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Alt 22.10.2008, 10:35     #4
Martin   Martin ist offline
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BL-
Die aktive Sicherheit -aus Freude am Fahren.

Der beste Unfall ist der, der erst gar nicht passiert. Und der beste Schutz vor einem Unfall, den der Autokonstrukteur dem Fahrer mit auf den Weg geben kann, ist die aktive Sicherheit seines Wagens.

Die BMW Group verfolgt das Entwicklungsprinzip aktive Sicherheit schon seit Jahrzehnten konsequent - „Freude am Fahren" verpflichtet. Der agile Antrieb aller BMW Group Fahrzeuge ist nicht zuletzt ein Element der aktiven Sicherheit: Rasche Beschleunigung bedeutet kurze Überholwege oder schnelles Einfädeln insbesondere in den fließenden Verkehr von Schnellstraßen oder Autobahnen. Fahrwerk und Bremsen jeder Baureihe dienen in der jeweiligen Autogeneration als Messlatte und Vorbild. Motorsportliche Erfolge zeugen von der Qualität der aktiven Sicherheit im permanenten Extremfall eines Rennens, die Erfolge seriennaher BMW Tourenwagen sind legendär. Weitere Elemente die zum sicheren Fahren beitragen: ein präzises Fahrwerk, optimal aufeinander abgestimmte Fahrwerksregelsysteme und gezielt eingesetzte Fahrerassistenzsysteme.


Das Fahrwerk.

Alle Modelle der BMW Group sind so konstruiert und abgestimmt, dass sie dem Fahrer das Gefühl und die Möglichkeit geben, auch in Notsituationen aktiv handeln zu können. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei darin, dass sich das Auto selbst in Ausnahmesituationen so verhält, wie es der Fahrer aus seinem Alltag kennt.

Die heute noch vielfach übliche, konventionelle Fahrwerkentwicklung beschränkt sich auf die Komponenten, die unterhalb der Karosserie liegen. Systeme, die so entstehen, haben wenige oder keine Schnittstellen ins Gesamtfahrzeug. Die BMW Group Chassisentwicklung ist heute hingegen zu einer Fahrerlebnisentwicklung gewachsen: Im Fokus der Ingenieure steht alles was zu einem sicheren und souveränen Fahrverhalten des Fahrzeugs führt.

Auf dieser Grundlage entstehen Fahreigenschaften geprägt von Mühelosigkeit und vorbildlicher aktiver Sicherheit. Der Fahrer kann Fahrdynamik durch ein Optimum an Beherrschbarkeit und Fahrstabilität sicher erleben. Regelsysteme unterstützen dabei, unfallträchtige Situationen zu entschärfen.

Aktive Systeme sind freilich nur Ergänzung eines durchgängig aufwändig und anspruchsvoll konstruierten und ausgeführten Fahrwerkskonzeptes. Ohne diese Basis können die Systeme ihre Wirkung nur ungenügend entfalten. Ein Beispiel: Bereits die Mehrlenker-Hinterachse des MINI stellt in diesem Segment ein echtes Highlight dar. Die Geometrie ist so ausgelegt, dass die Räder stets einen optimalen Fahrbahnkontakt behalten. Die Mehrlenkerachse ermöglicht darüber hinaus eine sehr gute Raumausnutzung und einen Kofferraum mit niedrigem Boden und großem Abstand zwischen den Stoßdämpfern. Alles in allem liefert das MINI Fahrwerk ein einzigartiges Go-Kart-Feeling bei hohem Sicherheitsstandard.

Für jedes einzelne Modell der BMW Group gilt: das Fahrwerk wird so ausgelegt und abgestimmt, dass es Sportlichkeit, Komfort und Sicherheit zu dem ausgewogenen Charakter vereint. Der Fahrer genießt dadurch ein äußerst präzises Fahrverhalten, ausgesprochen gutes Handling und hohen Abrollkomfort.


Der einzige Kontakt zur Straße: Reifen.

Das letzte Glied in der Kette der Kraftübertragung und damit der aktiven Sicherheit sind die Reifen. Auch hier leistet die BMW Group seit Jahrzehnten Pionierarbeit bei der Einführung pannensicherer Pneus. Schon 1984 fanden im BMW 3er Reifen mit Notlaufeigenschaften ihren Einsatz.

Die heutigen sogenannten „Runflat'-Reifen verbinden problemlose Alltagseigenschaften mit hoher Ausfallsicherheit. Beide Innenwände des Reifens sind durch spezielle Einlegestreifen verstärkt. Sie verhindern das Einfallen des beschädigten Reifens bei Druckverlust (sog. selbsttragende Reifen). Und das sogar bei extremer Belastung - also etwa beim Serpentinenfahren. Auch in völlig luftleerem Zustand ermöglichen solche Reifen eine begrenzte Weiterfahrt mit bis zu 80 km/h. So genannte Extended Hump Felgen verhindern dabei durch umlaufende Höcker im Felgenbett, dass der luftleere Reifen von der Felge springt. Sogar bei plötzlichem Fülldruckverlust während einer dynamischen Kurvenfahrt.

BMW Group Fahrzeuge werden mit pannensicheren Reifen ausgeliefert und verfügen über das Kontrollsystem Reifen-Pannen-Anzeige (RPA). Sie erkennt den Fülldruckverlust über die erhöhten Drehzahlen im Vergleich zu den restlichen Rädern und informiert den Fahrer darüber. Denn entweicht aus einem Reifen Luft, ändern sich Umfang und Abrollradius, die Drehzahl des Reifens erhöht sich.

