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Alt 22.05.2009, 15:01     #7
Martin   Martin ist offline
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Vom Original zum Original.

MINI Design und Concept Cars.



Innovativ, unverwechselbar, stilbildend – und immer wieder inspirierend: Ebenso wie der classic Mini steht auch der MINI für ein Design, das vollkommen neue Antworten auf die Herausforderungen seiner Zeit liefert. Mit dem classic Mini war es dem Konstrukteur Alec Issigonis und seinem Team 1959 gelungen, den Kleinwagen neu zu definieren. Bei der Entwicklung des MINI wurde das Konzept des maximalen Innenraums auf minimaler Verkehrsfläche in moderner Form neu interpretiert. Im Abstand von fast vier Jahrzehnten entstanden so zwei Fahrzeugcharaktere, die ihre einzigartigen Qualitäten auf unverwechselbare Weise zur Schau stellen. Damals wie heute bilden begeisternde Fahreigenschaften und unwiderstehliches Design eine Einheit, die zum Erkennungsmerkmal der Marke geworden ist.

Grundlage für das Design des classic Mini war eine Vision, die sich an klaren Zielen orientierte. Kleiner als alle bisher von der British Motor Corporation angebotenen Automobile sollte das neue Modell ausfallen, doch gleichzeitig ausreichend Platz für vier Insassen und ihr Gepäck bieten. Issigonis stellte daher die Raumökonomie ins Zentrum des Entwicklungsprozesses. Zugleich war ihm daran gelegen, eine innovative Antwort auf die in Europa bereits auf dem Markt befindlichen Kleinwagen zu liefern. Ein guter Designer dürfe niemals, wirklich niemals die Konkurrenz kopieren, lautete einer seiner Grundsätze.


Eine klare Vision und das richtige Konzept: die Basis für den classic Mini.

Um auf einer knappen Grundfläche möglichst viel Raum für die Insassen zu schaffen, musste beim classic Mini sogar die Technik zusammenrücken. Mit einem vorn installierten Motor und Frontantrieb war dafür bereits das ideale Konzept gefunden. Doch das genügte Issigonis noch nicht. Unter der kurzen Motorhaube war Platz für einen Vierzylinder-Motor – doch auch das nur, weil Issigonis ihn quer einbaute und außerdem das dazugehörige Getriebe unterhalb der Antriebseinheit anordnete. Damit war der Grundsatz „Form follows function“, der auch heute zu den bestimmenden Faktoren des MINI Designs zählt, auf innovative Weise erfüllt.

All diese Überlegungen hielt Issigonis nicht in langen Abhandlungen, sondern in einer Vielzahl von Skizzen fest. Mit exzellenten Zeichnungen hatte er schon während seiner Ausbildung den mangelnden Ehrgeiz im Mathematikunterricht ausgeglichen. Jetzt wurden sie zu einem charakteristischen Markenzeichen für den genialen Konstrukteur. Mit wenigen Strichen konnte er Visionen entwerfen, Lösungen für komplizierte technische Probleme illustrieren und damit mehr Überzeugungskraft entwickeln als jeder Redner in noch so detaillierten Vorträgen. Seine ansteckende Euphorie äußerte sich auch darin, dass er seine Zeichnungen nicht selten auf Papiertischdecken oder Speisekarten hinterließ, weil sein Skizzenblock bereits gefüllt war. Zu den Legenden, die rund um den classic Mini kreisen, gehört die Geschichte von der Designskizze, die auf der Papierserviette eines Hotelrestaurants entstand und später als Vorlage für den ersten Entwurf auf dem Reißbrett in Issigonis’ Konstruktionsbüro diente.

