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Alt 26.11.2002, 22:13     #1
Hermann   Hermann ist offline
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Das BMW Erlebnis- und Auslieferungszentrum - 04.02.2002

"Ein zentraler Ort der Kommunikation und Begegnung".
BMW stellt architektonisches Konzept für Erlebnis- und Auslieferungszentrum vor.


Das künftige BMW Erlebnis- und Auslieferungszentrum hat seine Gestalt: Nach dem Abschluss des Architekturwettbewerbs steht das Konzept für das Projekt fest. Das BMW Erlebnis- und Auslieferungszentrum wird in unmittelbarer Nachbarschaft des Olympiageländes, der BMW Group Konzernzentrale und des Münchner BMW Werkes entstehen und einen städtebaulichen Akzent setzen. Es soll ein zentraler Ort der Kommunikation und Begegnung für Kunden und die breite Öffentlichkeit sein. Die Bauarbeiten auf dem rund 25 000 qm großen Gelände werden voraussichtlich im August 2002 beginnen, die Eröffnung ist für Ende 2004 vorgesehen.

Die BMW Group investiert über 100 Millionen Euro in das Erlebnis- und Auslieferungszentrum. Bis zu 250 Kunden werden dort täglich ihre neuen BMW in Empfang nehmen, insgesamt entstehen in der neuen Anlage rund 200 Arbeitsplätze. Dazu Professor Dr.-Ing. Joachim Milberg, Vorstandsvorsitzender der BMW AG: "Wir möchten das Erlebnis- und Auslieferungszentrum zum wegweisenden architektonischen Herzstück der Marke BMW machen. Es soll die BMW Identität nicht nur widerspiegeln, sondern auch zu nachhaltiger Prägung beitragen. Zugleich soll es die Lebens- und Freizeitwelt der Metropole München verkörpern."

Nach sorgfältiger Bewertung und detaillierter Beratung hatte sich der Vorstand der BMW AG im Dezember 2001 für den Entwurf von COOP HIMMELB(L)AU entschieden. Das Konzept des Wiener Architektenteams war bis zuletzt gleichauf mit den Plänen des Berliner Büros sauerbruch hutton gelegen.
Die beiden Architektenteams waren im Juli 2001 als Sieger aus dem von der BMW AG in Zusammenarbeit mit der Stadt München ausgeschriebenen Wettbewerb hervorgegangen.

Baukörper mit flexiblen und transparenten Räumen.

Der Entwurf von COOP HIMMELB(L)AU zeigt eine besonders ausgeprägte Identifikation mit den Ideen, die die BMW Group mit dem Bauvorhaben verbindet. Er steht visionär und richtungsweisend im Verbund mit dem Olympia- und dem BMW Hochhausensemble. Der Charakter des Baukörpers lebt von flexiblen und transparenten Räumen. Insbesondere die Ambition, sich den Aufgaben des Komplexes offensiv und kreativ zu stellen, ist in dem mutigen Entwurf von COOP HIMMELB(L)AU auf überzeugende Weise in Architektur umgesetzt worden.

Ein markantes Zeichen setzt der dem gesamten Bau prominent vorgelagerte Doppelkegel. Transparenz ist Leitgedanke für die Fassade aus einem modifizierten Pfosten-Riegel-System. Durch einen Knick in dem Pfosten auf 7,50 m und bei größerer Höhe einer weiteren Absprießung auf 15,00 m werden die freien Spannweiten so reduziert, dass im Verhältnis zur Fassadenhöhe geringe Pfostenquerschnitte ausreichend sind. Die Dachkonstruktion besteht in ihrem Grundsystem aus einer oberen und einer unteren Trägerrostlage mit einem Grundraster von 5,0 m x 5,0 m. Die obere Lage ist kissenförmig nach oben verformt. Die untere Lage erhält ihre Verformung durch simulierte Reaktionen auf die darunterliegenden Bereiche.
Durch dazwischen eingefügte Raumstäbe werden die zwei Rasterlagen zu einem räumlichen Tragwerk gekoppelt.