Die Reifen Druck Control RDC überwacht permanent Druck und Temperatur im Inneren aller vier Laufräder. Nachdem der Fülldruck aller vier Reifen korrekt eingestellt wurde, initialisiert der Fahrer die Reifen Druck Control. Das System übernimmt dann die Druckkontrolle - im Stand wie auch beim Fahren und unabhängig von Geschwindigkeit und Außentemperatur. Unterschreitet der Druck eines oder mehrerer Pneus einen bestimmten Toleranzwert, alarmiert das System den Fahrer. Reifenschäden durch längeres Fahren mit zu niedrigem Druck - Hauptursache von Reifenplatzern - werden so vermieden. Das bedeutet neben dem Mehr an aktiver Sicherheit auch ein Plus bei Wirtschaftlichkeit und Komfort.



Manövrieren: Die Lenkung.

Ein elementarer Baustein für Sicherheit und perfektes Handling, also für spontane und exakte Reaktionen des Fahrzeugs auf die Fahrereingabe, ist ein präzises Lenkverhalten. Präzision verlangt eine spürbare Rückmeldung und ausreichende Rückstellkraft, so dass der Fahrer ein direktes Gefühl für Straßen- und Fahrzustand erhält. Dieser Grundsatz gilt sowohl für die Lenkung mit hydraulischer als auch mit elektomechanischer Servounterstützung. Beide sind so ausgelegt, dass sie dem Fahrer die wesentlichen Fahrbahnrückmeldungen übermitteln, während unerwünschte Störeinflüsse unterdrückt werden.

Die BMW Group setzt heute zunehmend elektromechanische Lenksysteme ein, die noch feinfühliger und exakter einstellbar sind. So bietet die von der BMW Group entwickelte Aktivlenkung eine für jede Fahrgeschwindigkeit und jeden Lenkwinkelbereich optimale Lenkübersetzung. Bis zu einem Tempo von etwa 90 km/h dominiert ein direktes Lenkverhalten. Be höheren Geschwindigkeiten wird die die Übersetzung der Aktivlenkung dagegen zunehmend indirekter, um einen souveränen Geradeauslauf und damit Fahrsicherheit und -komfort zu fördern. Darüber hinaus leistet die Aktivlenkung beim Übersteuern in Kurven sowie beim Bremsen einen aktiven Beitrag zur Stabilisierung des Fahrzeugs. So wird etwa bei Bremsmanövern auf uneinheitlichem Untergrund (u-Split-Bremsung) mit einem gezielten und dezenten Gegenlenken das Ausbrechen des Fahrzeugs verhindert.


Lenken an beiden Achsen: Integral-Aktivlenkung.

Im neuen BMW 7er erlebt dieser Baustein der aktiven Sicherheit eine weitere Steigerung in Form der Integral-Aktivlenkung. Sie beeinflusst nicht nur den Lenkwinkel an der Vorderachse, sondern erstmals auch den Lenkwinkel der Hinterräder. Vor allem bei höherem Tempo erzeugt die Integral-Aktivlenkung sichere Reaktionen des Fahrzeugs bei Spurwechseln und in Kurven. Auch bei abrupten Lenkmanövern folgt der BMW 7er dadurch präzise dem vom Fahrer vorgegebenen Kurs.

Der Lenkeinschlag der Hinterräder beträgt maximal 3 Grad. Bei niedrigen Geschwindigkeiten werden die Hinterräder entgegen dem Lenkwinkel der Vorderräder eingeschlagen, wodurch die Wendigkeit des BMW 7er spürbar zunimmt. Der Wendekreis des Fahrzeugs verringert sich je nach Geschwindigkeit um bis zu 70 Zentimeter. Zur deutlich erhöhten Wendigkeit gesellt sich ein Komfortgewinn durch den reduzierten Lenkaufwand (Bild oberer Teil).

Bei höherem Tempo erzeugt die Integral-Aktivlenkung herausragend komfortable und souveräne Reaktionen des Fahrzeugs bei Spurwechseln und in Kurven. Der Lenkeinschlag der Hinterräder erfolgt gleichsinnig zu den Bewegungen der Vorderräder. Der gleichzeitige Eingriff der Aktivlenkung optimiert zudem das Ansprechen der Lenkung und reduziert die erforderlichen Lenkradbewegungen. Ein weiterer Effekt der Hinterachslenkung wird vor allem im Fond registriert. Richtungswechsel bei dynamischer Fahrt sorgen für einen Aufbau von Querbeschleunigung, ohne dass auch die Gierrate im gleichen Maß zunimmt. Die Entkoppelung dieser beiden Faktoren empfindet der Passagier als besonders komfortabel (Bild unterer Teil).

Die Kombination aus der Aktivlenkung für die Vorderachse und der Hinterachslenkung kommt dem Komfort und der Agilität des Fahrzeugs gleichermaßen zugute.



Stabilisieren: Dynamic Stability Control.

