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Alt 19.07.2012, 22:01     #620
Uwe523iE39   Uwe523iE39 ist offline
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Nürburgring Insolvenz

So. Mittlerweile hat es endlich diese dilettantische und überforderte Landesregierung in Mainz geschafft den Nürburgring vor die Wand zu fahren.

Was viele schon lange geahnt haben und wovor viele immer gewarnt haben ist nun eingetreten. Die Nürburgring GmbH ist Pleite.
Die Pächter (2 Typen, die sich die Säcke so richtig voll machen und nix zahlen), als Nürburgring Automotive GmbH, bleiben vorerst noch an Bord, bis zum Herbst.
Ein noch zu bestimmender Insolvenzverwalter übernimmt die Sache in kürze.

Hoffe nur, das die Mitarbeiter bleiben können und das es weitergeht mit Motorsport am Ring.

Fast eine halbe Milliarde Euro futsch, für die der Steuerzahler nun wieder aufkommen muss! Das kommt dabei raus, wenn ahnungslose Politiker handeln.
Ich kann nur hoffen das sich die Staatsanwaltschaft angesichts dieses riesigen Betrags an verschwendeten Steuergeldern den Herrschaften annimmt.

Ich will nicht das das 24h Rennen 2012 das letzte war.

Stimmen zum Thema:

Rehs Race Team (BMW 1er):

Die legendäre Nordschleife, steht wie keine zweite Rennstrecke für die Faszination Motorsport. Die Rennfahrerlegende Jackie Stewart gab ihr auf Grund der sehr hohen Anforderung an Mensch und Material den Spitznamen „Grüne Hölle“. Seit mittlerweile 80 Jahren zieht sie Rennfahrer in ihren Bann, ist aber auch zur touristischen Anlaufstelle für Nicht-Motorsportler geworden. Für die Region, die ansonst
en vor allem mit der wunderschöne Landschaft für sich werben kann, ist der Nürburgring seit seiner Entstehung auch Zugpferd für die heimische Wirtschaft. Unzählige Existenzen sind direkt abhängig vom Erfolg und den Besuchern des Nürburgrings. Und genau diese Menschen sehen im Moment einer ungewissen Zukunft entgegen.

Unter dem Deckmantel der „Strukturförderung“ wurden in den letzten Jahren rund um den Nürburgring unvorstellbare Summen an Steuergeldern verschwendet, ohne berechtigte Warnungen und Kritiken in irgendeiner Weise gelten zu lassen. Sehenden Auges hat die rheinland-pfälzische Landesregierung unter Vorsitz von Ministerpräsident Kurt Beck ein Projekt vorangetrieben, das von vorneherein zum Scheitern verurteilt war. Die Region, die nach Angaben der Politiker von den Maßnahmen profitieren sollte, muss nun miterleben, wie ihre Steuergelder verbrannt werden. Vorläufiger Höhepunkt (oder sollte man besser sagen Tiefpunkt?) des Wahnsinns ist die Ankündigung der Landesregierung, dass die landeseigene Nürburgring GmbH in die geordnete Insolvenz gehen wird.


An dieser Stelle sollte die Landesregierung in Mainz aufwachen! Das Vertuschen und Verschleiern, das Schönreden der letzten Jahre muss aufhören. Die Köpfe dieser Misere müssen weg. Herr Beck, damit sind vor allem Sie gemeint! Beweisen Sie der Region, dass Ihnen etwas an Ihr liegt! Lassen Sie endlich jemanden ans Ruder, der für klare Linien sorgt und den Nürburgring wieder ins ruhige Wasser steuert! Für die Region – für die Menschen, die Ihnen angeblich am Herzen liegen. Sorgen Sie dafür, dass der Nürburgring nicht in die Hände privater Heuschrecken fällt.


Und da eine Forderung nie ohne Gegenleistung daher kommen sollte, versprechen wir, dass wir auch weiterhin gerne unser Geld in die Region rund um den Nürburgring tragen! Denn wir lieben den Ring und sind gerne in den Pensionen und Gaststätten der Region zu Gast. Und nicht zuletzt messen wir uns gerne im sportlich-fairen Wettkampf auf der schönsten Rennstrecke der Welt!


Bitte teilt den Beitrag.


