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Alt 18.04.2008, 11:28     #13
Martin   Martin ist offline
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Großer Preis von Spanien. 25. – 27. April 2008

Großer Preis von Spanien. 25. – 27. April 2008

4. von 18 WM-Läufen Vorschau.

München/Hinwil, 18. April 2008. Das BMW Sauber F1 Team steht gerade am Beginn seiner dritten Saison und reist erstmals als Spitzenreiter der Konstrukteursweltmeisterschaft zu einem Formel-1-Grand-Prix. Bei den ersten drei WM-Läufen 2008 hatte das Team jeweils einen Podestplatz erzielt (zwei zweite Plätze und ein dritter Platz), seine erste Poleposition (Robert Kubica/Bahrain) sowie die erste schnellste Rennrunde (Nick Heidfeld/Malaysia) verbucht. Mit 30 Punkten hat das BMW Sauber F1 Team einen Zähler Vorsprung auf Ferrari und zwei auf McLaren Mercedes. In der kurzen Frühjahrspause haben alle für den Europaauftakt am 27. April in Barcelona nachgerüstet. Der Große Preis von Spanien auf dem ebenso anspruchsvollen wie repräsentativen Circuit de Catalunya könnte eine neue Standortbestimmung bringen.


Nick Heidfeld: „Der Große Preis von Spanien hat eine spezielle Atmosphäre, weil die Tribünen mittlerweile regelmäßig komplett besetzt sind. Die Zuschauer sorgen für eine phantastische Stimmung, von der auch wir Fahrer einiges mitbekommen. Obwohl ich auf dem Circuit de Catalunya schon hunderte von Runden bei Rennen und Testfahrten absolviert habe, kommt da keine Langeweile auf. Es ist schon sehr häufig vorgekommen, dass ein beim Testen ermitteltes Set-up am Rennwochenende nicht mehr passte. Das kann am Wetter liegen, aber auch am Zustand der Strecke, auf der sich während eines Grand-Prix-Wochenendes natürlich mehr Gummiabrieb sammelt als während der Testfahrten. Die spannendste Frage dieses Mal lautet: Wie gut funktionieren die neuen Komponenten, mit denen wir den BMW Sauber F1.08 seit den Übersee-Rennen zu Saisonbeginn modifiziert haben? Außerdem bin ich gespannt, ob wir mit den Neuentwicklungen einen größeren Fortschritt erzielt haben als die Konkurrenz. Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass wir genauso stark sein werden wie in Australien, Malaysia und Bahrain.“


Robert Kubica: „Ich denke, wir werden ein berechenbareres Rennen erleben als bei den ersten drei Grands Prix in Übersee. Die Voraussetzungen sind dieses Mal völlig anders. Die Rennstrecke von Barcelona kennt jedes Team in- und auswendig, weil wir hier sehr oft testen. Ich gehe deswegen davon aus, dass die Abstände zwischen den Teams deutlich kleiner werden als in den zurückliegenden Rennen. Jeder wird zum ersten Grand Prix des Jahres in Europa in Topform antreten. Wohl alle Teams gehen mit einem verbesserten Auto an den Start. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass auch wir das Maximum aus dem BMW Sauber F1.08 herausholen müssen. Wenn uns das gelingt, und davon bin ich nach den jüngsten Testfahrten in Barcelona fest überzeugt, kann ich wieder ganz vorne mitfahren. Mein Ziel ist es, mit einem guten Ergebnis möglichst viele Punkte für mich und das Team zu sammeln.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor: „Das war ein Saisonstart nach Maß für unser BMW Sauber F1 Team. Wir sind nicht mehr dritte Kraft wie im Vorjahr, sondern haben uns in den drei ersten Rennen unter den drei Top- Teams etabliert. Entsprechend groß sind Freude und Motivation bei den Mitarbeitern in München und Hinwil. Wir haben die dreiwöchige Pause nach dem Übersee-Block genutzt, um uns intensiv auf den Europa-Auftakt in Spanien vorzubereiten. Das Rennen in Barcelona ist fast wie ein zweiter Saisonstart. Denn erstmals in 2008 präsentiert sich die Formel 1 in Spanien mit allem, was sie hat: Trucks und Hospitality-Einrichtungen bilden nicht nur einen imposanten Auftritt, sie sorgen vor allem für eine große Arbeitserleichterung. Der Circuit de Catalunya ist eine Strecke mit vielfältigen Ansprüchen. Von den Teams wird der Kurs für Testfahrten häufig genutzt. Er war schon oft Gradmesser für die generelle Leistungsfähigkeit der Teams. Dort werden alle Teams einen Entwicklungsschritt machen, auch wir. Danach ist eine neue Standortbestimmung angesagt.“


Willy Rampf, Technischer Direktor: „Auf Barcelona bin ich ganz besonders gespannt, denn fast alle Teams haben hier in der vergangenen Woche Verbesserungen an den Autos getestet. Alle haben Fortschritte gemacht, aber die entscheidende Frage ist: Wie viel im Vergleich zur Konkurrenz? Deshalb wird das ein sehr interessantes Rennen, das auch die Richtung für die kommenden Wochen und Monate vorgeben wird. Wir waren mit unseren Fortschritten recht zufrieden, so dass wir weiterhin in der Lage sein sollten, vorne dabei zu sein. Barcelona ist eine Strecke, die die Teams von den vielen Testfahrten in- und auswendig kennen. Dennoch ist sie immer wieder aufs Neue eine Herausforderung, hat doch hier oft der Wind einen großen Einfluss. Deshalb muss man die Abstimmung immer wieder anpassen. Die zahlreichen mittelschnellen und schnellen Kurven verlangen viel Anpressdruck. Entsprechend hoch ist die Belastung für die Reifen, weshalb man hier die härtesten Mischungen verwendet."


Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum Circuit de Catalunya/27. April 2008 Startzeit (lokal/UTC) 14:00 Uhr/12:00 Uhr

Runde/Renndistanz 4,655 km/307,104 km (66 Runden)

Kurven 9 Rechts- und 7 Linkskurven

Sieger 2007 Felipe Massa, Scuderia Ferrari Marlboro, 1:31.36,230 Stunden

Poleposition 2007 Felipe Massa, Scuderia Ferrari Marlboro, 1.21,421 Minuten

Schnellste Runde 2007 Felipe Massa, Scuderia Ferrari Marlboro, 1.22,680 Minuten


Daten 2007 (Rennen):

Volllastanteil: 57 %
Topspeed: 308 km/h
Längste Volllastpassage: 16 sec / 1.140 m
Gangwechsel pro Runde: 44
Reifenverschleiß: mittel
Bremsverschleiß: hoch
Abtriebslevel: hoch


Historie und Hintergrund: 2008 wird der Große Preis von Spanien zum 18. Mal auf dem Circuit de Catalunya im Norden von Barcelona ausgetragen. Die ersten beiden GP Spanien seit der offiziellen Zeitrechnung der Formel 1 fanden in Pedralbes (1951 und 1954) statt. Spätere Austragungsorte waren Jarama (9 Grands Prix), Montjuich (4) und Jerez (5). Seit 1991 gastiert die Formel 1 in Barcelona. Insgesamt wurden bisher 37 GP Spanien ausgetragen. Die Stadt Barcelona (rund 1,8 Millionen Einwohner) mit ihrem Mittelmeerhafen liegt im Nordosten Spaniens, rund 120 Kilometer südlich der Pyrenäen. Barcelona ist die Hauptstadt Kataloniens und die zweitgrößte Stadt Spaniens.
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