mit ihrer Deckeninstallation „OH“ in der oberen Halle der Neuen Nationalgalerie zu sehen.

Auch die Film-Installation „asylum“ von Julian Rosefeldt, die diesen Herbst in der Rieck-Halle des Hamburger Bahnhof präsentiert wurde, entstand aus dieser Zusammenarbeit.

21. November 2002 – 16. Februar 2003
Neue Nationalgalerie, Potsdamer Str. 50, 10785 Berlin-Tiergarten
Öffnungszeiten: Di.- Fr. 10-18 Uhr, Sa. U. So. 11-18 Uhr
__________________
Viele Grüße Hermann

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."Albert Einstein
Mit Zitat antworten