Das überzeugende Fahrerlebnis in einem BMW äußert sich in allen Fahrsituationen, auch unter widrigen Fahrbahnbeschaffenheiten. Intelligente Regelsysteme ermöglichen hier eine Erweiterung der Potenziale: In diesem Fall die Dynamic Stability Control (DSC), gemeinsam mit dem integrierten ABS die Keimzelle heutiger fahrdynamischer Assistenzsysteme. Unter Beibehaltung der BMW typischen Fahrdynamik liegt der Schwerpunkt der DSC-Abstimmung auf der Stabilisierung des Fahrzeuges im Grenzbereich. DSC verhindert ein Ausbrechen des Fahrzeugs etwa bei abrupten Ausweichmanövern durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder. Durch den automatischen Eingriff kann die Stabilität des Fahrzeugs erhalten oder schneller wieder hergestellt werden. Die Unfallforschung ergab außerdem, dass DSC die Anzahl gefährlicher Überschläge und Seitenkollisionen reduziert.

Die Ingenieure der BMW Group haben für Fahrzeuge mit xDrive Allradantrieb die Funktion der DSC noch erweitert - das Ergebnis: Eine noch harmonischere Kraftübertragung in Kurven. In einem BMW mit xDrive verhindert ein dosierter Bremseneingriff mit Drehmomentausgleich Untersteuern schon im Ansatz. Die Funktion setzt dann ein, wenn das DSC eine Tendenz zum Untersteuern erkennt. Um zu verhindern, dass das Fahrzeug verstärkt über die Vorderräder aus der Kurve drängt, wird das kurveninnere Hinterrad leicht abgebremst. Gleichzeitig veranlasst die Regelung, dass soviel Gas gegeben wird, wie das Bremsmoment an Vortrieb abbaut. Das Auto liegt noch sicherer in der Kurve, ohne dass der Fahrer eine Einschränkung an Dynamik spürt. Ein typischer Fall dafür ist beispielsweise die Bergfahrt durch verschneite Serpentinen: Das Fahrzeug folgt dem Kurvenverlauf, der Fahrer muss weder den Lenkeinschlag korrigieren, noch wird die Zugkraft unterbrochen.


Präziser Fahren durch Momentenverteilung: Dynamic Performance Control.

Eine neue Dimension in der Antriebsmomentenverteilung eröffnet die Dynamic Performance Control. Sie verteilt die Antriebsmomente gezielt an beide Räder der Hinterachse. Damit wirkt das System praktisch wie ein umgekehrtes DSC: Das System bremst nicht einzelne Räder ab, um für Stabilität zu sorgen, sondern leitet ihnen gezielt Drehmoment zu. Gibt ein Fahrer in der Kurve kräftig Gas, wird die Kraft abhängig vom Lenkeinschlag optimal auf beide Antriebsräder verteilt. Das Durchdrehen des kurveninneren Rads, gleichbedeutend mit dem Verlust an Traktion,gehört damit der Vergangenheit an. Zudem wird dem kurvenäußeren Rad ein höheres Drehmoment zugewiesen. Durch gezielte asymmetrische Drehmomentverteilung kann die Dynamic Performance Control Gierimpulse einleiten, die bewirken, dass der BMW direkter und stabiler der Vorgabe des Fahrers folgt. Dies gilt beim Gas geben und Gas wegnehmen gleichermaßen.

Das Fahrzeug ist durch die erhöhte Lenkpräzision, das gute Einlenkverhalten und die hohe Spurstabilität sicherer und lässt sich in kritischen Situationen besser beherrschen. Zudem werden weniger Regeleingriffe des Stabilitätssystems DSC notwendig.


Weniger Karosserieneigung, mehr Spurstabilität: Dynamic Drive.

Lenkpräzision und Spurstabilität als Grundeigenschaften aktiver Sicherheit hängen nicht nur von der Fahrwerkskonstruktion ab. Bei jedem Richtungswechsel spielt auch die Bewegung der Karosserie eine Rolle -umso mehr, je stärker und abrupter der Fahrer am Lenkrad dreht. Um diese Karosseriebewegung möglichst vollständig zu verhindern, aber gleichzeitig einen sehr hohen Fahrkomfort zu erhalten, entwickelte die BMW Group als Pionier die aktive Fahrwerkregelung Dynamic Drive. Während Fahrer und Passagiere von Unebenheiten auf gerader Strecke durch die Entkoppelung der beiden Fahrzeugseiten über regelbare Stabilisatoren nahezu unbelästigt bleiben, unterdrückt das System in Kurven die Wankneigung. So entsteht hohe Agilität und Stabilität bei allen Fahrzuständen. Der fühlbare Gewinn an Fahrsicherheit, die „Leichtfüßigkeit" und Zielgenauigkeit bei Lenkmanövern setzte neue Maßstäbe in der Fahrwerkstechnik.



Aktive Sicherheit mit Komfort: Dynamic Drive - die Technik.

Mit Dynamic Drive lässt sich der Zielkonflikt zwischen Handling, Wank- und Abrollkomfort weitgehend aufheben. Durch die adaptive Steuerung ist eine deutlich höhere aktive Sicherheit bei dynamischen Fahrmanövern wie Spurwechsel, Kurvenfahrt oder Ausweichen gewährleistet.

Das Dynamic Drive besteht aus zwei aktiven Stabilisatoren, einem Ventilblock mit ntegrierten Sensoren, einer Tandempumpe, einem Querbeschleunigungs-sensor, einem Steuergerät sowie aus weiteren Versorgungskomponenten. Kernelemente sind die beiden aktiven Stabilisatoren, die anstelle der konventionellen mechanischen Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse ntegriert sind. Ein aktiver Stabilisator (Aktuator) besteht aus einem hydraulisch betriebenen Schwenkmotor, bei dem Schwenkmotorwelle und das Schwenkmotorgehäuse mit jeweils einer Stabilisatorhälfte verbunden sind.

