Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 23.10.2008, 12:18     #1
Martin   Martin ist offline
BMW-Treff Team
 

Threadersteller
 
Registriert seit: 11/2002
Ort: 72336-Balingen
Beiträge: 19.989

Aktuelles Fahrzeug:
E89

BL-
Tourenwageneuropameisterschaft für LIQUI MOLY Team Engstler turbulent

Die Europameisterschaft der Tourenwagen in Salzburg ist vorbei und der Allgäuer Rennstall ist nur knapp an einem sehr guten Ergebnis vorbei geschrammt. Ab dem ersten freien Training konnte Franz Engstler zeigen, dass ihm sowohl das Auto als auch die Strecke liegt. Er fuhr bei sämtlichen Trainingssitzungen unter die ersten Drei.

„Im Qualy lief es eigentlich recht gut, mit der dritt besten Zeit waren wir alle zufrieden und gingen optimistisch ins Erste der beiden Rennen“, so Engstler. Aber schon in der ersten Schikane raste ein Konkurrent in den BMW des Allgäuers, so dass sich dieser drehte. Ein weiterer Mittstreiter traf das linke Vorderrad: aus der Traum von einem guten Platz!

„Ich konnte mich noch an die Box retten. Meine Techniker wechselten in Rekordzeit die Radaufhängung samt Dämpfer und ich konnte noch mal ins Rennen“, so Engstler. Mit 6 Runden Rückstand war es allerdings aussichtslos vorne mit zu reden, doch zumindest funktionierte der LIQUI MOLY BMW wieder. Zum zweiten Lauf war Engstler aufgrund des Unfalls in die 28 Startposition verbannt, ein schier unmögliches Unterfangen aus dieser Position noch etwas zu erreichen. „Ich war so enttäuscht, dass ich nur mehr volles Risiko und voll auf Angriff fahren konnte.“

Schon am Start gelang es Engstler außen über die Wiese an den vor ihm stehenden 1600 Fahrzeugen vorbei zu gehen. „Ich hoffte, dass es in der ersten Schikane wieder zu Komplikationen kommen würde, was das gesamte Feld bremsen würde. Diesmal war ich darauf vorbereitet und nutzte die Verwirrung und machte wieder einige Plätze gut.“ Auf Position 8 kam der Allgäuer aus der ersten Runde und war somit schon in den Punkten. Danach gab es nur mehr volle Attacke, er arbeitete sich bis auf den dritten Platz vor, die beiden Führenden waren aber schon zu weit weg und zudem waren die Reifen durch die ersten Manöver bereits stark belastet. Nervenkitzel pur war angesagt! Danach lieferte sich Engstler ein hartes Duell mit dem Markenkollegen Richard Göranson, der den ersten Lauf als Zweiter beendete und somit die besseren Chancen auf einen Podestplatz in der EM hatte. In der 10ten von 12 Runden musste er Göranson ziehen lassen und war letztendlich mit Platz vier zufrieden.

„Ein Ergebnis, an das keiner mehr aus meiner Mannschaft geglaubt hatte. Das war aber nur den Einsatz meiner gesamten Truppe zu verdanken, sie haben mir das ganze Wochenende ein perfektes Auto hingestellt. Mit meiner Leistung im zweiten Rennen konnte ich alle für ihre Mühen ein wenig entschädigen“, lächelt Engstler letztendlich zufrieden. In der Endabrechnung, der Addition beider Läufe, war es noch der 6 Gesamtrang in der EM. Am Ende noch ein gutes Ergebnis, aber dennoch schade: „Wenn wir das Wochenende Revue passieren lassen, wäre noch mehr möglich gewesen, wenn ich auch im ersten Lauf hätte punkten können“. Aber bereits jetzt ist der Blick nach vorne gerichtet: denn diese Woche geht es nach Japan. Dort geht die WTCC in die nächsten beiden Rennen. Hier gilt es weitere wichtige Punkte zu sammeln, um am Ende noch einen Podestplatz in der Gesamtwertung erreichen zu können.

Geändert von Martin (23.10.2008 um 12:22 Uhr)
Userpage von Martin
Mit Zitat antworten