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Alt 14.05.2008, 18:58     #9
Martin   Martin ist offline
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Mehr Kundennutzen und Effizienz durch innovative Verkehrstechnik.


Agieren statt reagieren. Effizienzsteigerung im Verkehr setzt aber nicht nur bei intelligenten Infrastrukturlösungen an, sondern auch bei Fahrer und Fahrzeug. Sie sollen in der Lage sein, gemäß den Strategien des intelligenten Verkehrsmanagements zu agieren. Heute können wir am Steuer auf Veränderungen im Verkehrsumfeld nur reagieren, wenn es oft schon zu spät ist.

Mit Hilfe der aus dem Verkehrsmanagement gewonnenen Daten und Strategien und dank präziser Erfassung und Abbildung der Verkehrslage wird es bereits in wenigen Jahren möglich sein, Fahrer und Fahrzeug besser und früher über das voraus liegende Verkehrsgeschehen zu informieren.


Den Verkehrsteilnehmer strategisch führen.

Durch Berücksichtigung von Verkehrsdaten und Umleitungsempfehlungen aus Verkehrsmanagementzentralen und Verkehrsprognosen sollen Fahrzeugnavigationssysteme zukünftig Routen empfehlen können, die überlastete Strecken und Stauungen vermeiden. Vorteile für den Fahrer sind eine kürzere Reisezeit und weniger Stress. Für das Kollektiv aller Verkehrsteilnehmer bedeutet es eine stets bedarfsgerechte Verteilung des Verkehrs, einen Abbau von Belastungsspitzen und damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Für eine wirkungsvolle Verkehrslenkung ist es entscheidend, dass die Fahrer den Informationen Vertrauen schenken. Autofahrer stellen hohe Ansprüche an die Verkehrsinformation: sie wollen in Echtzeit lückenlos und in hoher Qualität über das Verkehrsgeschehen informiert werden. Da bislang in Deutschland und anderen Ländern – wenn überhaupt – nur das Autobahnnetz mit ausreichenden Daten abgebildet werden kann, ist eine dynamische Zielführung nur dort möglich. Verlässt der Fahrer die Autobahn, liegen für eine qualitativ hochwertige, dynamische Routenführung keine ausreichenden Daten vor. Außerdem werden heute lediglich Störungsmeldungen, nicht aber umfassende Informationen zum Verkehrsfluss übermittelt. Für eine strategische Routenführung und die Berechnung tatsächlich zeitsparender Alternativrouten ist dies aber zwingend erforderlich.


Handlungsbedarf besteht also vor allem bei der Datenerfassung in Hinblick auf Qualität und Verfügbarkeit. Die BMW Group hat dies erkannt und entwickelt ihre Informationsdienste wie BMW Assist und VInfo ständig weiter. Aber das ist nicht alles: Die BMW Ingenieure entwickeln eine neue Technologie zur Generierung von Daten. Mehr Kundennutzen durch präzise Daten: XFCD (Extended Floating Car Data).

BMW Fahrzeuge sollen in Zukunft als im Verkehr mitschwimmende Sensoren genutzt werden. Das Fahrzeug erkennt mit seiner Vielzahl an bordeigenen Systemen wie ABS, Motorsteuerung oder Regensensor Straßen-, Wetter- und Verkehrszustände. Diese werden an die Verkehrszentrale oder – noch schneller – direkt an andere Fahrzeuge auf der Strecke gesendet. Die neue Technologie befindet sich zwar noch im Entwicklungsstadium, der Einsatz in Kundenfahrzeugen rückt aber in greifbare Nähe.


BMW oder MINI Kunden stehen dann im Navigationssystem nicht nur Optionen wie „kürzeste oder schnellste Strecke“ zur Verfügung. Vielmehr kann der Fahrer beispielsweise die Route wählen, auf der er mit dem geringsten Kraftstoffverbrauch ans Ziel kommt oder auf der er die günstigsten Witterungsbe dingungen vorfindet. Neue Standards für die Datenübertragung. In Europa erfolgt heute der Datentransfer vom Fahrzeug zum Telematik-Dienst und zurück über den Traffic Message Channel (TMC). Dieser wird aber 2009 vom wesentlich leistungsfähigeren TPEG-Standard abgelöst. Die BMW Group als global agierender Automobilhersteller ebnet bereits den Weg, um TPEG zum weltweit einheitlichen Standard zu machen. Nur so ist gewährleistet, dass ein BMW Kunde auch in London, New York und später eventuell auch in Shanghai oder Tokio die Vorzüge von BMW Assist in Anspruch nehmen kann.


Vernetzung als Basis für energieoptimiertes Fahren.

Der Fahrer beeinflusst maßgeblich den Kraftstoffverbrauch seines Wagens. Untersuchungen der Verkehrstechnik der BMW Group haben ergeben, dass die Verbrauchswerte unter denselben Staubedingungen verschiedener Fahrer in identischen Fahrzeugen um über 30 % variieren. Trotz des Mehrverbrauchs war aber keine signifikante Zeitersparnis erkennbar. Die im Verkehrsmanagement und aus der Navigation gewonnenen Daten sollen zukünftig automatisch vom Fahrzeug genutzt werden, um ressourcenschonend und energieeffizient zu fahren. Wie das in der Praxis aussehen kann, lässt sich am Beispiel eines Hybridfahrzeugs erklären, das mit dem Verbrennungsmotor auf einen einige Kilometer entfernten Stau zufährt. Erhält das Fahrzeug einige Minuten vor Erreichen des Staus eine entsprechende Verkehrsmeldung, kann bis zum Stauende die Batterie für den Elektromotor voll geladen werden. So kann die langsame Fahrt über eine längere Strecke im reinen Elektrobetrieb fortgesetzt werden. Der Verbrennungsmotor muss nicht vorzeitig noch im Stau wieder gestartet werden und der Wagen ist während dieser Zeit wesentlich sparsamer und emissionsfrei unterwegs. Durch die Summe vieler Einzelmaßnahmen in Verkehrsmanagement und in der Verkehrstechnik gelingt es der BMW Group, noch über fahrzeugtechnische Entwicklungen hinaus einen Beitrag zur Verbesserung der Mobilität und zur weiteren Reduzierung von CO2 Emissionen zu leisten.
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There are three types of people in this world: those who make things happen, those who watch things happen and those who wonder what happened.

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