Klaus Bejenke, Projektleiter der BMW Group: "Eine Ausnahmestellung genießt das BMW Erlebnis- und Auslieferungszentrum dadurch, dass der gesamte BMW Kosmos live an Ort und Stelle erlebbar sein wird. Dazu gehört auch die reale Arbeitswelt. Der Besucher wird spüren können, wie das Herz von BMW schlägt und mit welchem Enthusiasmus an den BMW Produkten gearbeitet wird." So wird das Ganze ein neues Portal zum BMW Standort München, also auch zum BMW Museum und zur Führung durch das Werk.

Den Besucher werden im BMW Erlebnis- und Auslieferungszentrum verschiedene Themenwelten erwarten. Herzstück ist die Fahrzeugübergabe, in der der Kunde von der Ankunft bis zur Abfahrt kompetent und individuell betreut wird.

Entspannte Atmosphäre und perfekte Organisation sorgen dafür, dass das Kennenlernen seines neuen Fahrzeugs oder Motorrades mit einem angenehmen persönlichen Erlebnis verbunden bleibt. Eine zweite Kommunikationswelt lässt den internationalen Besucher die Identität, die Vision und die Faszination von BMW erleben. Das Angebot reicht von Serviceleistungen über "erlebbare Technik", Unterhaltung und Lifestyle bis hin zu Essen und Trinken in kultiviertem Ambiente. Ein weiterer Schwerpunkt des Erlebnis- und Auslieferungszentrums wird ein Forum für die verschiedensten Veranstaltungen sein. In diesem Bereich werden bis zu 600 Personen Platz finden, um künstlerischen Darbietungen ebenso wie wissenschaftlichen Kolloquien oder technischen Vorstellungen zu folgen.

Architektenteam von Weltruf: COOP HIMMELB(L)AU.

COOP HIMMELB(L)AU wurde 1968 in Wien, Österreich, von Wolf D. Prix und Helmut Swiczinsky gegründet und arbeitet seither in den Bereichen Architektur, Kunst und Design. 1988 wurde ein zweites Atelier in Los Angeles, Kalifornien, und 2000 das Atelier COOP HIMMELB(L)AU Mex S.A. de C.V. in Guadalajara, México, gegründet.

COOP HIMMELB(L)AU realisierte Projekte, die von Umbauten in Wien
bis zu Stadtplanungsprojekten in Frankreich reichen. Zu den international bekanntesten Projekten zählen der Dachausbau Falkestraße in Wien, Österreich, sowie der Masterplan für die City von Melun-Sénart in Frankreich, der Museumspavillon in Groningen, Niederlande und das multifunktionale Kinozentrum "UFA-Palast Dresden", das im März 1998 eröffnet wurde.

In Planung oder bereits im Bau befinden sich derzeit zahlreiche weitere Projekte, darunter das Akron Art Museum in Ohio, USA, sowie das Musée des Confluences in Lyon, Frankreich, ein multifunktionales Büro- und Ausbildungszentrum in Hamburg und die Erweiterung der Akademie in München.

COOP HIMMELB(L)AU erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter den Berliner Förderungspreis für Baukunst 1982, den Preis der Stadt Wien für Architektur 1988, den P.A. Award 1989, 1990 und 1991, den Deutschen Architekturpreis 1999, den Großen Österreichischen Staatspreis 1999 und den Europäischen Stahlbaupreis 2001.

Ausschreibung mit hochkarätiger internationaler Beteiligung.

Das Ziel des Architektenwettbewerbs war es, ein Bauwerk von herausragender charakteristischer Architektur, Gestaltung und Organisation hervorzubringen, das zugleich die Werte von BMW repräsentiert. Dieses neue Gebäude und seine Außenanlagen sollten in respektvoller Harmonie in den Kontext der charakterstarken und hochwertigen Gebäude des Olympiaparks und der BMW Group Konzernzentrale eingebunden werden.

Diese Aufgabe war ebenso komplex wie ungewöhnlich. Deshalb wurde
dem Realisierungswettbewerb ein international offenes Bewerbungsverfahren vorgeschaltet, an dem sich 275 der besten Architekten der Welt beteiligten.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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