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Alt 30.11.2002, 20:03     #1
Hermann   Hermann ist offline
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BMW Group präsentiert intelligente Assistenzsysteme - 15.11.2002

ConnectedDrive Konzept: Fahrer bleibt in der Verantwortung

Mit dem Zusammenspiel von geschulten Fahrern und intelligenten Fahrerassistenzsystemen will die BMW Group die Sicherheit im Straßenverkehr weiter erhöhen. Nach dieser Prämisse bleibt der Fahrer stets in der uneingeschränkten Verantwortung für sein Handeln – Fahrerassistenzsysteme sollen ihn möglichst effektiv unterstützen, aber nicht bevormunden. „Dies ist der bislang wirkungsvollste Ansatz, das Sicherheitspotenzial von Mensch und Technik optimal auszunutzen“, betont Prof. Raymond Freymann, Leiter der BMW Group Fahrzeugforschung.

Die Konsequenz: Die BMW Group treibt nicht nur die technische Entwicklung weiter voran, sondern nimmt auch die professionelle Schulung der Autofahrer im BMW Fahrer-Training ernst. Bei der Entwicklung neuer Fahrerassistenzsysteme folgt die BMW Group dem ConnectedDrive Konzept, das die Vernetzung von Fahrer, Fahrzeug und Umwelt weiter intensiviert, ohne dem Fahrer dabei das Lenkrad aus der Hand zu nehmen. ConnectedDrive ist wie ein virtueller Copilot, der den Fahrer in jeder Situation unter der Berücksichtigung aller relevanten Informationen und Daten optimal unterstützt.

Die BMW Group Fahrzeugforschung präsentiert hierzu innovative Assistenzsysteme, die dem ConnectedDrive Gedanken folgen. Diese unterstützen den Fahrer mit ausgeklügelter Sensorik zum Beispiel dabei, in jeder Situation die angepasste Geschwindigkeit zu wählen (aktives Gaspedal) oder ihn rechtzeitig vor dem gefährlichen Sekundenschlaf zu warnen (Aufmerksamkeits-Assistent). Ein weiteres Highlight der BMW Group Fahrzeugforschung ist ein Parkassistent. Dieser misst Parklücken im Vorbeifahren aus und zeigt an, ob sie groß genug sind. Schließlich ist er dem Fahrer sogar behilflich, sein Auto mit dem richtigen Lenkwinkel in die Parklücke hineinzumanövrieren. Zudem präsentiert BMW innovative Lichttechnologien wie Adaptives Kurvenlicht und Pixellicht. Diese erweitern wirkungsvoll das Sichtfeld für ein deutliches Plus an aktiver Sicherheit.

BMW Fahrer-Training: Geschulte Fahrer für erheblich mehr Sicherheit

Die professionelle Schulung der Autofahrer ist für BMW ein wichtiger Bestandteil, um die Souveränität und die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Um den stetig vielfältigen Anforderungen im Straßenverkehr entgegenzutreten, bietet BMW verantwortungsbewussten Autofahrern bereits seit 25 Jahren Fahrer-Trainings an. 1977 war BMW der erste Automobilhersteller, der seiner besonderen Verantwortung gerecht wurde, nicht nur die aktive und passive Sicherheit von Automobilen weiterzuentwickeln, sondern mit gezielten Fahrer-Trainings auch die Fahrer professionell zu schulen. Denn der Faktor Mensch ist und bleibt im Straßenverkehr im Mittelpunkt aller Fahraktionen. Und genau hier setzt das BMW Fahrer-Training mit seiner Erfahrung aus einem Viertel-jahrhundert an. Es schult die Fahrer, Gefahren-Situationen im Straßenverkehr rechtzeitig zu erkennen, zu vermeiden oder im Falle eines Falles durch gezielte Manöver zu verhindern. Mittlerweile nehmen alleine in Deutschland über 15.000 Menschen jährlich an einem BMW Fahrer-Training teil – Tendenz steigend.