Die aktiven Stabilisatoren wandeln hydraulischen Druck in ein Torsions- bzw. über die Anbindung in ein Stabilisierungsmoment um. Der von der Pumpe erzeugte Druck wird über zwei elektronisch geregelte Druckregel ventile so gesteuert, dass

• die Wankbewegung des Fahrzeugauf baus bei Kurvenfahrt minimiert bzw. gänzlich beseitigt,

• eine hohe Agilität und Zielgenauigkeit über dem gesamten Geschwindigkeitsbereich erreicht und

• ein optimales Eigenlenk- sowie ein gutmütiges Lastwechselverhalten erzeugt wird.
Andererseits sind die Aktuatoren bei Geradeausfahrt beziehungsweise sehr geringen Querbeschleunigungen drucklos, so dass

• die Drehfederrate des Stabilisators die Grundfederung nicht verhärten kann und

• die Kopierbewegung des Fahrzeugaufbaus reduziert wird.


Das Hauptregelsignal des Systems ist die Querbeschleunigung, die vom entsprechenden Sensor gemessen wird. Daneben werden dem Fahrwerksmanagement weitere Signale zur Quer- und Längsdynamik entnommen und ausgewertet, um eine bessere und robustere Information zur Querdynamik sicherzustellen. Aus diesem berechneten Querdynamiksigna werden die einzustellenden Ventilströme für den Ventilblock ermittelt.

Das System ist so ausgelegt, dass Dynamic Drive im kundenrelevanten Fahrbereich den Wankwinkel deutlich reduziert: Im Querbeschleunigungs-bereich von 0 bis 0,3 g treten keine relativen Wankwinkel auf, sie werden zu 100 Prozent reduziert. Bis 0,6 g erzeugt Dynamic Drive ein quasi-stationäres Wankverhalten, wie man es von passiven Fahrwerken bis maximal 0,1 g gewohnt ist. So beträgt die Reduzierung bei 0,6 g Querbeschleunigung mehr als 80 Prozent. Zudem reduziert Dynamic Drive den Lenkwinkelbedarf gegenüber einem Fahrzeug mit konventionellem Fahrwerk.

Die Abstimmung von Dynamic Drive im Bereich hoher Querbeschleunigung über 0,6 g soll den Fahrer über den bevorstehenden Grenzbereich nformieren. Deshalb steigt hier der Wankwinkelgradient kontinuierlich und eindeutig spürbar an. Diese Grenzbereichsanzeige - die den Fahrer nicht verunsichert - weist darauf hin, dass die physikalischen Grundgesetze auch mit Dynamic Drive nicht außer Kraft gesetzt sind.

Insgesamt hat ein BMW mit Dynamic Drive im unteren Querbeschleunigungs-bereich ein eher neutrales Fahrverhalten, wodurch der Lenkwinkelbedarf gegenüber einem Fahrzeug mit konventionellem Fahrwerk merklich reduziert ist. Mit wachsendem Querbeschleunigungsniveau wird bewusst zu einem eindeutig untersteuernden Fahrzeugverhalten übergegangen.


Oberste Instanz der aktiven Regelsysteme: Integrated Chassis Management.

Ihre perfekt aufeinander abgestimmte Funktionalität verdanken die Fahrwerkssysteme der Vernetzung im Integrated Chassis Management (ICM). Das ICM verknüpft als zentrale Instanz alle im Fahrzeug verfügbaren Einzelinformationen und verteilt diese an die unterlagerten Einzelsysteme. Durch die umfassende Analyse des Fahrzustands auf Basis einer Vielzahl von Informationen kann das ICM entscheiden, welche Stelleingriffe in der jeweiligen Fahrsituation am besten geeignet sind, um Fahrer wunsch und Fahrzeugreaktion in Übereinstimmung zu bringen. Die entsprechenden Befehle werden dann an die unterlagerten Systeme übermittelt und von diesen umgesetzt.

Durch die Vernetzung über ICM entstanden darüber hinaus neue Funktionen, die erst durch die Integration mehrerer Regelsysteme möglich wurden. So steht die Dynamic Performance Control in starker Wechselwirkung zu Dynamic Stability Control, Aktivlenkung oder DynamicDrive. Mit der CM-Struktur können die Vorteile der Dynamic Performance Control in vollem Umfang ausgeschöpft werden. Zwei weitere Beispiele: Ein kombinierter Lenk- und Bremseingriff kann für noch kürzere Bremswege und noch stabilere Fahrsicherheit bei der Verzögerung auf einseitig glatter Fahrbahn sorgen. Oder: Eine Verlagerung der Wankmomentverteilung auf die Vorderachse in Kurven verbessert die Traktion.

Möglich wird die ebenso schnelle wie bedarfsgerechte Reaktion des ICM durch das von der BMW Group als weltweit erstem Automobilhersteller in Serienfahrzeugen eingeführten Hochgeschwindigkeits-Datenübertragungs-system FlexRay. Seine Übertragungsrate ist um das 20-fache höher als bei anderen Übermittlungssystemen. Beim neuen BMW 7er kommunizieren bis zu 16 Steuergeräte über FlexRay miteinander. Dadurch wird der unerreicht schnelle, präzise und perfekt koordinierte Einsatz der Steuergeräte für die Antriebs-, Fahrwerks-, Dämpfungs-, Lenkungs- und Bremssysteme erst ermöglicht. Bei keinem anderen Fahrzeug können Längs-, Quer- und Vertikalbewegungen so exakt beeinflusst werden wie beim neuen BMW 7er.

