Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 28.09.2009, 06:14     #58
Martin   Martin ist offline
BMW-Treff Team
 

Threadersteller
 
Registriert seit: 11/2002
Ort: 72336-Balingen
Beiträge: 20.101

Aktuelles Fahrzeug:
E89

BL-
BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Japan - Vorschau

2. – 4. Oktober 2009

15. von 17 WM-Läufen Vorschau.

München/Hinwil, 27. September 2009.
Das Wort Suzuka lässt Rennfahrerherzen höher schlagen. Diese grandiose Rennstrecke bietet alle Kurvenvarianten – von den spektakulären S-Kurven im ersten Sektor über die schwierige „Spoon“ und die enge Haarnadel bis zur ultraschnellen „130R“. Fast auf den Tag genau drei Jahre lang mussten die Piloten auf diesen speziellen Thrill verzichten, weil die Formel 1 in Fuji gastierte. Doch 2009 findet der Große Preis von Japan wieder in Suzuka statt, und zwar schon am kommenden Sonntag, dem 4. Oktober.


Robert Kubica:

„Ich freue mich sehr darauf, wieder ein Rennen in Suzuka zu fahren. Die Strecke ist eine der aufregendsten überhaupt, für mich eine der besten der Welt. Es gibt eine Menge wirklich anspruchsvoller Hochgeschwindigkeitskurven, vor allem die 130R ist extrem schnell. Die japanischen Fans sind fantastisch. 2006 blieben viele bis spät in die Nacht auf den Tribünen sitzen, sie bringen wirklich Leidenschaft mit an die Rennstrecke und genießen die Formel 1 in vollen Zügen.“


Nick Heidfeld:

„Ich freue mich riesig, dass meine Lieblingsstrecke wieder im Kalender ist. Ich bin gespannt, welche Änderungen wir vorfinden werden. Ich weiß, dass der Kurs teilweise neu asphaltiert wurde. Ich bin auch gespannt, ob uns dieses Mal wieder irgendwelche Naturgewalten erwarten, nachdem wir dort schon ein Erdbeben und einen nahenden Taifun erlebt haben. Das Wetter ist ohnehin ein Thema, es hat schon oft stark geregnet in Suzuka. Die Strecke ist recht lang, abwechslungsreich und hat einen wunderschönen Fluss, speziell die erste Passage mit der Doppelrechtskurve und der Abfolge von S-Kurven ist klasse. Man muss diesen Fluss allerdings auch richtig erwischen, sonst schleppt man einen Fehler von Kurve zu Kurve, dann passt es einfach nicht mehr.

Ich bin generell sehr gern in Japan. Als ich das erste Mal dorthin kam, war das spontan nicht so, aber mittlerweile bin ich ein großer Fan. Das Essen und die ganz spezielle Atmosphäre liegen mir einfach. Ich werde vor dem Rennen in Suzuka ein paar Tage in Tokio verbringen.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:

„Auf der Zielgeraden der Formel-1-Saison 2009 geht es Schlag auf Schlag: Nur sieben Tage nach dem Nachtrennen in Singapur findet im japanischen Suzuka bereits das nächste Rennen statt. Damit ist das Doppelpack in einer für die BMW Group sehr wichtigen Region komplett.

Die Strecke ist eine der fahrerisch anspruchsvollsten im Kalender und steht bei den Piloten und Fans entsprechend hoch im Kurs. Ein gut ausbalanciertes Auto ist in Suzuka ein Muss. Auch für die Motoreningenieure ist die Strecke eine harte Nuss: In der extrem schnellen 130R-Kurve treten Querbeschleunigungen von bis zu 6 g auf, bei denen die Ölversorgung nicht abreißen darf.“


Willy Rampf, Head of Engineering:

„Der Kurs in Suzuka ist eine der anspruchsvollsten Strecken im Formel-1-Kalender, weil er so viele schnelle Kurvenkombinationen aufweist. Auch die Steigungen machen den Kurs zu einer richtigen Rennstrecke. Die S-Kurven im ersten Sektor sind eine Schlüsselstelle für die Rundenzeit. Man kann dort sehr viel Zeit verlieren, wenn die Linie nicht optimal passt. Diese Passage ist einzigartig, kein anderer Formel-1-Kurs bietet Vergleichbares. Es gibt zwar auch die enge Haarnadelkurve, aber mittelschnelle und schnelle Kurven dominieren. Das ist ein Kontrast zu dem Stadtkurs von Singapur, wo man eher in einem Stop-and-Go-Rhythmus unterwegs ist. Für Suzuka muss das Auto sehr gut ausbalanciert sein. Bei der Fahrzeugkonfiguration werden wir ein ähnlich hohes Abtriebsniveau fahren wie in Singapur.“


Historie und Hintergrund:

2009 wird der Große Preis von Japan zum 21. Mal in Suzuka gestartet. Die Formel 1 debütierte 1987 in Suzuka, zuvor waren 1976 und 1977 zwei Große Preise von Japan auf der Rennstrecke am Fuße des Mount Fuji ausgetragen worden, wo die Formel 1 auch 2007 und 2008 gastierte. 1994 und 1995 fand im japanischen Aida je ein GP Pazifik in Japan statt.

Der Große Preis von Japan 2004 wird den Teams unvergesslich bleiben: Am Samstag wurde die Rennstrecke komplett gesperrt, weil ein Taifun im Anzug war, der dann allerdings andernorts auf Land traf. Die Teams hatten am Freitag bei schweren Regenfällen zusammengepackt und ihr Equipment gesichert. Am Samstagnachmittag gab es Entwarnung, das Qualifying wurde am Sonntagmorgen nachgeholt. Bereits im Jahr 2000 hatte die Formel 1 in Suzuka Naturgewalten zu spüren bekommen: Damals waren es schwache Ausläufer eines Erdbebens während des freien Trainings gewesen.

Die Rennstrecke von Suzuka ist der einzige F1-Kurs in Form einer Acht und liegt inmitten eines großen Vergnügungsparks, dessen Wahrzeichen ein Riesenrad ist.

Die Stadt Suzuka liegt an der Süd-Ost-Küste der japanischen Hauptinsel Honshu und gehört zur Mie Präfektur. Der Automobilhersteller Honda besitzt große Fertigungsstätten in der 200.000-Einwohnerstadt, und auch die Wahl der Partnerstadt ist Auto-affin: Es ist die französische Gemeinde Le Mans.
Userpage von Martin
Mit Zitat antworten