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Alt 10.11.2009, 13:13     #1
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118i Cabrio EZ 04/2009 - Motorproblem und schmelzende Scheinwerfer

Das im Forum mehrfach geschilderte Motorproblem ist sofort nach Auslieferung meines Wagens aufgetreten (hier: Stottern beim Kalt- und Neustart, sehr selten bei gleichmäßiger Geschwindigkeit).

Die Maßnahmen des VH (Vertragshändlers) blieben erfolglos. Diese bestanden aus zwei Wochen ununterbrochenem Werkstattaufenthalt mit Tausch diverser Teile und einem nachträglichem Softwareupdate zu einem späteren Zeitpunkt. Zwischenzeitlich fuhr ich problemlos testweise mit ROZ 100 Benzin (Preisdifferenz wurde von BMW übernommen). Der Softwareupdate hatte dann eine scheinbare Lösung gebracht. Mit sinkenden Außentemperaturen und Nässe im September ist das Problem erneut aufgetaucht.

Nach einer Nachtfahrt mit ununterbrochenem (ca. 45 min.) Einsatz des Fernlichts (Standard, kein Xenon) sind Schmelzspuren im Bereich des Fernlichtkegels am Scheinwerferkunststoffglas aufgetreten. Die Schweinwerfer wurden vom VH getauscht.

Da das Motorproblem nach zweimaliger Nachbesserungsgelegenheit nicht behoben wurde geht der Wagen heute an den VH zurück.

Der Kaufvertrag wurde rückabgewickelt (Erstattung Auslieferungskosten und Kaufpreis mit Kapitalverzinsung, Berechnung von Nutzungsgebühren).

Da der Wagen sonst alle Erwartungen erfüllt, der VH sich insgesamt gut verhalten und ein faires Angebot gemacht hat, bin ich bei BMW geblieben. Ein neuer Wagen in gleicher Ausführung, jetzt aber sicherheitshalber mit dem 118d-Motor, wird am Donnerstag ausgeliefert.

Hinweis: Der Kunde kann nach zweimaliger Nachbesserungsgelegenheit auch eine Ersatzlieferung verlangen. Dann wird das Fahrzeug zurückgenommen und erneut ohne Änderung in der Ausstattung ausgeliefert. Eine Berechnung von Nutzungsgebühren muss dann nicht akzeptiert werden! Dies ist die aktuelle Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofs und wurde vom Bundesgerichtshof so bestätigt.

Da ein anderes Model gewählt wurde, kam eine Ersatzlieferung für mich nicht in Frage. Bei einer Rückabwicklung des Kaufvertrags können dann allerdings Nutzungsgebühren berechnet werden. Ein Rechtsanwalt für Vertragsrecht konnte mich diesbezüglich beraten (empfehlenswert).

Geändert von SKJ (10.11.2009 um 14:05 Uhr)
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