Die Interaktion der einzelnen Systeme in der ICM-Struktur wird anhand des Verlaufs einer Kurvenfahrt im BMW X6 deutlich:

• Beim Einlenken in eine Kurve sind der stimmige Aufbau des Lenkeinschlags und die zugehörige Lenkmomentrückmeldung sowie bei Bedarf ein in
die Kurve eindrehendes Lenkmoment der Dynamic Performance Control entscheidend für das harmonische Fahrverhalten.

• Im weiteren Kurvenverlauf bestimmen die Wankmomentverteilung des Dynamic Drive sowie die Momentenunterstützung der Dynamic Performance Control wesentlich das Eigenlenkverhalten; durch die Kombination dieser Systeme wird ein bisher unerreicht neutrales Fahrverhalten bis in den Grenzbereich ermöglicht.

• Leichte Übersteuertendenzen - hervorgerufen beispielsweise durch einen unterschiedlich griffigen Fahrbahnbelag - werden über eine Rücknahme der eindrehenden Wirkung von Dynamic Performance Control und Dynamic Drive kompensiert. Die Korrektur des Lenkeinschlags durch die Aktivlenkung verstärkt diese Wirkung deutlich, und erst bei sehr hohem Stabilisierungsbedarf wird ein Bremseingriff der DSC angefordert werden. Das Ergebnis: Mühelos agiles und gleichzeitig stabiles Fahrverhalten.


Weniger Stress, mehr Sicherheit: Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go Funktion und Auffahrwarnung.

Mit der Aktiven Geschwindigkeitsregelung ACC, die radarbasiert im Kolonnenverkehr den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einregelt, gelang der BMW Group ein großer Schritt bei der Fahrerentlastung. Mit der Erweiterung um die Stop & Go-Funktion hielt die nächste Generation der intelligenten Abstandsregelung Einzug in die Serienfahrzeuge. Das System umfasst eine automatische Abstandsregelung, die komfortables Dahingleiten im fließenden Autobahn- oder Landstraßenverkehr ermöglicht und bei stockendem Verkehr bis hin zum Stillstand für einen jederzeit situationsgerechten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sorgt. Der Einsatz des Systems bei zähfließendem Verkehr und geringem Tempo verhilft dem Fahrer auch in dieser zumeist als lästig empfundenen Situation zu einem deutlichen Komfort- und Sicherheitsgewinn. Dennoch bleibt er in der Verantwortung, denn er muss zum Beispiel nach einem mehr als drei Sekunden währenden Zwischenstopp zum Wiederanfahren durch kurzes Gasgeben den Befehl zum Beschleunigen des Fahrzeugs geben.

Auch bei aktiviertem System kann der Fahrer das Tempo jederzeit durch Gasgeben oder Bremsen selbst beeinflussen. Die Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go-Funktion nutzt Radarsensoren der neuesten Generation. Der Fahrer kann zwischen vier Abstandsstufen wählen. Wird der von ihm bestimmte Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug unterschritten, passt das System die Geschwindigkeit durch Eingriffe in die Antriebssteuerung und den Aufbau von Bremsdruck an die Verkehrsverhältnisse an. Auch eine verkehrsbedingte Verringerung der Geschwindigkeit bis zum Stillstand wird vom System selbsttätig ausgeführt. In diesem Fall wird das Fahrzeug zum Stillstand gebracht und gehalten. Die maximale Verzögerung, die von der Aktiven Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go-Funktion eingesteuert wird, beträgt bis zu 4 m/s2. Sie wird bei höheren Geschwindigkeiten auf den komfortablen Wert von 2,5 m/s2 begrenzt. Verzögert das vorausfahrende Fahrzeug extrem stark, wird der Fahrer durch optische und akustische Signale aufgefordert einzugreifen.

Unabhängig vom Betrieb der aktiven Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go Funktion steht eine Auffahrwarnung zur Verfügung. Diese senkt die Auslöseschwellen des Bremsassistenten ab und aktiviert die Brems-bereitschaftsfunktion des DSC Systems.



Mit Rück-Sicht auf die Nachbarn: Spurwechselwarnung.

Die jüngste Generation der BMW Assistenzsysteme beschränkt sich nicht mehr nur allein auf die Regelung physikalischer Vorgänge beim Autofahren, sondern unterstützt in puncto Manövrieren auch direkt den Fahrer. So hilft die erstmals im neuen BMW 7er verfügbare Spurwechselwarnung dem Fahrer beim sicheren Spurwechsel. Sie warnt den Fahrer vor Gefahren durch sich von hinten nähernde Fahrzeuge auf der Zielspur.

Radarsensoren am Heck des Fahrzeugs überwachen die Verkehrssituation auf den benachbarten Fahrspuren. Dabei wird ein Bereich erfasst, der vom so genannten toten Winkel auf der Nebenspur bis in eine Distanz von 60 Metern nach hinten reicht. Ein dauerhaft leuchtendes Dreiecks-Symbol am Fuß des Außenspiegelgehauses zeigt an, dass sich ein Fahrzeug im kritischen Bereich befindet. Sobald das Betätigen des Blinkers auf einen bevorstehenden Ein- oder Ausschervorgang hindeutet, erhält der Fahrer durch ein LED-Signal einen Warnhinweis. Zusätzlich erfolgt eine Warnung in Form einer dezenten, aber unmissverständlichen Vibration am Lenkrad.

