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Alt 05.07.2010, 11:05     #2
Martin   Martin ist offline
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In der heutigen Zeit sehen sich unsere Gesellschaft, und mit ihr das Umfeld für individuelle Mobilität, mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert. Immer mehr Faktoren beeinflussen die Tragweite des individuellen und des unternehmerischen Handelns. Die Welt befindet sich ökologisch, wirtschaftlich und sozial im Umbruch. Doch welche Entwicklungen gilt es zu beachten und wie kann man ihnen begegnen?



Klimawandel und globale Erwärmung.

Der Klimawandel und die damit einhergehende globale Erwärmung sind Fakt. Das Jahrzehnt von 2000 bis 2009 war zwar das wärmste, das je gemessen wurde, doch auch die weltweit unternommenen Anstrengungen, dem entgegenzuwirken, sind so groß wie nie. Mit einem weiteren Anstieg der Durchschnittstemperatur ginge eine Vielzahl weitreichender Folgen einher, darunter eine verstärkte Gletscherschmelze, ein steigender Meeresspiegel, ein verändertes Auftreten von Niederschlägen und zunehmende Wetterextreme. Eine Ursache der kontinuierlich steigenden Durchschnittstemperatur liegt in der Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts durch den Menschen. Insbesondere durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe entsteht das klimaschädliche Gas CO2, das den Treibhauseffekt und damit die Erderwärmung weiter vorantreibt. Um den Klimawandel zu verlangsamen und eventuell sogar aufzuhalten, gilt es daher vor allem, die CO2-Emissionen deutlich und schnell zu reduzieren. Lösungen wären hier der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf regenerative Energiequellen sowie die Steigerung der Effizienz sämtlicher Energieverbraucher.


Ressourcenverknappung.

Zusätzlich zu den klimatischen Veränderungen beeinflusst vor allem die drohende Ressourcenknappheit die globale Welt. Wichtige Rohstoffe wie Erdöl und Edelmetalle sind nicht unbegrenzt verfügbar, doch der tägliche Bedarf steigt. Zum einen liegt die Ursache für die schwindenden Ressourcen in der zunehmenden Industrialisierung der Schwellenländer. Doch auch das Wachstum der Bevölkerung, ein steigender Lebensstandard sowie ein sorgloser Umgang mit Rohstoffen tragen zu dieser Entwicklung bei. Die Folge: In fast allen Rohstoffsektoren steigen die Preise. In absehbarer Zeit – der genaue Zeitpunkt ist strittig – wird das globale Ölfördermaximum (Peak Oil) erreicht sein. Ab diesem Zeitpunkt klaffen Angebot und Nachfrage auseinander und es können nicht mehr alle Bedarfe befriedigt werden. Die Suche nach Alternativen zum Öl läuft deshalb bereits auf Hochtouren.



Nachhaltigkeit als gesellschaftlicher Trend.

Aufgrund der zunehmenden Brisanz der klimatischen Entwicklung und der Ressourcenverknappung wird sich der Mensch seiner Rolle im ökologischen System immer mehr gewahr. Viele Menschen sind bereits sensibilisiert: Sie sehen sich als Teil eines Gesamtsystems und möchten gerade auch im Hinblick auf die kommenden Generationen bewusst und verantwortungsvoll handeln – mit einem nachhaltigen Lebensstil. Nachhaltig bedeutet jedoch mehr als nur „umweltschonend“. Im allgemeinen Verständnis besitzt der Begriff „Nachhaltigkeit“ drei Facetten: eine ökologische, eine ökonomische und eine soziale. Die ökologische Nachhaltigkeit umschreibt das Ziel, Natur und Umwelt für die nachfolgenden Generationen zu erhalten, also den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen. Die ökonomische Nachhaltigkeit fordert ein wirtschaftliches Handeln, das eine dauerhafte und tragfähige Grundlage für Erwerb und Wohlstand bietet. Die soziale Nachhaltigkeit versteht die Entwicklung der Gesellschaft als einen Weg, der Partizipation für alle Mitglieder einer Gemeinschaft ermöglicht. Die BMW Group hat sich der Nachhaltigkeit mit all ihren drei Facetten bereits frühzeitig verschrieben, um einen Mehrwert für Unternehmen, Umwelt und Gesellschaft zu schaffen.

Dass Nachhaltigkeit auch in der Wirtschaft als immer bedeutender wahrgenommen wird, zeigen Instrumente wie der Dow Jones Sustainability Index. Diese Aktienindizes bewerten Unternehmen nicht nur nach ökonomischen Aspekten, sondern berücksichtigen auch ökologische und soziale Aspekte. Die BMW Group ist dort seit fünf Jahren Branchenführer.


Zunehmende Urbanisierung – die Stadt erfordert neue Mobilitätslösungen.

Als weiterer Trend lässt sich die zunehmende Urbanisierung beobachten. Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt, aus Dörfern werden Städte, die Grenzen von Stadt und Land verschmelzen und große städtische Ballungsräume entstehen. Seit dem Jahr 2007 wohnt bereits mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Nach Prognosen der UNO wird der weltweite Anteil der städtischen Bevölkerung bis 2030 auf über 60 Prozent steigen und im Jahr 2050 rund 70 Prozent erreichen. Weltweit gibt es schon heute über 130 Städte mit mehr als drei Millionen Einwohnern.

Eine besondere Begleiterscheinung der Urbanisierung sind die so genannten „Megacitys“. Von Megacitys oder megaurbanem Raum spricht man, je nach Definition, bei Städten mit mindestens acht Millionen Einwohnern. Weltweit gibt es inzwischen über 30 dieser Riesenstädte, in denen insgesamt rund 280 Millionen Einwohner leben. Während diese Städte immer schneller wachsen, wachsen auch die Herausforderungen wie Platzmangel und Umweltverschmutzung. Doch Megacity ist nicht gleich Megacity: Shanghai, London, Los Angeles oder Tokio gelten laut Definition zwar als Megastädte, sie unterscheiden sich jedoch stark hinsichtlich ihrer Verkehrsinfrastruktur sowie der Anforderungen ihrer Einwohner an individuelle Mobilität. Der Einfluss des Wachstums auf die urbane Infrastruktur ist von Stadt zu Stadt verschieden.


Gesetzgebungen spiegeln das sich ändernde Umfeld wider.

Auch die Regierungen verschiedener Länder handeln als Folge von Klimawandel und Ressourcenverknappung. Mit der Einführung von Zertifizierungen für emissionsfreie Fahrzeuge, Zufahrtsbeschränkungen sowie ambitionierten Flottengesetzen versuchen sie, den steigenden CO2-Emissionen zu begegnen. So verlangen USA, Europa, China und Japan bis 2020 eine Reduzierung des Flottenausstoßes gegenüber dem Jahr 2008 um bis zu 30 Prozent.
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There are three types of people in this world: those who make things happen, those who watch things happen and those who wonder what happened.

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Geändert von Martin (05.07.2010 um 11:33 Uhr)
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