Quelle: Facebook http://www.facebook.com/RehsRaceTeam

Beitrag von Dirk Adorf (BMW Werksfahrer):

so so, jetzt ist also die EU schuld daran, dass der Nürburgring den Bach runter geht..... habe es seit 2007 verfolgen müssen, es gibt nur einen der die ganze Nummer mit Vollgas an die Wand gefahren hat! Kurt Beck! Ein Glanzstück ist ihm hier gelungen.... bei jedem Anderen würde er und der ganze Rest der SPD den sofortigen Rücktritt fordern, wenn noch ein klein wenig Anstand da sein sollte, dann wird er so handeln, wie er es von Anderen verlangen würde!

Quelle: Facebook

Das Z-Racing Team (Z4):

Vielleicht sind es ja nur wenige Verrückte, die sich für Motorsport interessieren. Und von denen vielleicht nur ein Teil, denen es um den Nürburgring geht. Aber über lange Jahrzehnte sind solche Motorsportfans in die Eifel gefahren, und sie tun es noch. Sie haben nasse Wiesen ruiniert und Staus verursacht. Aber sie haben Leben und Enthusiasmus in die Region gebracht, viele Unternehmen über lange Jahre am Leben und Florieren gehalten, indem sie viel Geld dort gelassen haben.
Aus einer harten Zeit in den Neunzigern hat sich der Motorsport am Nürburgring wieder zu einer absoluten Breitenveranstaltung entwickelt. Angefangen von den täglichen Touristenfahrten, die nie so gut besucht waren wie jetzt, über GLP und RCN bis hin zur VLN, die allesamt beispiellose Erfolgsjahre vorzuweisen haben. Bei einem VLN-Lauf sieht die Startaufstellung heutzutage fast so voll aus wie früher die eines 24h-Rennens.
Über allem thronen die Großveranstaltungen, die Mengen von Besuchern in ihren Bann ziehen: das 24h-Rennen, Rock am Ring und andere, ja selbst die Formel 1.
Alle diese Besucher kamen wegen des Motorsports. Sicher gibt es auch Wanderer, Jäger, Mountainbiker und andere, die den Weg in die Gegend finden. Aber noch viel sicherer kommt niemand wegen eines nicht funktionierenden Ring°Racers, einer leeren Bahnhofshalle oder eines schimmeligen Eifeldorfs nach Nürburg.
Der Nürburgring spielt eine einzigartige Rolle unter allen Rennstrecken aufgrund seiner Naturnähe und Länge. Er fordert Fahrer und Zuschauer gleichermaßen, nicht nur aufgrund des Wetters. Speziell die Nordschleife stellt ein Zentrum des Breitensports dar, der hier in unterschiedlichster Weise mit viel Einsatz betrieben wird.
Vielleicht interessiert es mehr, wenn einmal alle paar Jahre eine Handvoll Fußballspiele in einem Land gespielt werden. Oder gar nur ein einziges Tennisturnier auf heiligem Rasen. Vielleicht ist ja vielen Menschen die Tradition des Nürburgrings nicht wichtig, ein Anachronismus in unserer grünen Zeit.
Stirbt aber der Ring, dann trifft es nicht nur die Motorsportfans, sondern es stirbt die Region. Das darf nicht passieren.
Herr Ministerpräsident Beck, wenn Sie noch zwei Kugeln haben, dann ist es höchste Zeit, sie in die Hand zu nehmen und das Desaster für die Region zu beenden. Was auch immer Sie jetzt tun, Ihrem Ansehen schadet es doch nicht mehr, warum also nicht mal was Vernünftiges?
Danach wünsche ich Ihnen einen hoffentlich baldigen Ruhestand.
Der Ring gehört nicht in private Hände. Und auch nicht in die Hände der EU.
Wir drücken den Angestellten der Nürburgring GmbH und den abhängigen Anwohnern die Daumen, dass sich eine gute Lösung findet.


Quelle: HP Z-Racing-Team http://www.zracingteam.de/cm/index.p...&Itemid=100005

Zudem abschließend ein Verweis auf Mike Frison's Blog auf 20832.com http://mikefrison.com/1667
Ich denke, seine Seite gehört bei jedem Ring-Fan in die Favoritenspalte im Browser.

Ich kann nur hoffen, das es auch nächstes Jahr dort irgendwie weitergeht.
Die Nordschleife ist einfach viel zu wertvoll um preisgegeben zu werden.
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