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Alt 30.06.2009, 12:36     #1
Martin   Martin ist offline
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Aerodynamischer Feinschliff im Zeichen der olympischen Ringe

München. Eine gute und erfolgreiche Tradition findet auch 2009 – im Vorjahr der Olympischen Winterspiele – ihre Fortsetzung. Seit über 20 Jahren kommen die deutschen Rodel- und Bobathleten mit ihren Sportgeräten zu Tests in den Windkanal der BMW Group. In diesen Sportarten, in denen Hundertstel- oder sogar Tausendstelsekunden über den Sieg entscheiden, ist die Messgenauigkeit, die der BMW Group Windkanal bietet, vielleicht sogar „Gold wert“.

Die steigenden Geschwindigkeiten auf den Eisbahnen dieser Welt machen für Bobfahrer und Rennrodler eine optimale Windschlüpfrigkeit immer mehr zum Erfolgsfaktor. Die kommende Saison ist besonders wichtig, entscheidet sich doch hier die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2010 in Whistler nahe Vancouver (Kanada). Felix Loch, der mit 19 Jahren bereits zweimalige Rodelweltmeister, ist voller Vorfreude auf seine ersten Olympischen Spiele: „Olympische Spiele sind für uns Sportler einfach das Größte. Und wenn alles gut läuft, könnte sogar der Olympia-Traum in meinem Heimatland noch für mich wahr werden, wenn 2018 tatsächlich die Winterspiele in München stattfinden. Wenn ich gesund bleibe, bin ich dabei.“

Die „Wahl der Waffen“ – welcher Rennschuh, welcher Anzug, welcher Schlitten bietet ideale Windschlüpfrigkeit?

Bei den diesjährigen Tests im BMW Group Windkanal geht es den Rennrodlern vor allem um die optimale Ausrüstung. Bei Fahrzeugen machen Form und Oberfläche 40 Prozent des Luftwiderstands aus. Das erklärt, warum die Rennrodler auch Material und Form ihrer Anzüge und Rennschuhe aerodynamisch testen. Daneben geht es natürlich um Schlitten und Körperhaltung. Hans Kerschbaum, der Leiter Aerodynamik bei der BMW Group, erläutert: „Die aerodynamischen Prinzipien gelten für alle Tests. Wichtig für die Tests der Sportler ist die Messgenauigkeit, die unser Windkanal bietet. Und wir sind stolz, wenn wir einen Beitrag zu olympischen Erfolgen leisten können – das gilt auch schon für 2010, nicht nur hinsichtlich unseres Engagements für die Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018.“

Georg Hackl hat als Sportler bereits sechs Mal an Olympischen Winterspielen teilgenommen. Heute hilft er den Rodlern mit seinen fachkundigen Tipps und vor allem seiner Erfahrung. Hackl ist von Olympia fasziniert: „Es stimmt tatsächlich: Schon Dabeisein ist alles. Und dort auf dem Stockerl zu stehen, ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Ich hätte mir sehr gewünscht, das auch einmal im eigenen Land zu erleben. Vielleicht haben Rodler wie Felix Loch und Bob-Piloten wie Karl Angerer dazu 2018 ja die Gelegenheit. Ich hoffe, das Engagement unserer Landeshauptstadt und ihrer Förderer wie BMW ist erfolgreich – und die Olympischen Winterspiele finden in neun Jahren tatsächlich in Bayern statt.“

Neuer Bob für Olympia – der Countdown läuft.

Auch für die Bobsportler ist die Aerodynamik ihres Sportgeräts entscheidend. Deshalb werden die Bobs permanent weiterentwickelt. Und Windkanaltests zeigen dann die Erfolge. Die Stirnfläche eines Bobs ist dabei natürlich wesentlich geringer als bei einem Auto und eher mit einem Motorrad vergleichbar, der Strömungswiderstandskoeffizient, kurz CW-Wert, ist aber etwas höher als bei aktuellen Fahrzeugen. Beispielsweise hat der aktuelle BMW 3er einen CW-Wert von 0,26, ein Bob liegt bei ca. 0,32 bis 0,35. Schon Veränderungen im Tausendstelbereich des CW-Werts können aber bei Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h über Gold, Silber, Bronze oder Blech entscheiden. Karl Angerer, der in der vergangenen Saison seine beiden ersten Weltcup-Siege feiern konnte: „Ich teste einen neuen Viererbob und bin sehr gespannt, was die Ergebnisse hier bei BMW zeigen. Diesen Bob wollen wir nämlich ganz gezielt für Whistler weiter entwickeln.“ Und natürlich drückt auch er die Daumen für Münchens Olympiabewerbung: „Ich fände es klasse, wenn München den Zuschlag bekommt, und dass BMW hier unterstützt, kann nur helfen.“

Starke Partner für effiziente Dynamik.

Damit die Sportler bis dahin erfolgreich sind und bleiben, werden sie auch weiterhin gemeinsam mit den Technikern und Trainern an Feinheiten der Aerodynamik feilen. Die Messungen im BMW Group Windkanal machen dafür selbst feinste Unterschiede sofort sichtbar. Die Waage unter den Kufen erfasst auch kleine Abweichungen im Auf- oder Abtrieb, d.h. Unterschiede im Grammbereich. Karl Angerer weiß, dass Nuancen zählen: „Es könnte ein Zehntel sein oder ein paar Hundertstelsekunden. Aber im Bobsport sind schon die Hundertstel wichtig. Wenn wir nur zwei rausholen, dann hat es sich für uns schon enorm gelohnt.“

Die BMW Group freut sich, durch die Testmöglichkeiten in ihren Windkanälen seit über zwanzig Jahren zum Erfolg der deutschen Bobfahrer und Rennrodler beizutragen. Schon Georg Hackl und Thomas Schwab, der Sportdirektor des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland, haben in ihrer aktiven Laufbahn hier getestet. Seit den 1990er Jahren gibt es außerdem eine Zusammenarbeit zwischen dem BMW Group Wärmebehandlungszentrum und den Rennrodlern. Hier werden die Kufen der Rodler optimiert.

Exakte Messergebnisse auch bei hohen Geschwindigkeiten bilden die Grundlage der Fahrzeugentwicklung. Und diese Genauigkeit, die der Windkanal der BMW Group ermöglicht, liefert den entscheidenden Mehrwert für die Sportler, deren Siege oft von Tausendstelsekunden abhängen.

Die BMW Group wird die Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele unterstützen. In der Bewerbungsphase von 2009 bis 2011 beteiligt sich die BMW Group mit einem Gesamtvolumen in Höhe von drei bis fünf Millionen Euro. Das beinhaltet auch Sachleistungen wie beispielsweise die Bereitstellung von Fahrzeugen.
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