Aktives Gaspedal: Intuitives Fahrerassistenzsystem für effektive Unterstützung des Fahrers

Intelligente Fahrerassistenzsysteme unterstützen den Fahrer intuitiv. Ein passendes Beispiel hierfür ist das ConnectedDrive Projekt „Aktives Gaspedal“. Das aktive oder haptische Gaspedal funktioniert nach einem denkbar einfachen, aber genialen Prinzip: Das aktive Gaspedal setzt dem Fahrerfuß in Abhängigkeit der momentanen Verkehrslage bei zu hoher Geschwindigkeit eine sanfte Kraft entgegen. Der Fahrer spürt so die Information direkt am Gaspedal, also an dem Bedienelement, mit dem er die angedeutete Korrektur ausführen soll. Diese Art der intuitiven Informationsweitergabe bildet die Grundlage dafür, dass der Fahrer nicht mit zu vielen optischen und akustischen Informationen oder Hinweisen überlastet wird. Die Aufforderung, das Tempo zu drosseln, kann dabei von verschiedenen Quellen ausgehen. Beispielsweise vom Navigationssystem in Verbindung mit digitalen Informationen auf einer Navigations-DVD. Diese DVD verfügt über exakte Informationen zum Straßenverlauf, zu Kurvenradien, Ortsein- und ausfahrten oder Tempolimits. Wichtige Informationen über das Fahrzeugumfeld liefern zudem Radarsensoren für den Nah-, Mittel- und Fernbereich an der Front des Fahrzeugs. Erkennt ein Radarsensor ein langsamer vorausfahrendes Fahrzeug, sorgt der leichte, aber dennoch gut spürbare, Gegendruck des Gaspedals dafür, dass man nicht zu dicht auf das vordere Fahrzeug auffährt.

Die ConnectedDrive Philosophie lautet, den Fahrer stets in der Verantwortung zu belassen. Deshalb ist das aktive Gaspedal jederzeit übersteuerbar – es soll als Hinweis dienen, den Fahrer aber nicht bevormunden. So kann man das aktive Gaspedal zum Beispiel für einen Überholvorgang jederzeit leicht überdrücken.

Kampf dem Sekundenschlaf: Aufmerksamkeits-Assistent gegen plötzliches Einschlafen am Steuer

Die BMW Group Fahrzeugforschung erprobt ein System, das die Gefahr des Sekundenschlafes verringern soll. Denn der Sekundenschlaf ist nach einer Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) bei 24% der tödlichen Autobahnunfälle die Unfallursache. Ein von der BMW Group und der Universität Würzburg in Zusammenarbeit mit Bosch entwickelter Aufmerksamkeits-Assistent ist nun in der Lage zu erkennen, wie wach oder müde der Fahrer eines Autos ist.

Durch die Frequenz und Geschwindigkeit der Lidschläge sowie dem Öffnungsgrad der Augenlider erkennt eine Infrarotkamera den Grad der Wachsamkeit oder Müdigkeit des Fahrers. Ein wacher Mensch macht grundsätzlich weniger Lidschläge, die aber sehr schnell sind. Je müder man wird, desto mehr Lidschläge macht man und desto langsamer werden sie. Gleichzeitig verkleinert sich zunehmend der Öffnungsgrad der Augen. Der Rechenalgorithmus des Aufmerksamkeits-Assistenten schließt aus diesen Daten auf den tatsächlichen momentanen Grad der Wachsamkeit oder Müdigkeit. Erkennt das System, dass der Fahrer müde wird oder müde ist, gibt es ihm sofort eine entsprechende Rückmeldung über eine optische Anzeige. Das Ziel dieses Forschungsprojektes lautet, die aus der Ermüdung resultierende Gefahren für die Sicherheit möglichst früh zu erkennen und zu vermeiden.

Die BMW Group unterscheidet vier Stufen der Aufmerksamkeit bzw. Müdigkeit: Stufe 1 = wach, Stufe 2 = aufmerksamkeitsgemindert, Stufe 3 = müde und Stufe 4 = schläfrig. Fahrer, die sich im schläfrigen Zustand befinden, drohen in einen Sekundenschlaf zu fallen oder ganz einzuschlafen. Das zur Zeit in Erprobung befindliche System gibt dem Fahrer die Information des Aufmerksamkeits-Assistenten über eine optische Anzeige wider. Erkennt das System, dass der Fahrer wach ist (= Stufe 1), leuchten zwei grüne Dioden. Ist er aufmerksamkeits-gemindert (= Stufe 2) oder müde (= Stufe 3), leuchten eine bzw. zwei gelbe Dioden auf. Fällt der Fahrer schließlich in einen schläfrigen Zustand (= Stufe 4), warnen ihn zwei rote Leuchtdioden, dass jetzt jederzeit die akute Gefahr eines Sekundenschlafes droht. Denkbar ist natürlich auch die Integration einer zusätzlichen akustischen Warnung bei Erreichen des schläfrigen Zustandes.