Im Laufe des Jahres 1958 nahmen sowohl das Exterieur als auch das Interieur des Mini ihre endgültige Form an. Auffallend – und später charakteristisch – am classic Mini waren die nach außen gerichteten Blechfalze zwischen Kotflügeln und Karosserie. Der Grund dafür war schlicht die Wirtschaftlichkeit: Die außen liegenden Schweißnähte ließen sich produktionstechnisch bedeutend billiger setzen. Zweites von außen sichtbares Zeichen der kostenorientierten Produktion waren die ebenfalls außen liegenden Türscharniere. Wem der 195 Liter fassende Kofferraum nicht ganz ausreichte, der konnte einfach die Klappe offen lassen – weil die unten angeschlagen war, ließen sich sogar sperrigere Güter darauf ablegen und einigermaßen sicher befestigen. Und das war durchaus kein Geheimtipp, in Hochglanzprospekten wurde diese erweiterte Ladekapazität farbenfroh präsentiert. Der minimalistischen Philosophie folgte selbstverständlich auch die Innenausstattung: Zum Öffnen der Tür diente ein schlichter Seilzug, vor Fahrer und Beifahrer spannte sich statt eines Armaturenbretts eine kleine Ablage. In ihrer Mitte saß als Zentralinstrument der Tacho mit Meilenzähler und Benzinuhr, darunter zwei Kippschalter für Scheibenwischer und Licht.


Trotz zahlreicher Veränderungen im Detail blieb die Grundform des classic Mini 41 Jahre lang unangetastet. Aus dem revolutionären Kleinwagen wurde ein Klassiker der Automobilgeschichte, ein zeitloses Fahrzeug, das 1995 von den Lesern der britischen Zeitschrift Autocar zum „Auto des Jahrhunderts“ gewählt wurde. Ebenso wie sein Fahrverhalten blieb auch das Erscheinungsbild des classic Mini über Jahrzehnte hinweg Spiegelbild seines Charakters – und lieferte schließlich auch die Vorlage für das Design des modernen MINI.


Der MINI entsteht: völlig neu, doch mit unverkennbaren Wurzeln.

Schon Mitte der 1990er-Jahre, bald nach der Übernahme der Rover Group durch BMW, reiften Pläne für eine Neuauflage des einzigartigen Kleinwagens. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt wurde 1997 eine Studie des MINI Cooper vorgestellt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war erkennbar, dass keine Kopie des Klassikers entstehen würde, sondern die moderne Interpretation des traditionsreichen Fahrzeugkonzepts. Die Studie kombinierte die klassischen Werte des classic Mini mit den Anforderungen an ein modernes Automobil an der Schwelle zum 21. Jahrhundert.

Bereits zu Beginn des Jahres war anlässlich der Rallye Monte Carlo eine spektakuläre Sportwagen-Studie gezeigt worden. 30 Jahre nach dem letzten Sieg des classic Mini bei der Monte sorgte die zweisitzige, rechtsgelenkte und mit einem Mittelmotor ausgestattete Studie ACV 30 (Anniversary Concept Vehicle) nicht nur aufgrund ihrer ausgesprochen kraftvollen Proportionen für Aufsehen. Sichtbar wurde auch, wie die charakteristischen Designmerkmale des classic Mini – etwa der Hexagon-Kühlergrill und die großen Rundscheinwerfer – in ein modernes Fahrzeugkonzept übertragen werden könnten.

Wie sähe der ideale Kleinwagen aus, wenn die Überzeugungen des Konstrukteurs Issigonis aus den 1950er-Jahren mit den technischen Möglichkeiten und Kundenwünschen des 21. Jahrhunderts umgesetzt würden? Eine Antwort auf diese Frage zu suchen, erschien auf Anhieb viel versprechend, zumal über rund vier Jahrzehnte weder das Antriebskonzept des classic Mini an Aktualität noch sein kaum verändertes Erscheinungsbild an Charme eingebüßt hatten. Das MINI Projektteam, anfangs unter der Führung von Frank Stephenson und später mit MINI Designchef Gert Volker Hildebrand an der Spitze, legte deshalb großen Wert darauf, nicht nur gestalterische Details, sondern vor allem die grundlegende Idee aus den Anfangsjahren des classic Mini in die automobile Neuzeit zu übertragen. Auch der MINI sollte einzigartig sein, genügend Platz für vier Personen samt Gepäck zur Verfügung stellen, ein möglichst wirtschaftliches Antriebskonzept bereithalten und dabei mit Fahreigenschaften begeistern, die kein anderes Modell in seinem Segment bislang zu bieten hatte. Darüber hinaus berücksichtigten die Entwickler die aktuell gültigen Komfortansprüche sowie die höchsten Sicherheitsstandards. So entstand abermals ein revolutionär neuer Kleinwagen – in allen Kriterien an den Erfordernissen seiner Zeit orientiert und diesmal obendrein nach den Qualitätsmaßstäben einer Premium-Marke entwickelt und gefertigt.



