Thema: 3er / 4er allg. 330d oder 2.5 tdi?
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Alt 30.10.2002, 10:11     #17
jan   jan ist offline
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Aktuelles Fahrzeug:
A8 4,2TDI+/TTR225
Hatte 330D Schalter und einige Audi TDIs.

Getriebe:
beim 330D: Kupplung ist wegen des höheren Drehmoments deutlich schwergängiger bzw. rückt knallhart abrupt ein. Kein so angenehmes Schalten wie in der Benziner- oder 320D-Fraktion; grosser Unterschied.
aus der Praxis empfehle ich daher den BMW mit Automatik zumal bei meinem jetzigen 530 D der Ampelantritt astrein ist und ohne Turboloch. Für die selbe Beschleunigung müsste ich beim 330 Schalter richtig arbeiten. In der Praxis ist man mit der Automatik flotter. (nur nicht die Autotester-Profi-Fraktion)
Beim Audi: bisher haben die es nicht hinbekommen, die Tiptronic korrekt abzustimmen. Die Kraft verhungert nach wie vor im Wandler. Schaltet außerdem zu früh hoch und verhunger dann.
Der Schaltung im A6 ist zwar ok, aber entspanntes Fahren auf der Bahn ist das nicht. zuviel Schaltvorgänge. Multitronic kenne ich nicht.


- Fahrwerk: BMW ist super neutral auch bei Nässe und Schnee. Deutlich ausgewogener als die kopflastigen Audis. Diesbezüglich weiterer immenser Vorteil: Traktion duch Heckantrieb ist top. Die Audi-Diesel darf man eigentlich nur als Quattro kaufen; aber dann relativieren sich beim 2.5 mit 180 PS die Fahrleistungen definitiv auf das Niveau eines C-Klasse 220CDI. Bin nicht dran vorbeigekommmen. Als alter Frontantrieb-Audi-Fahrer habe ich mich bezüglich des Heckantriebs eines besseren belehren lassen.

-Motor: Geräusch angenehm, etwas nach V8. In Verbindung mit Automatikgetriebe leider lauter; dies gilt auch für die Audis.. Dann nageln die auch in warmen Zustand bei langsamer Fahrt.
Motor der Audis ist ein Blender. Pusht bis 160, dann wird er zäh. Auf der Bahn bist du nur am Getriebe rühren. Beim BMW ist der 5. zwar zu kurz bei vmax, aber dafür kannst du ihn ab 120 drinlassen.

- Fahrkomfort: der Audi V6 ist insgesamt leiser. Der Federungskomfort ist im Audi besser, da das BMW-Fahrwerk zu recht Sportfahrwerk heisst. Ist aber nicht unangenehm. Der BMW ist zum heizen besser, ehrlicher. Besonders bei vmax in schnellen Autobahnkurven. Da geht einem im Audi eher die Klette, das das Heck kommt.

- sonstiges: Alle Audi-Tachos lügen gewaltig. Mein A6 V6TDI mit 150PS zeigte bergab mal 260km/ an , bei eingetragenen 212 km/h.
Selbst mein TTR (225) zeigt bergab bei 265km/ bei eingetragenen 237kmh.
Die BMW-Tachos scheinen dagegen leider sehr genau zu gehen...
Überholimage bei BMW ist besser als bei Audi.

Kosten: Kasko-Einstufung bei Audi zwar besser. Unterhalt aber durch schweineteure Longlife-Öle und Zahnriemenwechselintervalle deutlich teurer, ebenso die Preise für Bremsbeläge und -scheiben. Garantieverlängerung bei BMW mit Europlus günstiger als bei Audi.

Zuverlässigkeit: Audi beschissen; und wird auch nicht besser. Sehr unzuverlässig. Ebenso Pumpen/Injektoren/LMM-Probleme wie alle anderen (BMW,Mercedes). Beispiel für 98er A6: 11 Monate LAufzeit, reine Werkstatt-Standzeit 1,5 Monate. Defekt: Zylinderlopf,LMM,Bremsscheiben,Sättel, Stossdämpfer, Kraftstoffleitungen, und 1000 andere "Kleinigkeiten". Dreimal auf Autobahn liegengeblieben.

Fazit und Empfehlung: BMW ist zuverlässiger und besser verarbeitet (nicht "optisch" sondern qualitativ). Keine BWM-Telefone ordern-nicht ausgereift.
Dreier ist im Verhältnis zum 5er zu teurer. Audi nur dann kaufen, wenn man als Vielfahrer nicht ständig darauf angewiesen ist. Audis sind Blender, die mehr versprechen als halten.

Gruss, Jan
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