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Alt 10.05.2009, 08:56     #5
Martin   Martin ist offline
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Aktuelles Fahrzeug:
E89

BL-
Elektrik und Elektronik.


Gewichtsoptimiertes Hybrid-Bordnetz.

Im Gegensatz zu den meisten Modellen von BMW Motorrad verfügt die S 1000 RR nicht über eine zentrale Fahrzeugelektronik (ZFE) im bisherigen Sinne, sondern über ein so genanntes Hybrid-Bordnetz bei dem aufgrund der minimierten Ausstattungsvielfalt- beispielsweise Wegfall von Heizgriffen oder 12-V-Steckdose - ein zentrales Steuerelement entfällt. Stattdessen wurden die Funktionen der ZFE in die Instrumentenkombination integriert sowie eine Relaisbox im Fahrzeugheck untergebracht. Zur Steuerung der Fahrzeugfunktionen verwendet jedoch auch die S 1000 RR ein CAN-Bus-System (Controller Area Network) zur Vernetzung von Instrumentenkombination, ABS- und Motorsteuergerät sowie ggf. der Sonderausstattung Diebstahlwarnanlage (DWA). Funktionen wie beispielsweise die des Blinkgebers und der Scheinwerfersteuerung wurden ebenfalls in die Instrumentenkombination integriert. Den supersportlichen Anforderungen an die S 1000 RR entsprechend, spart auch diese intelligente Konzeption Gewicht und Bauraum. Auch bei der S 1000 RR kann eine einfache und umfassende Diagnose des Gesamtsystems zentral durchgeführt werden. Das Steuergerät der digitalen Motorelektronik (BMS-KP) ist nicht nur für die Motorsteuerung selbst zuständig, sondern übergibt auch sämtliche Daten an das Diagnosegerät. Fehler können damit gezielt und schnell geortet werden.


Kompakter und leichter Drehstromgenerator am linken Kurbelwellenende.

Die Stromversorgung übernimmt ein mit einem Permanentmagneten ausgerüsteter, lediglich 33 mm breiter Drehstromgenerator auf dem linken Kurbelwellenstumpf. Er leistet 434 W bei 6.000 min-1 und ist auf eine Maximaldrehzahl von 16.000 min-1 ausgelegt. Im Sinne geringstmöglicher Leitungsverluste und aus Gründen der Gewichtsersparnis wurde der Regler hinter dem Motorgehäuse platziert.

Für die S 1000 RR ist als Sonderzubehör ein Sturzsensor erhältlich. Das Bauteil kann ganz einfach eingesteckt werden. Im Gegensatz zu den Wettbewerbern ist dieser jedoch als elektronischer Beschleunigungssensor mit Schräglagenerkennung ausgeführt und arbeitet nicht mechanisch. Die häufige Störanfälligkeit mechanischer Sensoren ist damit ausgeschlossen.

Serienmäßig ist die S 1000 RR mit einer leichten Batterie von 10 Ah Kapazität bestückt. Wird die S 1000 RR mit der als Sonderausstattung lieferbaren Diebstahlwarnanlage (DWA) ausgerüstet, kommt zugunsten längerer Standzeiten eine 12-Ah-Batterie zum Einsatz.

Mit dem Ziel höchster Motor-Performance kommt bei der S 1000 RR erstmals eine geregelte Kraftstoffpumpe mit einem Maximaldruck von 5 bar zum Einsatz.


Multifunktionale Instrumentenkombination mit Racing-Features.

Die Instrumentenkombination verfügt über ein großes, gut ablesbares LCD-Display sowie einen analogen Drehzahlmesser mit optimal ablesbarer Skalierung. Großer Wert wurde bei der Entwicklung der Instrumentenkombination auf beste Ablesbarkeit und die Vermeidung von Spiegelungen im Display gelegt. Neben dem aktuell eingelegten Gang wird im Display auch der gerade gewählte Modus der vier Motorcharakteristiken „Rain", „Sport", „Race" und „Slick" angezeigt. Das Umschalten zwischen den einzelnen Modi vom rechten Lenkerende aus kann auch während der Fahrt erfolgen und erfordert dafür zur Bestätigung das Ziehen von Kupplung und Gasdrehgriff in Leerlaufstellung.