Erkennungsmerkmale und Designikonen.

Die Übereinstimmung in der Zielsetzung der Entwickler und den fundamentalen Werten des Konzepts spiegelt sich in einem Design wider, das die Parallelen im Charakter des classic Mini und des MINI authentisch visualisiert und auf einer Formensprache basiert, die vom Spiel mit Linien und Fugen sowie Kreisen und Ellipsen geprägt ist. Bei einer auf 3,63 Meter gewachsenen Außenlänge blieben die Proportionen einschließlich der knappen Überhänge vorn und hinten, die das agile Handling des Fahrzeugs in seinem Exterieur zum Ausdruck bringen, erhalten. Auch die klassische Dreiteilung des Fahrzeugs in den Wagenkörper, die als umlaufendes Band dargestellte Fenstergrafik und das freischwebend wirkende Dach wurden in moderner Form wieder aufgenommen. Die Schulterlinie verläuft von den Frontleuchten über eine muskulöse Schulterpartie hinweg bis zur C-Säule, wo der Abstand zum Dach geringer ist als im Bereich der A-Säule. Dadurch entsteht eine sich nach vorn öffnende Seitenscheibengrafik, die den Vorwärtsdrang und die Sportlichkeit des Fahrzeugs betont.

Zusätzlich wurden markentypische und schon beim classic Mini unverwechselbare Details neu interpretiert. Die moderne Ausführung des Hexagon-Kühlergrills und der Rundscheinwerfer, die jetzt nicht mehr von den Kotflügeln umrahmt, sondern in die Motorhaube eingelassen wurden, prägen das markentypische Gesicht des MINI. Als Designikone etabliert sind auch die Seitenblinkereinfassungen, die beim MINI zur Differenzierung der Motorvarianten dienen. Sie lenken zudem den Blick auf die Motorhaubenfuge des MINI, die ebenso schräg verläuft wie die Blechnaht der Seitenwände beim classic Mini. Auch die aufrecht stehenden Heckleuchten dienen erneut als Erkennungsmerkmal. Beim MINI tragen sie einen edlen Chromrahmen. Auch dies ist eine Reminiszenz an den classic Mini, der dem Chromglanz stets treu blieb und sich so den Plastikauswüchsen im Automobildesign der 70er- und 80er-Jahre standhaft widersetzte. Ebenso werden beim sehr konkav dreidimensionalen und kraftvollen Felgendesign nach wie vor Anleihen beim Stil des classic Mini gemacht – wenn auch die Räder heute größer, breiter und mit Runflat-Bereifung bestückt sind.

Ein unverwechselbares Design prägt auch den Innenraum des MINI. Mit dem als Center Speedo bezeichneten Zentralinstrument wurde ein charakteristisches Merkmal des classic Mini aufgegriffen und zu einem einzigartigen Designelement weiterentwickelt. Bis 1968 war dessen Tacho ebenfalls als Zentralinstrument ausgeführt. Sein Erscheinungsbild lieferte auch die Inspiration für die Gestaltung der Einfassungen der Kontroll- und Bedienelemente im MINI. Weitere, ebenfalls einzigartige Akzente setzen die runden Luftausströmer und die elliptischen Hauptelemente der Türverkleidungen, in denen sich die MINI typische und auch im Exterieur umgesetzte Formensprache der „circular elements“ widerspiegelt.

Mehr denn je kommen die aktuellen Stärken des MINI im Design der zweiten Generation zum Ausdruck, die im Herbst 2006 eingeführt wurde. Wiederum wurden getreu der Maxime „Vom Original zum Original“ sowohl die Grundzüge als auch die unverwechselbaren Details akribisch und evolutionär überarbeitet. Die kraftvolle, sich auf die Räder abstützende Statur unterstreicht den sportlichen Charakter des MINI noch intensiver. Im Innenraum setzt das nochmals größere Zentralinstrument, das nun sogar Platz für das Display eines Navigationssystems bietet, unverwechselbare und markentypische Akzente.