Parkassistent: Sicheres komfortables Einparken

Der Parkassistent ermöglicht ein sicheres und komfortables Einparken selbst bei kleineren Parklücken. An der rechten Fahrzeugseite eines BMW X5 ConnectedDrive Forschungsfahrzeuges befindet sich hierzu im hinteren Stoßfänger ein Sensor. Die Signale dieses Sensors stellen während der Vorbeifahrt an einem Parkplatz dessen Anfang und Ende sowie die Breite fest. Das Fahrzeug signalisiert schließlich dem Fahrer, ob die Parklücke groß genug ist. Der Fahrer kann nun anhalten, den Rückwärtsgang einlegen und den Parkassistenten aktivieren. Er muss jetzt nur noch Gas geben und der Parkassistent lenkt an der optimalen Stelle selbständig so ein, dass das Fahrzeug auf einer Ideallinie in die Parklücke geführt wird. Ein Elektromotor übernimmt dabei präzise die Lenkarbeit. Signalisiert die Park-Distance-Control (PDC) schließlich, dass man nicht weiter zurückstoßen kann, hält der Fahrer wie gewohnt das Fahrzeug an. Der Parkassistent stellt darauf das Lenkrad und die Vorderräder so ein, dass man den Vorwärtsgang einlegen und das Auto perfekt in der Mitte der Parklücke abstellen kann. Während des ganzen Einparkvorgangs kann man dabei die Hände vom Lenkrad nehmen und sich voll auf das Gasgeben und Bremsen konzentrieren. Dadurch ist es nicht nur möglich, komfortabel in eine Parklücke hineinzukommen. Der Fahrer kann zudem die ganze Aufmerksamkeit der Absicherung der Umgebung widmen und zu jeder Zeit die absolute Kontrolle über das Fahrzeug behalten.

Adaptives Kurvenlicht : mehr Sicherheit im Dunkeln

Kurz vor der Serienreife steht ein weiteres innovatives Fahrerassistenzsystem, das Adaptive Kurvenlicht. Dieses richtet zwei mitlenkende Scheinwerfer auf den Straßenverlauf aus. Vor und in Kurven kann der Fahrer somit den vor ihm liegenden Fahrbahnabschnitt besser und sicherer überblicken. Das Adaptive Kurvenlicht ist in der Lage, bis zu 15 Grad nach rechts oder nach links zu schwenken und erreicht damit eine wesentlich bessere Ausleuchtung der Fahrbahn. Mit diesen 15 Grad können fast sämtliche Kurven auf Landstraßen ausgeleuchtet werden. Gesteuert wird das intelligente Licht über in Echtzeitvorliegende Daten zum aktuellen Lenkwinkel, zur Gierrate und Geschwindigkeit. Die von BMW entwickelten Algorithmen steuern somit das Licht situations- und tempoabhängig auf die Lenkbefehle des Fahrers. In einer weiteren Ausbaustufe nutzt das Adaptive Kurvenlicht weitere Informationen über die GPS-Satellitennavigation und digitale Straßenkarten. Auf diesen Karten liegen flächendeckend alle Kurvenradien vor. Das Adaptive Kurvenlicht kann Kurven somit sogar unmittelbar vor dem Einlenken optimal ausleuchten.

Licht aus der Zukunft: BMW Pixellicht

Eine völlig neue, punktgenaue Lichtverteilung ermöglicht der revolutionäre Pixelscheinwerfer. "Für uns ist Pixellicht die dritte Stufe der BMW-Lichttechnologie nach dem Bi-Xenon-Modul und dem Adaptiven Kurvenlicht. Damit schaffen wir einen Scheinwerfer, der nicht nur intelligent, sondern auch frei programmierbar ist", so Dr. Martin Enders, Leiter Lichttechnik der BMW Group.

Das Grundprinzip des Pixellicht-Strahlers ist das Gleiche, welches bei einem normalen Videobeamer Anwendung findet: Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Scheinwerfer, bei dem ein großes Flächenelement das einfallende Licht bündelt und in die gewünschte Richtung lenkt, arbeitet der Pixellicht-Scheinwerfer auf DMD-Basis (Digital Micromirror Device). Auf einem DMD-Chip sind dabei 480.000 winzige Mikrospiegel angebracht, die die Rolle des herkömmlichen Reflektors übernehmen. Das Licht des Strahlerswird von diesen Minispiegeln abgelenkt und auf die Strasse geleitet. Jedereinzelne Mikroreflektor, der jeweils einem Bildpunkt (Pixel) entspricht, kann über Computerschaltkreise individuell kontrolliert und bewegt werden. Das erlaubt völlig neue Funktionen wie zum Beispiel das blendfreie Permanentfernlicht, bei dem der Bereich um die Augenlinie eines entgegenkommenden Verkehrsteilnehmers ausgeblendet wird. Auch können Fahrbahnmarkierungen besonders intensiv ausgeleuchtet oder Navigations- und Warnhinweise auf die Straße projiziert werden.