Die Spurverlassenswarnung erkennt unbeabsichtigte Kursabweichungen. Sie besteht aus einer im Bereich des Innenspiegels an der Frontscheibe nstallierten Kamera, einem Steuergerät für den Datenabgleich und einem Signalgeber, der die Lenkradvibration auslöst.

Natürlich steht auch im BMW 7er jetzt die Spurverlassenswarnung zur Verfügung. Sie erkennt unbeabsichtigte Kursabweichungen und besteht aus einer im Bereich des Innenspiegels an der Frontscheibe installierten Kamera, einem Steuergerät für den Datenabgleich und einem Signalgeber, der die Lenkradvibration auslöst.



Immer die richtige Geschwindigkeit: Speed-Limit-Anzeige.

In Kombination mit einem Navigationssystem und der Spurverlassenswarnung kann im BMW 7er eine weitere exklusive Funktion genutzt werden. Weltweit erstmalig ermöglicht die Speed-Limit-Anzeige dem Fahrer, sich jederzeit und aktuell über die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der momentan befahrenen Strecke zu informieren. Diese Funktion entlastet den Fahrer vor allem auf Langstreckenfahrten. Der Fahrer ist jederzeit über die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung informiert, ohne dass er dazu nach entsprechenden Verkehrszeichen Ausschau halten muss. Stattdessen registriert eine im Bereich des Innenspiegels installierte Kamera die feststehende Beschilderung am Straßenrand sowie auch die variablen Anzeigen von Schilderbrücken auf Autobahnen. Die über diese Verkehrszeichenerkennung gewonnenen Daten werden mit den im Navigationssystem gespeicherten Angaben abgeglichen. So wird beispielsweise bei einer situationsbedingt geänderten Geschwindigkeitsregelung - etwa aufgrund einer Baustelle - den von der Kamera erfassten Daten Vorrang eingeräumt.

Zusätzlich werden auch einschränkende Vorgaben der Beschilderung berücksichtigt. Die gültige Geschwindigkeitsbegrenzung wird im nstrumentenkombi oder optional im Head-Up-Display angezeigt. Das Risiko, unabsichtlich ein bestehendes Tempolimit zu überschreiten, wird dadurch gesenkt.


Augen auf die Straße: intuitive Bedienung und minimale Ablenkung.

Konzentration, einwandfreie Sicht und ein möglichst rasches gegenseitiges Erfassen der Verkehrssituation sind Grundvoraussetzungen für sicheres Fahren. Konzentration bedeutet neben einer optimalen Ergonomie eine möglichst geringe Ablenkung von den Fahraufgaben. Traditionell spielt die BMW Group eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung neuer Konzepte für ein intuitiv bedienbares, möglichst ablenkungsfreies und funktionelles Anzeige- und Bedienkonzept. Das neue Cockpit der BMW 7er Limousine st dafür das hochaktuelle Beispiel: Seine horizontale Unterteilung trägt wesentlich zur einfachen und sicheren Fahrzeugbeherrschung bei.

Die Trennung von Bedienungselementen und Anzeige hat für den Fahrer nach kürzester Eingewöhnung nur Vorteile: Einerseits hat er die Informationen so optimal im Blickfeld, dass er seine Aufmerksamkeit nur extrem kurz vom Verkehrsgeschehen abwenden muss, um die Anzeige wahrzunehmen. Mit Hilfe des optionalen Head-Up-Displays, das ausgewählte Informationen in die Frontscheibe und damit direkt ins Sichtfeld des Fahrers projiziert, lässt sich dieser Blickabwendungsweg noch weiter reduzieren.

Andererseits sind die Taster und Schalter, Hebel und Steller so ergonomisch platziert, dass der Fahrer sie leicht erreichen und intuitiv bedienen kann. Das bedeutet unter anderem, dass er für diese Tätigkeiten nur minimale Bewegungen ausführen muss. Das verkürzt die Bedienzeit und schont gleichzeitig die Fahrerkondition. Verstärkt wird dieser Effekt durch die einprägsame vertikale Anordnung der Anzeigen und Bedieneinheiten. Fahrrelevante Informationen und Bedienelemente befinden sich auf der dem Fahrer zugewandten Seite des Cockpits. Alle Anzeigen, Regler und Taster, die den Komfortfunktionen zugeordnet sind, wurden zur Fahrzeugmitte hin platziert.

Dieser Logik folgt auch die Anordnung der Bedieneinheiten auf dem Multifunktionslenkrad. Für den Fahrer ergibt sich daraus ein Höchstmaß an Bediensicherheit. Er muss, um Informationen zu erfassen oder eine Funktion zu aktivieren, den Blick - wenn überhaupt - nur kurzzeitig vom Fahrgeschehen abwenden. Unregelmäßig benutzte Tasten müssen nicht erst lange gesucht werden, da sie an einer nachvollziehbaren Stelle positioniert sind. So haben beispielsweise die Bedienelemente der Fahrerassistenzsysteme, die den Fahrer in seiner Wahrnehmung des Verkehrsgeschehens und in seiner Aufmerksamkeit unterstützen, ihren Platz auf einem gemeinsamen Tastenfeld in unmittelbarer Nähe der Lichtschalter.

