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Alt 27.11.2002, 22:22     #1
Hermann   Hermann ist offline
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Startsignal für die neue Gießerei im BMW Group Werk Landshut - 29.04.2002

Mehr als 100 Mio. Euro Investitionen und 100 Arbeitsplätze.

Innovative Fertigungstechnologie für BMW Motorkomponenten


Landshut. Gemeinsam mit dem Niederbayerischen Regierungspräsidenten, Dr. Walter Zit-zelsberger, hat am Freitag, dem 26. April 2002, Dr. Norbert Reithofer, Mitglied des Vorstan-des der BMW AG, verantwortlich für die Produktion, das offizielle Startsignal für die umfang-reiche Erweiterung der Leichtmetallgießerei im BMW Group Werk Landshut gegeben. Um dem wachsenden Bedarf an technologisch komplexen Motorkomponenten aus Leichtmetall-guss gerecht zu werden, investiert die BMW Group bis 2004 mehr als 100 Mio. Euro in ein vollständig neues Gießereigebäude mit 100 hochqualifizierten Arbeitsplätzen und innovativer Fertigungstechnologie zur Produktion von Zylinderköpfen und Kurbelgehäusen für die BMW Automobilmotoren.

Die Investitionen in die Leichtmetallgießerei unterstreichen die Bedeutung dieser Fertigungs-technologie in dem weltweiten Produktionsnetzwerk der BMW Group. Die hier gefertigten Zylinderköpfe und Kurbelgehäuse sind elementare Kernbauteile der BMW Automobilmotoren und entscheidende Grundlage für deren Qualität und Leistungsfähigkeit. Dazu Dr. Norbert Reithofer: "Mit dem Ausbau der Gießerei erhöhen wir unsere Fertigungskapazität und zugleich unsere Innovationsstärke. Durch die enge Vernetzung mit den Entwicklungsberei-chen treiben wir die Optimierung der Gusstechnologie zum Nutzen unserer Kunden kontinu-ierlich voran - in der Motorenentwicklung und beim Leichtbau wird die BMW Leichtmetallgie-ßerei in den nächsten Jahren entscheidende Impulse geben."

Neues Gießereigebäude mit weiterentwickelter Druckgusstechnologie

In dem neuen Gießereigebäude mit 100 hochqualifizierten Arbeitsplätzen und einer Grundflä-che von mehr als 10.000 qm im Nordosten des Werksgeländes kommen ab 2004 insgesamt sechs Druckgussmaschinen zum Einsatz: Jede einzelne Maschine hat eine Schließkraft von rund 3.500 Tonnen und ein Gewicht von nahezu 300 Tonnen, allein die beiden Gussformhälf-ten wiegen rund 40 Tonnen. Bei dem prozessgesteuerten Gussverfahren wird das flüssige und rund 700 Grad heiße Leichtmetall mit über 750 bar Druck und einer Geschwindigkeit von mehr als 40 Meter pro Sekunde in die geschlossene Stahlform eingepresst.

Die Druckgusstechnologie für Motorkomponenten wurde in den letzten beiden Jahren im Innovations- und Technologiezentrum Leichtmetall (LITZ) des BMW Group Werkes Landshut weiterentwickelt und kommt ab 2004 in dem neuen Gießereigebäude zum Serieneinsatz. Dazu der Leiter der Leichtmetallgießerei, Johann Wolf: "Unsere Erkenntnisse aus dem LITZ werden wir in der neuen Gießerei konsequent umsetzen und damit besonders im Leichtbau neue Maßstäbe für unsere Motorkomponenten setzen." Im LITZ arbeiten seit 1999 Werk-stoff- und Fertigungsexperten gemeinsam mit der Fahrzeugentwicklung und den Fertigungs-bereichen an zukunftsweisenden Lösungsansätzen für die BMW Komponentenfertigung.

Bei nahezu allen BMW Fahrzeugen, von den Motorrädern mit Zweizylinder-Boxermotoren bis zu den Automobilen mit Vier-, Sechs-, Acht- und Zwölfzylindermotoren, werden heute Zylin-derköpfe oder Kurbelgehäuse aus der Leichtmetallgießerei aus dem Werk Landshut einge-setzt. Ein Musterbeispiel für die Leistungsfähigkeit der Gießerei ist die Fertigung der beson-ders leichten, aber trotzdem extrem belastbaren Zylinderköpfe und Kurbelgehäuse für die erfolgreichen BMW Formel 1 Motoren.

Auch im Umweltschutz setzt die Leichtmetallgießerei im BMW Group Werk Landshut auf in-novative Technologien: Bis Mitte des Jahres entsteht mit Investitionen von 1,8 Mio. Euro für die bestehende Fertigung eine neue Reinigungsanlage, die mit dem besonders effizienten und ressourcenschonenden Verfahren der regenerativen Nachverbrennung arbeitet. Die BMW Leichtmetall-Gießerei ist damit eine der ersten Gießereien weltweit, in der in diesem Umfang die regenerative Nachverbrennung zur Reinigung der Abluft genutzt wird.

Erfolgsgeschichte Werk Landshut

Die Erweiterung der Leichtmetallgießerei ist ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des BMW Group Werkes Landshut. Seit BMW im Jahr 1967 das ehemalige Motorenwerk der Hans Glas GmbH in Landshut übernommen hat, ist die Fertigung und damit die Anzahl der Mitarbeiter kontinuierlich gestiegen - insgesamt arbeiten heute rund 3.300 Mitarbeiter im Werk Landshut, davon 1.250 in der Gießerei. Zu dem Fertigungsumfang zählen neben den Gusskomponenten auch Gelenkwellen, Instrumententafeln, Stoßfänger und Austauschmoto-ren für den weltweiten Produktionsverbund der BMW Group.
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Viele Grüße Hermann

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."Albert Einstein
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