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Alt 05.07.2016, 20:29     #29
freakE46   freakE46 ist offline
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Zitat von bbbbbbbbbbbb Beitrag anzeigen
Das war, wie gesagt, ein Extremversuch, weil ich wissen wollte, wie so ein augenscheinlich laufruhiger Dreizylinder in einem besonders kritischen Bereich operiert. Der Ford - Motor zeigt noch bei 1500 U/min. deutliche Vibrationen, die mich bei einem Vierzylinder dazu veranlassen würden, mal nach Zündaussetzern zu suchen. Die Gangsprünge werden nicht verändert, wenn man das Hinterachsgetriebe verlängert, wie auch, das Wechselgetriebe blieb schließlich unangetastet.
Diese deutlichen Vibrationen unter 1500 U/min kenne ich so auch von so manchem Vierzylinder, auch ohne Volllast. Das ist also kein 3-Zylinder-exklusives Problem. Mir fällt es bei der gewählten Gangspreizung relativ leicht, diesen unteren Drehzahlbereich zu meiden.

Eine längere Hinterachse ändert zwar nichts an den Einzelübersetzungen, ändert aber die Gesamtübersetzung jeden einzelnen Ganges, so dass die Gangspreizung stetig größer wird. Eine um den Faktor 1,5 längere Hinterachse sorgt bspw. dafür, dass der 2. Gang nun bis 90 statt nur bis 60 km/h geht. Der dritte Gang läuft nun bis 135 km/h statt nur bis 90. Die Spreizung hat sich um 50 % vergrößert, im nächst höheren Gang müssen niedrigere Drehzahlen länger durcheit werden bzw. der vorherige Gang muss länger ausgedreht werden, um im nächsten Gang auf die gleiche Drehzahl zu kommen.

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Zitat von bbbbbbbbbbbb Beitrag anzeigen
Meine Erfahrungen: In der Stadt bringen lange untere Gänge nichts, sind teilweise sogar kontraproduktiv. Auf der Autobahn kann der obere Gang jedoch nicht lang genug übersetzt sein. Ich wundere mich jedes Mal, wie sparsam die Kiste selbst dann ist, wenn ich wirklich schnell unterwegs bin. Einen 155 er Schnitt (in Fahrt genullt) schaffe ich beispielsweise noch mit einstelligen Verbrauchswerten. Für mich als Autobahnfahrer würde Downsizing wirklich gar nichts bringen außer Nachteilen.
Optimal wären theoretisch unendlich viele Gänge, da der Motor dann immer im optimalen Fenster arbeiten kann - ähnlich also einer stufenlosen Automatik. Aber da ich generell Wandlerautomaten bevorzuge, sollten es dann schon 8 oder (bei Langstreckenautos sinnvoll) 9 Stufen sein. Dann hat man für jeden Anwendungs- und Geschwindigkeitsbereich eine nahezu perfekte Getriebeübersetzung. Für die Stadt hat man recht kurze Gänge, so dass die Drehzahl immer niedrig gehalten werden kann und die Beschleunigung ebenfalls gut ausfällt, sofern das Getriebe sehr flott schaltet - und das ist ja mittlerweile durchaus der Fall. Für die Autobahn gibt es Overdrives. Im Regelfall stimmen 6 Fahrgänge (mit Vmax bei ~Nmax(6. Gang)) ja schon zufrieden bzw. sorgen für eine passende Abstufung ohne zu große Lücken und darüber lauern zwei, drei Overdrives. Unendlich lang sollte die Übersetzung nun allerdings auch nicht werden, aber so bescheuert stimmt das wirklich kein Hersteller ab. Dass ein 535i im 8. Gang z.B. trotz 306 PS bei Weitem keine 250 km/h mehr schafft, ist ja per se kein Sachmangel.
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