In einem ersten Schritt wird der Pixellicht-Scheinwerfer als Zusatzelement die herkömmlichen Lichtsysteme ergänzen. Die normalen Frontleuchten sorgen dann für die seitliche Konturbeleuchtung, der Pixellicht-Strahler übernimmt die Rolle eines Spots, der bestimmte Bereiche je nach Bedarf verstärkt ausleuchtet. Über diesen Zwischenschritt wird Pixellicht dann zu einem späteren Zeitpunkt zur alleinigen Frontbeleuchtung werden – mit allen Anwendungsmöglichkeiten, die Fahrkomfort und Sicherheit entscheidend verbessern.

Persönlichen Stellplatz online reservieren: ConnectedDrive Forschungsfahrzeuge im Projekt ’stadtinfoköln’

Die BMW Group beteiligt sich zusammen mit der Stadt Köln und weiteren Partnern aus der Wirtschaft mit zwei ConnectedDrive Forschungsfahrzeugen – einem 5er und einem X5 – am Projekt ‘stadtinfoköln’ Das Projekt verfolgt das Ziel, die Mobilität in Ballungsräumen auch zukünftig aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Belastungen des innerstädtischen Verkehrsaufkommens zu reduzieren. Verwirklicht wird dieses Konzept durch die vernetzten Bausteine Parkinfo, Parkplatz-Reservierungen, Informationen für den motorisierten Individualverkehr und den öffentlichen Verkehr oder Reisezeitvergleich. Zur Datenübertragung nutzen diese BMW Fahrzeuge eine GPRS Mobilfunk-Verbindung für die Vernetzung mit mobilen Online-Diensten auf einem speziellen BMW Server. Auf diesem Server können die Forschungsfahrzeuge Parkplatzreservierungen im Projektparkhaus vornehmen sowie die elektronischen Parktickets zum Parken am Straßenrand anfordern.

Zudem sind der 5er und der X5 im ‘stadtinfoköln’ Projekt in der Lage, per Bluetooth-Verbindung Navigationsdienste nach dem Parken auf einen PDA zu überspielen und so für ein zuverlässiges Fußgängerrouting zu sorgen. Damit kann man dem Fahrer praktisch alle Unbequemlichkeiten abzunehmen, die heute mit der Parkplatzsuche in Ballungszentren verbunden sind.

Kino im Auto: Laser-Projektion.

Ein völlig neues Kino-Erlebnis erwartet die Fond-Passagiere, wenn die Laser-Projektion Einzug ins Auto hält: Mit Hilfe von Spiegeln und Bildschirm-Projektionen erzeugt das Hightech System ein Bild, das für den Zuschauer im Raum zu schweben scheint. Generiert wird dieses Bild von drei überlagerten Lasern in den Farben blau, grün und rot. Ein elektromechanisch betriebener Spiegel generiert mit diesem Lichtstrahl ein brillantes Farbbild. Bis auf den Betrachtungsspiegel im Innenraum ist die gesamte Technik für die Insassen unsichtbar im Dachhimmel untergebracht. Die Technologie erlaubt es, Bilder in verschiedenen Maßstäben an unterschiedlichen Stellen im Sichtfeld der Passagiere wiederzugeben. BMW hat zu Forschungszwecken hierfür erstmals eine 7er Limousine ausgerüstet, in welcher die Laser-Projektion intensiv getestet wird.

BMW vernetzt Automobil undWohnhaus

Mit der Bereitstellung eines onlinefähigen 7er BMW engagiert sich BMW beim Zukunftshaus Futurelife in der Schweiz. Hierzu wurden die internetbasierten Dienste von BMW Online, die heute schon im Angebot sind, zu Testzwecken um einen Menüpunkt erweitert. Die Bewohner des Futurelife Hauses haben nun auch vom Auto aus über das BMW Online Portal Zugriff auf verschiedenen Funktionen in ihrem Wohnhaus. Das Ziel der Kooperation mit Futurelife liegt für BMW in der Erforschung und Erprobung der Alltagstauglichkeit der Vernetzung von Automobil und Wohnhaus.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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