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Alt 14.05.2008, 18:54     #6
Martin   Martin ist offline
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BL-
Die Kraft der Sonne nutzen.

Um weitere Effizienzsteigerungen zu erreichen, machen sich die Ingenieure der BMW Group auch die Solarenergie zu Nutze. Photovoltaik-Solarzellen erreichen heute bereits einen Wirkungsgrad von bis zu 20 %. Das heißt, ein Fünftel der Sonnenenergie kann in elektrischen Strom umgewandelt werden. Ausgehend von der durchschnittlichen Sonneneinstrahlung in Mitteleuropa sind damit im Idealfall auf einer Fläche von einem Quadratmeter elektrische Leistungen von bis zu 200 Watt erreichbar.


Autodächer liefern Strom.

Photovoltaik-Module, die es auch in transparenter Ausführung gibt, lassen sich in Schiebe- oder Glasdächer integrieren. Heute bereits verfügbare Module in Schiebedächern, die es unter anderem als BMW Zubehör zum Nachrüsten gibt, erzeugen eine elektrische Leistung von bis zu 40 Watt. Wesentlich größere Flächen und damit höhere elektrische Leistungen sind mit kompletten Modulen möglich, die sich über die gesamte Dachfläche erstrecken. Bei einem MINI stünden dabei zum Beispiel rund zwei Quadratmeter Modul-Fläche zur Verfügung.


Vielseitiges Verwendungspotenzial.

Diese elektrische Energie, die sowohl während der Fahrt als auch im Stand zur Verfügung steht, kann unter anderem zum vollständigen Laden der Startbatterie und damit zur Entlastung des motorseitigen Generators genutzt werden. Das Einsparpotenzial ist erheblich, denn die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom über die Umwandlungskette Verbrennungsmotor und Generator verursacht einen Mehrverbrauch von mehr als 0,3 Litern pro 100 Kilometer. Ein weiterer Zusatznutzen: Bei hohen Aussentemperaturen liefern die Solarzellen Energie für eine automatische Belüftung, die in abgestellten Fahrzeugen die Innenraumtemperatur deutlich absenkt. Dadurch ist beim Fahrtantritt die von der Klimaanlage aufzubringende Kühlleistung und damit der Kraftstoffverbrauch entsprechend geringer.


Weniger Verbrauch durch deutlich verkürzte Kaltstartphasen im Kundenbetrieb.

Ein neuer Lösungsansatz zur Verbrauchsreduzierung ist das elektrische Vorheizen und Warmhalten von Betriebsmedien wie Kühlmittel und Motoröl. Dadurch lässt sich die Kaltstartphase, in der überdurchschnittlich viel Kraftstoff verbraucht wird und sehr viele Emissionen entstehen, deutlich verkürzen. Damit dieser positive Effekt möglichst lange erhalten bleibt, haben die Ingenieure der BMW Group auch Maßnahmen zur besseren Wärmedämmung des Motors ergriffen. Aufbauend auf den bereits mit EfficientDynamics eingeführten mechatronischen Luftklappen im Frontend kann zum Beispiel die Betriebstemperatur des Motors in der Standphase des Fahrzeugs aufrecht erhalten werden. Durch die signifikante Verkürzung der Warmlaufphase wird außerdem die Fahrzeugheizung schneller warm, das Verschleißverhalten des Motors positiv beeinflusst und die Lebensdauer des Motoröls verlängert. Die Höhe der Verbrauchsreduzierung richtet sich neben der von der Sonneneinstrahlung abhängigen eingebrachten Heizleistung auch danach, wie lange das Fahrzeug abgestellt war.

Im Kundenbetrieb sind Verbrauchseinsparungen von mehreren Prozent erreichbar. Über eine intelligente Regelstrategie wird die elektrische Zusatzleistung für die jeweils sinnvollste Funktion eingesetzt. In den Sommermonaten wird die Zusatzenergie überwiegend zur Ladung der Batterie und zur Kühlung des Innenraums verwendet, im Winter dient sie neben der Batterieladung in erster Linie der Beheizung von Fahrzeugkomponenten.
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