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Alt 24.11.2002, 23:56     #1
Carsten   Carsten ist offline
BMW-Treff Team
 

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Großer Preis von Malaysia - 15.-17. März 2002 - Vorschau

Nachdem der Saisonaufakt mit Platz zwei für Juan Pablo Montoya und dem Unfall von Ralf Schumacher nur ein Teilerfolg war, hat sich das BMW WilliamsF1 Team für den Großen Preis von Malaysia am kommenden Wochenende in Sepang mehr vorgenommen. Im vergangenen Jahr war das Team beim ersten Grand Prix des Jahres sogar leer ausgegangen, hatte aber anschließend mit Startplätzen in den ersten beiden Reihen sowohl in Malaysia als auch in Brasilien Stärke gezeigt. In diese beiden Strecken setzt die deutsch-englische Mannschaft auch 2002 große Hoffnungen. In Malaysia kommt den Reifen eine besonders große Bedeutung zu. Außerdem können extreme Luftfeuchtigkeit und überraschende Wetterumschwünge eine entscheidende Rolle spielen beim jüngsten Grand Prix des Formel-1-Kalenders.

Ralf Schumacher:
Den Startunfall von Australien und die damit verbundene Schuldfrage habe ich längst abgehakt. Ich möchte in diesem Jahr nur nach vorn schauen und nicht sinnlos über etwas jammern, was hinter mir liegt. Ich sehe auch nicht, dass der Druck für mich durch die null Punkte größer geworden wäre. Die Saison ist 17 Rennen lang, da wird nicht gleich beim Auftakt alles entschieden. Viel wichtiger war, dass unser Auto auch bei den relativ niedrigen Temperaturen in Melbourne sehr konkurrenzfähig war. Und in Sepang wird es nun viel heißer sein, da sollten unsere Michelin-Reifen noch ein größerer Vorteil gegenüber der Konkurrenz sein. Außerdem wird es auch am Auto ein paar Veränderungen geben, was mich insgesamt für den Grand Prix von Malaysia recht zuversichtlich stimmt.

Juan Pablo Montoya:
Sepang ist eine großartige Rennstrecke. Ich habe es sehr genossen, dort im vergangenen Jahr zu fahren, obwohl ich im Rennen im Regen von der Strecke gerutscht bin. Der Große Preis von Malaysia wird sehr interessant werden für uns. Ich glaube, dass unsere Gesamtpaket dort gut abschneiden wird, wir sind ziemlich stark. Das Auto sollte recht gut sein und bei den höheren Außentemperaturen werden die Reifen viel besser funktionieren als in Melbourne. Letztes Jahr habe ich mich in Melbourne als Elfter qualifiziert und in Sepang als Sechster, ich denke wirklich, dass wir in Malaysia mehr von unserem Potenzial zeigen können. Wegen des heißen und feuchten Klimas wird das Rennen für uns Fahrer physisch sehr hart.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Wir rechnen in Malaysia mit erheblich höheren Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Die Strecke nahe Kuala Lumpur ist anspruchsvoll, es gibt viele Richtungsänderungen durch mittelschnelle und schnelle Kurven. Außerdem muss man sich auch mit drei langsamen Kurven auseinandersetzen, und auf vier Geraden ist Motorleistung gefragt. Im vergangenen Jahr wurde das Rennen durch Wetterkapriolen zum Krimi, das kann wieder passieren und führt zu unterschiedlichen Strategien bei den Teams. Dass es drei Überholmöglichkeiten gibt, sorgt außerdem für Spannung. Michelin hat hart gearbeitet und versorgt uns in Malaysia mit einer neuen Reifenserie, die uns einen weiteren Schritt nach vorn bringen soll. Es wird interessant zu sehen, wie sich höhere Asphalttemperaturen auf unsere Wettbewerbsfähigkeit auswirken.

Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor):
Der Sieg von Michael Schumacher in Melbourne hat uns nicht sonderlich überrascht. Es war klar, dass Ferrari auch in diesem Jahr die Messlatte darstellen würde. 2001 hatten sie ebenfalls beim Auftakt in Australien dominiert, und in Malaysia ging es dann viel enger zu. Das BMW WilliamsF1 Team hat in den letzten Tagen hart gearbeitet und bei den Testfahrten in Silverstone einige Modifikationen getestet. Da zudem die hohen Temperaturen unserem Paket aus Chassis, Motor und Reifen liegen sollten, gehe ich davon aus, dass wir näher an Ferrari dran sein sollten. Das Ergebnis von Melbourne sollte nicht überbewertet werden: Es wird in dieser Saison ganz sicher Rennen geben, bei denen wir ein Wort um den Sieg mitreden werden.

Die Rennstrecke:
In Sepang wird 2002 zum vierten Mal ein Formel-1-Grand-Prix ausgetragen. Der Kurs und die hochmoderne Anlage liegen etwa eine halbe Fahrstunde südlich von Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia. Die Streckenlänge beträgt 5,543 Kilometer, das Rennen wird über 55 Runden ausgetragen. Der Start erfolgt am Sonntag, dem 17. März, um 15 Uhr Ortszeit, das entspricht 8 Uhr in Deutschland.
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