Ähnlich wie der classic Mini weckt auch der MINI dank seines stimmigen Gesamtkonzepts auf Anhieb Sympathie. Großen Anteil daran haben die geschickt integrierten Codes der „Human Body Archetype“-Formensprache. Mit seinen Proportionen und seiner freundlichen Mimik weckt der MINI Beschützerinstinkte. Die Gestik mit den kräftigen Schultern strahlt Sicherheit aus, und in der Karosseriemodellierung kommen sanft fließende Formen zum Ausdruck.



Neue Möglichkeiten: das MINI Concept.

Die MINI Designphilosophie gewährleistet die zeitgemäße Weiterentwicklung markentypischer Merkmale bei gleichzeitiger Wahrung ihres Charakters. Auf dieser Grundlage wird auch eine Übertragung der MINI typischen Designsprache auf innovative Fahrzeugkonzepte und damit die Erweiterung der MINI Modellfamilie möglich. Die Idee, MINI in einen neuen Kontext zu setzen, wurde erstmals im Jahr 2005 in einer faszinierenden Konzeptstudie umgesetzt. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt feierte das MINI Concept seine Weltpremiere. Mit ihm ebnete MINI den Weg zu einer neuen Fahrzeugkategorie. In moderner Form wurde das klassische Shooting-Brake-Konzept in dieser Studie neu interpretiert. Das MINI Concept griff traditionelle Designkonzepte auf, die in den 1960er-Jahren mit den Modellen Moris Mini-Traveller und Austin Mini Countryman umgesetzt worden waren, übertrug sie auf die Anforderungen der Gegenwart und zeigte damit neue Möglichkeiten in der Karosseriegestaltung und für die Funktionalität des MINI auf.

Das MINI Concept wurde unter dem Motto „travel the world“ in insgesamt vier Ausprägungen gezeigt, die jeweils eigene Facetten der Marke MINI in den Mittelpunkt stellten und auf den Ort ihrer Präsentation ausgerichtet waren: In Frankfurt stand die Eleganz im Vordergrund, auf der Tokyo Motor Show 2005 wurde die britische Herkunft betont. Auf der North American International Auto Show 2006 in Detroit kam die Vielseitigkeit am Beispiel des Wintersports zum Ausdruck, und auf dem Internationalen Automobilsalon 2006 in Genf erinnerte das MINI Concept an die legendären Motorsporterfolge der Marke. In allen Ausführungen beeindruckte die Studie insbesondere durch ein innovatives Türkonzept, mit dem die Erschließung und Nutzung des Fahrzeuginnenraums revolutioniert wurde. Am Heck des Fahrzeugs realisierten die Designer ein Splitdoor-Konzept, das auf der klassischen Türanordnung der Klassiker Morris Mini-Traveller und Austin Mini Countryman basierte. Die zweigeteilte Hecktür, deren Flügel weit außen angeschlagen sind und jeweils nach außen geöffnet werden, bietet einen besonders großzügigen Zugang zum Gepäckraum des MINI Concept – ein Prinzip, das bald darauf erstmals auch in einem MINI Serienmodell verwirklicht wurde.


Die MINI Modellfamilie wächst: der MINI Clubman.

Die IAA 2007 in Frankfurt war Schauplatz für die Weltpremiere des MINI Clubman, der seitdem die Modellfamilie der Marke bereichert. Im direkten Vergleich zum MINI bietet er 24 Zentimeter mehr Karosserielänge und einen acht Zentimeter längeren Radstand, der vollständig der erweiterten Beinfreiheit im Fond zugutekommt. Fahrer- und Beifahrertür werden beim MINI Clubman nicht nur um die Splitdoor am Heck, sondern auch um eine zusätzliche Einstiegsöffnung an der rechten Fahrzeugseite ergänzt. Mit der zusätzlichen Tür auf der rechten Seite, Clubdoor genannt, die gegenläufig öffnet, ermöglicht der MINI Clubman den Fondpassagieren einen komfortablen Einstieg zur Rücksitzbank.

