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Alt 24.10.2011, 09:33     #1
Martin   Martin ist offline
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Laden so wie es sein sollte – einfach und schnell.

München. Nach dem Flottenversuch mit 40 MINI E in München erreichten die Partner Siemens und BMW im Projekt „Drive eCharged" der Modellregion München einen weiteren Meilenstein durch die Entwicklung und Erprobung eines Ladesystems für Wechsel- und Gleichstrom mit nur einer Ladedose. Hierzu wurden ein BMW ActiveE mit modernster Antriebstechnologie sowie eine neu entwickelte Gleichstrom- Ladesäule von Siemens in einem Pilotversuch getestet. Eingesetzt wird der bekannte Typ 2 Stecker nach IEC 62196-2. Damit wurde ein Ladesystem entwickelt und erprobt, das sowohl für Wechselstrom als auch für Gleichstrom geeignet ist. Die Partner haben einen neuen Maßstab beim Schnellladen mit Gleichstrom von Elektrofahrzeugen gesetzt und die durchschnittliche Ladezeit auf ca. 30 Minuten verkürzt. Das benutzerfreundliche und zukunftsweisende Pilotsystem hat viele Vorteile:
  • Verschiedene Ladeklappen am Fahrzeug sind für das Wechsel- und Gleichstromladen nicht mehr notwendig.
  • Der Kunde bedient nur einen Ladeanschluss am Fahrzeug für sämtliche Ladearten.
  • Durch die Verlagerung des Gleichrichters vom Fahrzeug in die Ladesäule wird eine Platz- und Gewichtsersparnis im Elektrofahrzeug ermöglicht. Die Reichweite wird erhöht, die Elektrofahrzeuge werden noch effizienter.
  • In Zukunft können Elektrofahrzeug-Nutzer sowohl öffentlich mit Gleichstrom schnell laden als auch herkömmlich zuhause mit Wechselstrom laden.
  • MINI E Nutzer in München bestätigen, dass herkömmliche Ladezeiten mit Wechselstrom für den Alltag praktikabel und angemessen sind. Laden mit Gleichstrom kann aber eine kundenwertige Ergänzung sein, um im Bedarfsfall schnell viel Reichweite zu bekommen.
  • Mit dem Schnellladen erschließen sich neue Nutzersegmente wie Flottenbetreiber und „aternenparker" ohne eigene Garage.

Für höhere Stromstärken und somit kürzere Ladezeiten haben die deutschen Automobilhersteller das Combined Charging System kürzlich vorgestellt, das eine Erweiterung des im Projekt „Drive eCharged" eingesetzten Ladesystems darstellt. Mit diesem System können alle verfügbaren Ladesorten bedient werden: ein-phasiges Laden mit Wechselstrom, schnelles dreiphasiges Laden, Gleichstromladen für Haushalte oder ultraschnelles Gleichstromladen an Stromtankstellen. Bei den ersten serienmäßigen Elektrofahrzeugen der BMW Group wird diese Ladeschnittstelle vom Typ 2 Stecker nach IEC 62196-2 angeboten.

Im März 2010 wurde das Projekt zur Erprobung von Elektrofahrzeugen und für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur unter dem Motto „Gemeinsam für München" von BMW, Siemens und den Stadtwerken München (SWM) ins Leben gerufen. Bereits im September 2010 begann die erste Phase des Projekts im Rahmen eines Feldversuchs mit 40 MINI E und einer entsprechenden Ladeinfrastruktur. Bis Juni 2011 legten 40 MINI E 300.000 Kilometer emissionsfrei in der Landeshauptstadt zurück. Gefördert wird das Projekt durch das Programm Modellregionen Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Das BMVBS setzt in acht Modellregionen hierzu bis Ende 2011 insgesamt 130 Millionen Euro ein. Koordiniert wird das Programm von der NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Der BMW ActiveE ist für die BMW Group bereits das zweite Elektrofahrzeug in München. Weltweit betreibt das Unternehmen seit 2009 eine Erprobungsflotte von mehr als 600 Elektrofahrzeugen, eine der größten ihrer Art. Bislang haben die MINI E in Summe rund 14 Millionen Kilometer auf öffentlichen Straßen zurückgelegt. Die Erfahrungen des Münchner Versuchs fließen direkt in die Serienentwicklung künftiger Elektrofahrzeuge ein. Der Feldversuch mit dem BMW ActiveE, einen elektrischen BMW 1er Coupé, beginnt im nächsten Jahr in München, die Serienproduktion des BMW i3 startet 2013.

Siemens entwickelte die Technik für das Laden im öffentlichen und privaten Raum. Das Spektrum der eingesetzten Ladestationen reicht von der öffentlichen Ladesäule bis zur Heimladestation. Siemens beschäftigt sich umfassend mit dem Thema Elektromobilität, von der regenerativen Stromerzeugung über die Entwicklung der elektrischen Infrastruktur samt ihrer Einbindung in intelligente Stromnetze und der Kommunikation zwischen Auto und Netz bis hin zur Fahrzeugseite, wo Siemens sich beispielsweise bei elektrischen Antrieben engagiert.

Für die SWM standen im gemeinsamen Projekt „Drive eCharged" zunächst Standortauswahl und Aufbau der Ladesäulen-Infrastruktur im Fokus, in der Folge dann der sichere und zuverlässige Betrieb. Die Nutzung der öffentlichen Ladestationen hat die SWM Strategie einer bedarfsorientierten Infrastruktur bestätigt. Die SWM liefern auch den Ökostrom, mit dem die Ladestationen ausschließlich betrieben werden. Diese regenerativ erzeugte Energie ermöglicht eine umweltfreundliche Mobilität, denn der CO2-Ausstoß der hier betankten Fahrzeuge ist gleich Null.

Getragen wird die Elektromobilität in München von der SWM Ausbauoffensive Erneuerbare Energien. Mit dieser wollen die SWM bis 2025 so viel Ökostrom in eigenen Anlagen erzeugen, wie in der Landeshauptstadt verbraucht wird – und damit natürlich auch den zukünftigen Bedarf von E-Fahrzeugen.


Aus den Projekt-Erfahrungen heraus haben die SWM Mobilitätsprodukte entwickelt, von denen E-Fahrzeugnutzer in München schon heute profitieren. Und die Resonanz ist groß: Insgesamt haben die SWM bereits rund 110 Strom-Tankkarten ausgegeben.
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