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Alt 16.04.2008, 12:36     #9
Martin   Martin ist offline
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BMW Sailing Cup Weltfinale: Team Deutschland will Titel verteidigen.

Weltmeister Markus Wieser trainiert die deutsche Crew vor der Küste Mallorcas.
München/Palma de Mallorca. Wenn in der kommenden Woche das Weltfinale des BMW Sailing Cup beginnt, dann ist ein Team besonders gut gerüstet: Die Crew von Titelverteidiger Deutschland. Den Feinschliff für den Höhepunkt der internationalen Regattaserie für Segel¬Amateure (15. bis 20. April in Dubai) holte sich das deutsche Team am vergangenen Wochenende vor Mallorca. Dazu wurde eigens ein prominenter Segel-Coach engagiert: Der amtierende IMS-Weltmeister, Drachen-Europameister und Deutscher Match-Race-Meister Markus Wieser trainierte mit der jungen Crew in einem dreitägigen, intensiven Segel-Camp, gab sein Know-how in Sachen Taktik weiter und optimierte die Manöverabläufe an Bord.

„Wir haben uns alle Bereiche vorgenommen, auf die es beim Match- bzw. Fleetracing ankommt“, sagt Wieser. „Schwerpunkte dabei waren: Taktik, Startsituationen, Kommunikation an Bord sowie die effiziente und effektive Rollenaufteilung entsprechend der individuellen seglerischen Stärken und Erfahrung. Das Team hat hart gearbeitet und schnell dazugelernt. Es freut mich zu sehen, dass sich die gesamten Abläufe und Timings deutlich verbessert haben.“

Entstanden ist die Idee zum Intensiv-Trainingslager beim BMW Sailing Cup Deutschlandfinale im Oktober 2007. Wieser, einer der erfolgreichsten Segelprofis Deutschlands, war in Hamburg zu Gast und stand den Aktiven mit hilfreichen Tipps zur Seite. Damals hatte sich das Team aus Münster (Thorsten Hülsmann, Daniela Schulte-Bisping, Christian Knoll, Maximilian Jockenhövel) in einer spannenden Finalserie gegen 14 starke Teams durchgesetzt und für das Weltfinale in Dubai qualifiziert. Dr. Ingo Ehrlicher, Skipper der zweitplatzierten Crew aus Bad Wiessee, komplettiert beim Weltfinale das Team Münster – in Dubai ist eine Mannschaftsgröße von fünf Seglern erforderlich.

Wiesers Coachings und die seglerischen Leistungen beim Deutschlandfinale haben auch Georg Hakvoort überzeugt. Hakvoort ist Geschäftsführer des BMW Partners Autohaus Hakvoort GmbH und Veranstalter der Regatta am Aasee, bei der sich das Münsteraner Team für das Deutschlandfinale qualifiziert hatte. Hakvoort kontaktierte Wieser, initiierte kurzerhand ein Segeltrainingslager in Porto Portals und lud das Team Münster sowie Dr. Ingo Ehrlicher in das Segelcamp mit Wieser nach Mallorca ein.


Das Team war begeistert von der professionellen Vorbereitung. „Die Trainingseinheiten vor der Küste Mallorcas’ waren extrem wertvoll, haben uns sehr viel gebracht und zudem viel Spaß gemacht“, sagte Skipper Thorsten Hülsmann. „Nach sechs Monaten Winterpause war es wichtig, wieder als Team in die Saison zu starten. Dies auch noch unter so fachkundiger Anleitung zu tun, war natürlich optimal. Wir fahren hoch motiviert und selbstbewusst nach Dubai.“

Gegen Teams aus acht weiteren Nationen (Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Malta, Neuseeland, Spanien und die Vereinigten Arabischen Emirate) muss sich die Crew in Dubai beim BMW Sailing Cup Weltfinale behaupten. Ob Wiesers Erfahrungsschatz in Sachen Match-und Fleetrace-Taktik bei dieser Aufgabe vielleicht den entscheidenden Ausschlag gibt, muss das Team jetzt beweisen. Vorwind-Trimmer Maximilian Jockenhövel wollte diese Frage nicht konkret beantworten. „Er hat uns viele wertvolle Manövertricks gezeigt, wie wir die Gegner ‚abstellen’ können“, sagte der 18-Jährige, der wegen des Weltfinales sogar Abiturprüfungen mit offizieller Ausnahmegenehmigung nachschreiben darf. „Aber mehr werde ich nicht verraten, sonst nehmen wir uns ja diesen Vorteil. Es war eine einmalige Chance von einem international erfolgreichen Profi wie Markus lernen zu können.“

Die deutsche Crew wird bestens gerüstet nach Dubai fliegen, wo sie schon beim BMW Sailing Cup 2007 in Deutschland Erfahrung auf der „Bénéteau First Class 7.5“ gesammelt hat. Das Ziel ist klar definiert: „Wir wollen gewinnen“, sagte Genua-Trimmer Christian Knoll. „Schließlich ist Deutschland Titelverteidiger, da wollen wir nicht diejenigen sein, die den Pokal verlieren.“ Den Grundstein dazu haben sie in Mallorca jedenfalls schon Mal gelegt.
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There are three types of people in this world: those who make things happen, those who watch things happen and those who wonder what happened.

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