Die Seitenansicht des MINI Clubman ist von einer dynamischen Keilform geprägt, die im Zusammenspiel zwischen der zum Heck hin leicht ansteigenden Schulterlinie und der horizontal verlaufenden Dachlinie erzeugt wird. Bis zu den A-Säulen entspricht das Fahrzeug dem MINI. Seine Eigenständigkeit gewinnt der MINI Clubman durch den erweiterten Radstand und die längere Dachlinie, die in gerader Linie bis zum steil stehenden Heck verläuft. Eine weitere Besonderheit stellen die als Dune Line bezeichneten, leicht erhöhten Dachflanken dar, die auf beiden Seiten von der A- bis zur C-Säule über die gesamte Länge des Dachs hinweg verlaufen. Sie verleihen der Dachlinie einen spannungsreichen Schwung und erhöhen die Fahrzeugflanke um rund zwei Zentimeter. Die Proportionen des MINI Clubman wirken dadurch in der Seitenansicht besonders ausgewogen.

Wie schon für den classic Mini sind auch für den MINI Kontrastfarben für die Dachlackierung wählbar. Dieses Gestaltungsmerkmal erlangt beim MINI Clubman eine besondere Ausprägung. Zusätzlich zum Dach wird auch die C-Säule in der gewünschten Kontrastfarbe lackiert, was der Splitdoor am Heck zu zusätzlicher optischer Wirkung verhilft. Das Fahrzeug erhält dadurch einen besonders kompakt wirkenden Abschluss und zudem ein individuelles Erscheinungsbild im Straßenverkehr.



MINI Cabrio: konsequent offen, typisch MINI.

Ein echter MINI und doch ein eigenständiger Charakter ist auch das offene Modell der Marke, das in diesem Jahr bereits in der zweiten Generation den globalen Markt erobert. Dem classic Mini war erst im letzten Jahrzehnt seiner beispiellosen Laufbahn ein Cabrio an die Seite gestellt worden. Die Designer der neuen MINI Generation erfüllten den Wunsch der Frischluftfans dagegen schon weitaus schneller. Auf dem Automobilsalon 2004 in Genf wurde das erste neue MINI Cabrio präsentiert, drei Jahre nach dem geschlossenen MINI, mit dem es unverkennbare Grundzüge des Designs teilt. Neben dem Textilverdeck, das in geschlossenem Zustand MINI typische Proportionen und eine eigenständige Silhouette miteinander kombinierte, wies der Viersitzer eine Reihe weiterer Cabrio-spezifischer Besonderheiten auf. Die ansteigende Gürtellinie wurde von einer umlaufenden Chromleiste betont, die steil stehende Windschutzscheibe war ebenso charakteristisch wie die verchromten Überrollschutzbügel. Am Heck fanden sich mit der nach unten öffnenden Gepäckraumklappe und den außen liegenden Scharnieren Details, deren Ursprung im Design des classic Mini liegen.

Die Neuauflage des MINI Cabrio erlebt ihren ersten Sommer im Jahr des 50. Geburtstags der Marke. Die Frontpartie des offenen Viersitzers entspricht erneut dem Gesicht des aktuellen MINI, und auch die im Design intensiver betonte Sportlichkeit stellt eine Parallele zum geschlossenen Modell dar. Das neue MINI Cabrio tritt gereift, noch hochwertiger und betont sportlich in Erscheinung. Sein Verdeck bietet durch vergrößerte Fensterflächen eine optimierte Rundumsicht, der innovative einteilige Überrollschutzbügel fährt erst bei Bedarf aus, was die roadstertypischen Proportionen des neuen MINI Cabrio unterstreicht. Ähnlich wie die Seitenansicht wirkt auch das Heck des neuen MINI Cabrio kraftvoller. Zugunsten einer homogenen Flächengestaltung wird die nach wie vor nach unten öffnende Kofferraumklappe nun von innen liegenden Scharnieren gehalten.


Aufbruch in die vierte Dimension: das MINI Crossover Concept.

