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Alt 07.05.2008, 10:50     #12
Peter316i   Peter316i ist offline
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War abzusehen.
Da der Hauptmarkt von BMW nicht mehr Europa, sondern die USA sind und somit der Fokus bei der Eigenentwicklung mehr auf den Produkten liegt, die dort gut verkäuflich sind (X3, X5, X6, Z4, 5er, 7er inkl. relativ großvolumiger Motoren) wird man auf kurz oder lang im 4-Zylinder-Bereich komplett auf Outsourcing/Kooperationen setzen , um die "economies of scale", wie es Norbert Reithofer nennt, besser nutzen zu können.
BMW hat da einfach strukturell bedingt einen Nachteil gegenüber Audi, die sich praktisch grenzenlos aus dem Konzernregal bedienen können, und der muss irgendwie zumindest ansatzweise ausgeglichen werden, um die Profitablilität auf einem anständigen Niveau zu halten / zu verbessern.
Die Zeit in der BMW maßgeschneiderte Produkte für den Heimatmarkt und das restliche Mitteleuropa entwickelt hat, gehen einfach dem Ende entgegen.
Die Marge bei einem typischerweise in der BRD verkauften 318i dürfte um Welten schlechter sein, als wenn in den USA ein X6 verkauft wird.

Grüße,
Peter

@VANDIT: Bei den 4-Zylinder-Benzinern gilt dies schon länger nicht mehr. Dort hat BMW schon seit der flächendeckenden Einführung der TSI/TFSI Motoren durch VW/Audi den Anschluss verloren.
Was den 1er betrifft: ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser sonderlich profitabel ist. Er basiert auf einer teuren-Längsmotor-Heckantriebs-Plattform, die Motoren sind alle BMW-Eigenentwicklungen, viele Komponenten stammen vom 3er.
Der A3 ist hingegen ein Golf V mit Audi-Karosserie und Motoren aus dem VW-Konzernregal. Das dieser in der Fertigung günstiger als der 1er ist, liegt auf der Hand. Er kostet aber den Endkunden das Gleiche wie der 1er - und ist somit das profitablere Auto.
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Geändert von Peter316i (07.05.2008 um 10:59 Uhr)
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