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Alt 05.07.2016, 23:26     #31
bbbbbbbbbbbb   bbbbbbbbbbbb ist offline
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Zitat:
Zitat von freakE46 Beitrag anzeigen
Eine längere Hinterachse ändert zwar nichts an den Einzelübersetzungen, ändert aber die Gesamtübersetzung jeden einzelnen Ganges, so dass die Gangspreizung stetig größer wird. Eine um den Faktor 1,5 längere Hinterachse sorgt bspw. dafür, dass der 2. Gang nun bis 90 statt nur bis 60 km/h geht. Der dritte Gang läuft nun bis 135 km/h statt nur bis 90. Die Spreizung hat sich um 50 % vergrößert, im nächst höheren Gang müssen niedrigere Drehzahlen länger durcheit werden bzw. der vorherige Gang muss länger ausgedreht werden, um im nächsten Gang auf die gleiche Drehzahl zu kommen.
Du irrst leider. Beispiel: Die Gangspreizung beim ZF - Getriebe, das bei mir verbaut ist, beträgt 4,2. Der kleinste Gang ist mit 4,21 übersetzt, der große geht direkt mit 1 durch (Kardanwellendrehzahl = Kurbelwellendrehzahl). Die erreichbare Geschwindigkeit am Abregelpunkt beträgt mit der 3.15 - Serienachse im 1. Gang 58 km/h und im 5. Gang 245 km/h. 245 durch 58 = 4,2. Mit dem 2.65 er vom 525tds sind es 69 und 292, macht ebenfalls 4,2. Die Spreizung hat sich nicht verändert, lediglich die Raddrehzahlen (und somit logischerweise auch die gefahrenen Geschwindigkeiten) sind in jedem Gang bei gleicher Motordrehzahl höher.
Zitat:
Dass ein 535i im 8. Gang z.B. trotz 306 PS bei Weitem keine 250 km/h mehr schafft, ist ja per se kein Sachmangel.
Die Höchstgeschwindigkeit in der 8. Fahrstufe, die Du ja als beinahe unfahrbar lang beschreibst, habe ich übrigens mal berechnet (anhand der Daten wie cw - Wert, Größe der Stirnfläche, Leistung bei der entsprechenden Drehzahl, Fahrzeugmasse, Luftdichte). Heraus kamen knapp 240 echte Stundenkilometer. Angesichts dessen, dass der Motor hierbei keine 4000 U/min. dreht, finde ich diese Geschwindigkeit gar nicht mal schlecht. Ein echter Ökogang sollte für eine deutlich größere Reduktion der maximal möglichen Fahrgeschwindigkeit sorgen, erst dann ist er lang genug. Beispiel: Der nur in den USA erhältliche Chrysler 200. Lang und schwer wie ein F10, als Basismotor ein 2,4 - Liter - Saugbenziner, 9 - Stufen - Automatik, Drehzahl bei 100 km/h: 1300 U/min. DAS nenne ICH lang. Ich würde mich wundern, wenn die Fuhre in der 9. Stufe noch die 200 knackt. Aber das soll sie auch nicht. Beim Gleiten mit 130 km/h und für einen Saugbenziner von diesem Format aberwitzig erscheinenden 1700 U/min. arbeitet der Motor nahe an seiner Volllast, also mit bestem Wirkungsgrad. So spart man Sprit und schont die Nerven. Braucht man Leistung, sind 8 fein gestufte Gänge unterhalb des extremen höchsten Ganges schnell verfügbar.
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