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Alt 25.11.2002, 02:13     #1
Carsten   Carsten ist offline
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BMW

S-
Das Programm der Formel BMW ADAC Meisterschaft

Formel BMW ADAC Meisterschaft - eine Klasse, identische Autos.

Die Sache wird übersichtlicher: Die neue Formel BMW ADAC Meisterschaft ist eine Einklassengesellschaft und ersetzt in Deutschland ab der Saison 2002 die bisherige Aufteilung in Meisterschaft und Junior Cup. Einheitsfahrzeug wird der neue Formel BMW. Beibehalten werden die Ziele der intensiven Schulung und Förderung.

Die Philosophie der Talentförderung.
BMW Motorsport Direktor Gerhard Berger erklärt: "BMW will jungen Talenten den Einstieg in den Automobilsport erleichtern. Damit setzen wir an der womöglich wichtigsten Stufe einer Rennfahrerlaufbahn an - beim Umstieg vom Kart ins Rennauto. Plötzlich muss ein Talent nicht mehr nur Gas geben und bremsen, sondern auch schalten, Instrumente ablesen und mit einem kleineren Sichtfeld zurechtkommen. Außerdem wird die Fahrzeugabstimmung um die Komponente Aerodynamik erweitert."

50.000 Euro Förderung für die zehn Besten.
Der erste Schritt auf dem Weg in die Formel BMW ADAC Meisterschaft ist die Teilnahme an einem sogenannten Lizenzlehrgang, in dem unter anderem die Prüfung für die erforderliche Fahrerlaubnis, die Junior-Lizenz, abgelegt wird. Die besten Fahrer aus diesen Lehrgängen qualifizieren sich für die Sichtung. Mindestalter ist 15 Jahre. In der Sichtung wiederum werden die acht besten Fahrer ermittelt, die dann in der folgenden Rennsaison mit 50.000 Euro gefördert werden. Die Prüfung, die über diese Auswahl entscheidet, findet unter Aufsicht des aktuellen BMW Werksfahrers Jörg Müller und des ehemaligen Rennfahrers und heutigen BMW Motorsport Mitarbeiters Mike Strotmann statt, die beide auch als Instruktoren tätig sind. 2002 erhalten außerdem die beiden Fahrer, die 2001 in der Vorgängerserie, dem Junior Cup, am besten abgeschnitten haben, diese Unterstützung. In jedem Fall ist an das Preisgeld die Bedingung geknüpft, es in der Formel BMW ADAC Meisterschaft zu investieren.

Mit diesem Budget können sich die Junioren an jedes teilnehmende Team wenden. Es wird kein Werksteam mehr geben, das alle Autos der Junioren einsetzt. Auch das ist Teil der Ausbildung: Die Fahrer müssen sich wie in höheren Serien auch mit einem Team liieren und mit diesem die Saison bestreiten.

Die zehn Förderkandidaten nehmen automatisch an der weiterführenden Ausbildung des Formel BMW Racing Centers teil. Hier lernen die Teenager schon weit mehr als Fahrtechnik und das Abstimmen eines Rennwagens. Sport-Management, Sportgesetz, PR- und Medienseminar, Sponsoring, Wirtschaftsthemen, öffentliche Auftritte und Englisch stehen ebenso auf dem Lehrplan wie Fitness und Ernährung.

Fitness mit Zeugnis.
Das Fitnessprogramm begann vor dem Saisonauftakt mit einer Trainingswoche am Chiemsee. Die jungen Sportler bereiteten sich im Medical Park Bernau-Felden unter der Leitung von Dr. Ludwig V. Geiger und Dr. Holger Becker systematisch vor. Die ständige Überwachung von

Leistungsfähigkeit und Verfassung sowie ein abschließender Fitnesstest am Jahresende gehören mit zum Programm. Dafür begleitet ein mobiles Fitnesscenter - ein imposanter Sattelauflieger - die Serie. Die gesamte physiotherapeutische Betreuung der Junioren liegt in den Händen der Firma Medidac. "Nach so einer Saison sollten die Fahrer ein gutes Rüstzeug für ihre weitere Karriere haben", so Gerhard Berger. "Es geht BMW nicht darum, die eigenen F1-Fahrer von morgen auszubilden, wir binden die jungen Fahrer nicht an uns. Vielmehr sehen wir uns in der Verantwortung, dem Motorsport etwas zurückzugeben. Hinter dem Motorsportprogramm von BMW steckt ein gesamthaftes Konzept mit Engagements an der Basis und im Spitzensport."

Neu ist, dass auch Piloten, die keinen der zehn Förderplätze haben, an dem umfassenden Ausbildungsprogramm teilnehmen können. Für alle Fahrer gibt es die Möglichkeit, die BMW Hospitality zu nutzen, die bei jedem Rennen angeboten wird. Für dieses bewirtschaftete Zelt können die Fahrer Karten erwerben und so beispielsweise persönliche Sponsoren betreuen.

Das Förder-Programm mit einer Formel BMW Junior Mannschaft wird es auch in anderen internationalen Formel BMW Serien geben, die entstehen.

Vorläufer dieser intensiven Talentförderung gab es seit 1991. Der Erfolg hat immer wieder zu Konzeptverbesserungen motiviert: Mehr als 40 ehemalige Junioren schafften den Sprung in die Formel 3, einige von ihnen sogar darüber hinaus. Prominentestes Beispiel ist Ralf Schumacher, der 1992 im Formel Junior mit BMW Power seine ersten Autorennen fuhr.

Die Tradition der BMW Talentförderung reicht auf die späten 70er Jahre zurück, auf die Zeit des temperamentvollen BMW Junior Teams mit Marc Surer, Eddie Cheever und Manfred Winkelhock und die Auftritte der Procar-Serie.
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