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Alt 24.11.2002, 23:41     #1
Carsten   Carsten ist offline
BMW-Treff Team
 

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Großer Preis von San Marino - 12.-14. April 2002 - Vorschau

Nach einem vielversprechenden Start in die WM 2002 hält der Beginn der Europasaison nun neue Herausforderungen für das BMW WilliamsF1 Team bereit, um die Führung in der Weltmeisterschaft zu verteidigen. WilliamsF1 hält mit acht Siegen seit 1980 einen bemerkenswerten Rekord in Imola. Im selben Zeitraum gewann McLaren dort sechs mal, Ferrari drei mal. 2001 war Imola Schauplatz des ersten Sieges seit Beginn der Partnerschaft von BMW und WilliamsF1. Gleichzeitig war dies der erste Sieg in der Formel-1-Karriere von Ralf Schumacher.

Ralf Schumacher:
Offen gestanden würde ich mir in Imola gerne den Sieg holen, den ich in Brasilien knapp verpasst habe. Die Strecke mit ihren vielen schnellen Passagen liegt mir. Im Vorjahr ist mir dort mein erster Sieg gelungen, also wüsste ich nicht, warum wir dort nicht auch in dieser Saison konkurrenzfähig sein sollten. Allerdings hat Ferrari in Brasilien gezeigt, dass das neue Auto schneller ist als das alte. Wir werden uns auf den Hosenboden setzen und hart daran arbeiten, dass das BMW WilliamsF1 Team in Imola wieder erfolgreich ist.

Juan Pablo Montoya:
San Marino ist eine gute Strecke. Im Vorjahr hatte ich dort kein Glück. Es war nass, und ich habe Trainingszeit wegen ein paar Problemen verloren. Auf jeden Fall sind die Italiener freundliche Leute, und die Atmosphäre ist klasse. Es ist schön, nach der vielen Reiserei im März nun wieder in Europa zu fahren. Es ist angenehm, vorerst keine Langstreckenflüge mehr zu haben. Nach den ersten drei Rennen sind wir zuversichtlich, dass wir in Imola an unsere guten Ergebnisse anknüpfen können. Die Strecke, und hoffentlich auch das Wetter, sollte uns liegen.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Um diese Jahreszeit kann es in San Marino nass und kalt sein. Um in Imola schnell zu sein, braucht man auf jeden Fall Abtrieb, Motorleistung und eine Abstimmung, mit der man gut über die Randsteine fahren kann. Mit mittelschnellen bis schnellen Kurven, Schikanen und vielen Bremsmanövern ist der Kurs eine fahrerische Herausforderung. Außerdem ist eine gute Traktion sehr wichtig.

Auch wenn der Trend zu mehreren Stopps geht, ist die Strategie grundsätzlich offen und kann im Rennen für zusätzliche Spannung sorgen. Auch die geringen Zeitabstände, die wir im Qualifying in Brasilien gesehen haben, zeugen von Leistungsdichte und versprechen Spannung. Michelin hatte sehr guten Reifen für Brasilien und im vergangenen Jahr einen Teil zum Sieg in Imola beigetragen. Seitdem hat die Entwicklung große Schritte gemacht, ich bin sicher, wir werden in dieser Hinsicht konkurrenzfähig sein.

Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor):
Nachdem wir im Vorjahr in Imola unseren ersten Sieg gefeiert und in diesem Jahr auch bereits sehr gute Platzierungen erzielt haben, gehen wir hoch motiviert nach Italien. Im vergangenen Jahr sind wir dort sehr gut zurechtgekommen. Es gibt Bergaufpassagen, auf denen sich die Leistung unseres Motors bezahlt macht. Michelin hat dort 2001 auf Anhieb eine gute Figur gemacht, und die Abstimmung des Autos hat in Imola auch gut gepasst. Trotzdem ist klar, dass der neue Ferrari nur sehr schwer zu schlagen ist. Ich sehe auch einen gewissen Heimvorteil für die Roten. Aber immerhin haben wir sie dort im vergangenen Jahr besiegt, und das werden wir wieder versuchen.

Imola ist auch nach den vor einigen Jahren durchgeführten Umbauten ein interessanter Kurs mit einer tollen Atmosphäre geblieben. Es gibt schnelle Kurven mit hohen Ansprüchen an die Aerodynamik und andere, wo es vor allem auf Traktion ankommt. Momentan steht die Diskussion um Michael Schumacher und Juan Pablo Montoya etwas im Vordergrund, nächste Woche wird der Sport sie wieder in den Schatten stellen.

Der Große Preis von San Marino wird am Sonntag, dem 14. April 2002, um 14 Uhr gestartet. Auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari werden 62 Runden à 4.933 Kilometer gefahren. Rundenrekordhalter ist Ralf Schumacher, der 2001 in seinem WilliamsF1 BMW FW23 die schnellste Runde in 1.25,524 Minuten drehte. Die traditionsreiche Strecke in der Nähe von Bologna wurde 1952 eröffnet, elf Jahre spatter fand dort erstmals ein Formel-1-Rennen statt. 1970 wurde der Kurs nach Dino Ferrari benannt, der Name seines Vaters wurde 1988 nach dessen Tod hinzugefügt.
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