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Alt 26.11.2002, 21:17     #1
Hermann   Hermann ist offline
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BMW Group aktiv in Forschungsinitiative INVENT - 30.12.2001

Den Verkehr der Zukunft sicherer und flüssiger zu machen, Staus zu reduzieren und Unfälle zu vermeiden: Diese Ziele hat sich die Forschungsinitiative INVENT (INtelligenter VErkehr und Nutzergerechte Technik) auf die Fahnen geschrieben. Im Rahmen des Programmes "Mobilität und Verkehr" der Bundesregierung hat sich zu diesem Zweck die BMW Group mit 22 anderen Partnern, darunter Firmen aus der Automobil-, Zuliefer-, Elektronik- und IT-Industrie, Softwarehäusern sowie Forschungsinstituten, zusammengefunden. Die BMW Group liefert dabei Beiträge für die Teilprojekte "Fahrerassistenz, Aktive Sicherheit" und "Verkehrsmanagement 2010".

Insgesamt 76 Mio. Euro werden die Bundesregierung und die INVENT-Kooperationspartner bis Mitte 2005 in die Entwicklung neuer Fahrerassistenzsysteme und Informationstechnologien investieren. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Kooperation zu 45 Prozent. Die Initiative stützt sich auf Erfahrungen aus früheren Verbundprojekten wie PROMETHEUS und MoTIV. Mit der kontinuierlichen Forschung im Bereich Verkehr und Verkehrssicherheit soll nicht zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie gestärkt werden.

Parallel zur Entwicklung innovativer Produkte wollen die Kooperationspartner neue technologische Standards gemeinsam vorbereiten und durchsetzen. Um die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen, arbeiten sie von Anfang an eng mit der Bundesregierung zusammen. Einige der Unternehmen sind darüber hinaus an internationalen Projekten zu Verkehrsthemen beteiligt. Nach Ablauf der kommenden vier Jahre wollen die INVENT-Teilnehmer anhand von Demonstrationsfahrzeugen und Simulationen zeigen, wie das intelligente Auto und das Verkehrsnetz der Zukunft aussehen könnten. Mehr Sicherheit und Effizienz trotz des steigenden Verkehrsaufkommens stehen dabei an vorderster Stelle, aber die neuen Lösungen sollen auch für mehr Umweltfreundlichkeit und Komfort sorgen.

Autos lernen sehen, fühlen, denken und sprechen

Ein Schwerpunkt der Forschungsinitiative liegt auf neuen Fahrerassistenzsystemen, die bekannte Funktionen wie Tempomat und Abstandsregelung weiterentwickeln. So soll im Projekt "Fahrerassistenz, Aktive Sicherheit" ein Stau-Assistent entstehen, der automatisch den Abstand zum Vordermann regelt, die Geschwindigkeit anpasst und den Fahrer so im Stop-and-go-Verkehr entlastet. Sicherheitssysteme, die die Straße voll im Blick haben, sollen in Zukunft Unfälle vermeiden oder zumindest abschwächen - und etwa an Kreuzungen auch für den Schutz von Fußgängern und Fahrradfahrern sorgen. Sie erfassen gefährliche Situationen, können den Fahrer rechtzeitig warnen und im Notfall auch eingreifen. Die BMW Group stellt in FAS die Projektleitung. Schwerpunkt der Forschungsarbeit der Münchner ist die Entwicklung eines Querführungs- und Kreuzungsassistenten, der den Fahrer in unübersichtlichen Situationen vor möglichen Fahrfehlern bewahrt. Zudem entwickelt die BMW Group ein lernfähiges Assistenzsystem, das dem Fahrer situationsangepasste Hilfen und Erläuterungen anbietet und beteiligt sich am Aufbau einer Datenbank zum Fahrverhalten in bestimmten Verkehrssituationen.

Im zweiten Projekt, "Verkehrsmanagement 2010", wollen die INVENT-Partner das Problem Stau in den Griff bekommen und die Verkehrssituation in Ballungsgebieten entzerren. Dabei setzen sie auf zwei Lösungen: Zum einen auf Fahrerassistenten, die die optimalen Geschwindigkeiten, Abstände und Spurwechsel so berechnen, dass der Verkehr flüssiger wird, zum anderen auf Navigationssysteme, die in Zukunft auch den kleinsten Stau oder die gerade errichtete Baustelle in der Stadt kennen und dem Fahrer die beste alternative Route vorschlagen. Die Basis für beide Entwicklungen sind Autos, die untereinander automatisch kommunizieren. So kann beispielsweise der Vordermann den nachkommenden Fahrzeugen rechtzeitig eine Gefahrensituation melden.

Mit "Extended Floating Car Data" (XFCD) leistet die BMW Group in diesem Bereich einen wesentlichen Beitrag zur Erfassung und Veredelung von Verkehrsdaten. Bei diesem Konzept zur mobilen Verkehrsdatenerfassung beteiligen sich Fahrzeuge selbst an der Gewinnung von Verkehrsinformationen. Fahrzeuge werden so in die Lage versetzt, als mobile Sensoren im Verkehrsgeschehen, Verkehrs- und Wettersituationen zu erfassen und die gewonnenen Informationen anderen Verkehrsteilnehmern mitzuteilen.

Ein Teil des Verkehrs in Ballungsräumen wird durch Zuliefer- und Abholverkehr verursacht. Wie sich die Routen für die Lieferwagen unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrszustände am besten planen lassen, will ein drittes Projekt - "Verkehrsmanagement in Transport und Logistik" - untersuchen. Es wird zur Zeit beim BMBF beantragt.

Die Fahrassistenten der Zukunft sollen jedoch nicht nur intelligent, sondern auch einfach und intuitiv zu benutzen sein. Deshalb befassen sich die Wissenschaftler darüber hinaus mit dem Thema Mensch-Maschine-Interaktion, ihrer Akzeptanz seitens der Fahrer und mit rechtlichen Fragen, die sich daraus ergeben.

An der Forschungsinitiative INVENT beteiligt sind die Unternehmen Audi, BMW, Bosch, DaimlerChrysler, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Ericsson, fka, Ford, Hella, Hermes, IBM, IFAK, MAN, Navtech, Opel, PTV, die Siemens AG, Siemens Restraint Systems, Siemens VDO, Transver, der TÜV Rheinland, die Universität Köln und Volkswagen. Als Unterauftragnehmer werden an den Projekten auch viele Universitäts-Institute sowie eine große Zahl kleinerer und mittelständischer Unternehmen mitarbeiten.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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