Dank der klaren Strukturierung des Cockpits stellt sich auch bei der Nutzung von Zusatzfunktionen, die nicht in jeder Fahrsituation benötigt werden, innerhalb kürzester Zeit Routine ein. Die umfassenden technischen Möglichkeiten werden daher als Bereicherung und Erleichterung des Fahrerlebnisses empfunden für ein Plus an aktiver Sicherheit.


Besser sehen bei Nacht: Intelligente Scheinwerfer.

Rund um die Bi-Xenon-Scheinwerfer hat BMW ein Assistenzkonzept entwickelt, das bei schlechten Sichtverhältnissen die Wahrnehmungssicherheit signifikant steigert. Die erstmals beim aktuellen BMW 6er eingeführte variable Lichtverteilung optimiert die Sicht auch auf gerader Strecke. Eine innovative Steuerung bewirkt in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit automatisch eine Vergrößerung des Sichtfeldes durch eine gezielte Erweiterung des Lichtkegels. So wird etwa im Stadtlichtmodus bei Geschwindigkeiten unterhalb von 50 km/h mit einer breiteren Lichtverteilung das Erkennen von Objekten im linken Fahrbahnbereich erleichtert. Im Autobahnlicht-Modus wird das Sichtfeld durch eine höhere Reichweite des Lichtkegels und eine intensivere Ausleuchtung im linken Bereich erweitert. Die Aktivierung der Nebelscheinwerfer bewirkt im Geschwindigkeitsbereich bis 70 km/h eine breitere Lichtverteilung und eine Aufhellung des Nahbereichs. Bei höherem Tempo wird zusätzlich zur breiteren Lichtverteilung auch die Reichweite gesteigert.

Darüber hinaus garantiert das im Paket mit der variablen Lichtverteilung verfügbare adaptive Kurvenlicht eine dem Streckenverlauf entsprechende Ausleuchtung der Fahrbahn. Die Schwenkrichtung der Scheinwerfer orientiert sich dabei jeweils am Lenkeinschlag, an der Gierrate und an der Geschwindigkeit des Fahrzeugs.

Durch die erstmals im neuen BMW 7er präsentierte adaptive Leuchtweitenregulierung wird auch die vertikale Fahrbahnkontur berücksichtigt. Beim Fahren über Kuppen, durch Tunnel oder auf steilen Rampen wird der Lichtkegel bedarfsgerecht abgesenkt beziehungsweise angehoben, um die Fahrbahn optimal auszuleuchten, ohne dass der Gegenverkehr geblendet wird.

In Kombination mit dem Kurvenlicht wird auch das Abbiegelicht angeboten. Diese Funktion wird bei Geschwindigkeiten von weniger als 40 km/h aktiv, sobald der Blinker betätigt oder ein besonders starker Lenkeinschlag registriert wird. Bei dynamischer Kurvenfahrt wird das Abbiegelicht in engen Kurvenradien bis 70 km/h als Ergänzung zur Ausleuchtung des adaptiven Kurvenlichtes zugeschaltet. Das Abbiegelicht ermöglicht eine optimale Ausleuchtung der Fahrbahn beim Rangieren sowie beim Befahren enger Serpentinenstraßen.


Die automatische Fahrlichtsteuerung macht das Fahren bei wechselnden äußeren Bedingungen noch sicherer. Bei dieser Funktion überprüft die Bordelektronik über zwei Sensoren in der Frontscheibe die Lichtverhältnisse und schaltet das Abblendlicht selbsttätig ein, sobald dies - zum Beispie bei Tunnelfahrten oder hereinbrechender Dämmerung - erforderlich wird. Eine ideale Ergänzung zur Fahrlichtsteuerung bildet der Regensensor, der mittels optischer Messung automatisch das Einsetzen und die Stärke von Niederschlägen erkennt. Bei Bedarf aktiviert er automatisch die Scheibenwischer und passt deren Wischfrequenz der Intensität der Niederschläge an. Optimale Sicht in allen Fahr- und Wetterlagen bildet die Basis für sicheres Fahren.

Ergänzt werden diese Systeme um den Fernlichtassistenten. Das System schaltet das Fernlicht automatisch aus, sobald Gegenverkehr oder vorausfahrender Verkehr in Sicht ist oder die Strecke - wie etwa innerhalb geschlossener Ortschaften - ausreichend beleuchtet ist. Auch das Umschalten von Abblend- auf Fernlicht erfolgt automatisch. Gesteuert wird das System über eine in den Innenspiegel integrierte Kamera, die Helligkeit und Verkehr überwacht.


Präventiver Fußgängerschutz: BMW Night Vision mit Personenerkennung.

Mehr Sicherheit bei Nachtfahrten gewährleistet das optional verfügbare System BMW Night Vision. Kernstück dieses Systems ist eine Wärmebildkamera, die ein Videobild liefert, in dem der Fahrer Menschen, Tiere andere Objekte aufgrund von Temperaturdifferenzen auch außerhalb des Lichtkegels der Scheinwerfer erkennen kann. Objekte, die Wärme abstrahlen, werden bereits in einer Entfernung von 300 Metern auf und am Rande der Straße erfasst. Das Bild wird kontrastreich und hochauflösend im zentralen Control Display angezeigt. So wird der Fahrer auf eventuelle Gefahrensituationen aufmerksam, die er mit bloßem Auge noch nicht erkennen kann.