Die Instrumentenkombination der S 1000 RR umfasst deutlich mehr Funktionen als in dieser Fahrzeugklasse üblich und ist in der Vielfalt ihrer Möglichkeiten einzigartig im Supersport-Segment. So kann der Fahrer beispielsweise das Display auf den Rennstreckenmodus umschalten und so Informationen über aktuelle, beste oder auch die letzten Rundenzeiten erhalten. In Verbindung mit dem als Sonderzubehör verfügbaren Laptrigger werden ihm zudem präzise Zeitmessungen zur anschließenden Datenanalyse ermöglicht.

Ein integrierter und hinsichtlich Frequenz und Helligkeit einstellbarer Schaltblitz ermöglicht dem Fahrer ein optimales Erreichen der Schaltdrehzahl. Eine weitere Funktion des Schaltblitzes umfasst seine Nutzung als Drehzahlanzeige für Rennstarts. Dabei blinkt er bei der richtigen Drehzahl - etwa 9.000 min-1 - für einen optimalen Start. Ist die Drehzahl zu niedrig, erlischt der Schaltblitz. Ist sie zu hoch, signalisiert er dies mit Dauerlicht. Die Instrumentenkombination der S 1000 RR ist die leichteste dieser Art.



Dynamische, asymmetrisch angeordnete Leichtbauscheinwerfer.

Die asymmetrische Gestaltung von Haupt- und Fernscheinwerfer entstammt dem Endurance-Rennsport. Sie folgt dem Prinzip maximaler Wirkung bei geringstmöglichem Gewicht. Deshalb ist der Fernlichtscheinwerfer deutlich kleiner als der Abblendscheinwerfer ausgeführt.

Für den Rennstreckeneinsatz sind die vorderen Blinkleuchten mit wenigen Handgriffen demontierbar. Auch der Kennzeichenträger inklusive hinterer Blinkleuchten und Kennzeichenleuchte lassen sich durch Lösen eines Steckers sowie dreier Befestigungsschrauben in kürzester Zeit abnehmen. Als Sonderzubehör sind LED-Blinkleuchten zur weiteren Individualisierung erhältlich.

Die LED-Rückleuchte ist serienmäßig in Klarglasoptik ausgeführt. Die Verwendung von LED an Stelle herkömmlicher Glühbirnen gewährleistet einen störungs- und wartungsfreien Betrieb und verlängert die Lebensdauer um ein Vielfaches.


Neue elektrische Schaltereinheiten für optimale Bedienbarkeit.

Für Schalter und Handarmaturen kommt bei der S 1000 RR die bereits mit der K 1300 S eingeführte neue Generation zum Einsatz. Diese neuen Schaltereinheiten bauen dank MID-Technologie (Molded Interconnect Devices = aufgedruckte Leiter statt einzelner Verkabelung) deutlich kleiner und kompakter und zeichnen sich durch höchste Funktionalität, klare Gestaltung und optimale Erreichbarkeit aus.

Dabei sind die bisher getrennten Funktionen für die Blinkleuchten links und rechts nun in einer Funktion an der linken Lenkerseite zusammengefasst, was Verwechslungen von Blinker und Hupe ausschließt. Die Betätigung der Warnblinkanlage erfolgt über einen separaten, auf der linken Lenkerarmatur gut erreichbaren Schalter. Die Funktionen fürAbblend- und Fernlicht sowie Lichthupe sind in einem Schalter vereint, der sich griffgünstig mit dem linken Zeigefinger betätigen lässt. Einzigartig im Wettbewerb und gleichermaßen praxisgerecht wie sicher ist die Anwahl aller Funktionen und Einstellmöglichkeiten der Instrumentenkombination vom linken Lenkerende aus. Eine ebenfalls links platzierte Schaltwippe erlaubt die Bedienung von Race ABS und DTC. Die Wahl des Modus für die Motorcharakteristik erfolgt über einen „Mode"-Schalter an der rechten Lenkerarmatur.

Geändert von Martin (11.05.2009 um 09:44 Uhr)
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