Mit dem MINI, dem MINI Clubman und dem MINI Cabrio ist das Potenzial der Marke noch lange nicht erschöpft. Der Vorstoß in weitere Fahrzeugsegmente ist für die Designer eine überaus reizvolle Option. Ein faszinierendes Beispiel für den Ideenreichtum der MINI Designabteilung stellt die erstmals auf dem Mondial de l’Automobile 2008 in Paris vorgestellte Studie MINI Crossover Concept dar.

Das MINI Crossover Concept präsentiert sich als typischer Vertreter der MINI Designphilosophie und gleichzeitig als neue Modellvariante ohne historischen Hintergrund, die die Marke in eine völlig neue Dimension führt. Als erstes Fahrzeug der Marke mit mehr als vier Metern Außenlänge, vier angetriebenen Rädern, vier Türen und vier Einzelsitzen bietet das MINI Crossover Concept Raumkomfort und Bewegungsfreiheit im Fond sowie Transportkapazitäten in einem bei MINI bisher nicht gekannten Ausmaß. Hinzu kommt eine Flexibilität bei der Innenraumaufteilung, die allen individuellen Wünschen und Erfordernissen entgegenkommt. Das MINI Crossover Concept ist ein außergewöhnlicher Viertürer. Die konventionelle Türanordnung findet sich lediglich auf der Beifahrerseite. Auf der Fahrerseite verfügt das MINI Crossover Concept dagegen zusätzlich zur konventionell angeordneten Fahrertür über eine Hebe-Schiebetür zum Einstieg in den Fond beziehungsweise zur seitlichen Beladung des Fahrzeugs.

Zusätzlich trägt eine einteilig zur Seite wegschwenkende Hecktür mit einer rahmenlosen und versenkbaren Scheibe zur Erweiterung der Nutzungs- beziehungsweise Beladungsmöglichkeiten bei. Der Laderaum des MINI Crossover Concept kann durch die einzeln umklappbaren und mittels einer Parallelogrammkinematik vollständig im Boden versenkbaren Fondsitze bedarfsgerecht vergrößert werden. Ein weiteres innovatives Element der Karosseriegestaltung ist das Faltverdeck, das sich fast über die gesamte Dachlänge hinweg erstreckt und das sowohl von vorn als auch von hinten geöffnet werden kann. Ganz nach Wunsch gelangen so Frischluft und wärmende Sonnenstrahlen ins Fahrzeug.

Der Fahrer und seine Mitreisenden genießen das großzügige Raumangebot auf vier Einzelsitzen, die auch im Fond in Längsrichtung verschiebbar sind. Zwischen den Sitzen auf der Mittelkonsole des MINI Crossover Concept platziert sorgt eine universell nutzbare, von der Armaturentafel bis ins Heck reichende multifunktionale Befestigungsschiene, die MINI Center Rail, nicht nur für unkonventionelle Ablagemöglichkeiten, sondern auch für eine intensive Verbindung zwischen der vorderen Sitzreihe und dem Fond. Dieser verbindende Charakter des Interieurs wird auch durch die harmonisch über beide Sitzreihen hinweg reichende Gestaltung der Türverkleidungen unterstrichen. Ein weiteres Highlight des Interieurs ist das innovative Zentralinstrument in dreidimensionaler Ausführung, der MINI Center Globe. Die weltweit erstmalig in einem Automobil dargestellte kombinierte Bedien- und Displayeinheit in Form einer Kugel setzt neue Maßstäbe für die integrierte Steuerung von Entertainment-, Kommunikations-, Navigations- und Fahrzeugfunktionen.

Mit dem MINI Crossover Concept wird das charakteristische MINI Feeling um eine neue Dimension erweitert. Es kombiniert den individuellen Stil der Marke mit Raumkomfort und Transportkapazitäten in einem bei MINI bisher unbekannten Maß sowie mit einer Flexibilität im Innenraum, die unterschiedlichsten Anforderungen des Alltagslebens und der Freizeitgestaltung mit Hilfe von innovativen Lösungen entgegenkommt. Mehr denn je symbolisiert die Designstudie damit das MINI Prinzip des klassenlosen Automobils, das den verschiedensten Mobilitätsanforderungen der modernen Zeit gerecht wird.

Geändert von Martin (25.05.2009 um 07:44 Uhr)
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