Als weltweit erster Hersteller präsentiert die BMW Group im neuen BMW 7er dieses Nachtsichtsystem mit Personenerkennung und -Warnung. Die Videodaten werden dafür von einem Steuergerät analysiert, das mit Hilfe von intelligenten Algorithmen gezielt nach Fußgängern sucht und diese mittels gelber Einfärbungen im Videobild hervorhebt. Stellt das System eine Gefährdung der Person fest, wird der Fahrer zusätzlich aktiv gewarnt.

Um die Warnungen auf die wirklich gefährdeten Fußgänger zu beschränken, führt das Steuergerät eine komplexe Situationsanalyse durch. Gewarnt wird nur vor Fußgängern, die sich in einem von Geschwindigkeit, Lenkwinkel und Gierrate abhängigen Warnkorridor befinden. Erkannt wird auch ob sich beispielsweise eine Person, die sich am Fahrbahnrand befindet, auf die Straße zu bewegt oder sich auf der Fahrbahn befindet. In diesen Situationen wird der Fahrer frühzeitig und gezielt mit einem Symbol im Control Display gewarnt. Ist das Fahrzeug mit einem Head-Up-Display ausgestattet, wird der Hinweis auch dort angezeigt.



Bessere Übersicht im Stadtverkehr.

Aktive Sicherheit ist - wie auch beim gerade genannten Beispiel Fußgängererkennung - nicht zwangsläufig eine Frage höherer Geschwindigkeiten: Die meisten Unfälle ereignen sich innerorts, insbesondere bei unübersichtlichen Verkehrslagen. Die BMW Group hat deshalb eine Reihe von Assistenzsystemen entwickelt und eingeführt, die auch das Manövrieren im Stadtverkehr einfacher und sicherer machen.

So erleichtert die Rückfahrkamera das Einparken und Rangieren auf engen oder schwer einsehbaren Flächen. Die hochauflösenden Bilder des Weitwinkelobjektivs bildet das System farbig und perspektivisch optimiert auf dem Control Display ab. Interaktive Spurenlinien signalisieren zudem den für das Einparken optimalen Lenkradwinkel und den engsten Wendekreis. Das Videosystem erleichtert aber nicht nur das Einparken und Rangieren, sondern schafft zusätzliche Sicherheit etwa für Passanten oder spielende Kinder hinter dem Fahrzeug.

Als Ergänzung der Rückfahrkamera ist im BMW 7er erstmalig optional die Side View Funktion erhältlich. Side View arbeitet mit zwei in der Fahrzeugfront ntegrierten Kameras, die ein besseres Beobachten des Querverkehrs auch an unübersichtlichen Einmündungen ermöglichen. Das auf das Control Display übertragene Bild gibt vor allem beim Verlassen von engen Torausfahrten, in Parkhäusern oder in vielen anderen schwer einsehbaren Einmündungssituationen einen frühzeitigen Überblick über das Verkehrsgeschehen links und rechts vor dem Fahrzeug. Plötzlich kreuzende Fahrradfahrer auf Radwegen können so beispielsweise erkannt werden ohne mit dem kompletten Vorderwagen in die Straße einzufahren. Für eine schnelle Verfügbarkeit wird Side View über eine Direktwahltaste in der Mittelkonsole aktiviert.


Training für den Steuermann: Mehr Sicherheit und Souveränität will geübt sein.

Als eines der ersten Automobilunternehmen erkannte BMW, dass es zur Steigerung der aktiven Sicherheit nicht alleine genügt, dem Fahrer optimale Technologie anzubieten. Genauso wichtig ist es, die Fähigkeiten des Menschen am Steuer richtig zu schulen. Diesen Gedanken setzte BMW bereits vor mehr als 30 Jahren in die Tat um und machte Freude am Fahren mit Sicherheit erlebbar. Das BMW Fahrer-Training lehrt verkehrsgerechtes Verhalten, die richtige Einschätzung technischer und fahrerischer Grenzen sowie das Erkennen potentieller Gefahrensituationen und ihre Bewältigung, vor allem aber ihre vorzeitige Vermeidung. Da ein effektives Training speziell auf die Fahrzeugeigenschaften zugeschnitten sein soll, bietet die BMW Group auch Fahrsicherheitstrainings auf frontgetriebenen MINI an.

Das Programm fängt dort an, wo die Fahrschule aufhört. Deshalb eignet sich das attraktive Trainingsprogramm für Anfänger wie für Routiniers gleichermaßen. Fahrerische Fortbildung muss alle Geschwindigkeitsbereiche berücksichtigen. Bereits im Tempobereich des Stadtverkehrs werden durch Übungen wie Notbremsung oder doppelter Spurwechsel deutliche Verbesserungen erzielt. Die Unterschiede etwa im Bremsweg zwischen 30 und 50 km/h werden sofort sieht- und erlebbar. Gezieltes Übersteuern und Untersteuern gepaart mit der entsprechenden Gegenreaktion bereiten die Teilnehmer weiter auf kritische Fahrsituationen des Alltags vor. Das Programm ist in der Folge stufenweise aufgebaut und beinhaltet Trainings in Landstraßengeschwindigkeit ebenso wie das Fahren in Autobahntempo oder die richtige Reaktion auf Eis und Schnee.

Geändert von Martin (22.10.2008 um 11:41 Uhr)
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